» »

Borderliner-Syndrom Indizien?

SqerioUusly hat die Diskussion gestartet


Hallo alle! *:)

Ich habe schon vor langem gewisse unnormale Eigenschaften bei einer Mitschülerin (13. Klasse) von mir bemerkt. Ich habe nur einen Kurs mit ihr zusammen und bin mir deshalb noch sehr unschlüssig über eine treffende Diagnose, mich interessiert es aber einfach.

Also mir ist zunächst aufgefallen, dass sie nur sehr stark die Realität einschätzen kann, damit meine ich ein vermindertes Realitätsverständnis, wobei ich nicht sagen will, dass sie auf mich eskapistisch wirkt, sondern ehr so als wenn sie es selbst gar nicht bemerken würde. Es ist manchmal wirklich arg komisch wie sie die Dinge wahrnimmt. Sie ist zusätzlich immer sehr besorgt um jeden, auch wenn sie denjenigen nur kaum kennt (sie ist jedenfalls keine missionierende Christin!). Außerdem ist sie sehr schnell geschockt von Dingen, z.B. wenn sie Ironie nicht versteht. Sie gerät schnell aus der Fassung und man merkt ihr an, dass sie emotional wird. Allgemein wirkt sie auf mich sehr emotional, mitfühlend vielleicht auch spirituell. Ihre Gefühle schwanken schnell zwischen fröhlich, traurig und wutgeladen aggressiv. Wenn sie über den Flur geht, spricht sie oft mit sich selbst und macht aussagen wie "ist das anstrengend" oder ein heiteres "Soo!" als wenn man gerade etwas kompliziertes gelöst hätte.

Nun, vor ca. einer Woche habe ich an ihrem Unterarm Schnittspuren entdeckt und ich interpretiere da sicherlich nichts rein. Daraufhin habe ich eine gute Freundin von mir darauf angesprochen, die auch mit dieser beschriebenen Person befreundet ist. Sie sagte, dass ihr das auch schon aufgefallen wäre mit der Persönlichkeitsstörung dieser Person und wies mich auf Sätze von ihr hin wie: "ich bin eine starke Frau" oder "ich bin hübsch, wieso sollte ich keinen Mann abbekommen". Dies waren keine arroganten Aussagen, vielmehr wirkte es so als wenn nach langer Depression nun endlich eine rettende Selbsterkenntnis gekommen wäre.

Mir fiel zu dem ganzen dann direkt Borderliner-Syndrom ein, allerdings zeigt die Person keinen Narzismus oder Suchtmittel-Konsum vor.

Denkt ihr Borderliner-Syndrom ist für die Symptome zutreffend?

Danke schonmal

Antworten
SSil$ber


und bin mir deshalb noch sehr unschlüssig über eine treffende Diagnose

diese kannst du als Laie sowieso nicht stellen. ;-)

des weiteren hat Borderline nichts mit Narzissmus zu tun.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung wird sowieso frühstens ab 20 diagnostiziert, und das von Fachpersonen, die genügend Zeit haben, das zu beurteilen. Es kommt nämlich nicht nur auf das Vorhandensein der Symptome an, sondern auf die Ausprägung. Auch Selbstverletzung ist noch lange kein Borderline-Indiz! Stimmungsschwankungen können auch einfach so vorkommen, deswegen hat man nicht automatisch eine Persönlichkeitsstörung.

Was würde es denn ändern, wenn sie die Diagnose tatsächlich hätte? Selbst wenn dies so wäre - sie ist nicht Borderline, sie HAT Borderline. Man kann also nicht einfach bei jedem Verhalten quasi sagen "ach, typisch Borderline". Auf mich kommt dein Beitrag ein bisschen so rüber, als könnte das passieren. Dass sie da so in eine Schublade gesteckt wird und künftig als "krank" oder was weiss ich betrachtet wird.

Die Borderline-Kriterien sind teilweise sehr allgemein gehalten, z.B. instabile Stimmung - das kann z.B. am Alter liegen, oder man hat halt grad eine schlechte Phase. Eine Persönlichkeitsstörung liegt erst dann vor, wenn die Symptome über Jahre hinweg ständig bestehen. Und genau deswegen sollte man sowas einer Fachperson überlassen.

S5er3iouxsly


Hallo Silber !

Natürlich hast du Recht mit dem was du sagst: erstens kann ich selbst keine Diagnose stellen (der Ausdruck war missverständlich gewählt) und zweitens, wenn man diese Persin sowieso nur kaum kennt, kann man auch nur spekulieren. Das von mir Geschriebene waren keine Tatsachen, sondern Annahmen, die natürlich falsch sein können.

Was mich aber nun interessiert ist es, wie man diese Person nun grob einordnen kann. Ich möchte Niemanden in bestimmte Schubladen stecken und auch nicht über solche Leute lästern. Vielmehr versuche ich hinter die Denkweisen anderer zu blicken, aus reinem Interesse.

S_heeJp8x4


Wie du sie "einordnen" musst, wirst du nur erfahren, wenn du mit IHR redest, denn wir kennen sie nicht und selbst wenn sie Borderline haben sollte (was ja bis jetzt nur reine Spekulation ist), ist sie immer noch ein Individuum mit einer Persönlichkeit, das nicht auf seine Krankheit reduziert werden sollte. Wenn du dir nicht sicher bist, wie du mit ihr umgehen sollst, dann frag SIE - sie wird's am besten wissen. ;-)

Man kann also nicht einfach bei jedem Verhalten quasi sagen "ach, typisch Borderline".

Richtig - ein Hirn zum Denken und eine eigene Persönlichkeit hat nämlich jeder! Egal, ob psychisch krank oder nicht und daher gibt's keinen Verhaltenskatalog für die Krankheit xy. ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH