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Geschichten/Texte zum Nachdenken.....

1AFraxge hat die Diskussion gestartet


Ich würde gerne einen Faden eröffnen, in dem ich nach und nach Gedichte, Geschichten etc. reinkopiere, die mir wichtig sind. Würde mich freuen, wenn Ihr auch etwas beitragen könntet :-D.

Antworten
1PFrDagxe


In einer Fabel wird erzählt:

"Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke" fragte die Tannenmeise die Wildtaube. "Nicht mehr als ein Nichts", gab sie zur Antwort. "Dann muß ich Dir eine wunderbare Geschichte erzählen", sagte die Meise. "Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste. Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab." Damit flog die Meise davon. Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: "Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt."

(Verfasser unbekannt)

1rFraxge


Die meisten Menschen haben einen geistigen Schrank

voller "Identitäten", Verkleidungen, die sie mit sich herumschleppen und die sie den Menschen,

auf die sie treffen, überwerfen.

"Würdest du diese Verkleidung für mich tragen?"

"Würdest du dieser Mensch für mich sein?"

Wenn du einen Menschen ohne Verkleidung

Urteile oder Überzeugungsfilter wahr nimmst,

nimmst du ihn als spirituelles, geistiges Wesen wahr.

Es ist eine zutiefst bewegende Erfahrung, ein anderes Wesen

ohne jegliche Verzerrung wahrzunehmen.

Das ist ein Bereich völligen Mitfühlens,

den manche als bedingungslose Liebe bezeichnet haben.

(Harry Palmer)

S)helep8x4


Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 Euro hochhielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute. Er fragte: "Wer möchte diesen Scheck haben?" Alle Hände gingen hoch. Er sagte: "Ich werde diesen 40-Euro-Scheck einem von euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun." Er zerknitterte den Scheck. Dann sagte er: "Möchte ihn immer noch einer haben?" Die Hände waren noch immer alle oben. Also erwiderte er: " Was ist, wenn ich das tue?" Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck: er war zerknittert und völlig dreckig. "Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?" Es waren immer noch alle Arme in der Luft. Dann sagte er: "Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah, ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war noch immer und stets 40 Euro wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal, was passiert ist oder was passieren wird: DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die Dich über alles lieben. Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, sondern dadurch, WER DU BIST.

DU bist etwas Besonderes – vergiss es NIEMALS!"

1OF?rage


Danke Sheep :-)

First they came for the Jews

and I did not speak out -

because I was not a Jew.

Then they came for the communists

and I did not speak out -

because I was not a communist.

Then they came for the trade unionists

and I did not speak out -

because I was not a trade unionist.

Then they came for me -

and there was no one left

to speak out for me.

(Pastor Niemoeller)

16Fragxe


SEESTERNE RETTEN..

Ein furchtbarer Sturm kam auf.

Der Orkan tobte.

Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe

Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf.

Am Strand lagen aber unzählige von Seesternen,

die von der Strömung an den Strand geworfen waren.

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei.

Er ging zu dem Jungen und sagte: "Du dummer Junge!

Was du da machst ist vollkommen sinnlos.

Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist?

Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen!

Was du da tust, ändert nicht das Geringste!"

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an..

Dann ging er zu dem nächsten Seestern,

hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer.

Zu dem Mann sagte er:

"Für ihn wird es etwas ändern!"

(Verfasser unbekannt)

11FAragxe


DIE GESCHICHTE VOM SINN DES LEBENS

Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht habe.Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."

Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen. Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.

Der Banker wiederum fragte:"Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?" Der mexikanische Fischer erklärte:"Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben".

Der Banker erklärte:"Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein grösseres Boot kaufen.Mit dem Erlös hievon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schliesslich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko-City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten."

Der Mexikaner fragte:"Und wie lange wird dies alles dauern?" Der Banker antwortete:"So etwa 15 bis 20 Jahre."

Der Mexikaner fragte:"Und was dann?"

Der Banker lachte und sagte:"Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten Sie mit Ihrem Unternemen an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."

Der Mexikaner sagte:"Millionen. Und dann?" Der Banker sagte:"Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Enkelkindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein geniessen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen.......

(Verfasser unbekannt)

-zStarsSc;rea[m-


Die Wolke und die Düne

Inmitten eines großen Sturmes über dem Mittelmeer wurde einst eine kleine Wolke geboren. Sie hatte keine Zeit zu wachsen, denn eine starker Wind schob sie zusammen mit vielen anderen Wolken in Richtung Afrika.

