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Minderwertigkeitskomplexe? Suizid?

d6amikx184 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Kennt sich von euch jemand mit minderertigkeitskomplexen aus? Ich denke ich habe (vor allem in bezug auf frauen) starke minderwertigkeitskomplexe. Meine erste Freundin hatte ich mit 24 - für ganze 2 monate, dann war schluss.

Seither habe ich die hoffnung auf eine intakte beziehung aufgegeben, und denke immer wieder an suizid.

Nun zu meiner Frage: Welche Ursachen haben den derartige Komplexe?

Entwickelt man diese in der Kindheit, Pubertät oder später?

Antworten
L5ilxy87


Komplexe können viele Ursachen haben. Keine Ahnung, was Du alles erlebt hast.

An Deiner Stelle würde ich mich mal einen Therapeuten wenden, wenn Du schon an Suizid denkst. :°_ :)*

d&ami=k184


Ich hab mal mit einer tiefenpsychologischen therapie angefangen, daraufhin hab ich alpträume bekommen, und die komplexe wurden eher schlimmer als besser.

Jedes mal wenn ich eine Frau sehe, die mir gefällt bekomme ich depressionen und seh dann wieder nur den suizid als einzige lösung. Ich vertiefe mich dann in irgendwelche Themengebiete, die mich möglichst wieder ablenken. Das ganze wird aber immer schlimmer, und langsam weis ich nicht mehr weiter.

ALlters ?G{reixs


Hallo damik184,

da steckt aber mehr dahinter oder ?

Ich kenne viele deren Aussichten auf eine Beziehung schlecht stehen, davon haben aber nur ein paar Selbstmordgedanken, und das nicht wegen dem Beziehungskram...

dram}iik184


ich hab eben keine ahnung was dahiner steckt. Ich habe angst, das alles noch schlimmer wird, sobald ich erkenne was dahinter steckt. D.h. das ich dann mit gewissheit sagen kann, nie eine beziehung führen zu können.

Niorike}rin


Wenn du weißt was dahinter steckt, kannst du etwas dagegen tun. Davor brauchst du keine Angst haben, denn ansonsten vertieft und verfestigt sich dein Leiden. Und ich denke, dass du keine/kaum/spät Beziehungen hast/hattest stärkt/e nur schon vorhandene Symptome. Es ist wohl wie ein Teufelskreis - das eine bedingt das andere und umgekehrt (Minderwertigkeitskomplexe - Beziehungen halten nicht - mehr Minderwertigkeitskomplexe - das mit den Beziehungen geht gar nicht mehr,....).

Und versuch nicht mehr an Selbstmord zu denken. Man muss den Tod nicht aufsuchen - der kommt irgendwann ohnehin von selbst. Such therapeutische Hilfe auf, arbeite am Problem - du hast noch viele Möglichekeiten auf eine intakte Beziehung.

d8amcik18P4


danke für eure antworten.

Mein Problem mit der herapie ist folgendes: ich hab so schon komplexe, und wen ich mir dann vorstelle, eine therapie machen zu müssen, nur damit ich eine beziehung führen kann, stärkt das mein selbstbewusstsein nicht unbedingt. Das iist vermutlich objektiv betrachtet relativ dumm, aber ich empfinde es leider so.

Sollte ich es schaffen, eine Therapie anzufangen - welche art wäre denn die richtige? In der psychiatrie wurde ich zu einem tiefenpsychologen geschickt.

S5heepx84


Du musst ja nicht noch einmal eine Tiefenpsychologische Therapie machen, wenn sie dich zu sehr aufwühlt (wundert mich auch nicht).

Verhaltenstherapien sind genauso wirksam, auch wenn sie nicht die gesamte Kindheit umkrempeln. ;-)

Nun zu meiner Frage: Welche Ursachen haben den derartige Komplexe?

Zum Beispiel Lebenserfahrungen

Entwickelt man diese in der Kindheit, Pubertät oder später?

Die kann man jederzeit entwickeln.

Wenn du keinen Bock mehr auf Therapien hast, kannst du dich auch unbürokratisch an eine Beratungsstelle wenden - die sind fachlich echt top! :)^

PFOLkLIY79


Ich hab mal mit einer tiefenpsychologischen therapie angefangen, daraufhin hab ich alpträume bekommen, und die komplexe wurden eher schlimmer als besser.

das ist es meistens aber wenn alles verarbeitet ist-kannst du nochmal von neuen beginnen!

FAoer/dchxen


@ damik184:

Auch ich empfehle dir eine Verhaltenstherapie. Hat gegen meine extreme Schüchternheit ebenfalls geholfen. Ich lege dir mal kurz die grundlegende Annahme der Verhaltenspschologie nahe:

Erster Punkt: Du hast mal eine schlechte Erfahrung mit anderen Menschen gemacht, wurdest z.B. von einer Gruppe, der du angehören wolltest, oder einem Mädchen, dass du sehr mochtest, abgelehnt.

Zweiter Punkt: Du dachtest dir aufgrunddessen, dass du vielleicht im Moment einfach nicht beliebt/nicht gut im ansprechen wärst, und hast es eine Weile vermieden.

Dritter Punkt: Weil du vermieden hast, andere anzusprechen, bist du etwas außer Übung.

Vierter Punkt: Ein weiterer Versuch lief mangels Übung wieder schief, deshalb bist du dir nun sicher dass du schlecht bist.

