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Therapie abbrechen?

bjdxak


Unglaublich, was da abläuft! Ich selbst habe nie mit solchen Leuten zu tun gehabt, aber irgendwas läuft da falsch. Warum solltest du Nachteile durch irgendwelche Kasse haben, hast du mit jemanden dort gesprochen? Das wäre so, wenn ich beim Zahnarzt wäre und merke, dass er unfähig ist. Man kann es am Anfang gar nicht wissen, und Dinge die anfangs gut aussehen, können sich später als schlecht entwickeln. Das ist schlechte Leistung ihrerseits, nicht mehr. Alles aber kein Grund, daran weiter festzuhalten und höffen, die Lage wird sich irgendwann bessern oder den Grund für ihre schlechte Leistung bei dir zu suchen.

Der Kasse wirds bestimmt nicht besser gehen, wenn es dir schlechter gehen soll. Und wenn du die Sache abbrichst und dich bei der Kasse beschwerst, kannst damit vor allem zukünftige Patienten bewahren, die Genesung oder Hilfe suchen, und das Gegenteil bekommen. Und sich nicht trauen, sich zu wehren. Ich würde sogar Schadensersatz für schlechte Leistung und verursachte Schäden verlangen.

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Der Sachverhalt ist eigentlich wie folgt:

Solltest Du die Therapie abbrechen, solltest Du umgehend Deine Krankenkasse darüber informieren (der Hinweis steht i.d.R. auch in dem Bewilligungsschreiben). Ein "einfacher" Abbruch kann sich negativ auswirken, d.h. die Kasse kann sich schlimmstenfalls für zwei Jahre weigern, Dir eine neue Therapie zu bewilligen.

Das Problem kannst Du umgehen, indem Du halt die Kasse informierst - und Dir einen neuen Therapeuten suchst. Die bewilligten Stunden können dann einfach übertragen werden, und gut ist.

Dabei gilt allerdings eine Ausnahme: Eine Übertragung ist nicht möglich, wenn Du das Verfahren wechselst. D.h., wenn bspw. Verhaltenstherapie bewilligt wurde und der neue Therapeut Tiefenpsychologie macht, dann muss ein neuer Antrag geschrieben werden. Vor dem Hintergrund einer abgebrochenen Therapie in einem anderen Richtlinienverfahren hat man aber gute Chancen, die Therapie trotzdem bewilligt zu bekommen - eben mit dem Argument, dass das andere Verfahren sich als nicht geeignet erwiesen hat. Stimmt vielleicht nicht so genau, aber was soll's.

Wichtig ist aber, dass Du die Krankenkasse informierst.

Und Du selber solltest Dir Gedanken machen, was Du von einer Therapie erwartest; was Dir helfen könnte, was nicht. Mach' Dir klar, was Dich jetzt gestört hat.

Tatsache ist: Wenn man an Problemen arbeitet, wühlt das erstmal viel auf und ja, es geht einem manchmal erst schlechter. Immerhin führen ja best. schlecht verarbeitete Dinge oder best. Einstellungen dazu, dass man Probleme entwickelt, die einer Therapie bedürfen. Wenn man dann versucht, diese Dinge zu verarbeiten oder anders zu handeln & denken, dann wühlt das viel auf und nimmt v.a. die alte "Sicherheit".

(Vorwürfe wie "in der letzten Sitzung waren Sie weiter" sind aber witzlos; Therapie ist nie ein geradliniger Prozess...).

b,dxak


Ich selbst würde gar den juristischen Weg bevorzugen (vielleicht weil ich solche Streitigkeiten gerne mag :-))

Und bei deiner Kasse arbeiten auch Menschen, die werden ganz bestimmt dich nicht zu etwas zwingen, was du nicht willst. Da schliesse mich der oberen Meinung an, man muss nur mit den reden..

eAstfa1


ich habe mir die beiträge gerade mal durchgelesen. und bin schockiert wie du bdak reagierst:

Und wenn du die Sache abbrichst und dich bei der Kasse beschwerst, kannst damit vor allem zukünftige Patienten bewahren, die Genesung oder Hilfe suchen, und das Gegenteil bekommen. Und sich nicht trauen, sich zu wehren. Ich würde sogar Schadensersatz für schlechte Leistung und verursachte Schäden verlangen.

du gehst sofort davon aus das die therapeutin fehler begangen hat :-/. also ich konnte aus den beiträgen nicht herauslesen das es sich um "schlechte leistung" und vor allendingen um "verursachte schäden" handelt.

manche patiententen sind auf grund ihrer geschichte misstrauisch, dann dauert das halt bis vertrauen aufgebaut wird. für mich liest das sich hier alles bißchen anders...

a`n'in8y2


Hallo,

also ich bin zur Zeit auch in therapie. Bei mir ist es fast genauso entweder geht es mir wirklich schlechter oder ich komme Gefühlsarm aus einer Sitzung heraus.Ich denke das ist normal. Therapie bedeutet immer arbeiten und was könnte schlimmer sein als mit sich selbst zu arbeiten?Das ist ein langer und auch schwerer Weg. Ich kann Dir nur Raten zieh es durch. Ich habe auch schonmal eine abgebrochen, weil es mir zu anstrengend war. Tja jetzt sitzt ich wieder dort. Also versuchs Augen zu und durch! Ach ja die Krankenkassen fangen an sich zu beschweren wenn Du zb eine Stationäreth. abrichst dann wird es bei einem Neu Antrag wirklich schwer sie genehmigt zu bekommen.

Ich wünsch Dir ganz viel Glück :)^

lg

S]heepx84


Heidelange,

wie hast du dich denn jetzt entschieden?

bVdak


Natürlich, liebe esta1, das ist nur meine Meinung. Diese kann morgens ganz anders aussehen, wenn andere Fakten auf den Tisch kommen. Aber du liest nicht aufmerksam…

Ich bin kein Psychologe, kenne solche Personen nicht und weiß auch nicht wie so eine "Sitzung" aussehen soll. Ich richte mich aber nach dem gesunden Menschenverstand und meinem analytischen Denkvermögen. Deshalb sehe ich die Sache aus einem anderen Blickwinkel. Es kann sein, dass es einigen Leuten das etwas kritisch oder gar trocken vorkommt… ist ja gar nicht so gemeint.

Aber - wenn ich so eine Geschichte höre, und mich dann kurz in die Vorgeschichte einlese... dann kommen mir eben genau solche Gedanken… Die Kundin wird nicht ernst genommen. Es findet kein richtiges Gespräch statt. Die Psychologin ist vielleicht selber mir der Situation überfordert. Weiß nicht weiter. Und Stattdessen wird das gemacht, was sie immer gemacht hat. (Tiefenpsychologie).

Wenn ich zum Psychologen gehe, geht es mir ja darum, dass es mir danach gut geht. Ihr geht’s danach schlecht. Angenommen ich zahle diese Leistung selbst. Ich bin ja nicht dafür da, dass es mir danach schlechter geht als zuvor. Das werde ich nicht zahlen. Genauso mit der Kasse, das Argument wurde ja mal erwähnt. Ich bin nicht dafür da, damit es der Kasse gut geht. Mir solls gut gehen – dafür zahle ich.

Jemand oben hat die Psychologin in Schutz genommen. Man darf aber nicht vergessen, dass nicht sie Hilfe braucht, sondern ihre Kundin. Nicht sie ist hier gekommen und nach Rat oder fremde Meinung gefragt. Was sie gemacht hat, ist eine Schande für diesen Beruf. Ihre Zulassung muss zurückgenommen werden. Sie hat keine Ahnung. Das ist für mich eine psychische Vergewaltigung – und hier sind Leute dafür, dass das gut sein soll? Das muss man sich nie gefallen lassen.

Wenn ich irgendwohin gehe, um eine Leistung einzukaufen, und mir die Gegenseite diese Leistung nicht erbringen kann, dann kündige ich den Vertrag. Ist völlig in Ordnung. Ihr beide habt ihr einen Behandlungsvertrag abgeschlossen – du bist nicht lebenslang daran gebunden. Ich wird sie rausschmeißen, wenn sie meine Mitarbeiterin wäre und so mit den Kunden umgeht. Wenn sie sich irgendwann bessert, werde ich sie wieder einstellen.

Wie bei jeder medizinischen Behandlung ist ein Vertrag abgeschlossen worden, meistens nur mündlich. Du wolltest einen Behandlungserfolg erzielen – und dich nicht in den Dreck ziehen lassen. Wenn abzusehen ist, dass diese Behandlung mehr Schaden anrichtet als Nutzen, dann kündige es.

Es ist so, als ob ich einem Betrunkenen, der ganz nett aussieht, meinen Wohnungsschlüssel gegeben habe, und er in der Küche anfängt, zu randalieren. Oder ich hab einen Maler damit beauftragt, die Wohnung zu streichen – er fängt aber irgendwo an, Löcher zu bohren, weil es seiner Meinung nach so schöner wäre.

Auf die negativen Gedanken braucht man nicht herumreiten. Die sind fehl am Platz. Ich such mir auch meine Freunde aus, und wenn die negative oder dumme Gedanken haben, dann werde ich nicht meine Zeit damit verlieren. In dem Fall in die Rolle eines guten Freundes ist die Psychologin gekommen.

Du musst deine Freude wieder finden, sehen wie schön es sein kann ist, unter Menschen zu gehen, schöne Gedanken zu haben. Mach andere Dinge, mal was anderes – damit du aus bestimmten Stimmungen raus kommst.

Und es gibt tatsächlich unsichtbare Verbindungen eines Menschen zu dieser sichtbaren Welt, die wir erleben und uns als echt scheint (das zu einem anderen Thema).

Ich bin mal gespannt, ob es andere (Psychologen) gibt, die zu der Geschichte was sagen könnten. Bin sicher, dass es davon sehr gute gibt! Und vielleicht kann sich diese Psychologin zum Vorfall hier äußern, damit wir ihre Sicht der Dinge erfahren können (auch für sich selbst).

:-) ganz liebe Grüsse

e1sStax1


ähhm ???

wahrscheinlich habe ich wirklich nicht richtig gelesen ???

Was sie gemacht hat, ist eine Schande für diesen Beruf. Ihre Zulassung muss zurückgenommen werden. Sie hat keine Ahnung. Das ist für mich eine psychische Vergewaltigung – und hier sind Leute dafür, dass das gut sein soll? Das muss man sich nie gefallen lassen.

was hat sie den gemacht?

SYheep8x4


Ich bin kein Psychologe, kenne solche Personen nicht und weiß auch nicht wie so eine "Sitzung" aussehen soll. Ich richte mich aber nach dem gesunden Menschenverstand und meinem analytischen Denkvermögen.

Ohne dich persönlich angreifen zu wollen, aber in der Therapie ist es "normal", dass es einem zeitweise schlechter geht als vorher. Schließlich redet man über sehr belastende Dinge, die man oft jahrzehntelang verdrängt hat ins Unterbewusstsein.

Eine Therapie ist eben KEIN Kaffeeklatsch, der immer nur nett, schön und angenehm ist. Sonst bräuchte man für die Gespräche keinen Therapeuten sondern nur einen guten Freund. Im Gegenteil: Es ist die Pflicht des Therapeuten, unangenehme und schmerzende Erfahrungen anzusprechen und die so zu bearbeiten (mit dem Patienten), dass der Patient mit diesen Erfahrungen besser umgehen kann.

Eine Therapie ist verdammt harte Arbeit, die häufig sehr schmerzhaft ist, immer von Höhen und Tiefen begleitet ist und oft absolut keinen Spass macht. Muss sie auch nicht. Den Erfolg der Therapie kann man frühestens nach einigen Monaten abschätzen, weil wichtig ist, wie die Gesamttendenz über mehrere Monate ist und nicht, wie jede einzelne Stunde war.

Ich sage nicht, dass alle Therapeuten "toll" sind aber die Heftigkeit, mit der hier auf Psychologen "eingeprügelt" wird, ohne überhaupt mal eine Therapie gemacht zu haben oder sonst wie Erfahrungen mit einem Therapeuten gemacht zu haben, finde ich echt daneben - sorry. Wie sagte Dieter Nuhr so schön: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr... halten.

Und psychische Erkrankungen verlaufen VÖLLIG ANDERS als körperliche Erkrankungen. Sie sind meist erheblich langwieriger, eine objektive Skala für das Befinden oder eine Besserung gibt es nicht und von daher ist der Hinweis, dass man zwar einen Behandlungsvertrag hat, ohne Bedeutung.

Und vielleicht kann sich diese Psychologin zum Vorfall hier äußern, damit wir ihre Sicht der Dinge erfahren können (auch für sich selbst).

Das wird besagte Psychologin kaum machen - in der Regel haben Psychotherapeuten keine Zeit bzw. keine Lust, sich als Missionierer zu betätigen, die die Laien darüber aufklären, wie eine psychotherapeutische Behandlung aussieht.

b|daxk


:)^ Gute Antwort, nur hier geht es nicht um eine, wie du es nennst, "psychische Erkrankug". Wann liegt übrigens eine solche Erkrankung vor?

Das wäre zum Beispiel Schizophrenie, wie bei ihm: [[http://de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr]].

Hier ist was ganz anderes. Stell dir vor, du fliegst mit deinem Mann im Urlaub, mit dem du 5 Jahre zusammen bist, und bei der Rückkehr verlierst ihn beim Flügzeug-Absturz. Nur du überlebst und dein Sohn.

Ist dann der nachfolgende Shock, wo du mit dem Schmerz einer geliebten Person verloren zu haben, eine psyschische Erkrankung? Kann dir auch andere Beispiele geben, im Krieg etc...

SQheexp84


[[http://de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr]].

Diese Seite existiert nicht!

Es gibt Definitonen von "krank", "behindert" und "gesund", die von der WHO festgelegt wurden. Ja, die Grenzen sind zum Teil trotzdem fließend. Ich hab aber sowieso keine Ahnung, was deine Antwort mit meinem Post zu tun hat und von daher kannst du hier ohne mich künftig weiterschreiben, zumal ich auch keine Ahnung hab, worauf du rauswillst. Mit dem Thema selbst hat's eh nix mehr zu tun.

*:)

bldak


Es ging um John Nash, ein berühmter Mathematiker. Hatte u.a. die Spieltheorie entwickelt. Er bewies, dass jede Riemannsche Mannigfaltigkeit isometrisch in den euklidischen R eingebettet werden kann (der Einbettungssatz von Nash).1959 wurde bei ihm eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert – und es gibt ein interessantes Buch darüber - mein Beispiel für eine psychische Erkrankung.

Ich sehe keinen Grund, mich persönlich angegriffen zu fühlen. Wozu auch? Es geht um eine (sachliche) Diskussion, wo man mit Argumenten seine Position darstellen kann. Wenn man das im Studium nicht gelernt hat, wie will man später im Berufsleben anderen Menschen helfen?

in der Regel haben Psychotherapeuten keine Zeit bzw. keine Lust, sich als Missionierer zu betätigen, die die Laien darüber aufklären, wie eine psychotherapeutische Behandlung aussieht

:-) es ging nicht darum, dass ich aufgeklärt werde, sondern um die Verbesserung der Arbeit einer Psychologin mit ihren Kunden. Besser in einem anonymen Forum, als irgendwann später vor Gericht (hoffe nicht, dass es dazu kommt).

H8eigdOelanxge


Streitet euch nicht weiter meinetwegen!

Ich habe mich wieder beruhigt. Ich war nur nach einem Besuch extrem aufgewühlt. Der nächste Besuch war allerdings viel besser (der danach allerdings wieder schlechter).

Ich möchte der Psychologin nichts böses, und ich will sie schon gar nicht verklagen - wofür auch? Ich möchte nur meine Ruhe.

Zum Glück habe ich nur noch wenige Termine, und dann wird das Thema für mich beendet sein.

Ich würde auch nicht behaupten, dass es eine schlechte Psychologin wäre. Ich hatte vor ihr eine Probestunde bei einem anderen Psychologen. Der war wirklich das Letzte!

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