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Zwangsgedanken? Meine Geschichte

8G6Xbkp_d hat die Diskussion gestartet


Ich habe folgendes Problem:

Bereits als ich 10 Jahre alt war hatte ich einen Waschzwang...ich wüsch mir die Hande aufgrund der Angst jemanden anzustecken...nicht aus der Angst angesteckt zu werden...als meine Hände rissig waren und geschmerzt haben hat der dieser Zwang sofort aufgelöst.

Bis vor 1,5 Jahren waren die Zwänge so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Wenn ich mich fragte, ob ich die Tür richtig verschlossen habe, oder ob ich den Herd ausgemacht habe, habe ich mich beruhigt und mir gesagt: Haste schon gemacht und wenn nicht, na und, das schlimmste was passieren kann ist, dass jmd in die Wohnung kommt oder die Herdplatte warm ist, wenn ich wieder komme. Also, auch wenn das vergessen worden ist, weltzerstörend ist das ganze ja nicht. Dies beruhigte mich und ich könnte ein komplett normales Leben führen..

Bis vor 1,5 Jahren...

Ich arbeitete ich einem Kindergarten, indem auch Kinder untergebracht waren, die gewickelt werden mussten. Dies war für mich nie ein Problem, ganz im Gegenteil meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Nur auf einmal das geschah, dass was mein Leben Grundlegend verändern sollte und zwar bis heute.

Ich wickelte ein Kind und auf einmal plötzlich stieg in mir ein Gefühl der Unsicherheit hoch, als ob es mich auseinander reißen würde. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und war mir meiner vorangegangenen Handlung nicht mehr im klaren. Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben, aber viell. kenn jemand dieses Gefühl ja. Auch wenn es komplett krank klingt, hatte ich die Angst eine sexuelle Handlung durchgeführt zu haben. Nach dieser schrecklichen Erfahrung rief ich erstmal sofort meinen Partner an und erzählte diesem davon, da wir ein sehr enges und perfektes Verhältnis zueinander haben. Während des Gespräch versuchte im mich an das das Geschehene zu erinnern ohne Erfolg. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und ließ mich beurlauben, dem arzt erzählte ich nur, dass ich stress habe und das es mir psychisch nicht gut geht. Ich bekam 20mg Fluoxetin verschrieben. Ich grübelte und grübelte und hoffte die Situation wieder herstellen zu können um mir die Sicherheit zu geben, dass alles normal verlaufen ist. Ich grübelte und grübelte, aber ohne Erfolg. Dieses Gefühl war die Hölle auf Erden. Morgens war es am schlimmsten gegen Abend wurde es immer besser und nach gut 2 Wochen war das grübeln weg und ich wusste auch das alles normal verlaufen war.

Kurze Zeit später kam mir plötzlich der Gedanke in den Kopf, dass ich mich evtl. mit Aids infiziert habe könnte, wieder kam Panik in mir hoch und ich musste den ganzen Tag daran denken. Ständig dieses Grübeln...Der Aids-Test war natürlich negativ. Dann hatte ich die Angst viell. Krebs zu haben. Ein zwicken in der Schulter wurde als Lungenkrebs ausgelegt und ein, wie ich hinterher erfahren habe, Spannungskopfschmerz aufgrund der Panik als Gehirntumor...alles abgechecheckt und war natürlich komplett gesund. Als alles noch normal war, also bevor der sachee in dem Kindergarten, habe ich auch an Krankheiten gedacht, jedoch habe ich logisch darüber nachgedacht und mir auch gar keine großen Sorgen darüber gemacht. Nach den positiven Diagnosen ich sei gesund ging es mir immer besser.

Ich fing auch wieder an im Kiga zu arbeiten und war guter Dinge, bis mir das gleiche beim wickeln wieder passierte. Alles war genauso wie beim erste mal, psychisch war ich wieder komplett am Boden. Das war wieder nach 2 Wochen vorbei und wieder hatte ich die Sicherheit das alles während des wickelns normal verlief. Woher das ganze kommt kann ich mir nicht erklären, bin weder ich phädofil oder gewaltätig.

