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Therapie abbrechen?

H9eidTelaxnge hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Kann man eine Psychotherapie abbrechen, oder bekommt man dann Ärger mit der Krankenkasse?

Ich bin gesetzlich versichert und hatte ein Schreiben von der Krankenkasse bekommen, dass mir die Therapie gewährt wird. Nun bin ich aber mit der Therapie ganz unzufrieden (nach jeder Sitzung fühle ich mich schlechter) und würde sie gern abbrechen. Wechseln möchte ich auch nicht.

Braucht die Krankenkasse einen "Therapie-Erfolg"?

Antworten
izndi`rax08


hallo,warum möchtest du denn abbrechen,es könnte doch sehr hilfreich sein für dich.soweit ich weiss,kannst du abbrechen,aber ob du dann zum späteren zeitpunkt eine erneute therapie bekommst,ist fraglich.wenn dir der therapeut nicht gefällt,kannst du eventuell wechseln.möglich,dass ein anderer therapeut dir besser gefällt und du dich wohler fühlst.ich kann dir nur empfehlen,hilfe anzunehmen.ich habe sehr viel durch meine therapie gelernt,auch wenn es immer wieder rückschläge gibt,jedoch bleibt immer etwas gutes hängen,vorausgesetzt,du bist mit deinem therapeuten zufrieden.hatte auch einmal gewechselt und habe einen guten therapeuten erwischt.lg indi

S@and&ra:Luisxa


ich war sehr lange in therapie 13 -18 und es hat mir nichts gebracht außer schmerz

aber im nachhinein hat es mir doch wiederrum geholfen mal über alles zu reden

bin privat versichert aber abbrechen würde ich dir nicht raten eher wechseln

man kann nicht mit jedem/r therapeut/in klarkommen

@vincitore - Therapie ist kein Zeug ... es gehört ne menge Mut dazu um sich überhaupt da mal hin zu wagen. Und deine aussage ist sehr unangebracht hört sich so an als ob du dich drüber lächerlich machen willst, auch wenn es vielleicht nicht so gemeint war

m8atiGldxa71


Ich würde auch nicht einfach abbrechen... Erstmal mit deinem Therapeuten sprechen, dass du dich immer danach so schlecht fühlst, vielleicht fährt er dann eine andere Schiene.

Ich habe mich anfangs auch immer schlecht danach gefühlt, es wurde dann aber besser. Du musst wissen, ob das schlecht fühlen an der Therapie an sich oder wirklich am Therapeuten liegt.

Alles Gute von mir! @:) :)*

v0inciatore


sorry, bin einfach der meinung das psychologen totale versager sind. vielleicht sind sie ja bei euch in germany besser drauf als bei uns in Ö oder die guten haben sich vor mir einfach nur versteckt als ich hilfe brauchte.

S]chwa/rzes xBlut


@ Heidelange

Wo genau liegt denn das Problem? Bist du irgendwie unzufrieden? Wie lange machst du die Therapie schon?

Viele Fragen, ich weiss! Aber mit ein bischen mehr Info, ist es einfacher dir einen Tip zu geben.

@ vincitore

Deine Aussage klingt nach grosser Enttäuschung. Was meinst du mit versteckt? Lange Wartezeiten? Ist in D genauso, bis zu einem Jahr und das kann verdammt lang sein, wenn man Hilfe sucht.

S'andraCLuixsa


@ vincitore

Ich studiere selber Psychologie grade halbes jahr aber erst

und wenn du nen psychologen brauchst dann geht man nicht nur zu einem wenn der erste nicht gut ist

wartezeiten hier im lande sind bis zu einem jahr wie Schwarzes Blut schon sagt und ich habe 3 Monate gewartet nach meinen selbstmordversuchen .. ich kenne das zu gut

nicht umsonst will ich in diesem Metier arbeiten - will anderen zuhören helfen und so weiter aber mich auf ein gebiet speziell orientieren (Missbrauch/Häusliche Gewalt etc)

Hjeidehlahnge


Die Psychotherapie hat vor etwa einem Dreivierteljahr angefangen, erfolgt aber in großen Abständen von mindestens 2 Wochen oder mehr. Insgesamt waren es bisher vielleicht 15 Sitzungen.

