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Wie geht ihr mit unfreundlichen Menschen um?

t+rübf0isxch


Weißt du Tine 187, wenn dein Gegenüber ein schlechter Kritiker und auch ein dummes Arschloch ist, dann hat derjenige ganz klar ein Problem damit, mit deiner Entschuldigung umzugehen. Ganz oft liegt es ja daran, dass diese Menschen nicht meckern weil es etwas zu meckern gibt, sondern weil sie mit sich, ihrem Umfeld oder ihrem Privatleben unzufrieden sind. Die haben dann einfach Bock ihren Frust bei jemanden abzuladen, bei dem sie denken das man da noch mal nachtreten kann. Wenn du dich entschuldigst müssen die über ihr eigenes Verhalten nachdenken und weil denen das selten gefällt müssen se halt weiter meckern. Aber auf Dauer ist es schon wichtig sich ruhig und sachlich den Dingen zu stellen. Es gehört sich meines Erachtens einfach nicht jemanden anzupampen nur weil man Lust dazu hat. Und kein Mensch muss sich das auf Dauer gefallen lassen. *:)

oybel-xX


Hmmm...wie gehe ich mit unfreundlichen Menschen um?

Wenn möglich, aus dem Weg gehen. Klappt scheinbar ganz gut, denn ich begegne wirklich sehr selten Menschen, die konkret mir gegenüber unfreundlich sind. So "allgemeine Muffel" dagegen, deren Unfreundlichkeit quasi gleichmäßig und nicht nicht stark jeden trifft, die stören mich auch nicht allzusehr.

Ist diese Unfreundlichkeit konkret gegen mich gerichtet, analysiere ich (unbewußt) die Situation...habe ich den Eindruck, dieser Mensch hat gerade einfach nur Streß und ist sonst gar nicht so ?...wenn es Anschuldigungen sind, inwieweit sind sie gerechtfertigt ?...etc.

Anschließend deeskalieren, was eigentlich fast immer gut funktioniert. Ruhig bleiben, nicht wegsehen, keine Gegenvorwürfe, den anderen erkennen lassen wie er sich gerade verhält, und, falls zutreffend, sich für das Verhalten entschuldigen, daß dieses Verhalten bei ihm ausgelöst hat.

Es ist wahrscheinlich hilfreich, wenn man mal im Service-Bereich gearbeitet hat - da kommt man ständig in Situationen, in denen man Leute beruhigen muß, das wird quasi zur Routine.

Ist derjenige allerdings so ein Typ, der sich gar nicht beruhigen will, also jedes besänftigende Wort überflüssig ist, oder ich in dem Moment einfach zu perplex und "überfahren" bin, um vernünftig oder gelassen zu reagieren - dann setze ich meinen "Ich muß mir wegen dir kleinem Spack gerade so das Lachen verkneifen"-Gesichtsausdruck auf und antworte auf alles, was er sagt, nur noch mit "Hmm-Hmm", "Soso" oder "Aha" ;-D

Vorteil: Benötigt nicht die geringste Denkleistung und keinen besonderen Gemütszustand, ist quasi ein Automatismus, und sieht für Zuschauer recht souverän aus.

Nachteil: In nicht allzu langer Zeit hat man dann in der Regel einen überkochenden Kochtopf vor sich ;-D

Aber das ist OK,wenn sich jemand wirklich aufregen will - dann soll er das auch zur Genüge tun ]:D

Aber trotzdem beschäftigen mich solche Situationen dann noch stundenlang später. Dagegen ist wohl kein Kraut gewachsen, aber da es mittlerweile wirklich sehr, sehr selten ist, kann ich damit leben.

Wenn einen sowas zu sehr mitnimmt, und es ist keine Ausnahme, sondern eine Dauersituation, sollte man - falls es irgendwie möglich ist - vielleicht auch versuchen, dauerhaft in ein freundlicheres Umfeld zu wechseln.

Bzut+ch


Tine187

Hi!

Auch wenn es schwerfällt, weise ich die Leute darauf hin, dass ich mich gerne mit ihnen weiter unterhalte, aber bitte in einem anderen Ton, ansonsten ist das Ganze so schnell beendet, wie es angefangen hat.

Ich musste das auch erst lernen und lerne immer wieder dazu, da jede Situation etwas unterschiedlich ist.

Ignorieren ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber die macht die Situation oftmals nicht besser. Es kann auch zur Eskalation des Ganzen kommen, also finde ich eine Reaktion immer besser.

Was berufliche Situationen angeht:

Da ich früher im Servicebereich gearbeitet habe und heute in abgemilderter Form auch immer wieder mit Kunden zu tun habe, kann ich nur dazu raten, zunächst aktiv zuzuhören und dann direkt zu reagieren.

Wichtig ist, auch nachzufragen wo genau das Problem ist und was der Kunde sich als Lösung wünscht.

Wenn der/die Unzufriedene das Gefühl bekommt, es wird ihm geholfen und er hat jemanden vor sich, der hilft, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, wird die Laune meist schnell besser.

Ich arbeite selber nebenher in der Interessenvertretung. Oft kommen Kollegen völlig aufgebracht und richtig geladen in mein Büro. Auch da höre ich kurz zu, analysiere, frage nach und schlage Lösungen vor.

Eine meiner Lösungen: Ich gehe zum Chef (oder verfasse eine entsrpechende Mail im Sinne des Mitarbeiters) und mache somit ein richtig großes Fass auf.

Das wollen dann plötzlich die Wenigsten. ;-)

Meist merkt man dann, dass die Probleme der Menschen ganz woanders liegen, sie sich nur ausheulen wollten und irgendwo ihren Frust ablassen.

Wichtig ist, dass man Unfreundlichkeit nicht an sich rankommen oder einen selber verletzen lässt.

Einem unfreundlichen oder vor allem beleidigenden Menschen sollte man immer einen Teil seiner Unfreundlichkeit zurück- bzw. mit auf den Weg geben.

*:)

N1adjalxein


fast alle personen die ich kenne, die beruflich souverän wirken müssen,( zB Anwälte, Richter, Staatsanwälte) bleiben nie ruhig wenn ihnen etwas nicht passt oder ihnen jemand doof kommt. Dann werden die aber sowas von laut und machen den gegenüber derart zur schnecke, dass der dann seinen mund hält und keine gegenwehr mehr zeigt; das ist dann souverän

F1000 super Beitrag! Und du hast Recht. Wenn man sich nichts gefallen lässt, ist das Souveränität! Wichtig ist, nicht persönlich zu werden, aber dem Grunde nach finde ich, ist dein Beitrag für mich der pferkete Lösungsansatz.

meumJmi1


also das ist jetzt vielleicht ein bischen ot, aber ich möchte auf etwas aufmerksam machen:

ich hatte vor 1 1/2 bis 2 jahren eine sehr schlechte und anstrengende zeit, in der ich nach außen hin wohl sehr übel rübergekommen bin. (das schlimmste war glaub ich, als ich im supermarkt an der kasse mal ausgerastet bin, als ich zu lange warten mußte und meine ware einfach hingeschmissen habe). ich mächt nicht wissen, wie damals andere über mich dachten. :-/

aber eins praktiziere ich seitdem: verständnis haben. man weiß nie, was solche menschen, die sich unfreundlich benehmen, gerade so an den backen haben.

ich meine damit natürlich nicht abwertendes, menschenverachtendes verhalten, nmss!

Duelpxhine


Also ich geh mit unfreundlichen Leuten, mit denen ich normal nichts zu tun hab (z.B. beim Einkaufen), so um, dass ich das Verhalten an mir abprallen lasse, es ignoriere und mir keine Gedanken drüber mache. Denn meiner Meinung nach gibt's nichts schlimmeres, als unfreundliche, launische Leute.

Wenn ich allerdings mit unfreundlichen Leuten zusammenarbeiten muss, dann wird's schon schwieriger. Da kann's dann schon vorkommen, dass ich gleich in den Wald zurückrufe. Wir hatten da so eine Kollegin ein Büro weiter (mit Verbindungstür). Die war einfach ca. 90% von der Arbeitszeit so launisch, unfreundlich und unausstehlich. Dann wurde umgebaut und unser Chef hat dafür gesorgt, dass diese Person in ein Büro am anderen Ende des Ganges ziehen musste. Seitdem gehen wir dieser Kollegin alle geschlossen aus dem Weg.

mZakLathax181


In dem was ihr so an Erfahrungen schreibt finde ich mich sehr gut wieder. Erst gestern ging es mir so, dass ich in einer Buchhandlung erstens lange Warten musste und dann auch noch sehr unfreundlich bedient wurde. Das hat mir schon ziemlich die Laune vermiest. Früher dachte ich immer, dass die Verkäuferinnen bestimmt gestresst etc. sind, weil vielleicht viel los ist. Aber ich arbeite seit einem Jahr nebenher auch im Einzelhandel und ich kann behaupten, dass ich es schaffe die Kunden immer zu begrüßen und sie freundlich zu bedienen, dass gehört einfach zum Job dazu!!

Mich regt es sowieso total auf, wenn sich die Leute nicht mal an die einfachsten Höflichkeitsfloskeln halten können. Ist ja nicht zuviel verlangt.

F1000s Beitrag fand ich auch sehr gut. Was auch nie schlecht ist: selber souverän bleiben und sich über die Person, die einen dumm anmacht, lustig zu machen. Also jetzt nicht im Sinne von, "haha wie siehst Du denn aus", sondern praktisch das von ihr gesagte ins Lächerliche zu ziehen, dass sich derjenige total blöd vorkommt. Hoffe ihr versteht, was ich meine, kann es irgendwie nicht so geschickt ausdrücken ;-)

Ansonsten hab ich es mir im Laufe der Zeit auch angewöhnt unfreundlichen Menschen meine Meinung zu sagen bzw. sie über ihr Fehlverhalten aufzuklären. Ist wirklich nicht immer leicht, weil ich innerlich dann auch sofort aufgewühlt bin und man es mir auf jeden Fall auch anmerkt.

D6elphKinxe


@ mummi,

Das find ich gut, dass Du Dein eigenes Verhalten überdacht hast und eingesehen hast, dass Du nicht immer richtig reagiert hast.

Ich bin einfach der Meinung jeder hat sein Pakerl zu tragen und irgendwelche Probleme. Aber deshalb kann man doch freundlich sein. Denn wenn man unfreundlich wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man sich noch weiter runterzieht, weil meistens bekommt man ja dann doch das Echo seines eigenen Tons zurück.

Für mich ist das Professionalität, wenn man seine Probleme zuhause lässt und bei der Arbeit immer freundlich bleibt. Denn wie kommen meine Geschäfstpartner dazu, eine frustige Geschäftspartnerin zu haben?

BAutxch


f 1000

fast alle personen die ich kenne, die beruflich souverän wirken müssen,( zB Anwälte, Richter, Staatsanwälte) bleiben nie ruhig wenn ihnen etwas nicht passt oder ihnen jemand doof kommt. Dann werden die aber sowas von laut und machen den gegenüber derart zur schnecke, dass der dann seinen mund hält und keine gegenwehr mehr zeigt; das ist dann souverän

Guten Abend,

vielleicht verstehe ich dich falsch, aber nie ruhig bleiben können, wenn einem etwas nicht passt oder einem jemand doof kommt und jemanden zur Schnecke machen, ist nicht souverän.

Damit bekommt man vielleicht bei manchen Menschen seinen Willen und macht jene nieder, die sich dann nichts mehr trauen, aber das ist nicht Sinn der Sache, in keinem Beruf.

Das manche nicht anders können, ist menschlich.

Ich habe gerade in den letzten Jahren einige Menschen in verantwortungsvollen Positionen kennengelernt, die sich mit sachlicher Argumentation, guter Rethorik und eindrucksvoller Gestik Respekt verschaffen konnten.

Als HB-Männchen kommt man nicht weit, man macht sich allenfalls zum Kasper.

fv100x0


Man muss sich ja nicht wie das HB-Männchen benehmen, vielmehr kommt es natürlich auf die Situation an.

Wenn jemand nun aber völlig übertrieben Leute mit einem Ton begegnet, der an dieser Stelle nicht angebracht ist und auch noch durch seine Wortwahl entgleist, dann kann man da etwas sehrwohl seinen Standpunkt, notfalls auch etwas lauter, vertreten und dafür sorgen, dass einen diese Person so nicht mehr begegnet.

Natürlich kann man keinen Anfahren, nur weil er etwas sagt, das einem nicht passt, sehrwohl aber durch seine Wortwahl dafür sorgen, dass der gegenüber seine Ruhe gibt.

Der Ausdruck ruhig bleiben ist halt relativ.

Ich meine mit "nicht ruhig bleiben" ja nicht, dass man immer wie ein Koleriker rumschreien muss.

Aber bei einem lauten Wortwechsel eben schon; für micht wirkt Jemand, der ganz ruhig und leise bleibt, wenn er gerade grundlos "zusammengeschissen" oder "blöd von der Seite angemacht" wird, absolut nicht souverän, eher hilflos und kleinlaut.

