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Silberne Wege

S-il-b)exr


mir ist schlecht. {:( als logische Konsequenz habe ich mir eben eine Pizza in den Ofen geschoben. Ohne Worte, echt... :|N %-| fühle mich fett. Wieso läuft das eigentlich immer nach dem Motto "jetzt hast du eh schon zuviel gefressen - also kannst du gleich noch eins draufsetzen"?? ich will keine Pizza essen. Es ekelt mich an. Ich bin satt, wirklich pappsatt. :-|

Sport: Phu, also schreien könnte ich auch nicht! :-o nicht mal wenn ich allein bin. Finde es gut dass du es trotzdem versucht hast! :-D :)^ ach ja - Eier sind böse. Vor allem wenn man mehrere auf einmal isst. Mag die Dinger aber trotzdem. ;-) Vor dem Sport sollen wohl Kohlenhydrate gut sein - einen Banane wird häufig empfohlen. Also nicht direkt davor, klar...ich achte da aber nie wirklich drauf, habe nur gemerkt, dass ich z.B. nicht so leistungsfähig bin, wenn ich 6h oder mehr nichts gegessen habe.

Essen: Ich möchte nicht essen. Ich muss. :-/ ich möchte die Pizza nicht essen. Ich möchte keine 2 Becher fettige Maronencreme essen. Einer war ok, sättigt ziemlich, das Zeug - wieso schiebe ich dann einen zweiten hinterher, obwohl mir schon schlecht ist und ich eigentlich nicht möchte? Ich habe heute genau einmal auf meinen Hunger und Appetit gehört - nämlich als ich nach Hause kam und einen lecker Salat gegessen habe. Der war toll und hat gut geschmeckt (wow. Ich mag Salat wieder!). Auch der Kartoffelsalat war wirklich lecker und portionsmässig auch soweit ok, dass ich noch nicht überfressen war. Aber ich war dann satt. Nicht dass mich das davon abgehalten hätte, den Rest reinzuschaufeln. %-| auch im Supermarkt...ich wollte eigentlich gar nicht. Es war nicht so, dass ich die Sachen gesehen habe und mir gedacht habe "wow - das möchte ich gerne wieder essen!" (mit Ausnahme vom Twix. Darauf hatte ich Lust.) Wenn ich auf etwas Appetit habe - ok. Aber wenn ich es eigentlich gar nicht essen will, ja mich teilweise sogar davor eklle! - dann finde ich das irgendwie nicht normal und dann möchte ich auch nicht auf meinen Körper hören. Denn gut tut mir das ja nicht, hinterher ist mir schlecht, ich hab Bauchweh, je nachdem vertrage ich auch mal wieder etwas nicht...

ich hab doch letztens Vanille-Mandel-Eis gekauft. Das war ok. Ich hatte Appetit drauf. Ich habs gegessen und es war ok für mich. Es war lecker und ich fühlte mich weder fett noch überfressen.

Ich kann nicht auf mich hören, weil ich schlichtweg keine Kontrolle darüber habe. Die 9 Monate letztes Jahr - wie oft hab ich mich im Laden geekelt vor dem ganzen Essen, dem gezuckerten, überfetteten Junkfoodmist? Wie oft war mir zuhause hinterher derart schlecht, dass ich Tabletten nehmen musste, weil ich dachte, dass sonst alles wieder rauskommt? Wie viele Male war ich hinterher Dauergast auf dem Klo, weil mein Körper sich gewehrt hat?

Auf mich hören bedeutet für mich: Essen, wenn ich auf etwas Appetit habe. Das kann ich teilweise. Ich habe keine strikte Kaloriengrenze, die ich einhalten muss. Naja, bzw. nicht wirklich. Insofern ist es für mich möglich, ein Sahneeis zu essen, auch wenn es sehr fettig ist und viele Kalorien hat - wenn ich Lust darauf habe (und an dem Tag nicht schon zuviel gegessen habe).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Körper das essen möchte, was ich in Fressphasen esse. Er wehrt sich dagegen. Es ist in keiner Weise gesundes Zeug dabei. Es ist auch in keiner Weise normal, mengenmässig. Ich habe mich 9 Monate vollgestopft, über das Sättigungsgefühl hinaus, mit viel Ekel und Übelkeit.