Ich hatte die Therapie ursprünglicher selbst gewollt, weil ich aufgrund trauriger Umstände psychosomatische Störungen hatte, die mich sehr belastet haben. Deswegen war ich froh, schnell eine Therapeutin gefunden zu haben. Einen Therapeuten hatte ich vorher abgelehnt, weil er mir im Erstgespräch unsympathisch war.

Die Therapeutin, bei der ich jetzt bin, war mir zunächst sympathisch. Sie ging auch in den ersten Sitzungen auf das ein, was ich sagte. Mein Problem konnte sie jedoch nicht richtig nachvollziehen, d.h. sie begriff zwar die Störung an sich, aber nicht, warum sie mich so belastete. Inzwischen haben sich die psychosomatischen Störungen von selbst gegeben, allerdings nicht durch die Therapie.

Inzwischen belasten mich die Therapiestunden fast mehr als mein ursprüngliches Problem. Die Psychologin hat herausgefunden, dass meine Probleme tiefer gehen. Das weiß ich selbst. Ich kenne meine Probleme, habe sie auch selber ausgesprochen, glaube aber nicht, dass es mir gut tut, wenn jemand anderer ständig darauf herumreitet, dass es doch traurig ist, dass ich dieses oder jenes Problem habe. Ich weiß nicht, ob sie damit Verständnis suggerieren will. Jedenfalls verliere ich jedes Mal vom neuenein Stück von dem bisschen Selbstachtung, das ich mir sonst mit einigen Mühen aufrecht erhalten kann. Statt selbstbewusster zu werden, habe ich das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen.

Da ich mich dann unter Druck gesetzt fühle, blocke ich instinktiv ab. Das merkt sie zwar, versteht aber nicht, dass das meine automatische Reaktion ist, wenn ich mich bedrängt fühle. Ich kann dann gar nicht Vertrauen haben und hoffe nur, dass die Stunde bald vorbei ist. Wenn ich aber wirklich frei sprechen und von meinen Gedanken erzählen will, versucht die Psychologin stets, das Thema auf das zu lenken, was ihrer Meinung nach wichtiger ist.

Nicht nur ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden, sondern die Psychologin anscheinend auch. Sie wirft mir vor, dass ich abblocke, und behauptete einmal sogar, in der vorigen Stunde wäre ich schon weiter gewesen. Außerdem gibt sie mir ständig andere Tipps.

Ich möchte im Moment nur von der Therapeutin loskommen, ohne irgendwelche Nachteile (z.B. durch die Krankenkasse) zu haben. Einen anderen Therapeuten möchte ich nicht. Wahrscheinlich liegt es ja an mir, dass die Therapie so läuft, aber ich kann eben nicht aus meiner Haut, und außerdem habe ich die Nase voll. Vor der Therapie ging es mir (von den psychosomatischen Störungen abgesehen) besser als jetzt, und das beste "therapeutische Gespräch", das ich hatte, war das mit meinem Hausarzt, den ich um Adressen bat.

K?l~exio


Heidelange

Da ich mich dann unter Druck gesetzt fühle, blocke ich instinktiv ab. Das merkt sie zwar, versteht aber nicht, dass das meine automatische Reaktion ist, wenn ich mich bedrängt fühle.

Sie ist ja auch Therapeutin und keine Hellseherin. Spricht denn etwas dagegen, ihr zu sagen, warum Du wie reagierst?

Ich kenne meine Probleme, habe sie auch selber ausgesprochen, glaube aber nicht, dass es mir gut tut, wenn jemand anderer ständig darauf herumreitet, dass es doch traurig ist, dass ich dieses oder jenes Problem habe. Ich weiß nicht, ob sie damit Verständnis suggerieren will.

Es hängt davon ab, ob Du etwas ändern willst oder nicht. Eine Therapie ist sicher kein Spaziergang, sondern harte Arbeit und es gibt schwierige Phasen, die man überstehen muss, wenn man will, dass es einem besser geht. Da sollte die Therapeutin auch durchaus mit einbezogen werden, damit sie einen auch dabei unterstüzt. Die Arbeit muss man aber selbst machen.

Wahrscheinlich liegt es ja an mir, dass die Therapie so läuft, aber ich kann eben nicht aus meiner Haut, und außerdem habe ich die Nase voll.