Kaum waren sie über dem afrikanischen Kontinent, veränderte sich das Klima. Die Sonne brannte auf die Wolken herab, und unter ihnen erstreckte sich der goldene Sand der Sahara. Da es in der Wüste fast nie regnet, schob der Wind die Wolken weiter in Richtung der südlich gelegenen Waldzonen. Doch wie die Menschenkinder wollte auch die junge Wolke die Welt auf eigene Faust kennen lernen und löste sich von ihren Eltern und alten Freunden.

"Was machst du da!" schalt sie der Wind. "Die Wüste ist überall gleich! Komm zu uns zurück, wir sind auf dem Weg in die Mitte Afrikas, wo es Berge und herrliche Bäume gibt." Doch die junge Wolke, die von Natur aus aufmüpfig war, gehorchte nicht. Ganz allmählich ließ sie sich hinabsinken, bis sie auf einer sanften Brise dicht über dem goldenen Sand schwebte.

Nachdem sie lange herumgezogen war, bemerkte sie, dass eine Düne sie anlächelte. Auch die Düne war jung, erst kürzlich vom Wind gebildet, der gerade vorübergeweht war. Augenblicklich verliebte sich die Wolke in deren goldenes Haar. "Guten Tag", sagte sie. "Wie ist das Leben so da unten?" "Die anderen Dünen, die Sonne, der Wind und die Karawanen, die hin und wieder hier entlang kommen, leisten mir Gesellschaft. Manchmal ist es sehr heiß, aber es ist auszuhalten. Und wie ist es dort oben zu leben?" "Hier gibt es auch Wind und Sonne, aber der Vorteil ist, dass ich am Himmel umherziehen und viele Dinge kennen lernen kann." "Mein Leben ist kurz", sagte die Düne. "Wenn der Wind aus den Wäldern zurückkehrt, werde ich verschwinden." "Macht dich das nicht traurig?" "Es gibt mir das Gefühl zu nichts nutze zu sein." "Mir geht es auch so. Sobald ein neuer Wind kommt, werde ich in den Süden ziehen und mich in Regen verwandeln. Aber das ist mein Schicksal." Die Düne zögerte ein wenig, sagte dann aber: "Wusstest du, dass wir hier in der Wüste den Regen das Paradies nennen?" "Ich wusste nicht, dass ich mich in etwas so Wunderschönes verwandeln kann", sagte die Wolke. "Die alten Dünen kennen viele Legenden. Sie erzählen, dass wir nach dem Regen mit Kräutern und Blumen übersäht sind. Aber ich werde das wohl nie erleben, da es in der Wüste nur sehr selten regnet.

Nun zögerte die Wolke, lächelte dann jedoch: "Wenn du willst, kann ich dich mit Regen bedecken. Ich in zwar gerade erst angekommen, doch habe ich mich in dich verliebt und würde gerne für immer hierbleiben." "Als ich dich am Himmel sah, habe ich mich ebenfalls in dich verliebt", sagte die Düne. "Doch wenn du dein schönes weißes Haar in Regen verwandelst, stirbst du." "Die Liebe stirbt nie", sagte die Wolke. "Sie verändert sich. Ich möchte dir das Paradies zeigen." Uns sie begann, die Düne mit kleinen Tropfen zu liebkosen, bis ein Regenbogen erschien. Am nächsten Tag war die kleine Düne mit Blumen übersät. Andere Wolken, die ebenfalls zur Mitte Afrikas zogen, vermeinten, einen Teil der Wälder zu sehen, die sie suchten, und ließen Regen fallen. Zwanzig Jahre darauf war aus der Düne eine Oase geworden, welche die Reisenden mit dem Schatten der Bäume erfrischte. All das, weil eines Tages eine Wolke nicht zögerte, ihr Leben aus Liebe hinzugeben.

von Paulo Coelho

Mir hat einmal ein lieber Mensch diese Zeilen geschenkt und auch heute noch berührt mich diese Geschichte @:)

SYheexp84


meeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr! :-)

g[e?egeeW300x0


klasse, weiter so!!!....paulo coelho ist auch einer meiner favoriten...

im buch "Der Wanderer" finden sich noch zahlreiche andere Anekdoten aber mein lieblingsbuch von ihm ist immer noch "Der Alchemist" einfach nur empfehlenswert :)^

iBs frköschlxe


Die Liebe ist aus einem Stoff gewoben, der so fein ist, das man ihn nicht sieht, und doch so fest, das nicht einmal der Tod ihn zerreißen kann, aus einem Stoff, der durch langes tragen nicht fadenscheinig wird, der Wärme in eine Welt bringt, die sonst unerträglich kalt wäre.