Und nun traust du dich aufgrund deiner Unsicherheit nicht mehr. Das hat zwei schwerwiegende Folgen: Erstens interpretierst du das Verhalten anderer anders (war bei mir exakt genauso). Wenn dich zum Beispiel ein Mädchen anlacht, tendierst du dazu, das für Auslachen zu halten. Zweitens bringst du dir selbst unbewusst bei, dass es gut ist, Menschen nicht anzusprechen, weil du damit Peinlichkeiten vermeidest.

Nun kannst du dich aus diesem Teufelskreis nur mithilfe von zwei Wunderwaffen befreien: Andere Gedanken und anderes Verhalten.

Achte auf deine Gedanken. Wenn du denkst: "Sie lacht mich aus!" "Die schweigen, weil sie mit mir nicht reden wollen" etc... deute den Gedanken neutral um. "Sie lacht. Ich weiß nicht genau wieso." "Die schweigen, anscheinend denken sie darüber nach, was sie sagen wollen." Geht es um vertraute oder bekannte Personen, frag direkt "Warum lachst du?" "Wieso schweigst du?" in möglichst neutralem, freundlichen Tonfall. Und glaub die Antworten, man hat wenig Grund dich anzulügen.

Nächster Schritt: Anderes Verhalten. Mach dir Hausaufgaben, wie: "Heute werde ich mindestens zwei Frauen ansprechen." Es reicht, nach der Uhrzeit zu fragen und dann einen schönen Tag zu wünschen. Wenn du Übung bekommst und auf längere Zeit feststellst, dass dich die Damen nicht in der Luft zerfetzen, baut dich das auf. Und noch viel wichtiger: Lobe und belohne dich dafür, deine Hausaufgaben gemacht zu haben! Du kannst verdient stolz dafür auf dich sein, dich zu einer so mutigen Leistung überwunden zu haben! Vergleich dich nicht mit anderen - du hast etwas Neues erreicht, und das ist toll! Du kannst die Aufgaben schrittweise (ganz langsam!) immer vergrößern, bis du irgendwann kurze Gespräche mit fremden Leuten führen kannst.

Probier es aus, es hilft!

Noch etwas zu deiner Einstellung gegenüber einer Therapie: Wieder ein eingeschleifter, destruktiver Gedanke. Versuche, wieder auf den objektiven Standpunkt zu kommen: Menschen werden krank. Wer krank ist, muss zum Arzt. Für den Körper gibt es Ärzte, für die Seele gibt es Ärzte. Die Seele kann, genauso wie der Körper, große, schlimme Krankheiten haben, oder kleine, dauerhafte Kränkeleien. Meine Komplexe sind da ähnlich wie "fehlgestellte" Zähne... da läuft halt was nicht hundertpro korrekt, aber wenn ich es eine Weile behandeln lasse, lässt es sich wieder geradebiegen. Für eine Spange braucht man sich ja eigentlich auch nicht schämen!

PkOLL`Y79


:)^ :)^ :)^ :)^ :)^

super beitrag!

F4o&erdHchexn


-^.^- Dankeschön... |-o

PFOLLUY769


bitte!

:)_ ;-)

weiter so!

d,ami$k18x4


Danke für deinen Beitrag, Foerdchen. Auch danke an alle anderen! Das klingt alles sehr gut.

Das mit keinem reden hab ich schon solange ich denken kann. Objektiv betrachtet finde ich deine Vorschläge schlüssig. Wenn ich allerdings jemanden ansprechen soll, komme ich mir in der Regel so dumm vor, dass ich gleich den kopf einziehe und das Weite suche.

So blöd es klingen mag, aber ich kann mich nicht "selbst loben". Es ist eher so, dass ich mich selbst hasse für das, was ich bin. Das zeugt nicht gerade von intelligenz, ich weis.

Ich empfinde aber so.

Das einzige,w as ich im moment in erwägung ziehe, ist wieder eine Therapie beginnen. Hierzu hätte ich noch eine Frage: erfährt man im Laufe der einer Tiefenpsychologischen Therapie, was die wirklichen Ursachen für derartige Komplexe sind?

Danke!

FXoeXrd>chexn


Antwort auf deine Frage: Ja. ^^ Erfährt man.

Genau diese Blockade aufzulösen ist aber das, was du machen musst, wenn du geheilt werden willst. Auch wenn ich weiß, dass das Angst ist, aber niemand kann dir irgendwie helfen oder das für dich machen... wenn du irgendwann weniger schüchtern oder ängstlich sein willst, dann musst du damit anfangen. Alles andere, auch wir, können dir nur eine Hilfestellung sein.

Wenn du alleine zuviel Angst hast, dann hilft vertraute Begleitung und Ehrlichkeit. Wenn das Gespräch z.B. stockt, weil dir vor Schüchternheit nichts mehr einfällt, und man fragt dich, wieso du schweigst, sag direkt: "Weil ich sehr schüchtern bin und gerade vor Aufregung nicht weiß was ich sagen soll." Keiner findet das peinlich oder ist ein Schwein, man wird dir ganz im Gegenteil unter die Arme greifen.

Gerade wenn deine Kontaktangst dich zu Selbstmordgedanken treibt solltest du die Entscheidung Tod, Akzeptanz oder Veränderung mal ganz bewusst fällen. Im Moment erscheinst du nämlich so an nem Punkt wie: Ich halts nimmer aus, aber Schluss machen will ich nich, ich mags anders haben, aber ich mag nix dafür tun. Ist hart gesagt, aber objektiv betrachtet ist es so. Auch Therapien sind nur Hilfen zur Selbsthilfe.

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