» »

Wie mit Selbstmorddrohung(en) umgehen?

G(.W.^ voRnx RGuxe


@ Kleio

Was denn dann hieße, sich an die entpsrechenden Örtlichkeiten zu wenden und nicht sich noch mehr um sie zu kümmern. :-)

Ich würde meine (gefühlte) Verantwortlichkeit wirklich gerne an Fachleute abgeben. Deshalb werde ich im neuen Jahr auch ihren Hausarzt konsultieren. Meine Angst liegt nur darin begründet, dass nicht immer schnell genug gehandelt wird. Wenn ich wüsste, dass sie wirklich gerade dabei ist, sich etwas anzutun, würde ich sofort die Polizei rufen. Weil dann MIT SICHERHEIT die ganze Maschinerie losgeht (Einweisung, psych. Betreuuung, usw.). Ich zögere seit Wochen ja nur, weil ich weiß, dass oftmal nichts getan werden kann, wenn beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch nichts "passiert" ist. Sie rücken unverrichteter Dinge wieder ab, die Person bleibt alleine zurück und ... :-(

Keleio


G.W. von Rue

Weil dann MIT SICHERHEIT die ganze Maschinerie losgeht (Einweisung, psych. Betreuuung, usw.). Ich zögere seit Wochen ja nur, weil ich weiß, dass oftmal nichts getan werden kann, wenn beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch nichts "passiert" ist. Sie rücken unverrichteter Dinge wieder ab, die Person bleibt alleine zurück und ...

Ist schon klar, dass Du aus angst versuchst jegliche Verantwortung die nicht wahrgenommen wird zu übernehmen. Das System, in dem Du hänst ist nicht schwer zu durchschaun, ja auch für Dich selbst. Es geht darum, es zu durchbrechen.

G..W.m von8 Rue


@ Kleio

Das System, in dem Du hänst ist nicht schwer zu durchschaun, ja auch für Dich selbst. Es geht darum, es zu durchbrechen.

Stimmt. Mal sehen, wie der erste Ausbruchsversuch (Gespräch mit dem Hausarzt) verläuft :-/

aHnnchpenx2


in welcher beziehung steht ihr denn?

mein exfreund hat öfters davon gesprochen, nachdem schluß war. irgendwann wr er bei mir und hat geheult und es wieder gesagt, da hab ich beim ärztlichen notdienst angerufen. die haben gesagt, wir sollen sofort in die psychiatrie fahren. das haben wir gemacht. danach hat er das nicht mehr gesagt.

G0.W.0 vonx Rue


@ annchen2

in welcher beziehung steht ihr denn?

Wir sind langjährige platonische Freundinnen.

die haben gesagt, wir sollen sofort in die psychiatrie fahren. das haben wir gemacht.

Er ist also freiwillig mit dir gemeinsam zu einer Psychatrie gefahren? Wie ging es dort dann weiter, wenn ich fragen darf?

aknn]chexn2


er ist schon mitgekommen, weil er total am ende war. er hat auch relativ ehrlich mit denen gesprochen, ich hab ihnen ziemlich viel über ihn erzählt. sie wollten ihn dann 2 wochen dort behalten, aber er wollte nicht, weil er einen neuen job hatte, den er nicht verlieren wollte. also mußte ich ihn wieder mit heim nehmen. er konnte nirgendwo hin, weil er zu dem zeitpunkt keine wohnung in nrw hatte. es war noch ein ziemliches drama in der nacht. am nächsten tag ist er gott sei dank dann gegangen bzw. er wurde von seiner neuen freundin abgeholt.

akn\ncChenx2


ich hab übrigens auch eine freundin, die oft damit gedroht hat. irgendwann hab ich den kontakt abgebrochen. sie hat sich danach sehr verändert und wir sind jetzt wieder befreundet, aber sie ist vorsichtiger geworden mit dem, was sie sagt. meiner meinung nach sind solche drohungen meistens leere worte.

W*ateBrli


@ G.W.:

Dir ist hoffentlich klar, dass du nicht "verantwortlich" bist. Rede dir das bitte nicht ein, du kannst nichts dafür. Es ist gut, dass du da bist und dass deine Freundin jemanden hat, aber du brauchst dir auf keinen Fall Vorwürfe machen, wenn was passieren sollte, was ich nicht hoffen will.

Wenn deine Freundin den Gang zum Psychologen ablehnt, kannst du nichts machen. Ich würde dir empfehlen, DIR bei einer Beratungsstelle Hilfe zu holen. Du kannst doch damit alleine nicht fertig werden. Du kannst nur DIR Unterstützung holen, wenn deine Freundin das nicht kann. Teile deine Sorgen mit jemandem, du kannst das nicht alles alleine ertragen. Das wär echt zuviel verlangt.

eIkk


Ich finde es eine gute Idee, mit der Freundin zusammen zum ärztlichen Notdienst/Psychiatrie zu gehen. Damit machst Du klar, dass Du einfach die falsche Ansprechperson bist! Natürlich kann eine Freundin trösten und unterstützen, aber nicht in Dauerbereitschaft bei Suiziddrohungen sein.

Wenn ich mich in Deine Situation versetze, fände ich es unmöglich, ständig verfügbar und erreichbar zu sein.

y\vonnschen7x9


@ G.W.

habe mich etwas in den Faden hier reingelesen. Ich gehe davon aus, dass die Situation immer noch die gleiche ist.

Ich arbeite in der Psychiatrie und habe 2 Selbstmorde miterlebt. Beides Fenstersprünge. Die beiden Personen haben keinerlei vorherige Anzeichen signalisiert, keiner von uns "Fachleuten" hat etwas "geahnt". Gleichermaßen haben wir oft mit verschiedenen Arten von Suizidversuchen zu tun.

Es gibt verschiedenste Arten von Suizid und Suizidandrohungen. Einige, die es beenden wollen, werden niemanden vorher einweihen, sie tun es einfach. Andere teilen vielen Mitmenschen ihre Ängste und ihr Vorhaben mit, ohne es wirklich jemals zu tun. Dies dient einer Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Zuwendung und sie möchten auf Sorgen aufmerksam machen, die sie haben.

Und wieder andere erzählen immer wieder von ihren "Plänen", teilweise über Monate oder Jahre und in einem schlechten Moment, wio sie sich am Ende fühlen, tun sie es dann.

Fazit: Man kann niemals sagen, ob es derjenige ernst meint, oder obs der Aufmerksamkeit wegen ist.

Wir "vom Fach" handeln stets gleich: Droht einer mit suizidalen Handlungen oder verhält sich dementsprechend, dann informieren wir sofort den Notarzt.

Mein dringender Rat an dich: Erkläre deiner Freundin, dass du dies tun wirst. Dann fällt sie nicht aus allen Wolken. Vermittel ihr das nicht als "Drohung", sonst wird sie dir nichts mehr anvertrauen. Signalisier es ihr als Unterstützung, damit sie keinen Druck spürt. Sag ihr klipp und klar, dass du mit ihr alle Wege gehen wirst, um ihr ernsthaft zu helfen, aber sag ihr bitte sehr deutlich, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, an dem du das allein nicht mehr verantworten möchtest.

Und bitte wende dich an eine Beratungsstelle, gibt es bei der Diakonie, Lebenshilfe, in Krankenhäusern..., und frage dort um Rat!

Liebe Grüße und einen guten Weg,

Yvonne

csexyy


hallo

ich hatte mal das gleiche problem !

wen ich dich währe wurde ich mit ihr zu einem psyhiater gehen der spezialisiert ist auf leuten die sich das leben nehmen wollen !

doch wen du sie nicht überreden kannst würde ich die polizei anrufen und die werden sie warscheinlich gewisse zeit in eine geschlossene klinik schiecken und unter doktoren und psyhiater beobachtet , natürlich geht das nur wen die doktoren sagen das sie zu einer klinik gehen muss , und fals die doktoren (psyhiater) sagen das sie keine bedrohung ist , würde ich ihr sagen wen sie wieder sagt das sie selbstmord machen will "ok wen du meinst das, dass richtige ist dan machs" ist kein witz , hat mir mal der doktor gesagt .

doch ich bitte dich zu einem psyhiaterzu gehen und nich all zu auf die kommentare konzentrieren .und natürlich kann ich nicht wissen wie die person ist darum würde ich dir als erstes empfehlen zu einem psyhiater zu gehen ,nur der kann dir sagen wie du ihr oder er ihr helfen kann. ich bin kein artzt (das war die geschichte die ich von mir kenne)

G>.W. [vHon Rue


@ Waterli

Dir ist hoffentlich klar, dass du nicht "verantwortlich" bist.

Nein, so klar ist mir das nicht. Auf der einen Seite zwar schon, weil ich weiß, dass mich natürlich niemand zur Verantwortung ziehen kann, wenn sie sich das Leben nimmt. Auf der anderen Seite fühle ich mich aber einfach verantwortlich. Nicht in der Hinsicht, dass ich ihr persönlich helfen muss - das kann ich mangels Fachkenntnissen und Distanz nicht. Doch aber so, dass ich irgendwie handeln muss und sie nicht alleine lassen darf.

@ ekk

Ich finde es eine gute Idee, mit der Freundin zusammen zum ärztlichen Notdienst/Psychiatrie zu gehen.

Sie hat mir bereits in aller Deutlichkeit gesagt, dass sie sämtliche Selbstmordabsichten leugnen würde, wenn ich je den Notruf wegen ihr wähle. Die Chance, dass sie mit mir freiwillig einen Notdienst aufsucht, geht deshalb leider gegen Null.

@ yvonnchen79

Erkläre deiner Freundin, dass du dies tun wirst. Dann fällt sie nicht aus allen Wolken. Vermittel ihr das nicht als "Drohung", sonst wird sie dir nichts mehr anvertrauen. Signalisier es ihr als Unterstützung, damit sie keinen Druck spürt.

Klingt ja gut, aber wie stelle ich das an? Wie kann ich ihr sagen, dass ich bei ihrer nächsten "Selbstmorddrohung" den Notarzt rufen werde, ohne dass ihr diese Ankündigung Druck macht? Als ich ihr vor ein paar Jahren (damals war sie m.E. noch nicht akut gefährdet) sagte, dass ich im Ernstfall Rettungskräfte verständige, war sie richtig wütend und zog sich eine Weile zurück. Sie meinte, dass sie mir unter diesen Umständen nicht mehr vertrauen könne. Es dauerte Monate, bis sie sich wieder öffnete. Und einen solchen "Bruch" möchte ich im Moment lieber nicht riskieren.

g&änsXebluxm


Auf der anderen Seite fühle ich mich aber einfach verantwortlich. Nicht in der Hinsicht, dass ich ihr persönlich helfen muss - das kann ich mangels Fachkenntnissen und Distanz nicht. Doch aber so, dass ich irgendwie handeln muss und sie nicht alleine lassen darf.

g.w. ich sehe das genauso - wenn wir uns nicht verantwortlich fühlen für die menschen die uns nahe stehen, in was für einer welt leben wir dann? :-/ ich halte gar nichts davon sich abzuwenden wenn es schwierig wird :|N

wie würde sie reagieren wenn du ihr die situation mal aus deiner perspektive darstellst und sie fragst wie es für sie wäre, wenn du von ihr verlangen würdest deinen geplanten tod mitzutragen, ob sie dich sterben lassen würde... und verlange eine antwort von ihr! es wirkt manchmal wunder wenn man den leuten konkrete fragen stellt zu denen sie dann position beziehen müssen, meiner erfahrung nach bringt das weit mehr als wenn man selber versucht dem anderen irgend etwas begreiflich zu machen :)z

vielleicht regt sie das ja zum nachdenken an

Gl.W. 2voln Rxue


@ gänseblum

wie würde sie reagieren wenn du ihr die situation mal aus deiner perspektive darstellst und sie fragst wie es für sie wäre, wenn du von ihr verlangen würdest deinen geplanten tod mitzutragen, ob sie dich sterben lassen würde... und verlange eine antwort von ihr!

Interessante Idee. Sie das mal zu fragen, könnte ich mir durchaus vorstellen :)z Welchen Zeitpunkt empfiehlst du mir? Erst dann, wenn sie selbst wieder vom Freitod spricht oder schon vorher, in einem ruhigen Moment, wenn das Thema gerade nicht im Raum steht?

g[änse]blxum


Erst dann, wenn sie selbst wieder vom Freitod spricht oder schon vorher, in einem ruhigen Moment, wenn das Thema gerade nicht im Raum steht?

gar nicht so leicht zu sagen... hm... gibt es momente, die irgendwie dazwischen liegen? wenn das thema zwar da ist aber nicht angedroht wird es akut umzusetzen? ich würde das auch nicht am telefon machen, sondern wenn ihr euch seht

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH