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Ich hasse meinen Vater....

cLhrhiss5x55


Soll schon vorgekommen sein ;-D

g@radfxly


Hey Dana,

ich hab deinen Faden gelesen und es hat mich sehr berührt, weil ich auch eine, naja, sagen wir mal nicht so tolle Zeit zuhause hatte.

Ich würde gern das unterstützen, was dir schon viele gesagt haben und du auch eigenlich weißt.

Dein Vater ist wirklich ein Riesenarsch und es ist gut, dass du das so sehen kannst. Deine Mutter wirkt sehr schwach, sehr abhängig. Sie ist fast kein ganzer Mensch mehr neben ihm. Sie hat totale Angst, denn er ist ein bisschen ihre Existenz, ohne ihn ist sie nichts (in ihren Augen).

Es ist wichtig für sie, dass sie das irgendwann versteht. Denn vorher wird sich rein gar nichts ändern. Außer dir hat niemand deinen Vater mal in seine Schranken verwiesen und ihm gezeigt, dass er nicht ein toller Typ ist, weil er sich so verachtend, ignorant und mies benimmt, deine Mutter hat immer zugelassen, dass er das mit ihr und euch machen kann.

Dabei hätte sie dich und deine Brüder eigentlich beschützen müssen.

Siehst du, welche Rolle du übernommen hast? Dank dir muss sie wieder nicht stark sein, sie kann wieder passiv andere handeln lassen. Ich weiß nicht, wieviel Leid man ertragen muss, um das zu verstehen, aber wichtig wäre wohl, dass sie es langsam versteht, denn nur dann kann sie es schaffen, sich von ihm zu befreien.

Ich weiß nicht, ob du die Richtige bist, um ihr die Augen zu öffnen. Du kannst es versuchen, aber du merkst ja, wieviel Angst sie vor einem selbstbestimmten Leben hat (Angst, ohne ihn kein Geld zu haben, die Tiere zu verlieren- was natürlich, sorry, Schwachsinn ist).

Damit bin ich bei dir: Jeder Mensch entscheidet ab einem bestimmten Punkt selbst über sein Leben und man merkt, wie gut es dir getan hat, als du von zuhause ausgezogen bist. Es ist wichtig, dass du dich nicht wieder verlierst, indem du Verantwortung für den Rest (Bruder, Mutter) übernimmst.

Ich hab verstanden, warum du im Moment nicht ausziehen willst, aber es wäre wirklich besser für dich. Je länger du da bleibst, desto ätzender wird es für dich und desto schwieriger wird es, den Absprung zu schaffen. Ich weiß, du willst deine Mutter und deinen Bruder nicht allein lassen, aber du kannst ihnen so nur sehr begrenzt helfen.

Und vielleicht hätte das auch für deine Mutter etwas Gutes, wenn sie sehen würde, wie stark ihre Tochter ist und dass es nicht nur einen Weg (bei ihm bleiben) gibt.

Arbeitet deine Mutter? Vielleicht würde es helfen, wenn sie wenigstens das als Anknüpfungspunkt für ein eigenständiges Leben hat- da reicht auch schon ein kleiner Nebenjob, eigentlich egal was. Oder meinetwegen sogar was Ehrenamtliches, z.B. in einem Tierheim? Die Tiere geben ihr ja anscheinend wenigstens noch ein bisschen Kraft.

Die Abhängigkeit von ihm ist so stark, so übermächtig, dass sie wahrscheinlich sofort dicht macht, wenn sie das Gefühl hat, sie soll sich von ihm trennen, aber auf lange Sicht würde ihr alles helfen, was sie Stück für Stück von ihm wegbringt, und wenn es nur ein paar Stunden die Woche sind.

Hat sie Freundinnen, zu denen sie den Kontakt wieder aufleben lassen könnte?

Wie ist die Situation mit deinem Bruder? Braucht er eine Vollzeitunterstützung? Geht er zur Schule, arbeiten oder Ähnliches? Denn das ist auch klar, in der Zeit, in der er deine Mutter braucht, wird sie ihn sicher nicht allein lassen.

Ich würde nicht davon ausgehen, dass dein Vater sich ändern kann. Er scheint so sehr mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen, dass es verschwendete Energie ist, sich mit ihm anzulegen und zu versuchen, ihn zu einem besseren Menschen zu machen (solange er das nicht will und dazu müsste er ja erstmal seine Fehler eingesehen haben).

Puh, sorry, es macht mich wahnsinnig wütend, wenn ich höre, wie er drauf ist, echt das Allerletzte und ich hab vielleicht ein bisschen durcheinander geschrieben.

Zusammenfassung:

1. Sorg für dich, denn damit sorgst du auch für die anderen. Nur, wenn du Kraft hast, kannst du sie auch weitergeben.

2. Wenn du deiner Mutter helfen willst, zeig ihr, wie sie sich selbst helfen kann- mit Kleinigkeiten- Wunder würde ich nicht erwarten, dazu sitzt die Abhängigkeit zu tief und ist schon zu lange da.

3. Dein Vater ist psychisch krank. Es gibt Ursachen für sein Verhalten. Aber es ist seine Verantwortung, das zu erkennen und ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendwas passiert, solange er nicht erkennt, dass ihr euch von ihm abwendet und nicht mehr mitmacht oder passiv ertragt, was vor sich geht. Siehe hier:

Meine Mutter hat ganz still nebendran gesessen... hat garnix gesagt.... und er ist mal wieder komplett ausgetickt, hat gesagt, dass er sich von mir nicht so behandeln lässt.. hat Sachen durch die Gegend geworfen... Mülleimer umgetreten... das Messer durch die Gegend geworfen .. und die ganze Zeit geschrieen und mit dem Messer auf mich gezeigt...

Nicht diskutieren, bei Cholerikern wie ihm endet es leider meistens damit, dass sie sich selbst als die "Armen" hinstellen (er muss ja für deine Mutter sorgen, er hat es ja so schwer, sie bringt ihn dazu, sich so zu verhalten).

Sorry, wenn ich etwas geschrieben habe, das du nicht so siehst oder womit du nichts anfangen kannst, du darfst mich gern korrigieren, wenn du anderer Meinung bist :)z

Ich wünsche dir und deiner Familie (Mutter, Bruder) ganz viel Kraft und drücke alle meine Daumen, dass ihr es irgendwie schafft, euch aus dieser schwierigen Situation zu befreien!

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Liebe Grüße

B}iancarbxella


Wie wäre es wenn du deiner Mutter hilfst einen Therapieplatz zu finden? Dann könnte sie die Vergangenheit verarbeiten und es würde ihr vielleicht neues Selbstvertrauen geben um vor allem deinem Vater entgegenzutreten. Und sie müsste versuchen sich unabhängiger zu machen, vielleicht könnte sie erstmal mit einem kleinen 400 € Job anfangen zu arbeiten, z.B. in der Altenpflege oder sonstigen und sich nach und nach steigern, so dass sie eventuell irgendwann unabhängig von deinem Vater leben könnte? So das sie Schritt für Schritt eine neue Existens aufbauen kann! Unterhaltspflichtig wäre er ihr auf jeden Fall gegenüber. Ich kann verstehen dass du deine Mama nicht allein lassen möchtest, aber du musst auch an dich denken!!

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