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Frauen, die sich mißhandeln lassen

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[[http://www.amnesty-maf.de/themen/Vergewaltigung.htm]]

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Misshandlung von Männern:

Gewalt gegen Männer - Opfer brechen ihr Schweigen

Sendung vom 11. April 2002, Autor: Axel Svehla

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Sie werden getreten, geschlagen und mit dem Messer bedroht. Gewalt in der Ehe - Männer als Opfer. Ein gesellschaftliches Tabuthema.

Geben Sie es zu: Sie haben auch gelacht. Ich habe auch gelacht und mich dann empört und war sicher: Die Jungs in der Kneipe haben sich mal wieder 'nen dämlichen Scherz erlaubt und dann Schenkelklopfen lachend laut geprustet - weil, ja weil irgendwann irgendeine Frau ihrem Mann eine gescheuert hat. Aber jetzt gleich wird Ihnen genauso wie mir, das Lachen vergehen. Wir fanden es auch nicht zum Lachen: Es ist kein Witz: Es geschieht in den häuslichen vier Wänden und die Nachbarn hören nicht hin und die Freunde schauen weg und die Leidtragenden sind wieder die Kinder.

Es hat viel zu lange gedauert, bis Politiker begriffen haben, dass Gewalt gegen Frauen kein Kavaliersdelikt, kein Privatkram ist. Wir von Kontraste sind der Meinung, wir sollten jetzt nicht mehr warten, denn wir wir wissen, dass es das gibt: wenn Frauen Männer verprügeln, brauchen beide Hilfe. Axel Svehla über ein Thema, das gar nicht komisch ist.

"Ich stand auf der Treppe, sie hat mir in die Weichteile getreten, sie wußte daß ich kaputte Knie hatte, daß ich operiert bin, sie hat mich in die Knie getreten, ins Kreuz getreten, hat mich eben wie ne Furie auch mit Händen bearbeitet - wenn sie eben einfach nicht mehr weiter konnte, dann ging es eben so, dass sie mir mit ihrem Gesicht nah rangekommen ist, mich angespuckt hat oder mich ins Ohr gezwickt hat oder von hinten einfach auf den Kopf gehauen hat, so fingt das dann an. Ich bin wohl irgendwie aufgesprungen, da ist sie zum Abwaschtisch gerannt und hat dann eben mit dem Messer: und gesagt: wenn ich noch einen Schritt näher komme, dann sticht sie eben zu."

Bernd Lange, mit 38 Jahre frühpensioniert, wurde jahrelang von seiner Frau geschlagen. Auch Tobias M. aus Kiel ist ein Opfer. Der 48 Jährige möchte unerkannt bleiben, weil er sich schämt.

"Es ist eben so gewesen, daß sie mit einem heißen Bügeleisen auf mich losgegangen ist, daß ich beim Telefonieren mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde, weil sie Angst hatte, ich würde irgendwelchen Personen irgendwas über unsere Sache erzählen. Ich machte die Türe zu, damit man ihr Geschrei nicht hört, da haute sie mit ihrem Ellenbogen durch die Scheibe von der Küchentür, kam auf mich zu und prügelte auf mich ein."

Max Erdinger erduldet ebenfalls Gewalt. Seine Frau bestätigt dies am Telefon, vor die Kamera will sie nicht.

"Wie schlägt sie ? Sie schlägt auch mit der flachen Hand, manchmal eigentlich auch mit Fäusten, es ist komisch, ich schau da nie so genau hin, wie sie schlägt, sondern ich schütze mich, es ist ziemlich einfach, wenn ich mich einigle."

Heilsbronn. Hier trafen sich im März erstmals männliche Opfer weiblicher Gewalt, Sozialarbeiter und Wissenschaftler, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Der Gastgeber : die evangelische Akademie in Tutzingen. Wenn Frauen ihre Männer schlagen - ein Thema, das zunehmend Aufmerksamkeit findet. Denn Männer haben angefangen ihr Schweigen zu brechen. Was bis vor kurzem nur in kleinen Zirkeln diskutiert und veröffentlicht wurde, findet jetzt auch stärkere Beachtung bei seriösen Forschern. In den USA wird dieses Problem längst breit diskutiert.

Mit Opferschicksalen in Deutschland befaßt sich der Mainzer Kriminologe Prof.Michael Bock intensiv. Als Gutachter und Dozent setzt er sich für eine öffentliche Diskussion ein.