Meine logische Schlussfolgerung: Das passiert nur beim wickeln, also wickelst du halt nicht mehr dann hast du auch kein Unsicherheitsgefühl und keinen "Blackout" mehr.

Aber nun bin ich trotzdem am Tiefpunkt, dass hat sich alles immer weiter gesteigert. Wenn ich beispielsweise ein Kind nach Hause gefahren habe, stellte sich keine Sicherheit ein, ich grübele über die Situation nach ob ich nicht ne sexuelle Handlung gemacht habe. Dann kommt dieses Unsicherheitsgefühl, als ob man irgendwelche Drogen ins Gehirn geschüttet bekommen hätte und das grübeln geht los. Vor paar Monaten war ich dann mit meinem Partner, der mich sehr stark unterstützt im Urlaub. Dort ging ich auf eine öffentlich Toilette und danach hatte ich wieder dieses Panikgefühl und Angst ich wäre dort vergewaltigt ( Angst vor AIDS) oder habe jemanden vergewaltigt. Meinem Partner erzählte ich alles und er sagte mir, dass das quatsch sei, da ich ja nur ca. eine Minute weg war. Aber trotzdem wieder dieses komische Gefühl und das Grübeln und das Gefühl, als würde es einen zerreißen.

Wenn ich nun im Kiga arbeite und wenn ich dort neben Kindern stehe und ne andere Erzieherin im Raum ist habe ich auch wieder das Gefühl was ich sonst immer habe und denke das ich was schlimmes gemacht habe.

Und nun tritt sogar in Situationen auf, die in der Zukunft stattfinden. Ich habe Panik alleine schwimmen zu gehen, weil wenn ich mich in der Dusche dusche habe ich die Angst nen Blackout zu bekommen und das dann die Panik und das Grübeln wieder losgehen. Früher war das ganze nur etappenweise, aber nun scheint es chronisch zu sein. Auch wenn ich mir vornehme mich ganz doll zu konzentrieren hilft das gar nichts. Wenn das beschissene Gefühl hoch kommt bin ich meiner Handlung einfach nicht mehr sicher. Morgens ist es immer am schlimmsten und abends fast wie weggeblasen. Fluoxetin nehme ich nun seit 2 Wochen wieder und es geht mir im Moment auch ein ganz wenig besser, aber trotzdem bin ich total verzweifelt.

Was kann das nur sein? Ich habe schon Angst, dass ich sowas viell. wirklich gut finde und ich viell. ein Psychopath bin mit Schitzophrenie, der seine dunkle Seite auslebt. Aber meine Freundin sagt mir dann immer wieder, dass Leute die so etwas wirklich gerne machen den Kontakt zu Kindern suchen und nicht so wie ich den Kontat vermeiden und Panik davor hätten soetwas zu tun.

Aber jmd sexuelle Gewaltanzutun ist ja auch keine Sekundensache und deshalb verstehe ich einfach überhaupt nicht, warum ich dannn so ein Schrott denke und Angst davor habe.

Ich habe mal gehört, dass Zwänge( wenn es Zwänge sind) sich immer das schlimmste als Objekt ausdenken. Wie oben beschrieben hatte ich immer mal Zwänge, die einfach abstellen konnte bzw. wo ich die Möglichkeit hatte zu kontrollieren. Aber dies ist für mich der schlimmste Bereich und das größte Problem, einfach wie beim Herd kontrollieren geht nicht.

Versuche meinen Alltag so normal wie möglich fortzführen, obwohl ich meistens eine Person bei mir habe, die mir Sicherheit vermittelt. Arbeiten kann ich derzeit nicht. Beinm Arzt war ich auch schon, dem ich das Problem teilweise, aber nicht ganz geschildert habe. Hinterher denkt der noch ich wäre padöfil oder so. Überweisung für den Psychotherapie habe ich auch schon und Termin dauert halt nochn bissl.

Kennt jmd. ungefähr die gleiche Situation? Werde ich jemals wieder unbeschwert leben können und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wäre es auch möglich dies durch Hypnose behandeln zu lassen?

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt und diesen Artikel gelesen habt.

Beim Fragen stehe ich auch gerne zur Verfügung.

MFG

Antworten
SKandraaLuisxa


kenne die situaton von einer guten freundin die aus notwehr wen erschlagen hat

sie kommt bis jetzt nicht klar und kam auch in die geschlossene wegen selbstmordgefahr etc

sie waschte sich jeden tag min 100 mal die hände lief immer weg und hatte immer eigene seife dabei ... duschen und baden war fast ihr leben glaube von 24 stunden war sie 10 im bad und hat sich geduscht

arbeiten war nicht mehr drin und irgendwann war es soweit das sogar wir die besten freundinnen nicht mehr in die wohnung durften ... sie schrieb mir im letzten jahr ne sms und paar anderen freundinnen auch das sie nicht mehr will und jemanden brauch der ihr hilft beim selbstmord ... was sollten wir machen kam dann zur begutachtung und schließlich in die psychatrie ... sehr schlimm und ihr geht es nicht besser

warst du schon mal bei nem Psychologen ? wenn nein hin da

ansonsten kann ich nicht viel dazu sagen leider

8F6bRkpd


Deine Freundin hat aufgrund eines schrecklichen Erlebnisses psychische Probleme bekommen, aber bei mir ist das ja was völliges anderes....ich habe nichts gemacht, sondern habe nur angst davor etwas getan zu haben...

Wenn du den Artikel bis zu Ende gelsen hättesdt hättest du gewusst, dass ich noch nicht beim Psychologen war, aber schon nen Termin habe....heute anrufen und morgen Termin is da einfach nicht.

Gruß

tiiniT007x8


hey du @:)

ich kann erahnen, wie du dich fühlst. ich habe panickatacken und angstzustände, seit ich ca. 15 bin. hat auch mit zwängen - absolut unbegründeten - angefangen. habe immer wieder unters bett oder in den schrank geschaut. bis ich fast nicht mehr konnte... bin damals heulend zu meinen eltern die mich dann zu einem psychologen gebracht haben. so ging es immer weiter.. hat mal geholfen, dann wurde es wieder schlimmer. nach der geburt meiner ersten tochter wurde es richtig schlimm. ich hatte panickatacken ohne ende immer mit dem gefühl: ich falle gleich um und sterbe, ich hab was am herz, war unendlich traurig und wütend.... über ca. 2 jahre bis ich es nicht mehr aushielt. bin zum doc und hab mich komplett durchchecken lassen und wieder zum psychologen. körperlich alles gut.

es gab zeiten, da dachte ich ich schaffs nicht mehr. so viel angst und grübelei.... man kann es einfach nicht abstellen. aber irgendwann war ein punkt erreicht an dem ich mir dachte: scheiß drauf!! wenn irgendwas passiert, dann passierts. da kann man nichts machen. ich glaube, an den punkt musst du kommen. du weißt ja eigentlich, dass du nichts machst und das alles quasi hirngespinste sind. ich denke, du hast einiges mit zwangsgedanken zu tun. wäre interessant, wo die herkommen! aber wenn du dann zum psychologen gehst, wirst du das eh erarbeiten. mittlerweile bin ich 30,habe zwei kinder und führe eine harmonische ehe. hätte nie gedacht, dass ich das hinbekomme oder überhaupt so alt werde ;-) - also du siehst - es geht immer weiter! und du kannst dir helfen lassen. tu das unbedint. ganz verschwinden wird es wohl nicht, aber du lernst damit zu leben - und das auch nicht schlecht. hört sich utopisch an - ist aber möglich :-D

ganz viel kraft für dich :)* :)* :)*

glg

tina

tJiniM0078


ps: @sandraluisa:

deine antwort macht echt mut.... :|N

g$wlend{ol8ynxn


Das klingt alles sehr nach dem Beginn einer Psychose (habe das auch schon selbst miterlebt).

Überweisung für den Psychotherapie habe ich auch schon und Termin dauert halt nochn bissl.

Psychologen sind nicht dasselbe wie Psychiater, und eine Psychose ist eigentlich nur mit Medikamenten in den Griff zu kriegen. Mein Rat wäre, freiwillig in die Psychiatrie zu gehen (Überweisung kann der Hausarzt ausstellen).

8$6mbkpUd


Erst einmal Danke für eure Anworten.

An gwendolynn: Wie kommst du daraf das es eine beginnende Psychose ist? Welche Anhaltspunkte hast du dafür?

