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Nicht mehr erbrechen können nach Emetophobie?

dsie-hsensaqtion hat die Diskussion gestartet


Lange Zeit hatte ich eine ausgeprägte Emetophobie, die mich unterschwellig immer noch begleitet aber schon länger nicht mehr sehr einschränkt. Ich habe mich seit fast 7 Jahren nicht mehr übergeben.

Jetzt ist mir schon ein paar Mal aufgefallen, dass ich mich in Situationen, in denen sich ein normaler Mensch längst übergeben würde, nicht übergebe.

In so einer Situation war ich z.B. in der letzten Nacht. Ich hatte ziemlich viel Alkohol getrunken und mir gings gar nicht gut... Als ich im Bett lag, hat sich alles gedreht und ich bin dann immer aufgestanden und im Kreis gelaufen. Dann war mir so schlecht, dass ich würgen musste und bin dann auch zur Toilette und dachte wirklich "Wenns jetzt kommt, dann lass ichs zu", aber nichts kam und dann gings mir plötzlich wieder besser. Solche Situationen hatte ich jetzt schon öfter und ich frage mich:

Kann es sein, dass mein Körper sich das Kotzen durch die jahrelange Abwehr dagegen "abgewöhnt" hat und es -selbst wenn ich mich nicht mit aller Kraft darauf konzentriere, es zu verhindern- nicht mehr zulässt?

Das würde mich jetzt mal sehr interessieren, vielleicht haben andere Emetophobiker ja ähnliche Erfahrungen gemacht?

Antworten
Bql0b6b


Juchu, endlich jemand bei dem es so ähnlich ist ;-)

Ich habe das letzte mal als ich 6 war erbrochen, also seit 13 Jahren nicht mehr (hab auch davor mich sehr wenig übergen, kann mich nur noch an ein mal schwach erinnern. Seit ich 9 war hab ich mir geschworen mich nie mehr zu übergen und bin seitdem denke ich Emetophobiker).

Ich habe auch bei diversen "Akoholexzessen" wo andere schon längst gekotzt hätten mich nicht übergeben.

Auch wenn mir richtig schlecht ist und mir speiübel ist: es kommt einfach nix raus. Selbst wenn ich denke: Oh, mit Übergeben könnte es jetzt besser werden - Ich übergebe mich nicht.

s8kyeflwower


Ich hab auch Emetophobie und habe mich seit über 25 Jahren nicht mehr übergeben. Ich habe auch immer alles dagegen gesetzt, was ich konnte. Es konnte mir noch so übel sein, übergeben wurde/wird nicht zugelassen. Ich hab schon das Gefühl, ich könnte, wenn ich wirklich muss, aber interessanterweise, das ist ein richtiges "Phänomen" bei mir, wenn mir speiübel ist und ich kämpfe und kämpfe dagegen an, dann komme ich meist irgendwann an einen Punkt, wo ich denke, "sei´s drum, lass los, lass es raus". Und DANN verändert sich was in mir, ich lasse los (das ist es ja, was ich vorher nie kann) und dann muss ich nicht etwa kotzen, sondern es geht mir BESSER. Merkwürdig, oder ???

M~arMiech%en8h4


Wow, mir gehts ganz genauso :-o.

Ich habe Emotophobie und habe mich bestimmt schon seit 10 Jahren nicht mehr übergeben. Vor 3 Jahren hatte ich eine Magen-Darm-Grippe. Mir war so schlecht, dass ich irgendwann sagte: "Okay, was solls, danach gehts dir besser." Aber es ging nicht und plötzlich....war die Übelkeit schon viel besser. Einfach so.

A0naiesb Nin


Ich bin ebenfalls Emetophobikerin und habe mich seit 23 Jahren nicht mehr übergeben.

Zwar denke ich jetzt manchmal "Wenn mir schlecht werden würde, würde ich es einfach kommen lassen. Was soll schon passieren!", aber wenn mir dann doch hundeelend wird, merke ich, daß die Phobie mal da war und vielleicht nie wieder richtig verschwindet, auch wenn sie mich im normalen Alltag so gut wie gar nicht mehr beschäftigt.

dfie-!sensnatioxn


Oh, ich habe gar nicht erwartet, dass ich so viele Antworten bekomme. Und dass ihr auch noch alle schreibt, dass es euch plötzlich besser geht, wenn ihr es eigentlich schon zulassen wollt. Genau so war das bei mir ja auch. Haben wir da etwa mit unserer "Willenskraft" einen für den Körper eigentlich sehr wichtigen Mechanismus ausgeschaltet? Stellt euch vor, wir trinken mal so viel, dass wir eine richtig starke Alkoholvergiftung haben - und übergeben uns aber nicht. Das kann doch sehr gefährlich werden, oder?

Ldila BUl6aulichxt


Mir geht es ähnlich.Wenn mir so richtig speiübel ist muß ich auch nie spucken, sondern meistens kommt dann eher unten etwas raus. Finde ich persönlich auch besser, weil es die gleiche Erleichterung verschafft wie das Übergeben. :)^

Siilbxer


Hm. Ich glaube nicht, dass das zu 100% geht. Ich bin seit meinem 5. Lebensjahr Emetophobikerin und habe mich seitdem mehrfach übergeben, wegen Magen-Darm-Infekten und auch einmal wegen Alkohol. Jedesmal habe ich davor gedacht "nein, ich will nicht, ich will nicht", habe mir teilweise sogar gesagt dass ich jetzt lieber auf der Stelle sterben möchte als mich übergeben zu müssen- genützt hat das nichts, brechen musste ich trotzdem. Zugelassen habe ich es nie.

Es kam bei meiner Dauerübelkeit natürlich schon vor, dass es so schlimm wurde, dass ich mir dachte "wenn es nachher besser ist, dann möchte ich mich jetzt lieber übergeben" - aber besser wurde dadurch nichts, weder musste ich mich übergeben noch wurde die Übelkeit weniger. Und auch die Angst verschwand dadurch nicht, eher im Gegenteil...

Allerdings ist es angeblich so, dass Erwachsene sich bei Magen-Darm-Grippe seltener übergeben als Kinder. Sagte man mir zumindest mal. Und als Emetophobiker ist man wohl sowieso vorsichtiger, ich meide z.B. nicht nur Menschen, von denen ich weiss, dass sie gerade erst eine MDG hatten oder dass ihnen gerade schlecht ist, und auch beim Essen passe ich sehr auf, dass ich nur ja nichts verdorbenes esse.

Es gibt auch nicht-Emetophobiker, die sich viele Jahre lang nie übergeben müssen.

A;na\is xNin


...muß ich auch nie spucken, sondern meistens kommt dann eher unten etwas raus.

Ja, ich bekomme dann auch eher sowas wie Durchfall als mich zu übergeben und bin da auch nicht böse drüber. Damit kann ich besser umgehen. :)^

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