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Wie geht ihr mit unfreundlichen Menschen um?

B@utpch


f1000

Ok, dann habe ich dich verstanden.

*:)

KXlSeio


f 1000

Nur so, dass der Gegenüber sich sehr klein vorkommt und das nächste mal vielleicht darüber nachdenkt, mit wem er es zu tun hat und wie er sich anderen gegenüber zu verhalten hat.

Und wie machst Du das, mit welchem Wortlaut, Gestik, Phrasen, damit dem anderen dies klar wird? Das ist es ja eigentlich, wonach hier gefragt wird. Wie schaut so ein Dialog aus, damit der grundlos Angreifer sich zumindest zurückzieh, wenn nicht als kleiner Schreihals degradiert ist?

Kzl*exio


Nadjalein

Zum Thema zurück: ich finde es souveräner, nicht den Mund zu halten, wenn man ungerechtfertigt angemotzt wird. Selbstverständlich versuche ich dann, selbst ruhig zu bleiben.

Auch an Dich die Frage: Wie machst Du das? Hast Du ein praktisches oder mehrere praktische Beispiele (Einkaufe, Kollegen, etc.)?

fI1000


Ich kann ja hier schlecht die Lautstärke und den genauen Wortlaut wiedergeben, da es ja immer auf die situation ankommt.

Zum Beispiel (past jetzt nicht so ganz):

Ich war bei in der Post, da drängelte hinter mir unentwegt ein Mann mit seinem Paket in den Rücken und Pfiff leise vor sich hin - genau mir in den Nacken - mit einem ganz ganz üblen Mundgeruch.

Irgendwann habe ich mal einen kleinen Schritt nach hinten gemacht, um ihn ein wenig zurückzuschieben.

da hat er sich dann lauthals beschwert, was das soll.

Daraufhin habe ich gesagt (in einem ensten, schroffen Ton, jedoch nicht geschrien), dass er gefälligst ein wenig Abstand halten soll und mir nicht ständig in den Nacken Pfeiffen soll. Daraufhin hat er gefragt, warum ich denn schlecht gelaunt sein.

Darufhin hat es mir gelang und ihm gesagt, dass er mir mit seinem drängeln, gepfeiffe und seinem Atem auf den Wecker gehe und er der Grund für meine Laune sei und ob er kein Anstandsgefühl hat.

Dann hat er Abstand genommen und Ruhe gegeben.

War ein blödes Beispiel, da er mich ja nicht aktiv angeredet hat, aber sowas geht halt auch mal garnicht.

Neadjoalexin


Hallo Kleio,

das klappt natürlich nicht immer, kommt auf die Tagesverfassung und auf die konkrete Situation an. Ein Beispiel, welches mir meiner Ansicht nach perfekt gelungen ist, erzähle ich dir gerne:

Ich rief bei meinem Arzt an und habe nach einem Termin für ein Rezept gefragt. Die Assistentin sagte mir, für dieses Rezept könne ich immer (ohne Termin) vorbeikommen. Es war für mich ziemlich aufwändig, es zu schaffen, zur Ordinantionszeit zu kommen, aber ich schaufelte mir die Zeit frei und ging in die Praxis. Nach 3-maligem Klingeln wurde endlich die Tür geöffnet. Die anwesende Assistentin fragte genervt, was ich wolle und ich sagte, ich komme wegen diesem Rezept. Die Assistentin sagte, dass der Doktor an diesem Wochentag nie da sei. Ich war verwundert, weil es eine offizielle Ordinationszeit war und erzählte ihr, dass ich extra angerufen hatte um zu fragen, wann ich kommen könne.

Daraufhin hat sie mich angemotzt, wie ich es selten erlebt habe. Sie flippte richtiggehend aus: ich solle mich gefälligst besser informieren wann denn der Arzt da sei, das Rezept das ich wolle, sei nicht wichtig, es gäbe Patienten mit richtigen Problemen und Schmerzen und nicht solche Kinkerlitzchen, ich solle gefälligst an einem anderen Tag kommen und jetzt die Praxis verlassen, sie habe genügend Laborarbeit usw. usw.

Nachdem mir anfänglich richtiggehend die Luft weggeblieben ist, weil ich nicht verstehen konnte, warum sie jetzt so ausflippt und auch weil es für mich sehr unangenehm war, weil ich wirklich an keinem anderen Tag Zeit hatte, das Rezept zu holen, fasste ich dann doch einen klaren Gedanken und habe wie folgt reagiert:

Ich wartete, bis sie ausgeredet hatte, fiel ihr nicht ins Wort. Dann erklärte ich die Situation aus meiner Sicht: ich habe angerufen und extra gefragt, der Zeitpunkt als ich in der Praxis war, war laut Telefonbuch eine normale Praxiszeit, ich habe mich extra frei gemacht, um hierher zu kommen.