Ich persönlich bin der Meinung das es eine Zwangserkrankung ist und dazu habe ich folgendes Zitat herausgesucht:

"Ich fühle mich oft so unsicher, auch im Zwang, z.B. beim Kontrollieren oder beim Waschen. Ich weiß dann nicht, ob ich etwas wirklich getan habe oder ob ich es mir eingebildet habe, oder ich habe das Gefühl, etwas »nicht richtig« getan zu haben. Können Sie das verstehen?"

Meiner Meinung fehlen bei mir die Symptome für eine Psychose, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Gruß

g%wePndoly%n3n


An gwendolynn: Wie kommst du daraf das es eine beginnende Psychose ist? Welche Anhaltspunkte hast du dafür?

Deinen ganzen Eingangsbeitrag. Bei meinem Familienmitglied begann es ganz ähnlich .... ich hab übrigens noch einen Tipp für dich wegen der langen Warteliste beim Psychotherapeuten .... wenn es dir schlecht geht, ruf immer wieder dort an. Die machen das manchmal mit Absicht mit den langen Wartezeiten, um gleich zu wissen, ob jemand wirklich Hilfe braucht (der wird sich öfter als einmal melden) oder nicht. Ich habe damals zigmal einem Psychotherapeutin auf Band gesprochen, die rief mich zurück und meinte, sie würde schon am Anrufen merken, ob es wirklich brennt. Oder lass deinen Freund anrufen, er kann es wahrscheinlich einer dritten Person noch besser schildern, wie er dich aus seiner Sicht erlebt.

t<ini0b0f78


@ 86

genau so ist es. man weiß nie, ob man es wirklich getan hat, obwohl man es non-stop tut!!! die ganze zeit - so als könnte man sich nicht selbst trauen. und dann immer wieder und wieder bis man das gefühl hat durchzudrehen :-(

und wenn man es dann unterlässt wegen dem "gesunden menschenverstand" hat man keine ruhe und ist wieder am grübeln und grübeln..... das ist keine psychose sondern ein zwang. ein heftiger. aber fraglich bei dir ist wie gesagt, wo dieses sexuelle herkommt. hast du da mal was erlebt? ich frag mal vorsichtig an....

g5wendolcynxn


das ist keine psychose sondern ein zwang

es kann sich auch eine psychose draus entwickeln, auf alle Fälle sollte man es nicht unbehandelt lassen.

g~wendo-lynRn


Dort ging ich auf eine öffentlich Toilette und danach hatte ich wieder dieses Panikgefühl und Angst ich wäre dort vergewaltigt ( Angst vor AIDS) oder habe jemanden vergewaltigt

das hat ja mE nichts mit Zwang zu tun ..... eher ein Alarmzeichen ....

856;bmkpxd


Mich würde interessieren wie es bei deinem Familienmitglied losging.

Also ich habe ja weder Wahnvorstellungen noch Halluzinationen und das ganze geht ja auch seit 1,5 jahen schon so und nicht durchgängig.

toinqi0#078


@ gwendolyn:

habe ich nicht mehr dran gedacht.... da hast du allerdings recht. also ist schon recht heftig, oder? sorry, will dir keine angst machen aber lass dir schnell helfen. hm. schon ein zwang, aber wenn du solche gefühle hast... wie gehts dir denn JETZT?

8:6bkxpd


das hat ja mE nichts mit Zwang zu tun ..... eher ein Alarmzeichen ....

nach der echerche von mir ist das zwanghaftes zweifeln mit Hypochondrie

g/wen9dol]ynn


Also ich habe ja weder Wahnvorstellungen noch Halluzinationen und das ganze geht ja auch seit 1,5 jahen schon so und nicht durchgängig.

Das kann sich auch über Jahre hinziehen, ehe man richtig was bemerkt ....leider ....außerdem gibt es die sogenannten Minussymptome (Antriebslosigkeit z. B., es ist etwas zuwenig vorhanden) und Plusymptome (Wahnvorstellungen, es ist etwas zuviel vorhanden).

tini hat recht, lass dir schnell helfen. Mit Warten kann sich alles noch verschlimmern.

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