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Wie mit Selbstmorddrohung(en) umgehen?

GS.W.4 von R4ue hat die Diskussion gestartet


Mir ist bewusst, dass Selbstmorddrohungen grundsätzlich ernst zu nehmen sind. Das vorab. Nun geht es aber um eine Person, die schon mehrfach davon gesprochen hat, sich das Leben nehmen zu wollen, ohne dass jedoch konkrete Taten folgten - zum Glück!

Ich weiß allerdings nicht, wie ich auf Dauer damit umgehen soll. Wenn es ihr schlecht geht, macht sie immer wieder Andeutungen, manchmal sagt sie sogar ganz direkt, dass sie ihrem Leben jetzt am liebsten ein Ende setzen würde und nur zu feige ist.

Es gab Momente, in denen ich kurz davor war, die Polizei zu verständigen. Letztlich habe ich es dann aber doch nicht getan und war umso erleichterter, als ich sie ein paar Stunden später wieder erreichen konnte. Aber wie oft wird das noch so sein? Wann macht sie ernst? Das kann mir hier natürlich niemand sagen, aber ich frage mich, welche Möglichkeiten ich habe.

Kann oder soll ich jemanden mal grundsätzlich darüber informieren? Wenn ja, wen? Und was bringt das überhaupt? Wie kann ich der betroffenen Person direkt helfen? Ich bin ratlos.

Antworten
L1'Exvita


G.W. von Rue

Geht die betroffene Person in Psychotherapie? Falls ja: wende dich bei Gelegenheit an den behandelten Therapeuten und erzähle von den Androhungn. Falls das nicht zutrifft, dann könntest du ihr das ans Herz legen. Man sollte solche Suizidgedanken tatsächlich ernst nehmen und bei hinreichender Ernsthaftigkeit die Polizei anrufen. Auf Dauer ist das für dich als Außenstehende doch viel zu belastend!

Direkt helfen könntest du ihr, indem du ihr deinen Beistand anbietest - zu jedem Zeitpunkt. Sie soll wissen, dass sie sich jederzeit an dich wenden und mit dir reden kann, wenn es ihr zu schlecht geht. Daneben könntest du ihr anbieten mit ihr zum Erstgespärch beim Psychiater / Psychologen zu gehen.

Hat die Person Kinder? Lebt sie in einer festen Partnerschaft oder bei den Eltern? Du könntest im Fall der "Androhungen" enge Verwandte oder eingeweihte Nachbarn informieren, die dann einen Blick auf sie werfen.

Wenn euer Gespräch in Richtung Selbstmord geht, dann erinnere sie vorsichtig an positive Zeiten, an eure Freundschaft, an ihre Verantwortung gegenüber Kinder / Partner / ...

Insgesamt sehr schwierige Situation.

Ich wünsche dir alles Gute :)*

GO.W. 4von xRue


@ L'Evita

Geht die betroffene Person in Psychotherapie?

Nein, leider nicht.

Falls das nicht zutrifft, dann könntest du ihr das ans Herz legen.

Das habe ich schon mehrfach getan, aber sie lehnt es kategorisch ab. Sie glaubt nicht, dass ihr ein Therapeut helfen kann. Wenn ich sie dann frage, was sie denn zu verlieren hätte und ob es nicht einfach einen Versuch wert wäre, dann kommt erstmal nichts mehr von ihr. Sie will nicht und basta. Da lässt sie nicht richtig mit sich reden.

Man sollte solche Suizidgedanken tatsächlich ernst nehmen und bei hinreichender Ernsthaftigkeit die Polizei anrufen.

Ja, aber wie erkenne ich die "hinreichende Ernsthaftigkeit"? Mein größter Fehler war wohl, nicht gleich bei der ersten "Drohung" die Polizei zu informieren. Sie hat jetzt schon so oft davon gesprochen und es angedeutet - ich finde keinen Punkt, an dem ich sagen könnte "Heute ist es so weit, ich rufe die Polizei".

Denn wenn ich es tue und sie in dem Moment doch nicht dabei ist, sich umzubringen, dann verzeiht sie mir das wahrscheinlich nie. Ich bin ihre einzige Bezugsperson. Rufe ich einmal die Polizei, wird sie sich mir in Zukunft nicht mehr öffnen.

Direkt helfen könntest du ihr, indem du ihr deinen Beistand anbietest - zu jedem Zeitpunkt. Sie soll wissen, dass sie sich jederzeit an dich wenden und mit dir reden kann, wenn es ihr zu schlecht geht.

