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Frauen, die sich mißhandeln lassen

W!ol^fga;nxg


Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen der Yellow Press können wir folgende für diesen Faden interessante Meldungen entnehmen:

[[http://www.focus.de/panorama/boulevard/rihanna-trotz-schlaegen-zurueck-zum-ex_aid_375787.html]]

ecichioernOchken


Mit Vernunft ist eben nichts zu machen.

Und so falsch liege ich wirklich nicht, der Schlaeger braucht sein Opfer. Der naechste Schlag wird fester sitzen.

FsaxllenAn{gerlx4u


Meiner Meinung nach hilft da wirklich nur eine Therapie - denn bei solchen Frauen dürfte in der Kindheit einiges falsch gelaufen sein

das hat nichts mit der kindheit zu tun. eher etwas mit dem nicht war haben wollen, dass sich der partner, den man liebt einem sowas antut.

ich habe das bei meinem ex-mann 1,5jahre ertragen bevor ich mich getrennt habe und habe ihm nach einem jahr noch eine chance gegeben, nach einer woche lief es allerdings wieder aufs gleiche raus.

W9ol\fganxg


nichts mit der kindheit zu tun.

in vielen Fällen doch. Das Problem ist dabei, nach welchen, meist unbewussten Mustern suchst du dir deine Partner aus. Das Bild von deinem Partner wird in der Kindheit festgelegt.

e~ichoLerncxhen


Wolfgang

:)^ :)z

F]allVenAnygelx4u


Das Problem ist dabei, nach welchen, meist unbewussten Mustern suchst du dir deine Partner aus. Das Bild von deinem Partner wird in der Kindheit festgelegt.

alle männer in meiner kindheit haben ihre partnerinnen immer mit viel liebe und respekt behandelt. daran kann sowas nicht liegen. mein ex hat aber auch erst nach fast 10 jahren glücklicher beziehung mit dem scheiß angefangen. er war mit seiner arbeit unzufrieden und hat angefangen zu trinken.

in vielen fällen sind die frauen einfach durch kinder oder anderen lebensumständen sozial sehr abhängig von ihren männern. da muß man sich erstmal den plan b zurechtlegen.

wenn dann noch kinder dazukommen ist das mit der tzrennung noch schwerer, da man ja immer hoft der partner wird wieder der, der er mal war.

Ogpt4imisxmus


Frauen, die sich misshandeln lassen

Nein, sie hatten keine schlimme Kindheit - jedenfalls nicht durchs Band weg. Das sind in der Regel ganz andere Mechanismen, die dann laufen, die laaange bevor der erste Schlag eingesteckt wird, laufen. Oft läuft vorher verbal schon so viel und am Anfang so subtil, dass es "in der Verliebtheit" nicht als das erkannt wird was es ist - eine Abwertung. Es war ja nur so im Streit daher gesagt und schliesslich hat er sich entschuldigt und es ist ja nie nur eine Person an einem Streit schuld. Dieses "Spiel" geht weiter und greift in immer tiefere Persönlichkeitsschichten, untegräbt sie und höhlt sie aus. Wenn dann wirklich der erste Schlag kommt, ist die Frau fassungslos, versteht nicht, wie das geschehen konnte, ist aber gleichzeitig so gut "präpariert", dass sie den Fehler bei sich sucht und in der Regel auch "weiss", was ihren Mann denn so "provoziert" hat, dass er einfach ausgetickt ist. Sie gibt sich die allergrösste Mühe, ihn zufrieden zu stellen. Das klappt aber nicht. Und was alles nicht in Ordnung ist, hört sie auch immer wieder. Sie ist froh, dass sie doch trotz all ihrer Fehler immer noch von ihm "geliebt" wird. Und dann häufen sich diese Abläufe. Und irgendwann wächst die Angst und gleichzeitig auch die Abstumpfung, die Ungerechtigkeit überhaupt sehen zu KÖNNEN. Parallel dazu sinkt die Energie, etwas daran zu ändern. Der Teufelskreis dreht sich.

In der Regel braucht es sehr viel, bis eine Frau dann ausbricht. Vor allem wenn da noch Kinder sind. Die lieben doch den Papa, etc. Sie sollen ja nicht ohne beide Eltern aufwachsen. Und er liebt die Kinder doch auch. Etc. pp. Wenn die Hilfe nicht von aussen kommt, schaffen es die wenigsten Frauen ganz allein aus eigener Kraft, sich und etwaige Kinder daraus zu befreien. Und meist ist es ja auch danach nicht vorbei. Diese Frauen haben auch nach der Trennung einen steinigen und langen Weg vor sich. Das berühmte Ende mit Schrecken ist nämlich auch schrecklich. Manchmal schrecklicher als der Schrecken ohne Ende.

Halten wir alle die Ohren und die Augen offen, damit wir so einer Frau auch die Hilfe, die sie braucht anbieten können. Sie wird sie mehrmals ablehnen. Aber irgendwann ist der Leidensdruck gross genug. Und dann braucht sie in der Regel schnell und unkonventionell Hilfe. Frauenhäuser können die oft nicht im nötigen Rahmen bieten. Leider - denn es kommt viel zu oft vor.

S evueri6na91


Über dieses Thema können wir unendlich weiter reden.

e5ich{oer<nchxen


Optimismus

Auch ich denke nicht, eine Kindheit muss "schlimm" gewesen sein, und trotzdem ist es in meinen Augen in der Kindheit erstanden.

Das koennen solche Kleinigkeiten sein, die aber Folgen haben fuer ein Selbstwertgefuehl.

Zum Beispiel ein Kind wird nur gelobt auf eine erbrachte Leistung. Irgendwann setzt sich fest, wenn man dies oder jenes tut was verlangt wird, bekommt man Aufmerksamkeit.

Ich kann mir da eben nur vorstellen, das es daran auch liegen koennte, das diese Frauen sich die Schuld auch noch geben...sie haben die erforderte Leistung noch nicht gebracht.

Und ich bin ueberzeugt, alles, aber auch alles liegt in der Kindheit begraben, das Gute wie das Schlechte.

Und es liegt so tief vergraben was eben dann auch alles sehr viel schwerer macht etwas zu begreifen oder zu handeln.

O\ptimixsmus


Ich kann mir da eben nur vorstellen, das es daran auch liegen koennte, das diese Frauen sich die Schuld auch noch geben...sie haben die erforderte Leistung noch nicht gebracht.

Das ist sogar ziemlich sicher so. Aber wir entwickeln uns ja nicht nur in der Kindheit. Entwicklung hört niemals auf. Und wenn eine Frau über Jahre hinweg mehr oder weniger "systematisch programmiert" wird, hat es irgendwann Auswirkungen. Viele Grundsteine werden in der Kindheit gelegt. Das ist sicher. Aber nicht alle.

a{d absrurdxum


Ich gucke mir bei Mann und Frau die Kindererziehung und die Eltern an. Kinder sind (meist) ein Spiegelbild der Eltern. Ein äusserst wichtiger FAktor der Erziehung ist das "Lernen durch Nachahmung". So wie die Eltern Konflikte lösen, so werden es auch die Kinder .....

Wolfgang, so kann ich das nicht stehen lassen, Geschwister sind unterschiedlich, meine ältere Schwester hätte keine Minute dies erduldet, was ER mit mir machte.

Ihr Spruch war immer: " Wenn er dir auf den Kopf macht, sagst du auch noch danke!"

Meine Schwester ist in vielen Belangen bis heute sehr hart und direkt, ich war immer die Sensible und nach Liebe bettelnde.

Ich habe mich immer nach der Liebe von meinen Eltern gesehnt.

Die erste Ehe war eine Katastrophe und die 2. war die Hölle. Mit 39 hätte ich doch schon die Erfahrung haben müssen?

Ich litt unter verbalen Misshandlungen übelster Art.

Trotzdem dauerte es 17 Jahre bis ich Hals über Kopf geflüchtet bin.

Rückblickend zu sagen, warum habe ich es nicht gewagt früher zu gehen?

Es war die pure Angst vor ihm.

Aber Gott ist gerecht, er hat seine Strafe bekommen!

a3di absuCrdum


Meine 3 Kinder haben sicher sehr gelitten, ich war/bin ihnen immer eine liebevolle Mutter, meine Mutter hat mich bei Konflikten im Regen stehen lassen. :°(

Vermutlich konnte sie nicht anders.

W+olMfgang


Nein, nein, so einfach meinte ich das keineswegs. Natürlich weiss ich, wie unterschiedlich Geschwister sein können. Da spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Ich weiss das auch aus eigener Anschauung meiner Kinder. Von Ferne betrachtet wirken sie sehr unterschiedlich in ihrem Wesen. Wenn ich das aber genauer ansehe, so finde ich doch viele Parallelen, die den Kindern (nun ja, sie sind längst keine Kinder mehr.) selbst sicherlich verborgen bleiben. Und ich habe auch gute Freunde, die begründet versichern, dass der eine im Wesen eher mir, der andere meiner Frau ähnelt. Ich nehme es mal so hin ohne das zu bewerten. ;-)

J$ezdexbel


Das man die Ursachen in der Erziehung (also bei den Eltern) finden kann, stimmt nur teilweise. Es liegt auch an der eigenen Persönlichkeit. Und zwar bei beiden: Täter wie Opfer.

Ein gewaltbereiter Mensch wird sich immer einen Partner suchen, den er dominieren kann. Und genau so wie Optimismus es beschrieben hat, fängt es klein an. Man testet langsam aus, ob und was der andere sich bieten lässt. Und mit jedem Verzeihen und "noch einmal eine Chance geben, weil man sich ja liebt" wird eine weitere Hemmschwelle abgebaut - auf beiden Seiten. Oft merken die Betroffenen nicht, wie sie langsam aber sicher von Freunden und Familien isoliert werden. Denn wer alle Brücken zur Außenwelt abgebrochen hat, ist isoliert und weiß im Notfall nicht, wohin er/sie gehen kann und bleibt deshalb in der Beziehung. Es wird am Kleidungsstil des anderen solange herumkritisiert, bis man sich den Wünschen des anderen anpasst. Die verbalen Attacken werden immer aggressiver, bis dann der erste körperliche Übergriff geschieht. Und wer dann nicht geht, kann sich sicher sein, dass dies nicht der letzte Schlag ist. Von diesem Moment an hat man sich (auch in den Augen des Täters) zum [[http://en.wikipedia.org/wiki/File:215268035_30bc947c9b_o.jpg Punching Bag]] des anderen reduzieren lassen.

Wie oft reden sich die misshandelten Partner ein, dass der andere ja, doch eigentlich ein lieber Mensch sein kann und einen liebt. Und man hat Angst sich einzugestehen, dass man seit langer Zeit gar nicht mehr wirklich geliebt wurde, dass man eine Lüge gelebt hat, dass man Freunde und Verwandte den Rücken gekehrt hat wegen eines Menschen, der einen nicht wirklich respektiert.

K-lhexio


Niobe30

Vielleicht gibt es hier Leute, die damit Erfahrugen und somit Einblicke haben und die mich aufklären.

Die Erfahrung haben doch gerade in jenen Fäden die Frauen oder auch Männer selbst, die geschlagen werden. Sie erklären auch immer wieder warum sie sich schlagen lassen. Was ist es denn, was Du Dir so gar nicht vorstellen kannst?

Die Theorie über die psychologischen Hintergründen kann ja nachgelesen werden. Was ist es konkret, wofür Du so gar kein Verständnis aufbringen kannst?

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