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Problemcocktail: Angststörung, Panik, Tics...

E*delwei7ßprin&zesxsin hat die Diskussion gestartet


Hilfe... ich weiß echt nicht weiter!

Seit einigen Wochen leide ich an einer psychisch bedingten Schluckstörung... das Essen ist der reinste Krampf, aber trinken ist noch viel schlimmer! >.<

Heute habe ich erst eine kleine Tasse Kaffee (circa 140 ml) und wenige Schlucke Tee getrunken. Ich kriege einfach nichts runter!

Mit dem Essen ist es auch nicht so rosig... In den etwa fünf, sechs Wochen, die das nun schon so geht, habe fast drei Kilo abgenommen, aber in den letzten zwei Wochen hat es sich glücklicherweise stabilisiert und das gewicht bleibt jetzt konstant. Trotzdem würde ich mein Essverhalten längst noch nicht wieder als "Normal" bezeichnen: Ich habe immer noch Phasen - Mahlzeiten, Stunden, mal einen halben Tag - in den ich überhaupt nichts runterbringe und bei jedem Bissen denke, ich müßte dran ersticken. >.<

Ich kann auch nur Dinge essen, die "krümelig" sind, d.h. Kekse, Brot, Teigwaren, etc. Dinge, die irgendwie "glitschig" sind, d.h. Obst, Joghurt / Pudding, etc. bring' ich überhaupt nicht runter, da werd' ich gleich panisch. >.<

Aber das Trinken ist der eigentliche Horror. Ich habe solche Angst, daß meine Nieren versagen werden, daß ich eine Thrombose kriege oder auch einfach nur an den Tropf muß... ich will nicht in ein Krankenhaus müssen und ich will nicht, daß sie meine Adern zerstechen.

Ich bin einfach nur noch panisch... mir geht es gut, solange ich zu Hause bin und meine Ruhe habe. An manchen Tagen bringe ich es auch auf 700 oder 800 ml Flüssigkeitsaufnahme. Aber dann kommt wieder so ein Tag, an dem GAR NICHTS geht und ich froh bin, wenn ich 200 oder 300 ml schaffe. Das geht jetzt schon seit Wochen so.>.<

Ich war auch bei einem Psychologen, sogar bei der Uniklinik, da würde man ja was erwarten... Jedenfalls wollten die mich gleich stationär aufnehmen, was für mich eine absolute Horrorvorstellung war. Ich bin froh, wenn ich zu Hause meine paar Bissen und Schlucke herunterbekomme, wie soll ich das da in einer fremden Umgebung schaffen? Noch dazu in einer Klinik - wenn auch nur einer psychosomatischen... aber positiv besetzt ist es deshalb bei mir trotzdem nicht gerade.

Ich habe mich dann zur Tagesklinik überreden lassen, aber da sollte ich auch bis 16 Uhr bleiben... Ich wäre dann gegen sechs Uhr abens zu Hause gewesen und bis dahin nichts zu essen und nichts zu trinken finde ich schon ein bissl heftig.

Außerdem brauche ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwei Stunden pro Weg, was ich ja schon im "Normalzustand" unzumutbar fände... Da ich aber noch dazu Panikattacken in öffentlichen Verkehrsmitteln bekomme, war schon die Hinfahrt ein dermaßener Horror, daß ich es nicht aus- und die Therapie dementsprechend nicht durchhalten konnte.