Sie kann mich jederzeit erreichen und wendet sich auch oft an mich. Ich fühle mich nur so hilflos, wenn sie mal wieder andeutet, dass sie am liebsten einen Schlussstrich ziehen möchte. Sie sagt mir immer wieder, so lange sie noch mit mir darüber redet, tut sie eh ohnehin nicht. Beruhigend finde ich das aber auch nicht gerade. Wenn sie dann nämlich mal eine zeitlang nichts in dieser Richtung sagte, frage ich mich, ob es sie kurz davor steht ??? :-(

Hat die Person Kinder?

Nein.

Lebt sie in einer festen Partnerschaft oder bei den Eltern?

Sie lebt alleine, hat keinen Partner und keine Eltern mehr.

L6'E%vitxa


Ich bin ihre einzige Bezugsperson.

Die Verantwortung, die du damit auf dich nimmst, ist ganz schön hoch. Generell: lieber die Polizei rufen, als sich hinterher die Vorwürfe machen, dass man etwas Schlimmes hätte verhindern können.

Ja, aber wie erkenne ich die "hinreichende Ernsthaftigkeit"?

Das kann ich dir leider nicht beantworten, aber vielleicht könnte ein niedergelassener Psychiater / Psychotherapeut dir das sagen? Ich würde an deiner Stelle einfach mal bei jemandem anrufen oder vorbeigehen, der sich von Berufes wegen damit auskennt. Derjenige könnte dir evtl auch sagen, wie du generell mit der betroffenen Person umgehen sollst.

4v-cookIies


Eine schwierige Situation :°_ und die Verantwortung möchte ich nicht tragen! Es ist eine emotionale Erpressung ...

Wenn sich also diese Person tatsächlich das Leben nehmen möchte, so wirst Du es nicht verhindern können. Und - ganz wichtig - bist Du nicht diejenige, die diese Verantwortung hat! Die hat nämlich jeder Mensch nur und ausschließlich für sich selber (Fälle von begründeter Vormundschaft oder vorrübergehender Sorge seien bei dieser Betrachtung bitte außen vor).

Ähnlich ist es mit der Einsicht in die Art der eigenen Erkrankung und/oder Notwendigkeit, sich in ärztliche Obhut zu begegeben. Das kann nicht von außen aufgezwungen werden, sondern muss von innen kommen - sonst wird es nichts nutzen. Was Du dennoch machen kannst: mit Rat und Tat zur Seite stehen (wie Du es ja auch beschrieben hast).

Wichtig erscheint mir aber eine Abgrenzung in der Art, was Du bereit bist zu tun, und wo Deine (!) Grenzen liegen. Eine Selbstmorddrohung in Deiner Gegenwart oder Dir zu Kenntnis könnte beispielsweise zu einem Kontaktabbruch führen - je nachdem, was zu (er)tragen kannst und möchtest. Hast Du einen Arzt, mit dem Du wegen Deiner Belastung, sie diese Informationen bei Dir auslösen, sprechen kannst?

Ich wünsche Dir und der von Dir benannten Person von Herzen, dass sich die Situation zum Besseren wendet :)* :)* :)* :)* :)*

S,hee~p84


Ich weiß allerdings nicht, wie ich auf Dauer damit umgehen soll.

IMMER die Polizei/Rettung informieren, wenn DU Dich überfordert fühlst. Dort sitzen die Fachleute und es wird niemand dir unterstellen zu übertreiben etc.

Du hast NICHT die Verantwortung für Andere - jeder ist (so hart's für manche auch ist) in erster Linie für sich selbst verantwortlich.

Aber wie oft wird das noch so sein? Wann macht sie ernst? Das kann mir hier natürlich niemand sagen, aber ich frage mich, welche Möglichkeiten ich habe.

Du kannst dich zum Beispiel an Beratungsstellen wenden (z. B. für Suizidprävention) um herauszufinden, wie DU damit umgehen kannst und gleichzeitig lernen, wie du mit ihr umgehen kannst ohne dabei draufzugehen.

Kann oder soll ich jemanden mal grundsätzlich darüber informieren? Wenn ja, wen?

Rettung/Polizei.

Und was bringt das überhaupt?

Dass du die Verantwortung nicht mehr tragen musst und die Fachleute dann entscheiden, was weiterhin geschieht.

Wie kann ich der betroffenen Person direkt helfen? Ich bin ratlos.

1. Hat JEDER ein Recht auf ein eigenes Leben, in dem mit Sicherheit auch nicht alles rund läuft

2. Ist es NICHT deine Aufgabe, dir die Nacht um die Ohren zu schlagen (dafür gibt's Telefonseelsorge, die Rettung, Akutstationen, etc.)

