» »

Psychosomatische Krankheiten: Wie lange dauert Heilung?

Lhady|Mexd hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin der Meinung, dass viele Krankheiten von der Psyche her kommen. Sprich aufgrund von seelischen Ungleichgewicht zum Ausbruch kommen. Nun kämpfe ich bereits seit September mit Magenbeschwerden. Ich weiss, dass der Auslöser der Stress im letzten Jahr war. Die Stressquelle ist seit Dezember austherapiert und beseitigt.

Im Dezember habe ich dann auf einmal alle möglichen Krankheiten auf einmal gehabt (Verkühlung 2 x hintereinander, Magenschmerzen wurden schlimmer etc.).

Seit Mitte Jänner beruhigt sich das Ganze langsam. Nun frage ich mich, wie lange diese "Heilung" normalerweise dauert?

Es sieht derzeit so aus, als wäre ich in der Ruhephase so richtig krank geworden. Nur, wie lange dauert es, bis es wieder so ist wie früher? Monate? Wochen? ???

Stress habe ich keinen mehr und sollte eigentlich somit wieder gesund sein, bin ich aber nicht {:(

Ich hatte so etwas ähnliches vor ca. 8 Jahren, da war die Stressquelle beseitigt und ich war noch 6-8 Monate noch mehr oder weniger krank. Hoffe, es ist dieses mal nicht so!

Hat hier jemand damit Erfahrungen?

Antworten
LgaBchmöVwe


Hallo LadyMed.

Leider kann ich dir keine Antwort auf deine Frage gebe aber ich habe evtl. auch ein psychosomatisches Problem. Mit meinem Magen ist auch was nicht in Ordnung, hinzu kommt, dass ich relativ viel schwitze, einen Tinnitus habe, Nacken und Rückenbeschwerden, verschiedene chronische Erkrankungen für die es keine richtige Erklärung gibt. Ich glaube, dass ich auch psychisch erkrankt bin. In einer Woche habe ich ein Gespräch in einer psychosomatischen klinik und ich bin sehr gespannt was mich erwartet und wie es weiter gehen soll. Vielleicht kann ich dir dann auch mehr zu deiner Frage sagen. :-)

s5axxo


Manche psychosomatische Sachen hab ich schon Jahrzehnte. Ich kann, je nach Streß, nur von einer starken Abnahme und Zunahme der Symptome sprechen. Aber ich würde nicht sagen, daß ich psychosomatisch wieder kerngesund bin. Die bekannten Sachen treten zur Zeit nur sehr selten auf. Aber die im Ernstfall notwendigen Medikamente hab ich sicherheitshalber immer bei, auch wenn ich sie teilweise Monate nicht brauche.

L|achU>we


Hattest du eine Therapie? Uns was sind das für Medikamente?

L(adyxMed


@ saxo:

genau, gute Frage, bist du therapiert worden?

Ich bin in Therapie und habe keine Medikamente genommen und es sind mir auch keine verschrieben worden. Halte auch nicht viel davon, da eine Gesprächstherapie sinnvoller ist (außer man kann den Alltag gar nicht mehr ohne bewältigen, so schlimm war's bei mir nicht).

Habe letzens einen schlauen Satz gehört: solange wie es dauert, bis die Erkrankung richtig ausbricht, so lange dauert es auch bis es abheilt. Bei mir also in etwa ein Jahr :-|

L_achm"öxwe


Na, da kann ich mich ja auf Jahre einstellen.

Lady Med, was ist das für eine Gesprächstherapie? Ambulant, tiefenpsychologisch oder mehr Richtung Verhaltenstherapie.

L:ad)yMexd


Um ehrlich zu sein, ich weiss es nicht, wiew man das nett |-o

bin bei keinem Psychologen, sonder bei einer Therapeutin. Geht Richtung Verhaltenstherapie, denke ich. Da ich versuche meine Verhaltensweisen zu ändern (in Form von Einstellung ändern).

Ltach%möwxe


Ja, hört sich so an. Und? Bringt es denn etwas? Geht es Dir schon besser?

L a'dyMxed


So, habe nachgeschlagen, es nett sich lösungsorientierte Therapie.

Siehe [[http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6sungsorientierter_Ansatz]]

Kurz zusammengefrasst:

- bei Analysen nicht die Frage "wie ist es - wie kam es dazu?", sondern die Frage "was macht den Unterschied zwischen besser/schlechter aus?" im Zentrum;

- "Repariere nicht, was nicht kaputt ist!"

- "Finde heraus, was gut funktioniert und passt - und tu mehr davon!"

- "Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt - dann höre damit auf und versuche etwas anderes!"

- Lösungen statt Probleme: "Nicht das Problemverständnis vertiefen, sondern erkunden, wie es ist, wenn es besser ist".