Ich weiß nicht, ob das die richtige Entscheidung war - solange ich da war, ging es ja, ich hatte nicht das Gefühl, an meinem eigenen Speichel zu ersticken und in deshalb ständig in Taschentücher spucken zu müssen (Wie das z.B. bei der Hinfahrt in der Bahn immer war... ich hab's versucht, so diskret wie möglich zu machen und als Naseputzen zu tarnen, aber es putzt sich ja auch keiner alle drei Sekunden die Nase! Und je mehr ich gemerkt habe, daß mich die anderen Fahrgäste ansahen, um so schlimmer wurde es... Ich dachte dann: "die müssen Dich ja für irre halten" >.<) und hatte auch keine Erstickungsanfälle, aber ich habe mich auch nicht wohlgefühlt und hatte nicht das Gefühl, daß mir das was bringt. Ich war zwar nur eine Woche da, aber ich bezweifle ganz stark, daß ich ein Mensch bin, der auf rythmisches Trommeln und "ganzheitliche Körperübungen" anspringt... hätte mir eher so etwas wie eine ambulante, intensivierte Gesprächstherapie gewünscht.

Na ja, jetzt hocke ich seit zwei Tagen zu Hause... ich will ja auch mal rausgehen, mit kleineren Unternehmungen anfangen und mich dann wieder in Richtung Normalität steigern - aber solange ich mich um mein Überleben sorgen muß, habe ich keinen großen Nerv auf Weihnachtsmarkt und Shopping. >.< Ich hab so Angst um meine Gesundheit... wie lange kann ein Körper das denn aushalten?

Angefangen hat das Ganze nach dem Abitur bzw. zwischen letztem Schultag und Zeugnisausgabe... Ich habe mich so verlassen gefühlt: Ich wohne in einem Dorf und habe einen relativ langen Schulweg, so daß mir angesichts des langen Unterrichts in der Oberstufe (acht Stunden oder länger) nicht mehr viel Freizeit nach der Schule blieb... Wenn man um fünf Uhr mit dem Mittagessen fertig ist und dann noch die Hausaufgaben vor sich hat (wobei das bei mir eigentlich immer schnell erledigt war ^^), hat man halt nicht mehr viel Lust auf große Freizeitgestaltung... so war dann die Schule mehr oder minder mein soziales Umfeld, zweites Zuhause. Genug Zeit verbracht habe ich ja da. ^^ Bin auch immer gerne hingegangen... nicht nur, weil ich viele Freunde hatte, die ich natürlich in der Schule jeden Tag sehen konnte, sondern auch, weil ich in meinen Lehrer verliebt war. >.<

Und das war nicht nur so eine blöde kleine Schwärmerei, sondern schon eine ernsthafte Angelegenheit, die sich von der zehnten Klasse an über meine komplette Oberstufenzeit gezogen hat... Na ja, und jetzt war alles vorbei: Die Freunde verstreuten sich nach dem Abitur in alle Welt und die jenigen, die in der Heimat blieben, waren mit ihrem Studium beschäftigt und mit den neuen Kontakten, die sie geknüpft hatten. Und ER... ich hatte halt gehofft, daß wir den Kontakt halten können, zumal ich mich sehr täuschen müßte, wenn er mir nicht zumindest Sympathie entgegenbringt. Es kann ja auch bei einem rein freundschaftlichen Kontakt bleiben... ich möchte bloß diesen Menschen nicht verlieren; ich möchte nicht, daß er aus meinem Leben verschwindet als wäre er nie dagewesen... Aber wie es ausschaut, ist er das. >.<

Ich war damals noch bis zum Ende des Schuljahres beinahe jeden Tag unter irgendeinem Vorwand in die Schule gefahren, um ihn zu sehen. Er hat auch immer mit mir gesprochen, auch geflirtet, aber es blieb immer an der Oberfläche. In der letzten Zeit vor dem Ende meiner Schulzeit und auch in den verbliebenen Wochen des Schuljahres bis zur Vergabe der Abizeugnisse war er immer so kühl und distanziert gewesen, daß ich mich nicht getraut habe, mit ihm darüber zu reden und ihn zu bitten, in Kontakt zu bleiben. Einen richtigen Abschied gab es also nicht... tja, und jetzt habe ich ihn schon fast ein halbes Jahr nicht mehr gesehen. >.< Ich hatte ihm mal eine e-Mail geschrieben, schon vor Monaten, aber anscheinend stimmte die Adresse, die ich im Internet gefunden hatte ^^, nicht...

Im Sommer fing es dann an, daß ich abends nicht einschlafen konnte und dann plötzlich im Liegen keine Luft mehr zu bekommen glaubte. Ich habe mich dann ganz panisch aufgesetzt und nach einer Weile ging es dann wieder. Im Herbsturlaub wurde es schlimmer, die nächtlichen Paniken und die Atemnot hielten dann länger an und steigerten sich fast zu Todesängsten. Zu der Zeit, wenige Wochen vor Beginn meines Studiums, fiel mir auch erstmals auf, daß ich an manchen Bissen ewig rumkaute und z.B. keine Kroketten essen wollte, weil der Kartoffelbrei darin meinen Mund so zementartig ausfüllte und ich Erstickungsängste bekam. Mein Studium habe ich mit Widerwillen aufgenommen... Medizin! Obwohl ich nie einen Hang zum Naturwissenschaftlichen hatte, sondern schon immer eher so die Geisteswissenschaftlerin war, mit einer Vorliebe für Lyrik, Kunst, Kultur... ich wäre gerne Hochschulprofessorin oder Journalistin geworden. Mein Vater aber, selbst erfolgreicher Mediziner, dachte wohl, Medizin sei das Richtige für mich und versuchte mit aller Vehemenz, mich zu überzeugen... und ich war in dieser depressiv-apathischen Situation, saß nur noch zu Hause rum, alles war mir egal... war es da nicht wurscht, was ich studierte? Sollte halt wenigstens mein Vater glücklich sein! Fatalismus einer Krisensituation, würde ich sagen.

Nun ja, ich nahm also das Studium auf und damit fingen die Probleme an... Zunächst fing ich an, mich in den stickigen, überfüllten Hörsälen unruhig und nervös zu fühlen. Ich sah die engen Reihen aus zwanzig, dreißig Sitzen entlang, die Treppen auf denen die jenigen saßen, die keinen Platz bekommen hatten und dachte: "Was ist, wenn Du hier schnell raus mußt?" Ich hatte vermehrt das Gefühl, es sei zu stickig, ich könne unmöglich Luft bekommen... ich begann, meine Atmung zu überwachen. Die wurde immer flacher, ich schnappte nach Luft, mir wurde schwindelig... ich bekam eine panische Angst: ohnmächtig zu werden, zu ersticken... und rannte hinaus. Immer öfter mußte ich während der Vorlesungen den Hörsaal verlassen, ich konnte mich nicht mehr auf die Inhalte konzentrieren, achtete nur noch auf mein Befinden... Irgendwann konnte ich den Hörsaal gar nicht mehr betreten, irgendwann wurde ich schon auf der Hinfahrt im Bus panisch und wollte überhaupt nicht mehr zur Uni fahren. Ich brauchte ein Attest, ich brauchte Hilfe, deshalb habe ich mich den Psychologen an der Uniklinik gewendet...

Die Sache mit dem Schlucken rührt glaube ich irgendwie von diesem Atemtick her, der sich übrigens mittlerweile irgendwie auskuriert bzw. zu diesem Schlucktick gewandelt hat: Erst hatte ich das Gefühl, durch das Schlucken meine Atmung zu verhindern. Das ging dann soweit, daß ich nicht mal mehr meinen Speichel schlucken konnte. Und da man den ja nun nicht in jeder Situation ausspucken kann, behielt ich ihn dann im Mund, hatte panische Angst, ihn zu aspirieren (heißt das so? ^^) und zu ersticken. Ich weiß, an Speichel erstickt man nicht und auch wenn man sich beim Essen oder Trinken verschluckt, geschieht das nicht ohne weiteres... ich habe bloß Angst, daß ich durch meine Panik den natürlichen Hustenreflex unterdrücken und stattdessen einatmen könnte... ich weiß, daß ist so irreal. Ich habe Angst bzw. vor meinen panischen Reaktionen.

Jetzt ist mein Beitrag so lang und wirr geworden und ich mag ihn auch nicht noch mal auf Fehler durchlesen... Es wäre aber nett, wenn ihn trotzdem jemand durchlesen und vielleicht eien Meinung oder einen Rat dazu abgeben würde.

Antworten
bWifenchemnx88


deshalb habe ich mich den Psychologen an der Uniklinik gewendet

Was hat dieser denn dazu gesagt?

Also meiner Meinung nach solltest du dir sofort Hilfe suchen!!!

Das was Du hier beschreibst ist schon echt richtig heftig!!!!:-o

JnaniT-28


Wow heftig!!!

Aus welcher Region kommst Du?

In Bremen gibt es eine sehr gute Psychologin, die könnte dir vllt weiterhelfen!!!

Wenn Dein Vater Arzt ist, hat er da denn keine guten Kontakte oder hätte er nicht mal etwas merken müssen?!

Dir passt bei den Attacken nichts, wirkl nicht! Bleib ganz ruhig dabei!!! Das geht wieder alles vorbei! Ich kenn das leider auch, was Du schreibst und kann es nachempfinden! :-(

Lg

E7de6lwe7\prinzeXssin


"Such Dir Hilfe" ist leicht gesagt, aber leider nicht so leicht getan! Ich weiß ja auch, daß ich Hilfe brauche, aber woher? An der Uniklinik kann ich wohl nicht mehr vorsprechen, die können und wollen anscheinend nicht verstehen, daß ich mir eine stationäre bzw. teilstationäre Therapie unter keinen Umständen vorstellen kann. Vom Chefarzt habe ich nur zu hören bekommen: "Anders kann ich Ihnen auch nicht helfen."

Man hat mir dann ein Branchenbuch der örtlichen Therapeuten in die Hand gedrückt mit der Bemerkung, daß mit Wartezeiten bis zu sechs Monaten zu rechnen sei und ich mit einer Verschlechterung meiner Situation rechnen könne. Na, toll... hilft mir echt weiter. Anscheinend muß ich wohl abwarten und in der Zeit versuchen, mich soweit es irgendwie geht selbst aus dem Dreck zu ziehen.

Ich weiß zwar noch nicht wie, aber irgendwie muß es gehen. Hab' Erfahrung im Mich-selbst-aus-dem-Dreck-ziehen...

Und welcher Therapeut hat denn Zeit, sich sagen wir mal an drei, vier Tagen der Woche für mindestens ein, zwei Stunden mit ein und derselben Patientin zu beschäftigen? Denn solange brauch' ich wohl schon, um schnell Abhilfe zu finden.

@ Jani:

Und es kann echt nichts passieren? Man kann sich wirklich nicht so blöd anstellen, daß man sich selbst irgendwie dabei in Gefahr bringt? Wie hast Du das denn erlebt? Du schreibst ja, Du kennst das...

Ich bin eigentlich ein rationaler Mensch, ich weiß ja, daß ich nicht ersticke, wenn ich mich normal verhalte... Angst hab' ich bloß davor, was passiert, wenn ich mich nicht unter Kontrolle habe (Panikattacke).

Vielen Dank für Eure Hilfe!

bCievnchepn88


Das du so lange warten musst ist nicht immer gesagt!! Ich habe bei meiner Therapeutin nur eine Woche warten müssen.Ich finde es einfach nur schlimm das es dir so schlecht geht!:)*

EPdellweicßprinzexssin


Danke! :-) Freut mich, daß es wen interessiert... es hilft ja auch schon, wenn man es einfach mal rauslassen und sagen (bzw. schreiben) kann, wie besch...euert es einem eigentlich geht. Vor Freunden und Bekannten will man sich die Blöße ja dann doch nicht geben, egal wie intensiv die Freundschaft ist. Na ja, ich werde mich mal umschauen und rumtelephonieren... ein paar Adressen in der Umgebung habe ich mir ja rausgeschrieben. Erstmal hören, was die sagen. Ich könnte mir nämlich auch vorstellen, daß die einem da was erzählen, von wegen lange Wartezeiten, weil die mich gerne als zahlenden Kunden (Privatpatientin) in der Tagesklinik behalten hätten...

J_ani-42x8


Hey!

Ich konnte vor 6 Jahren, als ich es zum ersten Mal hatte gar nichts mehr! War in der Ausbildung zum Masseur im 2. Lehrjahr, als dann mein Vater sehr schwer krank wurde. Hab dann die Ausbildung hingeschmissen und den Hof mit den 70 Kühen weitergemacht, weil der hat meine Ausbildung finanziert. Als denn mein bester Freund noch schwer krank wurde, ging bei mir gar nichts mehr und es war genauso, wie du es beschrieben hattest, das gleiche hatte ich auch!!! Ich konnte selbst meinen ganzen Sport nicht mehr weitermachen und so... Als ich dann zu einer Psychologin kam, meinte die nur, ich bräuchte Sex, denn ich bis dahin noch nicht hatte. Richtig weitergebracht hat mich erst eine Psychologin die mit mir Tiefenpsychologie gemacht, wobei sie die Symptome behoben hat, nicht aber die Ursache!!! :-( Muss mir wohl noch eine dritte suchen. Hab damals zum Glück den Abschluss zum Landwirt gemacht, wollte dann aber wieder zurück in die Medizin und häng jetzt noch Ergo an, aber nach 2 Jahren Ausbildung fang ich gerad an ganz schön zu wackeln :-(

In welchem Semester bist Du?

E de.lweiß*prinzefssin


Hallo Jani,

ich finde es ganz interessant, zu sehen, wie viele Parallelen doch zwischen Deiner damaligen Situation und der meinigen bestehen: Bei Dir war es ja anscheinend auch so, daß Du aus dem Gefühl der Verbundenheit und der Verpflichtung gegenüber Deinem Vater von Deinem persönlichen Berufsziel abgewichen bist und ihm zuliebe seinen Beruf ergriffen hast.

Vermutlich hast Du Dich zwischen den Kühen genau so wenig zuhause gefühlt, wie ich es in der Medizin bin... Aber es ist doch, wenn man in dieser Situation steckt, zunächst einmal eine Lage, aus der es keinen Ausweg, für die es keine Lösung zu geben scheint. Wohlgemeinte Ratschläge von Freunden a la: "Aber es ist doch DEIN Leben und Du mußt machen, wozu Du Lust hast." sind da eher fehl am Platze, weil die Leute, von denen sie stammen, sich überhaupt nicht in eine solche Situation hineinfühlen können.

Wie hat sich die Situation denn bei Dir entwickelt? Ist Dein Vater wieder gesund geworden? Wenn ja: Hat er akzeptiert, daß Du den Hof nicht übernehmen willst, sondern Deine Ausbildung wieder aufgenommen hast?

Ähnlich wie Du es beschrieben hast, habe auch ich den Sport an den Nagel gehängt: Früher war ich aktiv, immer draußen... ich bin gelaufen, habe geritten, Tennis gespielt, etc. Aber jetzt habe ich natürlich Panik, durch den Sport unnötig Kalorien zu verbrauchen und dadurch noch mehr abzunehmen. Also mache ich in der Hinsicht GAR NICHTS mehr. >.<

Was Deine Psychologin gesagt hat, zum Thema Sex, ist wahrscheinlich auch gar nicht so dumm. Bei mir ist es auch so, daß Sex in meinem Leben derzeit nicht gerade überrepräsentiert ist... bin jetzt zwar nicht total unerfahren, aber da ich in den letzten drei Jahren nur Augen für meinen natürlich unerreichbaren Lehrer hatte und alle Annäherungsversuche anderer Männer abgeblockt habe, kann man sich natürlich vorstellen, daß diese drei Jahre nicht gerade das darstellten, was man gemeinhin unter einem "erfüllten Liebesleben" versteht. ;-)

Auf Deine Frage hin: Ich bin im ersten Semester. Habe mein Abi dieses Frühjahr gemacht und dann gleich zum Semesterbeginn im Oktober mein Studium aufgenommen.