3. Geht's psychisch Kranken/suizidalen Menschen meist noch schlechter, wenn sich jemand für sie so sehr aufopfert, dass er mit untergeht - das schlechte Gewissen ist für die Erkrankten dann meist nicht oder nur schwer auszuhalten

4. Haben auch Psychologen/Psychiater nicht ohne Grund irgendwann Feierabend

5. Profitiert auch niemand davon, wenn die Helfer aus Solidarität mit untergehen - nicht umsonst gibt's in der professionellen Arbeit mit psychisch Kranken Supervision etc. Die Gefahr, die Grenzen nicht mehr zu ziehen, sind riesig.

6. So hart's klingt: Die Verantwortung für's eigene Leben hat immer noch jeder selbst und wenn sich jemand umbringen will, dann schafft er das (leider?) auch

Denn wenn ich es tue und sie in dem Moment doch nicht dabei ist, sich umzubringen, dann verzeiht sie mir das wahrscheinlich nie.

Das ist (leider) angesichts der Suizidgefahr erst einmal völlig nebensächlich. Wenn Suizidgefahr besteht, kann auf so etwas keine Rücksicht mehr genommen werden.

Sie sagt mir immer wieder, so lange sie noch mit mir darüber redet, tut sie eh ohnehin nicht. Beruhigend finde ich das aber auch nicht gerade.

Ist es auch nicht, da 80-90 % aller Suizide angekündigt werden (direkt/indirekt). Und wenn sie immer wieder davon spricht, ist von einer erheblichen Suizidalität auszugehen. Inwiefern diese akut ist, würde ich als Laie auch vor Ort nicht erkennen - deswegen eben: lieber einmal zu oft die Rettung rufen, die das mit Sicherheit auch ernst nehmen.

Fälle von begründeter Vormundschaft oder vorrübergehender Sorge seien bei dieser Betrachtung bitte außen vor

Vormundschaft gibt's nimmer, aber egal. ;-)

Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen - DEINE Grenzen sind wichtig und notfalls auch den Kontakt abbrechen. Es ist emotionale Erpressung und das ist auf Dauer kein aushaltbarer Zustand in einer Freundschaft.

G^.W. 4von yRuxe


@ L'Evita

Die Verantwortung, die du damit auf dich nimmst, ist ganz schön hoch.

Ich weiß. Ich habe mir das allerdings nicht ausgesucht.

Das kann ich dir leider nicht beantworten, aber vielleicht könnte ein niedergelassener Psychiater / Psychotherapeut dir das sagen? Ich würde an deiner Stelle einfach mal bei jemandem anrufen oder vorbeigehen, der sich von Berufes wegen damit auskennt. Derjenige könnte dir evtl auch sagen, wie du generell mit der betroffenen Person umgehen sollst.

Das ist eine gute Idee. Ich werde mich erkundigen. Blöd nur, dass das in der Weihnachtszeit und zwischen den Jahren vermutlich nicht mehr klappen wird. Und gerade diese Zeit ist es, in der mir die Person akut gefährdet erscheint.

G5.W. vKon #Rue


@ 4-cookies

Wenn sich also diese Person tatsächlich das Leben nehmen möchte, so wirst Du es nicht verhindern können. Und - ganz wichtig - bist Du nicht diejenige, die diese Verantwortung hat! Die hat nämlich jeder Mensch nur und ausschließlich für sich selber

Das mag objektiv schon stimmen, aber es fühlt sich für mich anders an. Natürlich ist die Person im Prinzip für sich selbst verantwortlich. Nur dadurch, dass sie sich an mich wendet, holt sie mich - ob ich es will oder nicht - mit ins Boot. Ich kann nichts dafür, wenn sie sich dann ins Wasser stürzt, aber ich werde mich doch immer wieder fragen, ob ich sie nicht doch hätte halten können bzw. müssen.

Es ist auch mein Recht auszusteigen, aber ich glaube, ich könnte es mir nie verzeihen, sie alleine gelassen zu haben. Auch dann nicht, wenn ich weiß, dass es zu meinem Besten war und manchmal ein gesunder Egoismus durchaus notwendig ist, um selbst nicht unterzugehen.

Hast Du einen Arzt, mit dem Du wegen Deiner Belastung, sie diese Informationen bei Dir auslösen, sprechen kannst?

Nein, momentan nicht. Aber vielleicht kann ich das mit dem Einholen von Informationen verbinden, so wie L'Evita das vorgeschlagen hat.

G$.W. vo_n Rue


@ Sheep84

Denn wenn ich es tue und sie in dem Moment doch nicht dabei ist, sich umzubringen, dann verzeiht sie mir das wahrscheinlich nie.