Sie flippte noch mehr aus: ob mir noch nie ein Fehler passiert sei, dann habe sie eben vergessen am Telefon zu erwähnen, dass an diesem Wochentag der Arzt nie da sei usw.

Ich sagte ihr, dass ich sehr wohl verstehe, dass ein Fehler passieren könne, ich jedoch keine Veranlassung sehe, dass sie derart aus der Fassung gerät. Sie kochte wirklich über und schrie, ich solle die Praxis verlassen! Ich blieb ruhig stehen. Ich sah ihr zu, wie sie knallrot wurde und unkoordiniet von einem Eck ins nächste lief und irgendwelche Zettel von da nach da transportierte. Was ich denn noch wolle - fauchte sie. Ich sagte, ich will einen Termin, an dem ich gleich (ohne Warten) dieses Rezept erhalte. Sie sagte, es gäbe Menschen mit richtigen Krankheiten usw (die selbe Leier). Ich war wirklich knapp davor persönlich zu werden. Blieb jedoch einfach stehen und wiederholte meine Bitte. Sie schmiss mich quasi aus der Praxis, ich ließ mich nicht beeindrucken und kommentierte ihr Verhalten nicht. Ich wiederholte wiederum, dass ich einen konkreten Termin wolle, wo ich sogleich drankomme um dieses Rezept zu erhalten. Nach zirka 45 (!!) Minuten erhielt ich diesen. Das war auch für mich eine Kraftanstrengung. Am liebsten wäre ich nämlich nach 10 Minuten wütend aus der Praxis gegangen.

Ich verließ die Praxis ohne Dank, jedoch mit Gruß und ließ sie mit einem Blutdruck von zirka 200 zurück. ;-D

NhadjaHlein


F1000, gut, dass du dem deinen Standpunkt gesagt hast. Besser finde ich, wenn du das mit dem Anstandsgefühl weggelassen hättest. Aber vermutlich wäre das auch mir rausgerutscht.

KAlexio


Schöne Beispiele, danke. :)^ Fallen Euch noch andere ein - es muss ja nicht direkt aus Eurer Praxis sein, sondern überlegt, was man in welcher Situation sagen könnte. Es geht ja um Leute, die eben nicht so schnell reagieren wie ihr. Man könnte sich ja solche Dinge dann ein bisschen durch den Kopf gehen lassen und unter Umständen mal anwenden.

Bmutcxh


Schöne Beispiele, danke. :)^ Fallen Euch noch andere ein

Ja.

Vor einigen Jahren habe ich Altpapier zum Container gebracht. Als ich dabei war, das Altpapier in den Container zu werfen, rannte eine alte Frau aus einem naheliegenden Haus auf mich zu und schrie mich an, was mir denn einfiele. Ich fragte sie erst einmal, was mir denn genau wozu einfiele.

Ja, ich soll gefälligst die Kartons zerkleinern, bevor ich sie in den Container werfe, ansonsten ist der Container gleich wieder voll und es passt nichts mehr rein. (Zugegebenermaßen hatte sie recht.)

Ich sagte ihr daraufhin, dass sie mit diesem Vorschlag gar nicht so falsch liege, aber fragte gleich im Anschluss, ob sie mir das alles nicht ruhig und höflich mitteilen könne.

Sie hat sich daraufhin entschuldigt. Geht doch!

A1zraexl01


heute morgen fragte mich ein patient nach einem schmerzmittel. ich gebe zu es dauerte ein wenig da wir erst die übergbe beendet wollten. nach der übergabe brachte ich es ihm sofort. er murte mich an. was das für ein laden sei... das er die ganze nacht schmerzen hatte... das wenn er klingelt es ewig dauert bis einer kommt... das es ein unding sei das wir schon um 6.30 anfangen die kranken aus dem bett zu werfen... er will sich beim chefarzt beschweren, schließlich ist er privatpatient!!!

ich blieb ganz ruhig... "ich entschuldige mich das es etwas gedauert hat mit dem schmerzmittel. es ist nur problematisch seine arbeit vernünftig zu machen wenn einem die informationen über die patienten fehlen weil man die übergabe nicht mitbekommen hat. zu dem zeitpunkt ging es gerade übrigens um sie und ich gab an die anderen weiter das sie schmerzen haben und wir sie jetzt am vormitag verstärkt beobachten sollen. das sie die ganze nach schmerzen hatten ist sehr übel. ber warum haben sie nicht die nachtwache nach einem schmerzmittel gefragt....?"

er sagte nichts schaute mich nur komisch an?

"das es ab und an etwas dauert bis wir kommen, liegt daran das wir ab und zu auch bei einem anderen patienten im zimmer sind und diesen vielleicht gerade aus dem bett heben. und das wir so früh anfangen liegt daran das wir 3 pflegekräfte und ein schüler zur pflege haben für zur zeit 42 patienten. wir müssen um spätestens 8 fertg sein um das frühstück zu verteilen. ich empfehle ihnen sich nicht beim chefarzt zu beschweren sondern bei der pflegedienstleitung. die ärzte können uns diszilinarisch nichts, die pflegedienstleitung schon. ausserdem merkt dann diese das wir mehr personal benötigen. kann ich ihnen sonst noch helfen?"

er sagte nur noch grummelig... nein.

um 8 brachte ich ihm das frühstück. komischerweise standen die schmerzmittel immer noch auf dem nachttisch. ich fragte ob er sie noch nehmen möchte. er: nein, habe keine schmerzen mehr. nehmen sie die mit!

ich sagte dann noch: oh, das ist nun aber dumm. ich habe sie bereits eingetragen... gut ich werde dokumentieren das ich sie ihnen auf ihren wunsch bereitgestellt habe und sie diese nicht mehr benötigten.

er: ja machen sie das!

Ich: ok, aber ihnen ist bewust das das krankenhaus ihnen das schmerzmittel in rechnung stellt da wir dieses nun verwerfen müssen. diese dürfen sie nun bezahlen da sie ja privat sind.

er: hä... warum?

ich: ich kann die tropfen nicht mehr für andere patienten verwenden. stellen sie sich mal vor ich würde ihnen medikamente geben die vorher bei einem anderen patienten mit einer infizierten beinwunde im zimmer waren.

da sagte er nichts mehr.

f6rditzahnton


mir ging es auch mal so mit einem unfreundlichen busfahrer.

meine tochter und ich ,waren mit unserem kater auf dem weg zu tierarzt.bei uns sind die busse chronisch überfüllt. nun wollte irgentjemand aussteigen, und ich konnte mit der katzenbox nicht so schnell platz machen, weil eben so viele fahrgäste im bus waren.und vor lauter stress und geschupse bin ich dann auch noch mit der box an einer stange hängen geblieben.da schrie mich der busfahrer an ich solle doch gefälligst platz machen. naja nach hin und her bin ich dann nachdem ich die box frei bekommen habe ausgestiegen um die austeigenden fahrgäste rauszulassen. ich dann wieder rein in den bus. der fahrer macht die tür zu und fuhr los. damit nicht genug er bekommt einen anfall und meckert mich auf das übelste an.ich war ganz ruig und sagte nur was sind sie denn für ein unfreunlicher sack. da macht er eine vollbremsung und sagt ich solle das mal bitte wiederholen was ich gesagt habe.ich zu ihm kein problem habe gesagt das sie ein unfreundlicher sack sind.da machte er die tür auf und sagte er macht das hausrecht zu gebrauch und hat mich mit tochter und katzenbox rausgeschmissen. wir musten soooo lachen. es war wirklich lächerlich.wenn ich heute mit einem bus fahre ,und dieser fahrer hat dienst ,dann ist er überfreundlich

s"ekt3korkxen


Kleio

Ganz einfach, mit einem Lächeln :-D auf deinem Gesicht antworten.

Du nimmst ihnen damit den Wind aus den Segeln, tust dir selber,

etwas gutes. Und sie wissen nicht was sie jetzt davon halten

sollen und kommen sich dann selbst blöd und lächerlich vor.

Dir guten Rutsch ins neue Jahr. *:) @:) *:)

TXö)ddiM-Bexar


wenn jemand unfreundlich zu mir ist dann bin ich auch einfach unfreundlich. ich lasse mich echt ungerne unfreundlich anmachen aber wenn ich dann etwas zurückgebe dann geziehlt und nicht ohne einen grund.

ohros-=lan


unfreundliche meiden - aber es geht auch umgekehrt - TöDDi - dem via à vis extrem frdl. entgegenen, das kann auch ganz schön verwirren!

V2amXpirin


Wenn mich eine Verkäuferin/ Busfahrer/ udgl., allgemein fremde Menschen die mich nicht kennen anmaulen, dann zeig ich denen wo der Hammer hängt. (Irgendeiner muss denen ja mal Anstand beibringen).

Dann sind sie plötzlich immer ganz ruhig und saufreundlich.

Lasse mich von fremden Menschen nicht blöd anreden ohne zu kontern.

oWro:s-laxn


VAMPiRiN, sage mir doch bitte kurz, wie man zeigt, wo der hammer hängt: ???

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