JUanii-2x8


Es war damals so, dass wir eine Gbr hatten und hätte ich die Kühe nicht weitergemacht, wären zwei Betriebe auseinandergefallen. Mein Vater war zudem kein gelernter Landwirt, so das ihm ein Betriebshelfer nicht zustand und das andere war, dass der Hof meine Ausbidlung mit monatl 423 Euro bezahlt hat, also stand ich in der Pflicht und wurd auch in der Pflicht von meiner Mutter genommen den Hof über einen Zeitraum weiterzumachen!

Hatte als 9 jähriger einen schweren Unfall, wurd auch wiederbelebt und war auch zeitweilig halbseitig gelähmt, diese Zeit hat sicherl mein Leben geprägt und ich seh heute das Leben ganz anders, als andere. Damals war ich auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen, als ich nicht konnte... Hab mich dann aber ins Leben zurückgekämpft, hab an mich geglaubt und wahrgemacht was mir keiner zugetraut hatte, nicht einmal die Ärzte. Hatte in der Zeit zwar viele Depris, du machst zwei Schritte vor und vier zurück, aber ich hab es ja geschafft ;-) Natürl hab ich immer Angst im Auto gehabt, auch vor dem Tod, aber denke, das ist alles normal. Musst die Jahre danach immer wieder zum Check-Up und so...,musste nach meinem Unfall alles wieder lernen, wie lesen, schreiben, rechnen, sprechen, usw... So war das halt..., der Sport, es fing mit Tischtennis an und ging mit Tennis weiter, gab mir in der Zeit sehr viel Kraft!!! Als ich dann wieder alles durfte, fing ich wieder mit Fussball an. Fussball ist auch heut aufgrund meiner Kopfverletzung und meiner Position nicht ganz ungefährlich, aber es kann bekanntl überall etwas passieren. Mit 15 war ich wieder der Alte ;-)

Könnte jetzt noch weiterschreiben, aber ich will dich nicht langweilen...

rzear[winxdow


hallo edelweißprinzessin,

ich habe ähnliche probleme wie du. seit september habe ich große schwierigkeiten mit dem essen. es beruht auf der angst, dass ich mich verschlucken und mir ein bissen in die luftröhre gelangen könnte. mit dem trinken hab ich häufig auch probleme, auch wenn ich weiß, dass ich an flüssigkeit kaum ersticken kann. ich habe in den letzten wochen 10 kg abgenommen und fühle mich schwach.

die angst sucht sich bei mir immer ein neues ventil. vor einem jahr hat es damit angefangen, dass ich ständig angst davor hatte, einen herzinfarkt zu erleiden. ich habe auch schon einen mehrmonatigen stationären klinikaufenthalt hinter mir.

wichtig ist, dass du dir vor augen hältst, dass es besser werden kann, auch wenn man manchmal nicht daran glaubt. es gibt hilfe, und sogar musiktherapien können ihren teil dazu beitragen, auch wenn es verständlich ist, dass du dich eher nach gesprächen sehnst. ich wünschte mir auch, öfter jemanden zu haben, mit dem ich mich darüber unterhalten kann.

natürlich ist es auch möglich, dass das pech und die unzufriedenheit mit deinem lehrer sich so ein forum sucht. allerdings ist es auch wichtig, dass du dich für dich selbst einsetzt, indem du z.b. sagst, dass medizin doch nicht deine sache ist, und lieber sprach- oder kunstwissenschaften studieren möchtest. es ist wichtig, dass du dafür sorgst, dass es dir gut geht, und daher ist es auch wichtig, dass du tätigkeiten ausübst, die dir spaß machen.

so weit erstmal von mir,

david

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