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Geschichten/Texte zum Nachdenken.....

zueky


Liebe da, wo noch nie Liebe war!

Vergebung für die, denen noch nie jemand vergeben hat!

Denn erst dann ist es wirklich Vergebung.

Erst dann ist es Liebe, denn Liebe ist selbstlos.

d>iKe kleiBn'e Palxme


Ein Mann kam völlig aufgebracht zum Meister: "Ich brauche dringend Hilfe - sonst werde ich noch verrückt! Meine Frau und ich leben mit unseren Kindern und den Schwiegereltern in einem einzigen Raum. Wir sind mit unseren Nerven am Ende, wir brüllen uns an und schreien. Es ist die Hölle".

"Versprichst Du, alles zu tun, was ich Dir sage?" fragte der Meister den Mann "Ich schwöre, ich werde alles tun, was Du mir sagst." "Gut," sprach der Meister "wie viele Haustiere hast Du?" "Eine Kuh, eine Ziege und sechs Küken." "Nun nimm sie alle zu Dir ins Zimmer. Dann komm in einer Woche wieder."

Der Mann war entsetzt. Aber er hatte ja versprochen, zu gehorchen. Also nahm er die Tiere mit ins Haus. Eine Woche später kam er wieder, ein Bild des Jammers. "Ich bin ein nervöses Wrack. Der Schmutz! Der Gestank! Der Lärm! Wir sind alle am Rande des Wahnsinns!" rief er, als er den Meister sah.

"Geh nach Hause", sagte der Meister, "und bring' die Tiere wieder nach draußen." Der Mann rannte den ganzen Heimweg. Und er kam am nächsten Tag wieder zum Meister. "Wie schön ist das Leben! Die Tiere sind draußen. Die Wohnung ist ein Paradies - so ruhig und sauber und so viel Platz!"

(Verfasser unbekannt)

zKeky


Ein kleiner Junge sieht,

wie sich ein Schmetterling mühsam aus seinem Kokon befreien möchte.

Er hat Mitleid mit ihm und öffnet deshalb den Kokon

vorsichtig mit seinem Taschenmesser,

so dass der Schmetterling leicht herausklettern kann.

Der Schmetterling macht ein paar Flügelschläge und fällt dann tot zu Boden. Ganz traurig geht der Junge zu seinem Vater und erzählt ihm von dem Vorfall.

Dieser sagt:

"Der Schmetterling braucht den Kampf mit dem Kokon,

um für das Leben stark genug zu sein".

1@Fraxge


Mensch, wart Ihr fleißig :)^. Dankeeeeeeeeeee. Schön ;-D

Habe auch noch was für heute:

Kleine Strophe von der Unsterblichkeit

Dauer, Zeit und Raum sind wie Brandungsschaum, der verweht, indes die Flut sich wendet -

doch das kleinste Sein schließt ein Wesen ein, das von Anfang ist und niemals endet.

Der du dich besinnst, ob du einst verrinnst gleich dem Sand und gleich dem Regentropfen -

denk, dass Meer und Land, Wasser, Fels und Sand steter sind als deines Herzens Klopfen.

Nur was in dir brennt, was kein Wort benennt, dauert über der Vernichtung Flammen.

Wärst du nicht geweiht zur Unsterblichkeit - bräch die Schöpfung in sich selbst zusammen.

Der Geist wurde nie geboren.

Der Geist wird nie aufhören zu sein.

Nie gab es eine andere Zeit, da er nicht war.

Ende und Anfang sind nur Träume.

Ohne Geburt, ohne Tod, ohne Wandel bleibt der Geist ewig bestehen.

Der Tod hat ihn nie berührt, wenn auch die Hülle als tot erscheint.

(Sterbegebet der Sioux)

z$ekxy


Das Leben ist eine Chance, nutze sie.

Das Leben ist schön, bewundere es.

Das Leben ist eine Wonne, koste sie.

Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.

Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.

Das Leben ist ein Spiel, spiele es.

Das Leben ist kostbar, gehe sorgsam damit um.

Das Leben ist ein Reichtum, bewahre ihn.

Das Leben ist Liebe, genieße sie.

Das Leben ist ein Rätsel, löse es.

Das Leben ist ein Versprechen, erfülle es.

Das Leben ist Traurigkeit, überwältige sie.

Das Leben ist ein Lied, singe es.

Das Leben ist ein Kampf, nimm ihn auf.

Das Leben ist eine Tragödie, stell dich ihr.

Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.

Das Leben ist Glück, behalte es.

Das Leben ist kostbar, zerstöre es nicht.

Das Leben ist Leben, erkämpfe es dir.

LU-MTarixe


Die Stimmen der Natur

Wenn die Vögel singen, rufen sie dabei die Blumen des Feldes

oder sprechen sie mit den Bäumen,

oder ist ihr Gesang nur ein Widerhall dessen,

was das Bächlein murmelt?

Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen,

was die Vögel sagen oder was der Bach vor sich hinmurmelt

oder was die Wellen flüstern,

wenn sie langsam und sanft den Strand berühren.

Der Mensch in all seiner Klugheit kann nicht verstehen,

was der Regen spricht,

wenn er auf die Blätter in den Bäumen fällt oder wenn er aufs Fensterbrett tropft.

Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat.

Aber das Herz des Menschen ist imstande,

die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen.

Oftmals bedient sich die ewige Wahrheit einer geheimnisvollen Sprache.

Seele und Natur unterhalten sich miteinander, während der Mensch abseits steht, sprachlos und verwirrt.

Und hat der Mensch nicht Tränen vergossen über diese Stimmen?

Sind seine Tränen nicht ein beredtes Zeugnis seines Verstehens?

(Khalil Gibran)

L9-MarUie


Desiderata

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast

und denke daran wie ruhig es sein kann in der Stille.

So weit als möglich - ohne Dich aufzugeben -

sei auf gutem Fuß mit jedermann.

Das, was Du zu sagen hast, sprich ruhig und klar aus

und höre andere an, auch wenn sie langweilig oder töricht sind,

denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.

Meide die Lauten und Streitsüchtigen - sie verwirren den Geist.

Vergleichst Du Dich mit anderen,

kannst Du hochmütig oder verbittert werden,

denn immer wird es Menschen geben,

die bedeutender und besser sind als Du.

Erfreue Dich am Erreichten und an Deinen Plänen.

Bemühe Dich um Deinen eigenen Beruf,

wie bescheiden er auch sein mag;

er ist ein fester Besitz im Wechsel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,

denn die Welt ist voller Betrüger.

Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,

denn Tugend ist auch vorhanden.

Viele streben nach Idealen,

und überall im Leben gibt es Helden.

Sei Du selbst.

Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.

Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,

denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,

sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters und

verzichte mit Anmut auf Dinge der Jugend.

Stärke die Kräfte Deines Geistes,

um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.

Quäle Dich nicht mit Wahnbildern.

Viele Ängste werden durch Müdigkeit und Einsamkeit geweckt.

Bei aller angemessenen Disziplin -

sei freundlich mit Dir selbst.

Genau wie Bäume und Sterne,

so bist Du ein Kind der Schöpfung.

Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und auch wenn Du das nicht verstehst,

entfaltet sich die Welt gewiss nach "Gottes" Plan.

Bleibe also im Frieden mit "Gott",

was auch immer er für dich bedeutet

und was immer deine Sehnsüchte und Mühen

in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien -

bewahre den Frieden in deiner Seele.

Bei allen Enttäuschungen, Plackerein und zerronnenen Träumen

ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei vorsichtig.

Strebe danach glücklich zu sein.

(Max Ehrmann)

SHhee5p84


Der Zettel

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, daß sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben

hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern..... "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden.Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."

Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war.

Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten."Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.

Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch".Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.""Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte Dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.Deshalb sollte man Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen…. Du erntest, was Du säst. Was man in das Leben der anderen einbringt, kommt auch ins eigene Leben zurück.

Lj-MVarie


Der Verstand und die Liebe

Der Verstand begegnete der Liebe und sagte zu ihr: "Ich habe schon oft über dich nachgedacht, aber ohne ein befriedigendes Ergebnis. Deshalb möchte ich dich geradeheraus fragen: Was ist dein Sinn?" Bevor die Liebe antworten konnte, fügte der Verstand hinzu: "Sag mir aber nicht, dein Sinn bestehe darin, die Menschen glücklich zu machen. Ich habe zu oft gesehen, dass du sie unglücklich machst."

"Mein Sinn besteht darin, dass die Menschen an mir wachsen und zu sich selbst finden", antwortete die Liebe. "Durch mich werden sie erst zu denen, die sie sein können. Ich erwecke das Beste in ihnen und bringe es zur Entfaltung. Und ich schenke ihnen Glück. Dass dieses Glück vergänglich ist und sich auch in Unglück verwandeln kann, darfst du mir nicht anlasten. Nichts ist von Dauer in dieser Welt. Und weder du noch ich haben die Macht, das Gesetz der Vergänglickeit zu brechen."

"Ich weiss", sagte der Verstand, "allerdings verstehe ich nicht, warum die Menschen sich im allgemeinen vor dir fürchten, obwohl du ihnen angeblich so viel Gutes zu geben hast, während sie zu mir volles Vertrauen haben."

"Das liegt daran," antwortete die Liebe, "dass ich die Menschen ins Unbekannte führe, während du mit ihnen auf Wegen gehst, die sie gut kennen."

"Aber du sagtest doch gerade", wandte der Verstand ein, "dass du ihnen hilfst, zu sich zu finden."

"Das tue ich auch", erwiederte die Liebe, "aber ihr wahres Selbst ist den meisten Menschen unbekannt und macht ihnen deshalb Angst. Und daran bist du nicht ganz unschuldig."

"Wieso?"

"Du bringst sie dazu, Schutzmauern gegen mich aufzubauen, indem du ihnen einredest, wie gefährlich ich sei und wie gross die Schmerzen und Enttäuschungen sein können, die ich ihnen bereite. Du lehrst sie, mich zu fürchten."

"Und habe ich nicht Recht damit?" fragte der Verstand.

"Nein, du hast Unrecht. Die Menschen verletzen sich nicht an mir, sie verletzen sich gegenseitig. Sie sind nicht enttäuscht von mir, sie enttäuschen sich gegenseitig. Und die Schmerzen, die sie erleiden, stammen nicht von mir, sondern daher, dass sie mein Wesen nicht tief genug verstehen. Wie sollten sie es auch können, wenn du sie unentwegt daran hinderst, sich ganz und gar auf mich einzulassen? Denn nur so können sie mich wirklich kennenlernen - und damit sich selbst."

"Dieses Gespräch hat keinen Sinn", sagte der Verstand. "Wir reden aneinander vorbei."

"Weil du nicht schweigen kannst", erwiderte die Liebe.

(Verfasser unbekannt)

W)hiBspexrs


Worauf es im Leben wirklich ankommt!

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild an seine Tür geklebt,

darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen.

Dieser Satz lockte Kinder an.

Bald erschien ein kleiner Junge und fragte:

Für wieviel verkaufen Sie die Babys?"

Der Besitzer meinte:"Zwischen 30 und 50 Euro."

Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas

Wechselgeld heraus.

"Ich habe 2 Euro und 37 Cent, kann ich sie mir anschauen?"

Der Besitzer grinste und pfiff.

Aus der Hundehütte kam eine Hündin namens Lady,

sie rannte den Gang seines Geschäftes hinunter,

gefolgt von fünf kleinen Hundebabys.

Eins davon war einzeln, weit hinter den anderen.

Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen.

Er fragte: "Was fehlt diesem kleinen Hund?"

Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde,

der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk

und wird für den Rest seines Lebens humpeln.

Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte:

"Den kleinen Hund möchte ich kaufen."

Der Mann antwortete:

"Nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen.

Wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn dir."

Der kleine Junge war ganz durcheinander.

Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte:

"Ich möchte ihn nicht geschenkt haben.

Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde

und ich will für ihn den vollen Preis zahlen.

Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Euro und 50 Cent jeden Monat,

bis ich ihn bezahlt habe."

Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen.

Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können

wie die anderen kleinen Hunde."

Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf

und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein,

geschient mit einer dicken Metallstange.

Er sah zu dem Mann hinauf und sagte:

"Naja, ich kann auch nicht so gut rennen

und der kleine Hund braucht jemanden,

der Verständnis für ihn hat."

Der Mann biss sich auf seine Unterlippe.

Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte:

"Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys

einen Besitzer wie dich haben wird."

Im Leben kommt es nicht darauf an, wer du bist,

sondern dass jemand dich dafür schätzt, was du bist;

dich akzeptiert und liebt !

SComet;imexs


Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft."

Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

Also, an all meine Freunde mit einem Sprung in der Schüssel, habt einen wundervollen Tag und vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer Seite des Pfades zu genießen.

- Verfasser unbekannt -

10Fragxe


Würde den Thread gerne mal wieder nach oben schieben, weil ich sehr an ihm hing ;-D .

Vielleicht hat noch jemand eine tolle Geschichte......

Und das es schon eine Weile her ist, dass ich hier rein gepostet habe, werde ich meine Sammelsurium in Bälde auch mal wieder durchforsten, was an schönen Texten dazugekommen ist ;-D .

lKeuchtZende auxra


Kein Mensch ist eine Insel, die für sich allein existiert.

Jeder Mensch ist Stück vom Kontinent, ist Teil des Ganzen.

Wird ein Stück Land weggerissen vom Meer,

Europa ist (gerade soviel) geringer –

/ob’s nun einer Landzunge geschähe,

der Wohnstatt deiner Freunde oder deinem eignem Heim.

Jedes Menschen Tod zehrt an mir,

/denn ich bin Teil der Menschheit.

Frag also nie danach, wem die Stunde schlägt,

sie schlägt – für dich!

John Donne

14Fraage


Nach langer Zeit mal wieder ein Text, der mich (wiederholt) sehr zum Weinen gebracht hat:

Bänder im Baum

Der Mann saß im Zugabteil am Fenster und wagte es nicht, seinen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft zu richten. Er war allein im Abteil.

Vor Jahren hatte er sich von seiner Familie trennen müssen - denn er war mit dem Gesetz in Konflikt geraten, wie es so schön hieß. Seine Eltern und Geschwister mußte er schonen; noch bevor alles bekannt wurde, hatte er sie verlassen; seitdem weigerte er sich beharrlich, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.

Die Schuld nagte an ihm, man sah es ihm an: Er konnte sie nicht einfach loswerden. Nun, er hatte seine Strafe zwar abgebüßt. Aber, wenn er einmal versagte hatte: Wer konnte ihm garantieren, daß er nicht ein zweites Mal schwach werden würde? Konnte er von sich behaupten, daß er jetzt ein anderer Mensch sei? Hatte er wirklich einen guten Kern? War er ein guter Mensch? Oder hatte die nagende Stimme in ihm recht: "Du bist und bleibst ein Versager, eine Last und Schmach für deine Familie und die Gesellschaft?"

Der Mann, der in dem Zug der Entscheidung entgegenfuhr, seufzte laut. Er dachte an seine Familie, die jetzt wohl zu Hause seinen Brief bekommen hatte. Er stellte sich die Gesichter einzeln vor, jedes für sich. Sein Vater. Seine Mutter. Sein kleiner Bruder (Wie groß mochte er jetzt sein?). Seine Schwester (Ist sie wohl inzwischen verheiratet?). Sein Onkel, der mit zur Familie gehörte, genauso wie sein Vetter.

Er sehnte sich nach seiner Familie. Die Jahre, in denen er jeden Kontakt zu ihnen vermieden hatte, waren schmerzhafte Jahre gewesen. Er wollte ihnen jede Peinlichkeit ersparen, aber es war ihm nicht leichtgefallen. Jetzt, wo er auf den Weg zu ihnen war, wußte er, wie sehr er sie die ganze Zeit geliebt hatte.

Zum ersten mal kamen Worte über seine Lippen: "Bei Gott, ich hoffe, sie weisen mich nicht ab."

Da saßen sie nun alle beisammen und schwiegen sich an. Gefühle huschten über ihre Gesichter, keiner sprach sie aus, und doch dachten alle die gleichen Gedanken: Warum hat er uns das damals angetan? Das mit dem Verbrechen - und dann das jahrelange Schweigen? Warum wollte er nichts von uns wissen? Und jetzt, wo er zurückkommen will - hat er sich geändert? Was ist wohl aus ihm geworden? Liebt er uns noch, so wie früher? Oder möchte er nur Geld von uns? Kann ein Mensch sich wirklich ändern?

Das Schweigen lag über dieser Familie wie ein schweres, nasses Tuch: Der verlorene Sohn will zurückkehren - und sie sollen darüber entscheiden, ob sie ihm eine neue Chance geben werden.

Endlich ergriff der Vater das Wort und durchbrach die Stille.

Der Zug näherte sich der Stelle, an der sich alles entscheiden würde. Der Mann wurde immer unruhiger, jetzt blickte er zum Fenster hinaus, wie gebannt. Er wartete darauf, daß das Unvermeidliche geschehen würde: Die Ablehnung.

Er hatte seiner Familie geschrieben, daß er sie nicht belästigen wolle, wenn sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten. Er würde mit dem Zug an ihrem Hof vorbeifahren, und auch an dem Baum, in dem er schon als Kind seinen Namen geschnitzt hatte.

Wenn sie wirklich nichts mehr von ihm wissen wollten, dann bräuchten sie nichts zu unternehmen. Er würde an diesem Baum vorbeifahren, nur einen Blick darauf werfen und weiterfahren, immer weiter. Er würde nicht mehr zurückkehren.

Wenn Sie aber nur eine kleine Chance sehen würden, daß er sich bei ihnen einfinden könne - und sei es nur für ein paar Tage - dann sollten sie ein buntes Band in den Baum hängen. Er würde es sehen, der Zug fuhr ja geradewegs an diesem Baum vorbei. Und wenn dort wirklich ein Band im Baum hängt, dann würde er am nächsten Bahnhof aussteigen. Dann würde er zu ihnen zurückkehren.

Wenn dort ein Band im Baum hängt, nur dann.

Noch konnte er den Baum nicht sehen. Wenige Sekunden noch. Seine Hände verkrampften sich.

Der Zug hatte sich ein wenig in die Kurve gelegt und sein Tempo verringert. Der alte Eichenbaum kam in das Blickfeld des Mannes, der sich vor diesem Augenblick so gefürchtet hatte.

Seine Hände verkrampften sich noch mehr, als er den Baum sah. Tränen standen in seinen Augen. Er senkte den Blick, weil er nicht glauben konnte, was er sah.

Er hatte darum gebeten, ein einzelnes buntes Band in den Baum zu hängen, wenn seine Familie ihm noch eine Chance geben würde. Aber da hing kein einzelnes Band. Nein, der ganze Baum war über und über mit Bändern behangen, sie flatterten im Wind wie bunte Vögel; hundert, vielleicht sogar zweihundert Bänder, unübersehbar. Die Botschaft war eindeutig: Nicht nur eine Chance sollst Du haben. Nein, hundert Chancen: Weil wir an das Gute in dir glauben. Weil wir an dich glauben.

(C) Peter van Briel

Kcongo-|Ottxo


Sehr schöne Geschichten, hier auch von mir ein paar. Die eine oder andere ist wahrscheinlich schon bekannt, aber trotzdem... :-)

Ich gehe eine Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch in Gehsteig.

Ich falle hinein. Ich bin verloren...

Ich bin ohne Hoffnung.

Es ist nicht meine Schuld.

Es dauert endlos, wieder herauszukommen.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich tue so, als sähe ich es nicht.

Ich falle wieder hinein.

Ich kann es nicht glauben,

schon wieder am gleichen Ort zu sein.

Aber es ist nicht meine Schuld.

Immer noch dauert sehr lange, herauszukommen.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich sehe es.

Ich falle immer noch hinein... aus Gewohnheit.

Ich weiß wo ich bin. Es ist meine eigene Schuld.

Ich komme sofort wieder heraus.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich gehe darum herum.


Ich gehe eine andere Straße.

(Verfasser unbekannt)

Achtet auf eure Gedanken,

denn sie werden Worte.

Achtet auf eure Worte,

denn sie werden Handlungen.

Achtet auf Eure Handlungen,

denn sie werden Gewohnheiten.

Achtet auf Eure Gewohnheiten,

denn sie werden Euer Charakter.

Achtet auf Euren Charakter,

denn er wird Euer Schicksal.

(Aus dem Talmud)

Eines Tages kam ein Enkel zu seinem Großvater und erzählte ihm voller Wut davon, dass ihm durch einen Mitschüler zuvor Unrecht widerfahren war. Der Großvater antwortete:

"Ich möchte dir eine Geschichte erzählen:

Auch ich habe häufig großen Hass auf diejenigen gehabt, die mir etwas angetan hatten. Aber Hass kostet Dich Kraft; Deinen Gegner hingegen verletzt er nicht. Es ist so, als würdest du Gift nehmen und darauf hoffen, dass dein Gegner stirbt. Ich habe immer und immer wieder mit diesen Gefühlen kämpfen müssen."

Er nickte und fuhr fort: "Es ist, als würden zwei Wölfe in mir leben; einer ist gut und tut nichts Böses. Er lebt in Einklang mit allem um mich und er greift nicht an, wenn ich nicht wirklich angegriffen wurde. Er kämpft nur, wenn es recht ist, dies zu tun, und er kämpft anständig.

Aber der andere Wolf, ach! Er ist voller Wut. Die kleinste Sache bringt ihn auf. Er kämpft mit jedem, ständig, ohne jeden Grund. Er ist außerstande nachzudenken, weil seine Wut und sein Hass so groß sind.

Er ist schwer, mit diesen beiden Wölfen in mir zu leben – denn beide versuchen ständig, meinen Geist zu beherrschen."

Der Enkel schaute gespannt in seines Großvaters Augen und fragte: "Welcher von beiden siegt, Großvater?"

Der Großvater sagte feierlich: "Der, den ich füttere."

(Verfasser unbekannt)

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