Das wird es wohl sein, denn ob das die Therapie Sinn macht, würdest Du nur herausfinden, wenn Du es wirklich probiert hast.

SnandfraLEuisxa


wie Kleio schon sagt

aber wenn magst kannst mal per PN schreiben was dich bedrückt etc vielleicht fällt es dir leichter mal drüber zu schreiben statt zu reden was genau deine probleme sind

therapie ist kein kein zuckerschlecken ... ich war jede woche 2 mal beim meiner therapeutin das 5 jahre lang ich hab fast jedes mal geweint ich war am ende nach jeder sitzung weil alles aus mir kam aber ich hab mich selber immer geblockt und es zog sich hinaus

ich konnte mich nur noch in ein spiel verkriechen und zB irgendwas machen was "spaß" macht und hatte meine bekannte übers inet mit denen ich schreiben konnte und mich normal fühlte

hab ein 800 seiten buch über mein leben und meine gefühle geschrieben bis ich 17 war an meine ex und es war nicht fertig ... ich hatte damas dann mal eine "trennung" und da es nur auf PC war ein klick und 2 jahre arbeit weg - danach war ich so fertig das ich zwei wochen nicht mal raus wollte

im moment schreibe ich wieder bin bei 550 knappen seiten und es werden sicher noch vieeeel mehr und ich kann mich beim schreiben ausleben

Hyeiduelangxe


Kleio:

Ich erwarte nicht, dass die Psychologin hellsieht, sondern ich möchte nur ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen, welches ich von einem Psychologen eigentlich erwarten müsste. Ich bin sicher nicht die einzige Patientin, die in solchen Fällen abblockt.

Dass ich mich auf solche Weise nicht öffnen kann, habe ich der Therapeutin gesagt. Gebracht hat es nichts. Ich komme nicht einmal dazu, meine Probleme genauer auszuführen.

Ob ich mich ändern sollte, und ob ich mich ändern will oder nicht, kannst du nicht beurteilen. Und dass eine Psychotherapie mit Arbeit für den Patienten verbunden ist, weiß ich selbst. Eine solche Arbeit mithilfe eines Therapeuten, zu dem man kein Vertrauen aufbauen kann, ist allerdings (meiner Meinung nach!) sinnlos. Ebenso wenig, kann man sich dazu zwingen, zu jemandem Vertrauen zu haben.

B^ine02x05


Hallo Heidelange,

ich kann dein Problem nachvollziehen...ich bin selber in Therapie bei einer Therapeutin. Mir ging es genauso wie dir immer schlecht nach jeder Sitzung und habe immer nur noch geweint nach der Sitzung, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich habe überlegt einfach abzubrechen. Ich weiß warum du nicht wechseln möchtest. Wenn sie dir nicht helfen kann, bzw. so ist, dann wird eine andere warscheinlich auch so sein..jedenfalls hab ich so gedacht. Hast du ihr es denn schonmal gesagt? Von anfang an? Meine Therapeutin fragt mich z.B. immer an Anfang: wie geht es dir? Dann hab ich eine Tages mich mal getraut und gesagt: mir geht es schlecht. Immer wenn ich hier her komme hab ich Angst und wenn ich gehe weine ich nur noch. Ich weiß nicht was los ist aber ich halte es hier in der Stunde nicht aus. Und dann haben wir drüber gerededt und mitlerweile verstehen wir uns besser.

Hast du mit ihr schonmal darüber geredet? Du kannst ihr doch alles sagen, weil sie will es doch wissen was dich bedrückt.

Liebe Grüße

SIcOhwaErzesx Blut


Inzwischen haben sich die psychosomatischen Störungen von selbst gegeben, allerdings nicht durch die Therapie. Inzwischen belasten mich die Therapiestunden fast mehr als mein ursprüngliches Problem. Die Psychologin hat herausgefunden, dass meine Probleme tiefer gehen. Das weiß ich selbst.

Das hört sich für mich jetzt erstmal widersprüchlich an. Ok, deine psychosomatischen Sörungen haben sich gelegt, ob mit oder ohne Therapie ist ja letzenendes nicht entscheidend. Wenn du noch Probleme hast, die tiefer gehen, dann musst du selber wissen, ob du dich ihnen stellen möchtest oder nicht. Dazu kann die kein Therapeut zwingen/überreden. Allerdings ist es Fakt, das tiefer liegende Probleme schwerer aufzuarbeiten sind und es einem oftmals auch etwas schlechter geht.

vom neuenein Stück von dem bisschen Selbstachtung, das ich mir sonst mit einigen Mühen aufrecht erhalten kann.

Bist du sicher, dass es sich hier um Selbstachtung handelt oder vielleicht doch eher um eine Schutzmauer? Ist nur eine Frage. Ich finde es sind zwei Paar Schuhe.

Da ich mich dann unter Druck gesetzt fühle, blocke ich instinktiv ab. Das merkt sie zwar, versteht aber nicht, dass das meine automatische Reaktion ist, wenn ich mich bedrängt fühle.

Wie sieht so eine Reaktion deinerseits denn aus?

Nicht nur ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden, sondern die Psychologin anscheinend auch. Sie wirft mir vor, dass ich abblocke, und behauptete einmal sogar, in der vorigen Stunde wäre ich schon weiter gewesen. Außerdem gibt sie mir ständig andere Tipps.

Dann solltet ihr beide eure Beziehung zueinander grundsätzlich nochmal klären.

K'lexio


Heidelange

Ich erwarte nicht, dass die Psychologin hellsieht, sondern ich möchte nur ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen, welches ich von einem Psychologen eigentlich erwarten müsste. Ich bin sicher nicht die einzige Patientin, die in solchen Fällen abblockt.

Spricht denn etwas dagegen, es ihr zu sagen, was Du Dir für ein Verhalten und Wortwahl von ihr wünschst?

Ob ich mich ändern sollte, und ob ich mich ändern will oder nicht, kannst du nicht beurteilen.

So sehe ich das auch. Meiner Meinung nach kann das ein Fachmann. Das hatte ich aber auch nicht geschrieben, sondern: "Es hängt davon ab, ob Du etwas ändern willst oder nicht." Das heißt, wenn Du nichts ändern willst, dann wird sich auch nichts ändern. Es ist ganz alleine Deine Entscheidung. Nur geht sie natürlich davon aus, dass Du etwas ändern willst und setzt Deine Mitarbeit voraus.

Eine solche Arbeit mithilfe eines Therapeuten, zu dem man kein Vertrauen aufbauen kann, ist allerdings (meiner Meinung nach!) sinnlos. Ebenso wenig, kann man sich dazu zwingen, zu jemandem Vertrauen zu haben.

Das sehe ich auch so. Es gehört eben der Wille dazu, um es überhaupt zu probieren und dann es zu probieren. Erst dann kann man sagen, dass es nicht geklappt hat. Deswegen schrieb ich: "Das wird es wohl sein, denn ob die Therapie Sinn macht, würdest Du nur herausfinden, wenn Du es wirklich probiert hast."

S2heepx84


Ich finde ehrlich gesagt ca. 15 Sitzungen etwas wenig, um über den Erfolg/Misserfolg einer Therapie urteilen können. Meist ist es nämlich so, dass "der Groschen erst ein paar Monate später fällt" und man erst da kapiert, was einem der Therapeut eigentlich sagen wollte.

Außerdem ist es in einer Psychotherapie leider auch "normal", dass es einem erst einmal schlechter geht (kein Wunder, wenn man die ganze Sch... bearbeiten muss, die man vorher mehr oder minder erfolgreich verdrängt hat) - von daher würde ich mir einen Abbruch gut überlegen, da viele Therapien in der entscheidenen Phase abgebrochen werden - genau an dem Punkt, wo's für den Patienten unangenehm wird. Da muss man aber leider durch, um langfristig Besserung zu erzielen. Da führt kein Weg dran vorbei - auch wenn's verdammt schmerzhaft ist.

Ansonsten kann ich den anderen nur beipflichten.

Wenn natürlich keine Vertrauensbasis da ist, wird's schwierig bis unmöglich, Erfolge zu erzielen. Leider kann ich dir nicht sagen, wie's dann ausschaut, falls du noch einmal eine neue Therapie beginnen möchtest. Ärger bekommst du wegen dem Abbruch aber glaub ich keinen von der Krankenkasse.

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