Prof.Dr.Michael Bock, Kriminologe:

"Wir müssen ein Tabuthema in Angriff nehmen, ohne - das möchte ich ausdrücklich betonen - zunächst einmal mit irgendwelchen Vorwürfen gegen die Frauenbewegung oder die institutionellen Familien - und Sozialpolitik in diesem Bereich zu argumentieren."

Der anerkannte Wissenschaftler hat internationale und nationale Studien zu diesem Thema herangezogen. Seine Schlussfolgerungen führen zu einer einfachen und plausiblen Erkenntnis:

Prof.Dr.Michael Bock, Kriminologe:

"Die menschliche Aggressivität ist nicht geschlechtsspezifisch und die Frage der Körperkraft spielt eine höchst untergeordnete Rolle, wenn man die Schwächen des Partners kennt, dann ist es überhaupt kein ins Gewicht fallender Faktor."

Das traditionelle Rollenverständnis der Frau hat sich massiv verändert. Sie ist selbstbewußt, gleichberechtigt und ergreift die Initiative in der Partnerschaft.

(IKEA Werbespot)

Prof.Dr.Michael Bock, Kriminologe:

"Es hängt natürlich mit diesem öffentlichen Rollenverständnis zusammen. Da kann das offenbar nicht sein, dass Frauen auch in dieser Weise gewalttätig sind. Wir haben natürlich auch ein großes Problem, dass Männer mit ihren Opfererfahrungen - aus guten Gründen übrigens - nicht an die Öffentlichkeit gehen und dadurch dieses Bild immer wieder verstärken."

Denn wenn Männer von Frauen geschlagen werden, dann glaubt man ihnen nicht. Schlimmer noch : sie werden verhöhnt und verspottet.

"Ein Mann meiner Größe mit 1,90, der daher kommt und sagt, meine Frau schlägt mich, der erntet doch höchstens ein müdes Lächeln, ja, und Antworten wie: Was bist Du denn für ein Weichei, wieso läßt Du Dich überhaupt von Deiner Frau schlagen ? Ich glaub, daß das ein Sachverhalt ist, der schlichtweg nicht für möglich gehalten wird, auch von anderen Männern nicht."

Inzwischen ist auch die Polizei für dieses Problem sensibilisiert worden. In Berlin wurde eigens ein Schulungsprogramm entwickelt, um den Blick der Beamten für weibliche und männliche Gewaltopfer zu schärfen. Die Leiterin - eine Frau.

Cordula Albrecht, Kommissarin:

"Es sind wenig Männer, die von sich aus den Notruf 110 anrufen oder sich anders outen, um bekannt zu machen, daß sie von ihren Frauen gechlagen werden. Tja, die Polizisten sind auch sozialisiert, sie gehen rein und die Frau ist die schwache Person und der Mann ist die starke Person und wenn die Tür aufgemacht wird und da steht vor ihnen ein großer, kräftiger Mann, dann kann man schon eher in die Richtung denken, daß der Mann der Täter ist."

Manchmal ist der körperlich überlegene Mann versucht, zurückzuschlagen. Dann wird aus dem Opfer ein Mittäter, die Situation eskaliert. Frau, Mann und Kinder geraten in einen Teufelskreis.

"Ich habe gedacht in dem Moment, wenn Du jetzt zurückschlägst und ihr eine dongst, dann hört das endlich mal auf, diese Prügelei, diese ständige Prügelei, diese ständige Streiterei, die hört endlich mal auf. Die hat einfach den Kindern erzählt " Papa ist ausgezogen, weil er Mama geschlagen hat."."

Auch Bernd Lange ist dieser Spirale der Gewalt nicht gewachsen. Seiner Frau sind jetzt alle Mittel Recht, nach Monaten verläßt er Haus und Sohn.

"Meine Frau hat mich dann eben mit Sachen erpresst wie daß sie mich anzeigen wollte, daß ich meine Stieftochter vergewaltigt hab, wenn ich irgendwelche Sachen über ihre Familie, Verwandtschaft oder Freunden eben erzähle."

Prof.Dr.Michael Bock, Kriminologe:

"Man müßte eben die gesellschaftlichen Einrichtungen ganz anders aufklären über dieses Problem, man müßte die Ärzte aufklären, man müßte die Ausbildung der Polizisten, Sozialarbeiter, aller Experten dahin gehend erst mal ändern, daß sie es gleich wahrscheinlich ansehen, daß ein Mann auch Opfer von häuslicher Gewalt ist."

