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Geschichten/Texte zum Nachdenken.....

s+ecretcmombinaxtion


Ich glaube, das kennen schon viele, aber ich finde es trotzdem gut:

Genieße den Moment!

Stelle dir vor, du hast bei einem wettbewerb folgenden preis gewonnen:

Jeden morgen, stellt dir die bank 86400 euro auf deinem bankkonto zur verfügung.

doch dieses spiel hat auch regeln, so wie jedes spiel bestimmte regeln hat.

die erste regel ist:

alles was du im laufe des tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das geld nicht einfach auf ein anderes konto überweißen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die bank eine neues konto mit neuen 86400 euro für den kommenden tag.

zweite regel:

die bank kann das spiel ohne vorwarnung beenden, zu jeder zeit kann sie sagen, es ist vorbei, das spiel ist aus. sie kann das konto schließen und du bekommst kein neues mehr.

was würdest du tun ???

.........überlege dir gut was du mit dem geld anfangen würdest.......

hast du das soweit verstanden ??? ?

es ist ganz einfach, es ist ein spiel....jeden morgen beim aufwachen bekommst du 86400 euro, die einzige bedingung, du musst es innerhalb eines tages ausgeben, den rest musst du an die bank zurückgeben.

die frage ist jetzt, was würdest du tun ??? ?

du würdest dir alles kaufen was du möchtest, nicht nur für dich selbst, auch für alle menschen die du liebst.....sogar für menschen die du nicht kennst, da du das nie alles nur für dich alleine ausgeben könntest........

du würdest versuchen, jeden cent auszugeben und ihn zu nutzen oder ???

weißt du, dieses spiel ist die realität, das ist mein ernst....

jeder von uns hat so eine "magische bank".....

wir sehen das nur nicht....

die magische bank ist die zeit.....

jeden morgen wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 sekunden leben für den tag geschenkt und wenn wir am abend einschlafen, wird uns die übrige zeit nicht gutgeschrieben....

was wir an diesem tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren, gestern ist vergangen.

jeden morgen beginnt sich das konto neu zu füllen, aber die bank kann das konto jederzeit auflösen, ohne vorwarnung....

das leben kann jederzeit zu ende sein....

was machst du also mit deinen täglichen 86400 sekunden ???

Die Geschichte mit dem Mexikaner und dem Banker gefällt mir allerdings am besten mit.

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Das hier noch, allerdings treibt es mir da die Tränen in die Augen...

Andi schaute kurz noch einmal auf das Tachometer, bevor er langsamer wurde: 79 innerhalb einer Ortschaft. Das vierte Mal in 4 Monaten.

Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden? Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste, fuhr Andi rechts ran.

Der Polizist, der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto aus. Mit einem dicken Notizbuch in der Hand. Christian? Christian aus der Kirche? Andi sank tiefer in seinen Sitz.

Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas Angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Polizisten, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen.

"Hi Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!"

"Hallo Andi." Kein Lächeln.

"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."

"Ja, so ist das." Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.

"Ich bin in den letzten Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Andi war nervös und ungeduldig. " "Verstehst du, was ich meine ?"

"Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du soeben ein Gesetz gebrochen hast."

Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. "Bei wie viel hast du mich erwischt?"

"Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?"

"Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!" Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.

"Bitte Andi, setz dich wieder in dein Auto."

Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall und die Tür war zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Christian war fleißig am schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.

Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Christian gab ihm den Zettel durch. "Danke." Andi konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Christian setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten?

Hej! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.

Andi las:

"Lieber Andi, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausendmal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Andi. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß Christian"

Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Andi schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.

dqies^arahx8


Da sind echt ein paar ganz tolle Geschichten bei! :)^

f/l^o10x00


Hier der ins deutsche übersetzte Text des Liedes Fields of Gold von Sting (mit Link zum Lied)

Immer wenn ich es höre muss ich an meine Freundin denken; der text und das Lied machen einfach traurig und fröhlich zu gleich....

An mich wirst Du dich erinnern,

sobald der Westwind über die Gerstenfelder streicht

und du wirst die Sonne vergessen, die eifersüchtig herabschien

als wir durch golden Felder liefen

Mit ihrem Geliebten war sie dort,

nur, um eine Weile auf das Korn zu schauen

Und sie sank in seine Arme

als ihr Haar mit dem Gold der Felder eins wurde

Wirst Du bei mir bleiben, mich lieben

Wie in diesen Feldern?

Die Sonne kann noch so eifersüchtig scheinen

Während wir in diesem goldenen Bett liegen

Schau, wie der Westwind über das Korn streicht,

wie ein Liebhaber

Spüre, wie ihr Körper sich aufbäumt,

wenn Du sie in diesen goldenen Feldern küsst.

Leichtfertig habe ich nie Etwas versprochen

Und manchmal konnte ich ein Versprechen auch nicht halten

Aber ich schwöre dir, dass wir den Rest unserer Tage

Nur noch durch Felder aus Gold wandern werden.

Seit jenen Sommertagen sind viele Jahre vergangen

Jetzt springen die Kinder über die Gerste,

dem Sonnenuntergang entgegen

Und Du - erinnerst dich an mich

wenn der Westwind wieder das Korn streichelt

und du weißt noch, wie eifersüchtig die Sonne war

als wir zusammen durch goldene Felder gingen.

[[http://www.youtube.com/watch?v=UppX6vP3c4g]]

-BStaorS6creaxm-


Eure Geschichten sind alle sehr schön :)z :)^ !!! Vorallem die mit den 86400 Sekunden..

Hier hab ich noch etwas von Paulo Coelho. Mir gefiel der Prolog aus "Der Alchimist" so gut. Leider hatte ich bis jetzt noch nicht genügend Ruhe um das Buch ganz zu lesen :-/

.

Der Alchimist nahm ein Buch zur Hand, das ein Teilnehmer der Karawane mitgebracht hatte.

Das Buch war alt und hatte keinen Einband, aber dennoch konnte er den Autor erkennen: Oscar Wilde.

Beim Durchblättern fand er eine Geschichte über Narziß.

Natürlich war dem Alchimisten die alte Sage des schönen Jünglings Narziß wohlbekannt, der jeden tag seine Schönheit im Spiegelbild eines Teiches bewunderte.

Er war so von sich fasziniert, daß er eines Tages das Gleichgewicht verlor und ertrank.

An jener Stelle im Teich wuchs eine Blume, die den Namen Narzisse erhielt.

Aber Oscar Wilde beendete seine Geschichte nicht so.

Er erzählt, daß nach dem Tod des Jünglings Oreaden erschienen, Waldfeen, die den einstigen Süßwassersee in einen Tümpel aus salzigen Tränen verwandelt fanden.

"Warum weinst du?" fragten die Feen.

"Ich trauere um Narziß", antwortete der Teich.

"Oh, das überrascht uns nicht, denn obwohl wir alle hinter ihm herliefen, warst du doch der einzige, der seine betörende Schönheit aus nächster Nähe bewundern konnte."

"War Narziß denn so schön?" wunderte sich der See.

"Wer könnte das besser wissen, als du?" antworteten die Waldfeen überrascht.

"Schließlich hat er sich täglich über deine Ufer gebeugt, um sich zu spiegeln."

Daraufhin schwieg der See eine Weile. Dann sagte er:

"Zwar weine ich um Narziß, aber daß er so schön war, hatte ich nie bemerkt. Ich weine um ihn, weil sich jedesmal, wenn er sich über mein Wasser beugte, meine eigene Schönheit in seinen Augen wiederspiegelte."

"Was für eine schöne Geschichte", sagte der Alchimist.

DaieL%ilixe21


toll! ich werd hier immer schön fleißig mitlesen!!!

16Fpra4ge


Ohhhhh, schöööönnn. Danke für die neuen Texte :)^ :)^. Freue mich über jeden. Ihr seid toll :-D.

Es war einmal ein Herz, ...

das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal soviel wie es nötig war. Es war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches Blassrosa. Das Schlimme war, dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür. Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher. Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz.

Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es dessen überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte, zu schlagen. Was das Herz vergessen hatte war, dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte. Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken. Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als dass sie sich bewegen ließ.

So begann es gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer das sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu. Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbstgebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid. Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte. Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blass so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen. Doch was das Herz dann sah ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen.

Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten. Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag. Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, dass niemand ihn fand. Da fühlte das Herz zum 1. Mal, dass es ihm doch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste, dass sie nicht passen würden. Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte. Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann. Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren wie es war, blassrosa und faltig.

Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war. So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und danach immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel. Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldernes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und sein Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschienen war, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss. Mit lautem Gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin. Das Herz dachte wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg um Freunde zu finden. Den 1. den es tarf war ein lustiger Geselle, der das Leben zum schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte; - der Tiefgang.

Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte? Mit dem es nur durch "dick" aber nie durch "dünn" gehen würde. So zog das Herz weiter, allein, aber reich einer neuen Erfahrung. Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihrer Mitte aufgenommen. Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit. Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie die zusammenhielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich. Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität. In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, dass mit Stacheldraht umzogen war. Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde. In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte. Bei diesem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte. Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte. Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf. Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen aus seinem Verlies zu kommen? So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte. Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden. Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm. So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um den anderen wenigstens nah zu sein. So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete. Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme, die es bei seiner Familie erfahren hatte und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein fröhliches Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm. Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen. Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schuler lehnen, sich an es drücken und nie wieder verlassen. Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun? Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr wo es den Schlüssel versteckt hatte. So fasste das Herz den Entschluss loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.

Nur wo sollte es anfangen? Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel. So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte, krabbelte durch das Loch unter dem Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen. Doch zu seinem Erstaunen, fand es die schwere Stahltür geöffnet. Wie war das möglich gewesen? -dachte das Herz. Plötzlich hörte es eine freundliche und liebvolle Stimme hinter sich. Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. "Ich habe hier auf dich gewartet" sagte das kleine Herz. "Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meine Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete". Sie nahmen sich an der Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.

(Verfasser unbekannt)

12Frpage


Die Mönche des benachbarten Klosters kamen zum Abt, um ihn zu bitten, einen Streit zu schlichten. Sie hatten gehört, er hätte eine Methode, Liebe und Verständnis in eine Gruppe zu bringen.

Er verriet sie ihnen: "Jedes Mal, wenn Du jemandem begegnest, sage Dir: "Ich sterbe und mein Gegenüber wird auch sterben." Versuche einen Moment, die Realität dieser Worte zu erleben. Wenn Ihr alles dieses praktiziert, wird Bitterkeit verschwinden und Harmonie aufkommen."

(Anthony de Mello)

1"Fragxe


Die drei weisen Alten..

Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah.

Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herumgekommen.

Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen,

ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.

Da antwortete er eine von ihnen:

"Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen.

Sein Name ist Reichtum" und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm stand.

Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte: "Sein Name ist Erfolg.

Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt."

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann,

was sie gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte:

"Toll, lass uns doch Reichtum einladen".

Seine Frau aber widersprach:

"Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen."

Die Tochter aber sagte:

"Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?"

"Sie hat Recht", sagte der Mann.

"Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein".

Und auch die Frau nickte und ging zu den Männern.

Draußen sprach sie:

"Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast".

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.

Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg:

"Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?"

Die alten Männer antworteten im Chor:

"Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten,

wären die beiden anderen draußen geblieben.

Da Sie aber Liebe eingeladen haben,

gehen die anderen dorthin,

wohin die Liebe geht."

(Verfasser unbekannt)

D&ieLiliee2v1


Hallo,

es ist zwar eine sehr religiöse Geschichte und vllt. nicht für jeden was, aber ich finde sie wunderschön.

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel

erstrahlten, Streiflichtern gleich,

Bilder aus meinem Leben.

Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,

meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen

vorübergezogen war, blickte ich zurück.

Ich erschrak, als ich entdeckte,

daß an vielen Stellen meines Lebensweges

nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade die schwersten

Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:

"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,

da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich,

daß in den schwersten Zeiten meines Lebens

nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

Warum hast du mich allein gelassen,

als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,

ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,

erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur

gesehen hast,

da habe ich dich getragen."

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Unsere größte Schwäche kann auch unsere größte Stärke sein.

So bei jenem Jungen, der im Alter von 10 Jahren beschloss, Judo zu lernen – obwohl er bei einem Verkehrsunfall seinen linken Arm verloren hatte.

Der Junge nahm Judo-Unterricht bei einem Judo-Meister. Er lernte schnell, verstand aber nicht, warum ihm der Meister nach 3 Monaten nur einen einzigen Griff beigebracht hatte.

"Meister", sagte er, "sollte ich nicht mehr Griffe lernen?" Der Meister antwortete: "Das ist der einzige Griff, den du kennen musst". Der Junge verstand den Meister nicht, aber er trainierte diesen einen Griff weiter.

Monate später nahm der Junge das erste Mal an einem Turnier teil. Zu seinem Erstaunen gewann er die ersten beiden Kämpfe ohne große Mühe. Beim dritten Kampf hatte er etwas mehr Mühe, aber schließlich gewann er auch diesen mit seinem einzigen Griff, den er kannte. Er hatte es bis in die Endrunde geschafft. Hier traf er auf einen Gegner, der sehr viel größer, stärker und erfahrener war als er. Zunächst schien es, als habe er keine Chance. Der Schiedsrichter hatte sogar Angst, dass sich der Junge verletzen könnte und wollte den Kampf absagen. Der Meister aber beharrte darauf, dass der Junge weiterkämpfen sollte.

Kurz nach Wiederaufnahme des Kampfes machte der Gegner einen Fehler, den der Junge nutzte, um seinen Griff anzubringen. Der Junge gewann das Turnier.

Auf dem Nachhauseweg gingen der Meister und der Junge nochmals alle Kämpfe durch und analysierten sie. Der Junge nahm all seinen Mut zusammen und fragte den Meister: "Meister, wie konnte ich das Turnier nur mit einem einzigen Griff gewinnen?"

"Aus 2 Gründen" antwortete der Meister. "Erstens beherrscht du einen der schwierigsten Würfe des Judo meisterhaft. Und zweitens besteht die einzige Verteidigung gegen diesen Griff darin, dass dein Gegner deinen linken Arm fassen kann".

Die größte Schwäche des Jungen war zugleich

seine größte Stärke.

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Diese Geschichte handelt von einem Bauern und seinem Sohn.

Eines Tages lief das schönste Pferd eines chinesischen Bauern davon.

Alle Nachbarn bedauerten den Bauer und beklagten den Verlust.

Nur der Bauer sagte: ,,Unglück, wer weiß?"

Nach einigen Tagen kam sein Pferd zurück und mit ihm kamen einige Wildpferde.

Die Nachbarn beglückwünschten den Bauern.

Dieser aber sagte: ,,Glück, wer weiß?"

Als sein Sohn eines der Wildpferde zähmen wollte, wurde er abgeworfen und brach sich ein Bein.

Wieder klagten die Nachbarn und sprachen von einem großen Unglück, der Bauer aber sagte "Unglück, wer weiß?"

Kurz darauf kamen die Soldaten des Kaisers, um junge Männer für den Krieg zu rekrutieren.

Da der Sohn des Bauern sein Bein gebrochen hatte, taugte er nicht für den Krieg und konnte so daheim bleiben.

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Dem Herzen so nah.... wie Mütter erschaffen wurden

Es war der 6.Tag,als Gott die Mütter schuf.Und er machte bereits Überstunden.Ein Engel erschien und fragte:

Warum dauert das so lange?Der Herr antwortete:Hast du die Beschreibung gelesen?Die Mutter braucht einem Schoß,auf dem drei Kinder Platz haben und der verschwindet wenn sie aufsteht.Einen Kuss ,der alles heilt,vom Kratzer bis zum gebrochenen Herzen.Und 6 Paar Hände!"Der Engel war erstaunt über die Anforderungen, die an dieses Geschöpf gestellt wurden."Sechs Paar Händer? Nicht zu machen!"Der Herr erwiderte:Oh,es sind nicht die Hände,die mir Schwierigkeiten machen.Es sind die drei Paar Augen,die eine Mutter haben muss.Ein Paar Augen,um durch geschlossene Türen zu sehen-wenn sie ihre Kinder fragt,was sie gerade tun,obwohl sie es schon weiß.ein zweites paar an der hinteren seite des Kopfes,damit sie sieht,was hinter ihrem Rücken vorgeht-obwohl jeder denkt,das sie das nicht kann.Und ein Paar im Gesicht.Damit kann si ein trauriges ,mutloses Kind ohne ein Wort wissen lassen,dass sie es versteht und bedingungslos liebt."Der Engel versuchte, Gott zum Aufhören zu bewegen. "Das ist zu viel für einen Tag.Arbeite morgen früh weiter!" "Nein",widersprach Gott ernergisch."Dieses Geschöpf steht meinem Herzen doch so nah!"Da berührte der Engel die Frau."Du hast sie so weich gemacht!"Gott stimmte zu. "Ja-aber ich habe sie genauso stark gemacht.Du hast keine Ahnung,was sie ertragen und erreichenen kann." "Kann sie auch denken?" "Nicht nur das",entgegnete Gott. "Sie kann auch diskutieren und verhandeln!" Dann berührte der Engel das Gesicht der Frau,"es sieht aus,als hätte sie ein Leck.Ich habe dir ja gesagt ,dass du zu viel in sie hineinpackst!" Doch Gott widersprach. "Das ist kein Leck-das ist eine Träne!" "Eine Träne?" fragte der Engel erstaunt."Für was soll die denn gut sein?" "Die Träne,sagte Gott,ist ihre Art,um ihre Freude,ihren Schmerz,ihre Einsamkeit und ihren Stolz ausdrücken." Der Engel war beeindruckt. "Du bist ein Genie,Herr! du hat sogar eine Träne geschaffen!" Gott schaute den Engel lächelt an. "Ich glaube auch hier liegst du falsch.Ich habe zwar die Mutter geschaffen-aber die Tränen hat sie selbst erfunden....... (Dagmar Haes)

DCel2ta


Wenn du in der Nacht in den Himmel schaust, siehst du den Mond hell Leuchten und einen Stern neben ihm.

Jeder sieht sofort den Mond, wie er die Nacht erleuchtet und Menschen träumen sogar davon, zu ihm zu gelangen. Man bewundert ihn, schreibt Gedichte über ihn.

Doch der Stern ist nur ein unwichtiger Punkt am Himmel. Niemand erkennt seine Energie, niemand erkennt die Leistung, daß er selbst soviel Licht spendet, daß es sogar viele tausende Jahre reist um wahrgenommen zu werden. Das dieser Stern vieleicht sogar selbst Leben auf einem der Planeten, die ihn umkreisen, ermöglicht.

Dieser Stern ist doch nur einer von vielen, die innerlich verbrennen nur um ihr Licht in die Dunkelheit zu schicken.

Doch der Mensch träumt von diesem großen und kalten Gesteinsbrocken am Himmel, welcher doch nur das Licht eines Sternes reflektiert.

18F0ra;ge


Super. Danke Euch allen :)^.

Der Faden erwacht ja langsam zum Leben ;-D.

ssecretRcocmbi{natixon


Das goldene Verpackungspapier

Vor einiger Zeit hat ein Mann seine 5 Jahre alte Tochter für das Vergeuden einer Rolle von kostspieligen Goldverpackungspapier bestraft.

Geld war knapp und er wurde wütend, als das Kind das ganze Goldpapier verbraucht hat, um eine Schachtel zu verzieren, um sie unter den

Weihnachtsbaum zu legen.

Dennoch brachte das kleine Mädchen am folgenden Morgen die Geschenkeschachtel ihrem Vater und sagte: Das ist für dich, Papa.

Der Vater war verlegen weil er am Vortag so überreagiert hatte. Er öffnete die Geschenkeschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah, dass diese leer war.

Wütend sagte er zu ihr: Weißt du nicht, junge Dame, dass wenn man jemand ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein soll?

Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte: Papa, sie ist nicht leer, ich habe so viele Bussis hineingegeben, bis sie ganz voll war.

Der Vater war ganz zerknirscht. Er fiel auf seine Knie und legte seine Arme um sein kleines Mädchen, und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu verzeihen.

Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Unfall.

Nach dem Tod seines kleinen Mädchens behielt der Vater sein ganzes Leben lang die Goldschachtel neben seinem Bett. Immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herauszunehmen und erinnerte sich dabei an die Liebe des Kindes, die sie dort hineingegeben hatte.

Jeder von uns hat so eine goldene Schachtel, die gefüllt ist mit unbedingter Liebe und Küssen von unseren Kindern, von Familie und von Freunden.

Das ist der kostbarste Besitz, den man haben kann.

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