Der Ton, womit ich die Lautstärke und die Wortwahl meine, macht eben die Musik.

Und wenn die nicht passt, dann fahre ich voll aus der Haut; jedoch nie derart, dass ich beleidigend werde.

Nur so, dass der Gegenüber sich sehr klein vorkommt und das nächste mal vielleicht darüber nachdenkt, mit wem er es zu tun hat und wie er sich anderen gegenüber zu verhalten hat.

Das meine ich mit Souveränität.

fH10o0x0


Ach ja, wie kann man hier denn seinen Beitrag eigentlich editieren?

Immer diese Rechtschreibfehler, peinlich....

mLummix1


Ich bin einfach der Meinung jeder hat sein Pakerl zu tragen und irgendwelche Probleme. Aber deshalb kann man doch freundlich sein.

ja, natürlich kann man trotzdem freundlich sein. aber es gibt eben immer wieder situationen, die einen total überfordern und in denen einen die nerven flöten gehen. in dem "kassenfall" war das so. mir sind die nerven durchgegangen, mehr nicht. das das natürlich für die mitwartenden völlig anders rüberkam, weiß ich schon und ich hab den laden auch erstmal n halbes jahr nicht betreten weils mir so unangenehm war.

und manchmal sinds eben auch nicht nur "pakerl" sondern ganze wagenlandungen von paketen, die man zu tragen hat. und man kann sich ja leider nicht aus dem verkehr ziehen, nur wegen solchen lebensmomenten.

auf jeden fall seh ich seitdem soclhe choleriker mit anderen augen.

NKadja'lein


mummi1, ich finde, als Erwachsener sollte man sich soweit in Griff haben, dass man in normalen Situationen (wie an der Kasse anstehen) nicht ausrastet. Das ist doch lächerlich. Wenn jemand es - aus welchen Gründen auch immer - nervlich nicht aushält an der Kasse zu warten, dann soll er das Geschäft verlassen. Das geht mit ein bisschen Selbstdisziplin auch ohne unfreundliches Benehmen!

Vermutlich ist es fast immer so, dass derjenige, der scheinbar grundlos unfreundlich zu einem Mitmenschen ist, seine Gründe außerhalb dieser konkreten Situation hat. Weil jedoch diese Gründe außerhalb sind, ist es unverschämt, dies an jemandem anders auszulassen.

Kürzlich war ich in einem hochwertigen Bekleidungsgeschäft mit Marken wie HugoBoss, Valentino usw. Ich hielt mich zirka 20 Minuten in diesem Geschäft auf und war ernsthaft an einem Kleidungsstück interessiert. Die anwesenden Verkäuferinnen haben mich nicht angesehen und nicht einmal guten Tag gesagt. Auch wenn sie nicht direkt unfreundlich waren, so habe ich doch gefragt, ob in diesem Geschäft "Grüßen verboten" sei. Gekauft habe ich natürlich nichts.

mQumm?i1


nun, ich möchte mein verhalten von damals nicht rechtfertigen müssen, zumal ich ja angedeutet habe, das es mir äußerst unangenehm war!

Das ist doch lächerlich.

nein, war es nicht. lächerlich finde ich, wenn ein mensch nicht mehr mensch sein darf. und überreaktionen sind nun mal menschlich.

aber das ist mal wieder typisch: gibt mal einer einen fehler zu, muß auch gleich jemand drauf rumhacken. :-/

N5adjaaleixn


Entschuldige, mummi1, ich wollte nicht auf dir herumhacken. Es ist deine Meinung, dass es menschlich ist, wenn man ausrastet. Meiner Meinung nach ist das lächerlich.

Unangenehme Dinge werden manchmal mit dem Begriff "menschlich" überspielt. Es ist menschlich, zu lügen, es ist menschlich, Rache zu üben, usw. Ich finde das mangelnde Selbsterziehung oder mangelnde Disziplin. Ich finde es richtiggehend unmenschlich, andere anzumotzen, wenn man selber Stress hat. Aber entschuldige, ich wollte dich nicht persönlich angreifen, sondern lediglich meine Meinung dazu kundtun.

Zum Thema zurück: ich finde es souveräner, nicht den Mund zu halten, wenn man ungerechtfertigt angemotzt wird. Selbstverständlich versuche ich dann, selbst ruhig zu bleiben.

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