Seit Dezember ist das ja wieder anders. Die Essattacken sind selten. Essattacken bedeutet für mich, dass ich es nicht kontrollieren kann. Dass es quasi ein Zwang ist - und zwar gegen meinen Appetit, gegen meinen Hunger. Klar gibt es Tage, an denen finde ich, dass ich zuviel gegessen habe - aber vielleicht waren es auch leckere Dinge, die ich gerne gegessen habe. Dann ist es eher vertretbar.

Die Fressphasen sind nicht vertretbar, körperlich. Würde ich mich dauerhaft so ernähren, hätte ich wohl nicht nur massives Übergewicht (dann hätte ich ja keine Abnehmphasen mehr..), sondern auch ziemlich heftige körperliche Probleme (ich erinnere mich mit Schrecken an meine Darmprobleme, die ich ja so oft hatte, völlig unberechenbar und einschränkend!) - bei den Mengen an Zucker und Co. wären dann wohl auch bald irgendwelche Erkrankungen in Richtung Diabetes dazugekommen.

Für mich geht das eigentlich schon in Richtung selbstschädigendes Verhalten (nur dass es, im Gegensatz zur SV früher, nicht von mir "beabsichtigt" ist).

Ich habe schon einiges akzeptiert, was das Essen angeht. Dazu gehört u.a., dass ich meinem Körper keine unnötig niedrigen Kalorienzahlen mehr aufhalse, bloss weil man so schneller abnimmt. Er wehrt sich nämlich massivst dagegen. Also esse ich relativ vernünftig und nehme halt langsamer ab. Das ist aber ok so. Es geht eben nicht anders. Oft versucht, immer gescheitert - also ist das Thema abgehakt. Oder eben bezüglich "sich was gönnen". Zu meinen Diät-Anfangszeiten vor 4 Jahren hiess es "ganz oder gar nicht". Jetzt ist es so, dass ich Dinge, die mir schmecken, durchaus geniessen kann. Nicht immer, aber immer öfter. Stichwort Sauerkrautauflauf, der was die Kalorien angeht nicht gerade...öhm..in dem Bereich liegt, den ich sonst akzeptiere (zumindest wenn man die 4-Personen-Portion auf einmal isst..so wie ich..). Er war aber lecker. Ich werde ihn sicher auch mal wieder machen. Ich habe ihn nicht gegessen und mir dabei gedacht "oh nein, ich will nicht".

SY.P wall1isixi


Für mich geht das eigentlich schon in Richtung selbstschädigendes Verhalten (nur dass es, im Gegensatz zur SV früher, nicht von mir "beabsichtigt" ist).

vllt ist es wirklich eine Art SV-Kompensation, daran hab ich jetzt beim lesen auch gedacht, schon vor dem Satz.

... wenn ich an meinen Konsum und die schwinden Tendenzen dazu denke würde ich versuchen das ganze lediglich zu beobachten ohne große Wertung, v.a. keine Abwertung deswegen und kein schlechtes Gewissen, wenn da suchtähnliche Mechanismen zugrunde liegen gibt solches Empfinden dem erst so richtig Zündstoff. Andererseits, vllt ist gerade die nachfolgende Abwertung die Grundlage oder grundlegender Bestandteil dessen.. hm, na gut *revidier* vllt ist die Abwertung so sehr Teil davon dass sie ebenfalls wertfreie Beobachtung verdient und nicht nur der Zwang an sich.. ja ich weiß, Abwertung wertfrei zu beobachten hört sich nun mehr als durchgedreht an, aber das würde ich zumindest versuchen.^^ Schlechtes Gewissen würd ich trotzdem bekämpfen, das scheint mir in solchen Zusammenhängen sehr Muster-festhaltend zu sein.