Der Vorteil ist, man analysiert beispielsweise nicht die ganze Kindheit und alle Details (dafür brauchst Jahre!), sondern nur das, was einem stört und bearbeitet dieses. So spare ich mir viel Geld und bearbeite die Dinge, die mich in der Gegenwart stören. Lösungsorientiert eben und nicht problemorientiert.

Natürlich schaut man sich auch die Kindheit an, aber eben für diese bestimmten Dinge.

Mir gefällt die Therapie :)^

Aber Hauptsache ist, du verstehst dich gut mit deinem Therapeuten/deiner Therapeutin! Das ist das Wichtigste!!

L"aTcBh=möwe


Danke für Deine Antwort. Eine Kurztherapie hatte ich bereits vor Jahren, nachdem ich eine Depression bekommen hatte. Sie hat leider nichts gebracht, bzw. musste unterbrochen werden weil ich in der Zwischenzeit schwer erkrankt war. Ich lande ja nächste Woche in der Psychosomatischen Abteilung, wo erstmal nur ein Vorgespräch stattfinden soll. Ich habe keinen Plan, wie es dann weitergehen soll. Auch über die Option evtl. stationär aufgenommen zu werden habe ich nachgedacht aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich das möchte. Ich habe auch Angst, dass es ewig dauern wird, bis eine Therapie anfängt. Bis dahin schleppe ich mein Hauptproblem (Arbeitsplatz) weiter mit mir herum. :-/

LSad%y*Mexd


Stationär? Warum? wegen körperlichen Beschwerden?

Hm, du sagst, dass dein Arbeitsplatz das Hauptproblem ist. Kannst du wechseln? Bei mir war es vor 8 Jahren auch der Arbeitsplatz, habe gekündigt und irgendwann war ich dann gesund. Das ist noch das Einfachste, sag ich dir..

LcadyxMed


PS: ich war damals auch der lebende Beweis, wie die Psyche manch Beschwerden auslösen kann (habe 3 Monate lang nur Durchfall gehabt, nicht mehr aufstehen können etc.). Gleichzeitig war ich der lebende Beweis, das diese Beschwerden sich im Nu auflösen, wenn man die Quelle beseitigt.

Arbeit kannst dir auch andere finden. Blöd wird's, wenn es andere Probleme (Partnerschaft etc.) sind, die man möglicherweise nicht so einfach lösen kann.

L]ach!xwe


Also kündigen kann ich nicht so einfach, ich bin schwerbehindert und da ist die Arbeitssuche nicht so einfach. Naja in der Familie gibt es auch Probleme, bei mir ist das Fass einfach übergelaufen. Der Witz ist, ich funktionier noch so einigermaßen, arbeiten kann ich im Moment aber nur eingeschränkt. Aber ich stehe morgens noch auf und erledige die notwendigsten DInge, aber mehr auch nicht. Lust und Freude habe ich daran schon sehr lange nicht mehr, was natürlich auch die Familie belastet. Ich fühle mich auch so unverstanden, denn die Symptome die ich habe stellen sich ja alle als mehr oder weniger "geringfügig" heraus. Aber ich bin doch keine Simulantin.

Naja mit stationär meine ich, dass das Gespräch halt im KH stattfindet. Manchmal sagen die einem ja, dass man da bleiben soll. Vielleicht hat es bei mir ja auch eine andere Ursache und ich habe eine Depression, ein burn out oder was weiß ich. Die sollen dem "Kind" jetzt erstmal einen Namen geben. Eins weiß ich: so gehts nicht weiter.

L#adVyMRed


Hm, also ist deine Seele nicht im Gleichgewicht. Da hat man dann auch diese ganzen Problemchen..

Es kann natürlich auch sein, dass du depressiv bist, wenn du sagst, dass du an nichts mehr Freude hast. Solltest auf alle Fälle zu einem Therapeuten!!!

Zu stationär: also ich weiss nicht, bin nicht so ein Freund davon. Kennst du nicht irgendwo einen normalen Therapeuten? Aber du hast ja schon eine Therapie gehabt, hast du gesagt, gell?

Hm, vielleicht warst beim Falschen? Oder ihr wart doch nicht fertig, wie du dachtest?

Nochmals zu stationär: Medikamente ist das Erste, was du dort bekommst, was ich so weiss. Zum Rest keine Ahnung. Würd selbst nie ins KH gehen und auch zu keinem Psychologen (solange ich nicht kurz davor bin mich umbringen zu wollen).

Aber du musst es selbst wissen.

L(achmHöwxe


Ich werde jetzt einfach mal den Rat meiner Ärztin befolgen, und auch den Rat, den ich nächste Woche bekomme. Manchmal kann es ganz gut sein, einmal von allem getrennt zu sein um frische Kraft tanken zu können, man begibt sich ja immer wieder in alte Gewohnheiten zu Hause, denke ich zumindest.

Wenn dein Therapeut kein Psychologe ist, was dann?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH