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Meine Mutter hat mich verstoßen

I,s?a^bellUedaum hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich weiß nicht was ich tun soll. Meine Mutter, nein, meine Eltern und meine Geschwister haben mich verstoßen.

es ist eine laaaange Geschichte( versuche es kurz zu halten)

Also...

Ich habe einen leiblichen Vater und einen Stiefvater. Mein leibliicher Vater hat sich von meiner Mutter getrennt als ich ca. 1 Jahr alt war. Daraufhin kam auch gleich mein Stiefvater. Ich habe ihn als Vater gesehen und auch geglaubt, dass es mein richtiger Vater ist. Als ich ca. 9 Jahre alt war erzählte mir meine Mutter erst, dass er eigentlich nicht mein richtiger Vater ist. Da ist schon eine Welt für mich zusammengebrochen.

Ab da fing meine Mutter an meinen leiblichen Vater schlecht zu reden.Sie erzälte, dass er böse wäre und das er mich nicht wollte bla bla bla. Als Kind glaubte ich das.

Mit 19 Jahren hatte ich immer mehr das Bedürfnis meinen richtigen Vater doch kennen zu lernen. Ich habe ihn auch dann angerufen und ihn auch getroffen. Er ist ein wundervoller Mensch. Sehr lieb und nicht böse. Ich muss noch dazu schreiben, dass ich meiner Mutter nicht erzählt habe, dass ich meinen leiblichen Vater treffe.

Ich habe durch ihn herausgefunden, dass meine Mutter mich mein ganzes Leben angelogen hat.

Jetzt hat sie es aber erfahren, dass ich Kontakt zu meinem richtigen Vater habe. Sie hat mich nur angerufen und hat gemeint, dass sie mich nicht mehr sehen will.

Ich könnte natürlich noch mehr einzelheiten schreiben, aber ich will nicht dass ihr einen riesen Klotz zum lesen habt.

Ich schreibe nur noch dazu, dass ich es immer zu spüren bekam, dass ich nicht die " leibliche" Tochter meiner Eltern bin. Immer musste ich nur im Haushalt helfen. Meine Geschwister nie.

Immer haben sie sich über mich lustig gemacht. Und wenn ich dann angefangen habe zu weinen, dann wurde nur über mich gelacht.ich wurde meistens nur angebrüllt. Ich habe keine Liebe erfahren.Sie wollten mich schon mit 18 Jahren verstoßen, weil ich ausziehen wollte und ich gefragt habe, ob ich mein Kindergeld haben könnte.

Naja. Da gibts noch mehr storys.

Ich wollte euch fragen, ob jemand auch solche Erfahrungen gemacht hat und ob jemand mir eine Therapie empfehlen kann. Ich habe nämlich das Grfühl, dass ich Hilfe brauche. Ich will mit allem abschließen können.

Grüßle

Isabelle

Antworten
ZYwaOck4x4


Hallo Isabelle,

zunächst möchte ich Dir sagen, dass mich Dein Schicksal sehr berührt und dass es mir leidtut, wie Du behandelt worden bist.

Mein Vater hat mich verstoßen, als ich 25 war. Da ich erwachsen war und eine liebe Frau habe, war es zu ertragen, aber die Frage "warum?" hat mich ewig beschäftigt, auch heute noch (bin 65).

Wenn sich Paare trennen, passiert es sehr oft, dass der verbleibende Elternteil den Kindern Märchen über den anderen Elternteil erzählt, der sich ja mangels Kenntnis nicht wehren kann. Es mag Dich ja sehr schmerzen, aber was Deine Mama getan hat, war für sie einfach leichter - andernfalls hätte sie mindestens teilweise die Fehler bei sich suchen müssen. Und wer will die schon mit seinen Kindern diskutieren?

Etwas wundert mich bei Deiner Zuschrift sehr: Wenn Dein leiblicher Vater wirklich ein so wunderbarer Mensch ist, steht er Dir ja jetzt wahrscheinlich am nächsten. Für mich wäre es da ganz selbstverständlich, dass Du Deine Sorgen mit ihm besprichst und Dich von ihm über das weitere Vorgehen beraten läßt. Vielleicht mußt Du ihm noch ein bißchen Zeit geben, weil er sich an die erwachsene Tochter erst einmal gewöhnen muß, aber schließlich hat er in seiner Zuwendung zu Dir noch etwas nachzuholen.

So, wie Du Deine Kindheit beschreibst, erinnert die Geschichte an Aschenputtel, aber auch dort ist ja dann zum Schluß ein Prinz aufgetaucht, und alles wurde gut. Du schreibst nicht, wie alt Du bist und ob Du Freunde und Freundinnen hast. Eine Bezugsperson, zu der Du großes Vertrauen hast, wäre jetzt vermutlich sehr wichtig für Dich.

IHndivSidualixst


Wie kann eine Mutter das der eigenen Tochter antun!

Ich denke, Zwack hat Recht, erster Ansprechpartner sollte Dein Vater sein, sofern Ihr Euch gut versteht.

Eine weitere Möglichkeit, um die Sache zu verarbeiten: schreib Deiner Mutter einen Brief, schreib Dir mit schonungsloser Offenheit alles von der Seele, was Dich in all den Jahren belastet hat und wie Du das findest. Du kannst dann immer noch überlegen ob Du ihn wirklich abschickst, helfen wird es Dir so oder so.

Alles Gute! Ich schreib Dir auch noch eine PN.

Sehe+eSp8x4


Ich wollte euch fragen, ob jemand auch solche Erfahrungen gemacht hat und ob jemand mir eine Therapie empfehlen kann. Ich habe nämlich das Grfühl, dass ich Hilfe brauche. Ich will mit allem abschließen können.

Eine Therapie macht nur Sinn, wenn du was ändern möchtest und unter der Situation leidest. Aber da du ja selbst schreibst, du hast das Gefühl, dass du Hilfe brauchst, dürfte es kein Problem sein, die Überweisung vom Hausarzt zu bekommen. :)z

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