Was du sonst schreibst, das mit dem gönnen und dem Appetit hört sich super an. :)^ Ich glaub du bist da insgesamt auf einem gutem Weg sonst wäre das gar nicht möglich. :)z :)*

@:) *:)

Cnleeqni


huhu wallisii *:) so kurz und prägnant kann man es auch ausdrücken :-D, genau das wollte ich auch aussagen, falls es nicht so rüber kam, Silber.

C&leenxi


Guten morgen erstmal :-D :-D :-D

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Körper das essen möchte, was ich in Fressphasen esse. Er wehrt sich dagegen. Es ist in keiner Weise gesundes Zeug dabei. Es ist auch in keiner Weise normal, mengenmässig. Ich habe mich 9 Monate vollgestopft, über das Sättigungsgefühl hinaus, mit viel Ekel und Übelkeit.

Weißt du Silber, du schreibst von dem aufziehenden Gewitter, vielleicht ist es jetzt deine Schutzreaktion darauf, eben weil du dies ja so kennst. Und das ist dir ja auch nicht neu, dass in ungewohnten, fremden Situationen zu Mitteln gegriffen werden, die man kennt. Wer weiß was in dir innerlich noch alles abgeht, was du gar nicht so bewusst mitbekommst und dieses Fressen eben ein Anzeiger dafür ist.

Oder eben das, was ihr zwei auch schon geschrieben habt:

Für mich geht das eigentlich schon in Richtung selbstschädigendes Verhalten (nur dass es, im Gegensatz zur SV früher, nicht von mir "beabsichtigt" ist).

Aber egal was es ist, es hilft dir selbst am wenigsten, dir da selbst noch eins draufzusetzen (obwohl es ja irgendwie auch zu diesem "Muster" dazugehört. Vielleicht kannst du an diesem Punkt anfangen dich zu verändern und nicht beim Essen direkt (wenn es dein Indikator ist). Also so wie ihr es bei der Therapie besprochen habt, bezogen auf das Lernen, denn wie S. wallisii auch schon schrieb, find ich es auch erstaunlich, was du dir sonst essensmäßig schon gönnen kannst :)z :)z und ich weiß wie schwer das ist (und nein ich vergleich jetzt mich nicht mit dir ;-)).

*:) @:) @:)

CvleeNnxi


Soho.. wieder mal von hinten nach vorne gelesen und festgestellt, dass ich ein Posting gar nicht so genau gelesen hab.

Klingt interessant was du vom NLP schreibst :)z. Ich wollte auch mal einen Kurs an der VHS besuchen.. ist aber bis jetzt beim wollen geblieben. Ich kann mir vorstellen, dass das gar nicht so einfach ist, sich darauf innerlich einzulassen.

Dann haben wir darüber geredet, dass ich mich eklig finde. Das ist jetzt im Sommer ein Problem, denn man zeigt ja mehr von sich. Ich habe aber das Gefühl, dass ich das niemandem zumuten kann.

:°_, genau so gehts mir auch (auch wenn dir das jetzt nicht hilft). Die Hüllen werden weniger und die Unsicherheit wird wieder größer, war doch so schön sich in Klamotten etwas verstecken zu können. Da ist die Fluchttendenz gleich wieder viel höher :°_.

Vielleicht meldet sich dein Vater ja doch noch @:) :)* :)*.

Ich habe durchaus einiges erreicht und das sehe ich auch (wow. Dass ich sowas mal sage..)