"Viele geschlagene Männer finden keinen Ausweg. Sie verharmlosen, hoffen, resignieren!"

"Wenn wir unterm Strich zusammen rechnen muß ich sagen: alles in allem ist diese Familie eigentlich verhältnismäßig gut dran, wir haben den Hund hier, unser aller Liebling ! Und mein Sohn hat mich hier und er hat seine Mutter."

"Das, was einen am meisten hält, sind ja die Kinder, da hängt man ja dran und man hofft ja auch immer wieder, daß diese Situation sich wieder normalisiert und wieder in Ordnung kommt." "Ich konnte gar nicht weg, ich wußte gar nicht wohin, weil ne Möglichkeit, auch wenn ich mir meinen Sohn genommen hätte, wo hätt ich hin gesollt ? Ich hätte mir kein Hotel leisten können oder irgend etwas anderes, also, daher hab ich mir gesagt: ich hatte immer noch die Hoffnung, dass es sich doch vielleicht alles zum Guten wendet."

Über dieses Thema können Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, gleich nach Kontraste mit uns und mit Cordula Albrecht von der Berliner Polizei chatten. Nächstes Thema

azd abs<urdxum


Azucena1

Ja, dass kann gut möglich sein. Oder aber sie geht einfach aus ihrem Leben

Diese Gedanken hatte ich auch, aber irgendwann wurde es mir bewusst, diesen Gefallen mache ich ihm nicht.

Azucena1, seit einigen Jahren lebe ich mit dem wunderbarsten Mann, zum ersten Mal, liebe ich und werde geliebt und das von ganzem Herzen.

Aus dem Leben zu gehen wäre einfach gewesen, aber ich hätte soviel verpasst, es gibt da oben o:) JEMANDEN, der es sehr gut mit mir gemeint hat.

b ugso>k2renko


:)D

M~ond&häschexn91


ich bin selbst in so ner lage.. nur bei mir ist es mein papa.. er schlägt nicht (ist aber auch schon einmal passiert ist aber schon 2 jahre her) aber er schubst und droht uns...

[[http://www.med1.de/Forum/Trauer/474760/4/#p12425979]]

OIptimKisAmu(s


:)_ :)*

Juoe_Mxa


Guten Morgen!!!!

Aus aktuellem Anlass hole ich dieses Thema wieder hervor.

Ich finde es sehr interessant -aber auch bedrückend- zu lesen, wie ähnlich sich die meisten Geschichten sind.

In meinem Fall ist es so, dass nicht mein direktes Umfeld betroffen ist.

Allerdings eine Bekannte, die mir sehr am Herzen liegt.

Ich hatte eine Affäre mit ihr.

Auch sie wird von ihrem Ehemann misshandelt.

Und auch sie hat mir -nachdem wir vor einem Jahr einen großen Krach hatten- erzählt, dass er sie liebt und sie braucht usw..

Ich habe dann im lauten Ton deutlich gesagt, dass er krank ist (psychisch – dass ist eine Tatsache, da er auch Medikamente nehmen muss) und sich solche Menschen nicht ändern.

Daraufhin hat sie nur trotzig gesagt, dass sie es schon schaffen wird.

Ich habe dann noch gesagt, dass sie doch bitte an ihren kleinen Sohn denken soll. Er ist jetzt 6 J. alt.

Hat alles nichts genützt. Was soll man denn machen ???

Aus Resignation habe ich mich jetzt zurückgezogen. Zumal ich das Gefühl habe, dass sie mir auch nicht mehr vertraut. :°( :°( :°(

O{ptim'ismus


Joe_Ma

Eigentlich kannst Du gar nicht viel tun. Ausser ihr zu verstehen geben, dass Du sie nicht im Stich lässt. Manche Frauen brauche Jahre, um überhaupt verstehen und spüren zu können, dass da was grundlegend falsch läuft. Vielleicht magst Du meinen ersten Post in diesem Faden noch mal lesen, dann muss ich nicht alles hier wiederholen.

Möglicherweise hat Deine Bekannte das Gefühl, gerade WEIL ihr Mann (erwiesenermassen) krank ist, dass sie ihm beistehen "muss" – in guten wie in schlechten Tage....

Warum sollte sie Dir nicht mehr vertrauen? Hast Du was gemacht, dass sie "Grund" dazu hätte?

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