Das ist (leider) angesichts der Suizidgefahr erst einmal völlig nebensächlich. Wenn Suizidgefahr besteht, kann auf so etwas keine Rücksicht mehr genommen werden.

Mein Problem ist, dass ich vermutlich nur einen "Versuch" habe. Angenommen, ich hätte gestern Abend, als sie mir erzählte, am liebsten "für immer schlafen" zu wollen, die Polizei gerufen, ja? Dann hätten diese (wie ich jetzt weiß, weil sie sich vorhin wieder bei mir gemeldet hat) "nur" eine betrunkene Frau vorgefunden, die allerdings niemals suizidale Absichten eingeräumt hätte. Tja, und dann? Man würde mir zwar nicht vorwerfen, übertrieben reagiert zu haben, aber man könnte sie eben auch nicht "mitnehmen" und schützen. Sie würde alleine in ihrer Wohnung zurückbleiben, mit dem Gefühl, dass sie von ihrer einzigen Vertrauensperson verraten wurde :-(

jIohnnay trappxer


Als jemand, der diese Situation einigermassen kennt (eine mir nahe stehende Person hat sich das Leben genommen; 2 weitere haben davon gesprochen; ich selbst habe früher öfter mal darüber nachgedacht), würde ich nur für den Notfall dazu raten, die Polizei ins Spiel zu bringen.

Viele Menschen die an Selbstmord denken, sind sehr sensibel, was von Aussen oft als "übersensibel" und "weich" bezeichnet wird. Sie ziehen sich aus der Welt zurück, das geht einher mit einem sich ausgeschlossen fühlen und oft auch damit, tatsächlich ausgeschlossen zu werden. Man will nicht mehr verletzt werden, man fühlt sich teilnahmslos, auch ohne Chance auf soziale Teilhabe, oft genug verstärkt durch das - manchmal nur als solches wahrgenommene, oft aber tatsächlich vorhandene - Unverständnis der "Außenstehenden" (die manchmal weniger weit aussen stehen, als sie sich dies selbst vorstellen). Und oft macht man sich als jemand, der an Selbstmord denkt, selbst einen solch großen Druck, der die Depressionen und das Gefühl der Ausweglosigkeit noch weiter verstärken.

Ich halte es für wichtig, diese Menschen abzulenken, zu unterstützen, damit sie sich selbst auf irgendeine Weise aktivieren und einen Weg finden, ihren Bedürfnissen näher zu kommen - auch zu versuchen, sie mit anderen Menschen zusammen zu bringen, sei es durch gemeinsame Unternehmungen (vor allem zu zweit oder evtl. sogar mit mehreren Personen), durch eine Therapie, etc... kann sehr helfen. Wenn es für Dich, liebe TE, zuviel Druck wird, dann halte ich es auch für wichtig, dass Du über Deine Empfindungen und Deine Ängste bzgl. dieser Thematik mit der betreffenden Person offen sprichst.

S;heep@84


Ich habe mir das allerdings nicht ausgesucht. [...]

Richtig, aber du bist ja kein willenloses Etwas, das sich dagegen nicht wehren könnte. ;-) Und Mitleid/Angst ist KEINE Basis für eine freundschaftliche Beziehung, sondern emotionale Erpressung.

aber es fühlt sich für mich anders an. Es ist auch mein Recht auszusteigen, aber ich glaube, ich könnte es mir nie verzeihen, sie alleine gelassen zu haben.

Das glaub ich sofort, deswegen eben mein Vorschlag, IMMER, wenn du dich überfordert fühlst, dir Hilfe zu holen. Denn damit zeigst du ihr auch, wieviel dir an ihr liegt und dass du dir Sorgen machst, dass sie sich was antun könnte.

Angenommen, ich hätte gestern Abend, als sie mir erzählte, am liebsten "für immer schlafen" zu wollen, die Polizei gerufen, ja? [...] aber man könnte sie eben auch nicht "mitnehmen" und schützen.

Wäre natürlich wirklich die Frage gewesen, ob sie sie daheimgelassen hätten - gerade wegen dem Alkohol. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass bei einer Suizidankündigung nicht ein Fachmann hinzugezogen wird, der das dann beurteilt. Alkohol hin oder her.

Es ist und bleibt eine Gradwanderung, aber im Falle eines Falles ist natürlich die Frage, was ist das kleinere Übel: Die evtl. zerstörte Freundschaft durch das Einschalten von Polizei/Rettung oder die beendete Freundschaft, weil sich die Freundin das Leben genommen hat?!

Letztendlich hast du nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. :-/

SrhSee'p84


Nachtrag: Manche Menschen rufen auch auf diese Art und Weise um Hilfe und möchten, dass man auf sie aufmerksam wird/Ihnen hilft - ggf. auch durch Polizei etc. . Sie schaffen's bloß u. U. nicht selbst, sich darum zu kümmern.

Indem man seinen Suizid direkt/indirekt ankündigt, möchte man in der Regel nämlich noch etwas von seinen Mitmenschen (z. B. Hilfe). Ginge es wirklich darum, sich umzubringen, würde man sich den "Stress" mit den Drohungen nämlich sparen, weil man eben befürchten muss, eingewiesen zu werden.

Und genau das ist dann auch der Zeitpunkt, wo's wichtig wäre, zu handeln.

r:at0x8


hallo

ich schliesse mich voll und ganz johnny an!!

ja das ist sehr schlimm was du erlebst ....nur diese person braucht hilfe(damit sie sprechen kann über gewisse sachen)....ablenkung....zuspruch.....eine aufgabe im leben wo sie sieht das sie gebraucht wird!

mein damaliger mann hat auch immer und immer wieder gesagt er bringt sicht um ....er lauft vor ein auto usw.... ich bin troztdem nicht zu ihm zurück gegangen..da ich wusste das es nur eine drohung war und er das nicht in die tat umsätz....

ich hatte auch schon mal solche gedanken...und ich kämpfte echt lang damit....hätte ich damals meinen sohn nicht gehabt ..wüsste ich nicht ob ich versucht hätte mein leben in den griff zu bekommen!!mein sohn gab mir sehr viel kraft!!!

seine schwester hat per sms ihren selbstmord versuch angekündigt(das sie jetzt tabletten nimmt und das wir sie nie vergessen solln) wir haben ihr dann sofort die rettung und polizei hingeschickt...........sie nah wirklich tabletten sie mussten ihr den magenauspumpen..und sie wurde darauf hin eingewissen..........der grund bei ihr war zuviel stress in der partnerschaft,in der arbeit,sie fühlte sich ungeliebt nicht gebraucht und war mit ihren kräften am ende ..sie konnte nicht mehr!(obwohl sie ein kind hat /hatte sah sie keinen grund weiter dieses leben zu leben)... sie machte lange eine therapie und ihr geht es wieder gut..und dieser mann ist auch endlich weg von ihr!!

eine schulfreundin von mir nahm sich auch das leben ..nur leider ohne ankündigung...........man merkte es bei ihr nicht wie es ihr geht..oder was für probleme sie hatte....sie gab sich immer sehr stark und selbstbewusst...nur leider lies sie keinen an sich ran und es konnte ihr keiner helfen!!

und auch wenn du ihr die polizei und rettung schickst...sie wird dir sicherlich die erste zeit böse sein..und fragen warum..und will nicht reden mit dir....aber sie beruhig sich wieder..wenn sie sieht das es ihr besser geht,das ihr geholfen wird,wenn sie einen teil mal hintersich gelassen hat(aufgearbeitet hat) dann wird sie dir danken dafür!!

nur bitte versuch ..wenn du ihr hilft dich nicht selbst damit runter zureissen!!!

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hast du schonmal überlegt ob es irgendwelche gesetzmässigkeiten gibt in den momenten wenn die person von suizid redet.du schreibst das du die einzigste bezugsperson bist.

könnte es sein das es immer dann auftritt wenn du mal weniger zeit hast ,oder so?

es gibt immer wieder emotional abhängige menschen die suizid drohungen nutzen um ihre bezugspersonen zu mehr aufmerksamkeit erpressen.von daher überlege dir mal genau die situationen in denen vom suizid geredet wird.

nach meiner erfahrung sind die leute von der tat je weiter entfernt je mehr sie davon reden.

der suizid ist eine entscheidung die man für sich mit sich ausmacht,man redet nicht mit anderen drüber.bestes beispiel sind die sui-foren.alle suchen nur nach der besten möglichkeit und wollen es so schnell wie möglich machen.....teilweise sind sie schon jahrelang im forum.

es ist schon was dran an dem alten spruch "nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird.

Seheecp84


nach meiner erfahrung sind die leute von der tat je weiter entfernt je mehr sie davon reden.

Drauf ankommen lassen, würde ich es aber trotzdem nicht, nachdem die meisten Suizide angekündigt und auch (zu oft) durchgeführt werden.

der suizid ist eine entscheidung die man für sich mit sich ausmacht,man redet nicht mit anderen drüber.

Ich denke, das ist von Mensch zu Mensch verschieden - manchmal ist es wirklich "nur" ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

Die Differenzierung zwischen akuter Suizidalität und latentem Todeswunsch würde ich mir als Laie jedoch nicht zutrauen. :-/

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