Aber manchmal kann die Liebe auch so schwer sein wie ein Kettenpanzer.

Wer die Bürde der Liebe auch dann trägt, wenn sie düster und bedrückend ist, für den ist sie umso kostbarer, wenn sie in besseren Zeiten leicht wie der Wind die Flügel ausbreitet und ihn empor trägt.

Aus "Stimmen der Angst" von Dean Koontz

12Fraxge


Danke StarScream und is fröschle @:) :)* @:).

Was für schööööne Texte. Paulo Coelho schätze ich übrigens auch seeehrrr :-D.

1kFrOaxge


Als die Macht und die Liebe sich trennten!

Im Anfang der Zeit war es so:

Die Macht und die Liebe wurden als Zwillinge geboren.

Ihre Mutter war die Weisheit, ihr Vater der Mut. Die Geschwister wuchsen glücklich miteinander auf, und überall wo sie hinkamen, stifteten sie Frieden zwischen den Parteien und Völkern.

Sie verteilten die Güter dieser Welt gerecht, sie machten die Armen reich und die Reichen glücklicher. Die Macht und die Liebe waren ein Herz und eine Seele, und fanden sie in den Häusern unter Menschen Platz, so änderte sich alles zum Guten.

Eines Tages begegneten sie dem Neid. Er hatte sich fein herausgeputzt, und sah recht stattlich aus. Sein Gewand glitzerte in heller Sonne, und sein Geschmeide funkelte nur so im Licht.

"Ich sehe dich stets im Schatten der Liebe gehen", sagte

der Neid zur Macht. So kannst du nie etwas werden. Geh mit mir! Da wirst du großer und stärker. Du sollst sehen, die Menschen werden dir die Hände und Füße küssen, sie werden dir schmeicheln und dir Opfer darbringen, sie werden dir ihre Seele verkaufen, nur um dich zu besitzen.

Die Macht war wie geblendet. Sie dachte eine Weile nach.

Dann sagte sie zur Liebe: Der Neid hat recht.

Lasst uns für eine Zeit auseinandergehen. Wenn wir uns trennen, kann sich jeder von uns selbstständig entwickeln.

Keine ist mehr von der anderen abhängig, keine braucht mehr auf die andere Rücksicht zu nehmen. Ich werde derweil beim Neid in die Lehre gehen. Vielleicht treffen wir uns später einmal wieder."

Ehe die Liebe antworten konnte, waren die Macht und der Neid schon hinter der nächste Ecke verschwunden.

Die Liebe sah noch, wie der Neid der Macht den Vortritt ließ. Ohnmächtig stand nun die Liebe am Wegrand und weinte. Sie erlebte sich schwach und kraftlos ohne die Macht.

Sie spürte, wie sie allein nicht leben konnte. Wie ein Schatten legte sich die Angst auf sie, die Angst, sich zu verirren, zu verletzen und nicht verstanden zu werden.

Die Macht fühlte sich unterdessen frei und ungebunden. Der Neid störte sie nicht, weil er immer einen Schritt zurück blieb und ihr den Vortritt ließ.

Die Macht merkte, wie sie dabei größer und größer wurde.

Aber mit ihrer Größe wuchs auch ihre Kälte. Es gefiel ihr, wenn sich die Menschen vor ihr verkrochen oder ihr alles opferten, um sich mit ihr zu verbünden.

Sie bestieg einen großen Thron und ließ sich über die Köpfe der Menschen tragen. Sie genoss es, umjubelt zu werden.

Die Macht hatte die Liebe bald vergessen. Sie umgab sich mit Waffen und Soldaten.

Sie raubte den Armen den Frieden und vertrieb sie aus ihrer Heimat. Nur wer ihr die Seele verkaufte, durfte sich in ihrer Nähe aufhalten und sicher fühlen. Hinter ihr aber folgte stets der Neid.

In der Welt wurde nun alles anders. Die Kriege unter den Menschen nahmen an Heftigkeit zu. Die Liebe war zu ohnmächtig, um sie zu verhindern. Viele erkannten sie auch nicht wieder und verwechselten sie mit dem Egoismus oder mit der Schwäche. Sie hatte nicht mehr die Kraft, das Böse in die Schranken zu weisen. Habgier und Gleichgültigkeit wuchsen. Die Natur wurde ausgeplündert und zertreten. Es wurde dunkler und kälter in der Welt. Menschen und Tiere begannen zu frieren. Sie wurden krank und starben einsam dahin.

Da beschloss die Liebe, die Macht zu suchen, und sie machte sich auf, auch wenn der Weg weit war.

Eines Tages begegneten sie sich auf einer Kreuzung. Die Macht kam groß und gewaltig daher. Vor ihr und hinter ihr waren Wächter, bis an die Zähne bewaffnet, die sie beschützen mussten. Die Macht sah dunkel aus. Sie war eingehüllt in einen dunklen schweren Mantel. Ihr Gesicht war kaum noch zu sehen.

Der Mantel war über und über mit Orden behaftet. Rechts und links trug man ihre Titel, damit die Menschen vor ihr in die Knie gingen.

Die Liebe nahm ihren ganzen Mut und ihre ganze Weisheit zusammen, die sie von ihren Eltern geerbt hatte, und stellte sich der Macht in den Weg.

"Du siehst unglücklich aus, sagte die Liebe und blickte der Macht gerade ins Gesicht. Deine Augen sind finster. Früher hast du gestrahlt und warst schön.

Geh mir aus dem Weg", "ich kenne dich nicht.

Erinnerst du dich nicht, sagte die Liebe, wie wir miteinander durch die Welt zogen? Du trugst ein leichtes Kleid, du konntest tanzen und springen, du liefst mit mir zu den Menschen, und sie alle nahmen uns mit offen Armen auf. Wir konnten Frieden stiften, und alle hatten alles gemeinsam. Du warst mit mir mächtig ohne Waffen

du brauchtest dich nicht zu schützen, und hinter dir zog nicht der Neid. Lass uns wieder miteinander gehen. Schick sie alle weg, die dich jetzt umgeben und fernhalten von den Menschen und von mir. Auch ich brauche dich, denn ohne dich bin ich schwach und ohnmächtig. Ohne dich glauben mit die Menschen nicht. Die Menschen lachen mich aus, sie verletzen und missbrauchen mich.

Während die Liebe diese und andere Worte sprach, wurde der Macht immer wärmer. Und weil auch die Macht ein Kind der Weisheit und des Mutes war, taute sie langsam auf und wurde kleiner und kleiner, bis sie wieder so groß war wie die Liebe.

Ihr glitt der Mantel von ihrer Schulter und die Orden zersprangen am Boden. Die Wächter fielen wie tot um, und die Titel flogen im Wind davon.

Ehe sich die LIEBE und die MACHT versahen, standen sie sich allein gegenüber.

Da lachten sie einander zu und fielen sich in die Arme.

Der Neid, der die Macht begleitet hatte, war gewichen und von der Liebe war der Schatten der Angst geflohen.

Seither gehen sie wieder miteinander, die LIEBE und die MACHT, und sie sind stark geworden die beiden. Und wenn du sie triffst , dann halt sie fest und warte, bis ich komme und mit euch ziehen kann.

(Verfasser unbekannt)

1*Fragxe


Ein Mann ging zu einem Mönch, als dieser in seinem Dorf Station machte:

"Gib mir den Stein, den Edelstein!"

Der Mönch antwortete:

"Von welchem Stein sprichst du?"

"Heute Nacht ist mir Gott erschienen und sagte zu mir:

*Morgen um die Mittagszeit wird ein Mönch durchs Dorf kommen

und wenn er dir den Stein gibt, den er bei sich trägt,

wirst du der reichste Mann des ganzen Landes. Also, gib mir den Stein!"

Der Mönch kramte in seiner Tasche und zog einen Diamanten hervor.

Es war der größte Diamant der Welt, so groß wie ein Kohlkopf!

Dann sagte er:

"Ist das der Stein, von dem du sprichst?

Ich habe ihn im Wald gefunden. Du kannst ihn haben."

Der Mann nahm den Stein und lief nach Hause.

Doch als die Nacht kam und er sich schlafen legte, brachte er kein Auge zu.

Am nächsten Morgen, zu früher Stunde, ging er an den Ort zurück,

an dem der Mönch friedlich unter einem Baum schlief.

Er weckte ihn und sagte:

"Da hast du deinen Stein wieder.

Gib mir lieber den Reichtum, der es dir so leicht macht,

den Reichtum wegzuwerfen."

(Verfasser unbekannt)

1LFragxe


Der Dieb

Es gab einmal einen großen buddhistischen Meister namens Nagarjuna. Ein Dieb kam zu ihm. Der Dieb fühlte sich zu diesem Meister hingezogen, weil er nie einen schöneren Menschen gesehen hatte, nie solch grenzenlose Anmut. Er fragte Nagarjuna: "Gibt es auch für mich irgendeine Möglichkeit, so aufzublühen wie du? Eines muss ich dir allerdings gleich klar sagen: Ich bin ein Dieb. Und noch eins: Ich kann es nicht lassen. Das darf also nicht zur Bedingung gemacht werden. Ich will tun, was immer du sagst, aber ich kann nicht aufhören, ein Dieb zu sein. Ich habe es schon zu oft versucht - es geht einfach nicht. Und so habe ich mir das aus dem Kopf geschlagen. Ich füge mich in mein Schicksal, dass ich ein Dieb bin und bleibe. Also brauchst du mir darüber nichts zu sagen. Das muss von vornherein klar sein."

Nagarjuna fragte: "Wovor hast du Angst? Wer redet denn davon, dass du ein Dieb bist" Der Dieb sagte: "Jedes Mal, wenn ich zu einem Mönch, Priester oder Heiligem gehe, sagen sie immer: Hör' erst mit dem Stehlen auf! Nagarjuna lachte und sagte: "Dann müssen es selbst Diebe gewesen sein, warum sonst sollte sie das kümmern? Mich kümmert das nicht!"

Der Dieb war sehr froh. Er sagte: "Dann ist es in Ordnung. Es scheint, ich bin jetzt dein Schüler. Du bist der genau der richtige Meister für mich!" Nagarjuna nahm ihn auf und sagte: "Jetzt kannst du gehen und tun, was du willst. Als mein Schüler musst du nur eine einzige Bedingung erfüllen: SEI BEWUSST! Geh' und brich in Häuser ein, hol' dir heraus, was du willst, stiehl nach Herzenslust, tu was dir Spaß macht, mich kümmert es nicht, ich bin kein Dieb - aber tue es mit vollem Bewusstsein!"

Der Dieb sah nicht, wie er in die Falle ging. Er sagte: "Dann ist ja alles in Ordnung. Ich will's versuchen." Nach drei Wochen kam er wieder und sagte: "Du bist sehr schlau, denn wenn ich bewusst stehle, kann ich nicht stehlen. Wenn ich stehle, verschwindet das Bewusstsein. Ich bin in der Klemme!"

Nagarjuna sagte: "Kein Wort mehr von deiner Dieberei und deinem Stehlen. Es geht mich nichts an - ich bin kein Dieb. Entscheide dich jetzt! Wenn du nicht länger Bewusstheit willst, dann entscheide dich jetzt!"

Der Dieb sagte: "Das ist unmöglich! Ich habe davon gekostet, und es ist so schön, bewusst zu sein. Ich will ja gern alles aufgeben!" Dann erzählte er: "Erst neulich nachts ist es mir zum ersten Mal gelungen, in den Palast des Königs einzudringen. Ich habe die Schatzkammer geöffnet. Ich hätte der reichste Mann der Welt werden können - aber du warst mir auf den Fersen und ich musste bewusst werden. Als ich bewusst wurde, war plötzlich kein Grund mehr da, kein Verlangen. Als ich bewusst wurde, sahen die Smaragde, Türkise, Opale, Rubine und Diamanten einfach wie Steine aus, ganz gewöhnliche Steine. Sobald ich diese Bewusstheit verlor, war der Schatz wieder da. Ich wartete und wiederholte das viele Male. Wenn ich bewusst wurde, war ich ein Heiliger. Ich konnte nicht einmal die Hand danach ausstrecken, denn die Sache sah einfach kindisch aus - einfach dumm - nichts als Steine! Was tue ich nur: Mein Bewusstsein um dieser Steine willen verlieren? Im nächsten Augenblick verlor ich dieses Bewusstsein wieder und die Steine wurden wieder schön und kostbar - die ganze Illusion war wieder da! Das wäre wohl noch so lange weitergegangen, bis mich die Palastwachen gefunden hätten. Also raffte ich mich auf und entschied, dass ich meine Bewusstheit nicht gegen ein paar Steine eintauschen wollte!"

Nagarjuna lachte: "Wenn du einmal von der Bewusstheit gekostet hast, lohnt sich nichts anderes mehr! Du kennst jetzt die höchste Glückseligkeit des Lebens. Dann fallen plötzlich viele Dinge von dir ab. Du siehst Ihre Dummheit und Torheit. Der Anreiz fällt weg, das Verlangen verschwindet, die Träume zerfallen! Bewusstheit ist alles, was es zu lernen gibt!"

(Verfasser unbekannt)

Soooooooooooo, das reicht für heute :-D. Freut mich, wenn auch anderen die Texte gefallen.....

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