;-) :)^ :)z x:) x:) :-D

S}ildber


*:) @:)

hab mies geschlafen (halb 8 eingeschlafen, juhui!) und latente Kopfschmerzen, zudem bin ich schlapp (na toll, _so_ kann ich sicher hervorragend Sport machen!) und der Baulärm nervt. %-|

Mein Vater hat übrigens ne Mail geschrieben mit einem Link zu einem anderen Laden- der hat tatsächlich zwei, drei Schuhe/Sandalen, die es in meiner Grösse gibt und die meinen Kriterien entsprechen (nicht abartig hässlich, keinen Absatz). Es hätte ein paar echt schöne Modelle dabei - aber in eine 41 passe ich nun mal beim besten Willen nicht rein. Vielleicht sollte ich mir die Zehen abhacken... ]:D

Der Laden ist dummerweise ziemlich weit entfernt (wollte grad schreiben "im Kakao draussen" - ich glaube nicht, dass es diese Redewendung im Hochdeutschen gibt, oder?). Aber Internetbestellung kostet wieder unnötig Porto und ist ein riesiges Paket, weswegen ich es wieder zu meinen Eltern schicken lassen müsste (weil ich keine Lust habe, mit so einem Monsterding nach Hause zu laufen. Das geht doch gar nicht.). Im Laden fühle ich mich aber immer so unter Druck gesetzt, vor allem wenn eine Verkäuferin dabei ist und wissen möchte, ob der Schuh passt oder nicht. Und ich weiss auch nicht, ob die immer alle Modelle an Lager haben.

Die Mail war ziemlich..öhm. Naja, kurz angebunden. Kein Wort mehr wegen Wohnungssuche. Kein Wort über sonstwas. Kein Hinweis darauf, ob ich in den nächsten 100 Jahren mal wieder nach Hause darf. Nichts. SMS kam keine. Werde nicht schlau daraus, was habe ich denn jetzt wieder falsch gemacht?? :-/ Thera meint, ich muss mich damit abfinden, dass er da etwas unberechenbar ist. Es wirke so, als könne er sich nicht zwischen mir und meiner Mutter entscheiden. Ich meine, da gibt es nicht wirklich was zu entscheiden, aber ich glaube, es ist für meine Mutter ein Problem, wenn mein Vater sich zu oft mit mir beschäftigt (das ist zumindest mein Eindruck). Es ist so ein Balanceakt für ihn. Trotzdem finde ich es eigentlich nicht zuviel verlangt, kurz auf ne SMS zu antworten. Ich erwarte ja keine Romane. Wenn ich eine Frage stelle kann er gern mit "Ja" oder "Nein" antworten. aber wenn so gar nichts kommt...was soll mir das sagen? Und dann kommt plötzlich wieder ein halbstündiger Anruf, wo er ganz viel erzählt. Wieso sind meine Eltern bloss so unberechenbar? Ich kann mit sowas nicht umgehen, ehrlich gesagt. :-/

Je wärmer es wird, desto weniger kann ich nach Hause. Ich kann zuhause nicht kurzärmelig rumlaufen. Meine Eltern werden vermutlich sagen, dass ich das machen soll, weil sie ja beide von der SV wissen (und darauf pochen, dass ich endlich zum Arzt gehe, damit die Narben verschwinden...will ich ja auch, aber das eilt für mich nicht, zumal ich, im Gegensatz zu ihnen, realistisch bin und weiss, dass man sie nicht zum verschwinden bringen kann.). Ach, keine Ahnung, ich kann das jetzt hier auch nicht aufschreiben. Problem ist nur - wie soll ich das bitte begründen?

Ganz davon abgesehen sind die Gründe, weswegen ich nicht nach Hause darf: "Deine Mutter hat Schmerzen. Es geht ihr nicht gut." "Die Katze deiner Mutter ist krank. Das ist Stress für deine Mutter." Das sind dummerweise beides chronische Erkrankungen. Und - ganz ehrlich - ich glaube nicht, dass die Katze noch lange lebt. Die war schon immer ziemlich kränklich und je älter sie wird, desto schlimmer wird es. Wie alt ist sie jetzt? 12? 13? Das ist dummerweise auch die Katze, bei der meine Mutter schon seit langem sagt, wenn sie tot ist, bringe ich mich um. Was ich jetzt damit anfangen soll weiss ich auch nicht. Das stürzt mich nicht mehr in eine Krise, so wie früher. Da merke ich schon, dass ich viel mehr (gesunde) Distanz zu meiner Mutter habe. Aber es ist auch nicht so, dass ich das nicht ernst nehmen würde oder es mir egal wäre. Ich weiss schlicht und einfach nicht, was ich da tun soll.

Ich möchte nur gerne mal wieder meine Katze sehen. Der Rest ist egal, ich muss weder meine Geschwister noch meine Mutter sehen. Klingt etwas krass, aber darauf kann ich gut verzichten. Davon hab ich nichts. Ausser allenfalls Stress.

Cleeni, wegen NLP: Ich stelle mir das in einem Kurs auch schwieriger vor. Ich glaube, es klappt bei mir auch nur so gut, weil ich meine Therapeutin schon bald 2 Jahre kenne und ihr vertraue. Mit fremden Leuten stelle ich mir das nicht gerade einfach vor. :-/ wobei NLP vermutlich mehr beinhaltet als so imaginative Sachen, nehme ich mal an. Und wegen dem Sommer: Doch, es hilft mir. Fühle mich dann damit weniger alleine. Sonst ist es immer so à la "keinem geht es so wie dir. Du stellst dich nur an." Mag mich auch wieder verstecken. Winterjacke. :-| Ich bin dafür, dass man Müll- oder Kartoffelsäcke zur neuen Mode erklärt. Zwei Löcher rein für die Arme, zwei für die Füsse, oben am Hals festmachen - fertig. :-D

ich muss wohl allgemein wertfreier denken/sein. Wäre vielleicht hilfreich. Fällt mir schwer. Ist Übungssache, nehme ich an. Ach, keine Ahnung. Verschwinde ins Bett - Eine himmlische Familie gucken. Ansonsten habe ich die letzten Tage kaum mehr TV geguckt - keine Lust. :-/

L4ewi_adn


Werde nicht schlau daraus, was habe ich denn jetzt wieder falsch gemacht??

Wenn ich so darueber nachdenke, wie du eigentlich seit ich bei dir lese ueber die Art deines Vaters schreibst, Sachen (spaet, spaerlich oder gar nicht) zu beantworten, dann bekomme ich die Vorstellung, der ist einfach so. Ich kenne solche Leute auch. Ist nicht so der herzliche Typ, mindestens nicht schriftlich, macht sich nicht viele Gedanken darueber, ob jemand anders vielleicht eine Antwort oder bestimmte Informationen erwartet etc. Ich stelle mir also vor, dass du gar nichts falsch gemacht hast und dass das einfach seine Art ist, die man vermutlich leider nicht wird aendern koennen.

Kann falsch sein, ich kenne ihn ja nicht. Aber nur mal so als Vorschlag.

S%ilbxer


Nö, das klingt gar nicht falsch, im Gegenteil..und stimmt, herzlich ist ein Wort, das ich mit ihm nicht wirklich in Zusammenhang bringen würde. Mit meiner gesamten Familie eigentlich nicht. Wir sind alle so kalt. Ich habe immer das Gefühl, dass wir alle Einzelkämpfer sind, die nur zusammenleben, weil wir halt das sind, was man so als Familie definiert. Merke das ja auch daran, dass mir meine Geschwister egal sind. Normalerweise empfindet man doch irgendwas. Entweder man mag seine Geschwister - oder man mag sie, kommt aber grad nicht mit ihnen zurecht - oder man mag sie überhaupt nicht. Mir sind sie egal. Wir könnten uns jetzt auch 10 Jahre nicht mehr sehen - von mir aus. Ich kenne sie nicht. Weiss kaum was von ihnen.

Sowas wie Herzlichkeit gibt es bei uns wohl nicht wirklich. Ausser gegenüber den Katzen. ;-D und da wundere ich mich, dass ich eigentlich niemandem gegenüber was empfinde? Dass ich von niemandem sagen kann, dass ich die Person lieb habe? Dass ich nicht weiss, wie sich Liebe anfühlen soll? Dass ich nur dann merke, dass mir jemand wichtig ist, wenn ich die Person in blöden nicht-steuerbaren Tagträumen verliere? :-/

Einerseits finde ich das nicht gut. Ich komme mir kalt und distanziert vor. Andererseits ist es äusserst praktisch: Passiert jemandem was, tut mir das viel weniger weh.

Ach, keine Ahnung.

Srilb exr


...was heisst "ich komme mir kalt und distanziert vor" - ich bin es. :-/

So. Und jetzt esse ich Milchreis. %-|

LWewixan


Nuh, wer hier ueber lange Zeit gelesen hat, weiss jedenfalls, dass du zu Gefuehlen fuer andere Menschen durchaus in der Lage bist.

CPl_eeDnxi


Und wer noch andere Beiträge von dir liest, sieht dies auch :-D :-D. Dir selbst gegenüber ist diese Türe nur noch ganz schön weit geschlossen, heißt aber nicht, dass du immer mal dahinter blinzeln lässt ;-) :)*.

SIilbWexr


...bin ich das? :-/ früher vielleicht. Aber nun schon länger nicht mehr. Mir ist irgendwie das Interesse an anderen Menschen abhanden gekommen. Das ist genauso fies wie es klingt. Es ist egoistisch.

Ich kann mir nichts mehr merken. Oder fast nichts mehr. Wenn mir jemand was erzählt. Früher hatte ich das dann entweder immer direkt in Erinnerung - oder, wenn nicht, -niemand kann sich alles merken- dann wenigstens so ganz weit weg im Hinterkopf. Heute ist es so, dass mir jemand was erzählt, und dann ist es weg. Dabei ist es noch nicht mal so, dass ich viele Kontakte habe. Dann wäre das nachvollziehbarer.

Mich nervt das. Es bedeutet, dass ich die sowieso schon spärlich vorhandenen zwischenmenschlichen Kontakte verliere. Niemand möchte sich auf Dauer mit jemandem beschäftigen, von dem gar nichts zurückkommt. Nicht über Monate hinweg. Eine Beziehung, welcher Art auch immer diese sein mag, besteht aus Geben und Nehmen.

Ich fühle mich die ganze Zeit abschnitten vom Rest der Welt. Wie in einer Seifenblase. Es gibt da so ein passendes Bild, das ich vor Jahren mal im Internet gefunden habe, per Zufall: [[http://www.bilder-hochladen.net/files/d8q-27.jpg]] Ich bin an der Stelle des Baumes.

Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Es ist unangenehm und gleichzeitig ist es mir egal. Alles so komisch und unwirklich. Ich komme mir ein bisschen so vor, als würde ich ständig in einem Paralleluniversum leben. Ich bin zwar in dieser Welt, ich kann sogar mit Menschen kommunizieren, wenn es sein muss von Angesicht zu Angesicht, wie in der Therapie oder vorgestern im Schuhladen. Aber ich fühle mich nie zugehörig. Nie als Teil dieser Welt.

Natürlich kann ich trotzdem auf Beiträge antworten. Aber antworte ich dabei auf Beiträge oder antworte ich dem dahinterstehenden Menschen?

Bin müde und antrieblos heute. Nichts gelernt, ja noch nicht mal Fremdwörter ergoogelt. Keinen Sport gemacht, werde wohl auch keinen mehr machen. Werde in einer halben Stunde ins Bett gehen, Nachrichten gucken und danach die letzte Folge des Teenager-Camps. Morgen muss ich auf jeden Fall früh aufstehen. 6 Uhr in etwa, evtl. etwas früher. Wegen dem Arzttermin. Körperliche Untersuchung. Ich bin fest entschlossen, Untersuchungen, die mir zu weit gehen, zu verweigern. Das ist in meinem Fall nämlich durchaus ok, da ich nicht krank bin und in der Vergangenheit oft genug durchgecheckt wurde. Ich persönlich halte es sowieso für unnötig, aber wenn er sich unbedingt selber vergewissern möchte, dass ich gesund bin, dann bitte. ich möchte einfach nur meine Überweisung.

Ich glaube, dieser Termin wird anstrengend.

Eigentlich wollte ich ja danach noch einkaufen. Aber ich bin mir nicht sicher ob ich das hinkriege. Es erscheint mir unglaublich anstrengend, überhaupt auch nur einen Fuss vor den anderen zu setzen.

Vielleicht ist morgen ja alles anders. Vielleicht finde ich die Energie der vergangenen Tage wieder.

....ich glaube, ich schreib meiner Therapeutin eine Mail. Ja, das wäre wohl ganz gut.

Cele:enxi


Normalerweise empfindet man doch irgendwas. Entweder man mag seine Geschwister - oder man mag sie, kommt aber grad nicht mit ihnen zurecht - oder man mag sie überhaupt nicht.

Ich glaube das Wort normalerweise ist Gefühlen unbekannt. Wir fünf Geschwister haben uns früher regelrecht gehasst. Hatte aber seine Ursache ganz woanders. Da spielt eben sehr viel mit rein, wie die Eltern mit ihren Kindern umgehen und das Geschwister wie Katz und Maus sein können (öhmm ne ich meint wie Hund und Katze ;-D), ist ja auch nicht ungewöhnlich.

Wenn du als Kind nicht die Chance hast, dich mit dir und mit deinen Geschwistern auseinanderzusetzen und eben auch zu merken, dass du dennoch liebenswert bist, auch wenn du mal im Streit liegst, werden Kinder dies ganz schnell auf sich beziehen, eben weil sie so viel für die Eltern machen (wollen).

Du hast ja schon einiges von deinen Geschwistern geschrieben (eben auch von deinem einen Bruder) und auch davon, wie du Angst hast irgend etwas falsch zu machen. Ich denke du wolltest dich sa sehr stark anpassen um eben Liebe zu bekommen :)* :)* (und die Konsequenz was passiert, wenn ihr nicht funktioniert habt, hast du ja hautnah miterleben müssen :)* :°_).

Vielleicht spielt das jetzt auch noch sehr stark bei dir mit rein, wenn es um Gefühle geht: Lieben - und geliebt zu werden : mögen - gemocht werden.

Ich kann nur für mich sagen, dass ich jetzt anfange meine Geschwister zu mögen und dazu gehört eben auch etwas nicht zu mögen an ihnen und da gibt es schon einiges, aber das beides dennoch innerlich aufrecht zu erhalten ist schwierig, da bin ich selbst noch so wie ein Kind: entweder jemand ist lieb und ich kann ihn leiden oder er ist nicht lieb und dann kann ich ihn überhaupt nicht mehr leiden. Ja, wird immer besser, will ich nicht abstreiten, aber dennoch bin ich selbst immer wieder erstaunt, wie tief das noch sitzt, gerade wenn es um Geschwister geht und ganz besonders zwischen mir und meinem Bruder und mir und der Cleeni.. aber wir ticken in vielen Dingen so ähnlich, dass es dann echt schwierig ist. Zumindest wissen wir, dass wir nicht länger als eine Woche aufeinander hocken wollen. *g* aber ich hab sie echt gaaaaaanz doll lieb. Aber wir wissen alle, dass dieser Abstand den wir jetzt gewonnen haben uns so weit gebracht hat, dass wir Nähe zulassen können. Aber es hat echt lang gedauert.

Wenn ihr nicht die Chance habt überhaupt irgendwie in Kontakt zu treten, stell ich es mir bei euch auch schwer vor, und es werden so viele Verletzungen noch dabei sein, sodass du dich selbst schützt :)*. Wie sollst du dann irgend etwas empfinden können im Moment, wenn da noch viel mehr mit aufgerüttelt werden würde? :°_

Einerseits finde ich das nicht gut. Ich komme mir kalt und distanziert vor. Andererseits ist es äusserst praktisch: Passiert jemandem was, tut mir das viel weniger weh.

Ich kann dich verstehen, dass du mit deinen momentanen Empfindungen es so siehst. Aber weißt du was mich mal total aus der Bahn geworfen hat, weshalb ich da auch für mich vorsichtiger geworden bin so etwas zu sagen? Mein Vater hatte mal einen Unfall und ich hab vorher gesagt dass es mir schnurz egal ist, wenn was passiert. Aber ??? Nee ich war total getroffen, und das hat mich wiederrum getroffen, weshalb dies mich so mitnahm. (ok hat sich dann gegeben und es hat nichts verändert im Verhältnis zu ihm). Ich denke echt, dass da viel viel mehr mit reinspielt.

:)*

d=e Säychsixn


Liebe Silber,

bei dem Satz musste ich fast lachen:

Wieso läuft das eigentlich immer nach dem Motto "jetzt hast du eh schon zuviel gefressen - also kannst du gleich noch eins draufsetzen"??

Das könnte ich geschrieben haben... :=o Das ist bei mir ganz genauso. Ich mache ja nun die Diät nach WW, also Punkte zählen u. wenn ich dann eh' schon zu viel Punkte gegessen habe, sage ich mir: "Ist doch jetzt eh' egal, hast ja eh' schon zu viel gegessen, da kannst du DAS jetzt auch noch essen!" %-| Hinterher ekele ich mich vor mir u. würde am liebsten alles wieder auskotzen , was ich so sinnlos in mich reingestopft habe. Meine letzte Fressattacke vor ein paar Tagen hat mir auch erst wieder 1 kg mehr beschert... >:( :(v %-| Von einen Tag auf den anderen... Es ist furchtbar, in so einem Moment kann ich mich einfach nicht beherrschen u. stopfe wahllos die Dinge in mich rein, auch wenn mir schon übel ist. Das ist so widersinnig! :|N Aber in so einem Moment kann ich nicht anders. Und: Ich glaube, Cleeni hat Recht: Wenn wir uns darüber ärgern u. dann auch noch in unserem Selbstbild bestätigt sehen, machen wir das Ganze eher noch schlimmer - es kommt neuer Frust auf u. Frust bedeutet oft auch: ESSEN!%-|


Das NLP hört sich wirklich sehr interessant an. Denke, wenn man das richtig trainiert, könnte das schon eine Verbesserung bewirken. :)z


Wg. Rücken: Gerade oft solche Übungen, die für den Rücken gut sein sollen, bereiten mir oft erst recht Rückenschmerzen! Das war in der Rückenschule auch so... Als schöner Nebeneffekt wurde mir dann auch immer noch übel, wenn die Übungen auch auf die Bauchmuskeln gingen... :(v

LG!

Britta

dce Sdächxsin


Ich schreibe jetzt immer mal einzeln was dazu, beim Lesen:

Sport: Phu, also schreien könnte ich auch nicht! :-o nicht mal wenn ich allein bin.

Oh Gott! Das ist auch Horror für mich! Ich kann weder alleine schreien, noch wenn andere dabei sind - letzteres noch schlechter! :-o :-o :-o :-o :-o Wir haben das mal in meiner Selbsthilfegruppe gemacht, in der ich mal war. Da hatten wir immer so bestimmte Themen. Wir sollten dann auch mit zusammengefalteten Zeitungen (wie so eine Fliegenklatsche) auf den Stuhl oder sonstwo draufhauen (Boxsack gabs auch) u. unsere Wut rausschreien! Das war ganz schön laut im Raum, kann mich noch daran erinnern, dass die eine immerzu Arschloch geschrieen hat... ;-D :=o Ich hatte damit ganz schöne Probleme u. mein Schreien war viel leiser, als das der Anderen. Außerdem habe ich immer eher damit aufgehört, weil es mir peinlich war... %-|

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