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Große Familienprobleme - verzweifle.

MEexö hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Also zu aller erst: Ich hoffe sehr, dass mein beitrag in dieses Forum passt ...

Ich bin 16 Jahre alt und wohne, wie die meißten in meinem Alter, bei meinen Eltern. Leider muss ich sagen, dass wir noch nie ein wirkliches Familienleben geführt haben - es kommt mir so vor, als wären wir vier (meine Schwester, meine Mutter, mein vater und Ich) Kontinente auf einem rießigen Ozean - mal sind wir uns näher, mal ferner - aber wirklich zusammengehören tuen wir nicht. Naja, aufjedenfall hatten meine Eltern noch nie eine wirklich gute Ehe und wenn ist das schon sehr lange her. Meine Mutter hat ein Alkoholproblem, auch wenn sie das nicht einsieht. Sie selber hatte eine sehr komplizierter Kindheit, hat nie wahre Liebe von ihren Eltern erfahren, sodass sie mir auch nie wirklich Liebe schenken konnte. Zu meinem Vater hatte ich eigentlich auch nie eine großartige Bindung - wie das bei Vätern nunmal oft so ist arbeitet er den ganzen Tag und ich war froh, wenn ich ihn Abends mal zu gesicht bekam. Man muss dazu sagen, dass ich für mein alter schon immer relativ reif war - sehr viel nachgedacht habe immer, leider auch sehr labil veranlagt bin war meine familie anbelangt. Ich will und wollte eigentlich immer, dass alle einfach glücklich sind, es tat mir unheimlich weh zu sehen, wenn jemand unglücklich war - es zeriss mir das Herz. Schon allein der Gedanke daran, dass meine Eltern mit ihrem Leben nicht zufrieden sind oder unglücklich sind macht mich verrückt, oft mache ich mir vorwürfe, weil ich so viel koste, weil ich sie belaste ... ich versuche wirklich mitzuhelfen, räume jeden Tag die Küche auf, Wasche meine Wäsche schon seid ich 12 bin immer selber, hänge sie auf, bügel - ich versuche vernünftig zu sein doch meine Mutter sieht das alles nicht.Ich verzichte sogar auf mein Taschengeld. Alles was sie zu mir sagt kommt mir wie ein Vorwurf vor, es macht mich fertig, ihre Anweisenheit macht mich nervös, ich bekomme depressionen und gerate volkommen außer Kontrolle ... das Verhältniss zu meinem Vater ist mitlerweile sehr viel enger geworden als früher. Ich erkrankte vor gut einem Jahr an einer Essstörung (die nach meiner Therapeutin auf mein bisheriges Familienleben zurückzuführen ist) und seiddem versucht er mich so gut wie möglich zu unterstützen, ich habe nicht nur einen wahren Vater in ihm gefunden sondern auch sowas wie einensehr guten freund. Er hilft mir immer sehr, hört mir zu und weiß, dass ich es nicht einfach habe ... doch ich habe das Gefühl, das auch ehr zu schwach ist für meine Mutter. Sie macht ihn fertig, veschimpft ihn als 'Schlappschwanz' und meint, dass er es nie geschafft hätte etwas auf die Beine zu bringen. Es tut mir weh, das zu hören, wie sie ihn angreift, ihn klein macht und meine Wut, mein hass auf sie wächst. Ich weiß, dass ich sie nicht hassen sollte, sie ist meine Mutter, Kinde rlieben ihre Mütter. Wieder diese Vorwürfe, wieder dieses schlechte Gefühl, dieses hin und her - was richtig, was falsch? Mein Vater sagt schon lange nichts mehr, wehrt sich kaum noch gegen sie - meine Therapeutin meint, dass er vielleicht depressiv ist. Er zieht sich sehr zurück, sitzt oft am Pc - war noch nie ein Mann der großen Worte doch mit mir redet er, er will mir helfen, fängt mich immer wieder auf, wenn ich Rückschläge mit dem Essen habe. Ich weiß, dass ich gesund werden muss, es ist diese dumme Vernunft, ich muss erwachsen sein, darf meinen Eltern keine Steine in den Weg legen. Ich reiß mich zusammen, fange an im November 2007 zuzunehmen, kämpfe mich wacker durch jeden Tag (zu dieser Zeit habe ich noch keine professionelle Hilfe, nur mein Vater) - verliere viele Freund, die mich nicht verstehen könne, für die meine Probleme nich greifbar sind. Ich kämpfe weiter, viele schwierige, harte Monate liegen vor mir. Dan halte ich am Februar 2008 mein gewicht - normalesgewicht - entwickle leider nach ein paar Monaten einen Sportzwang der immer mehr zunimt. Im November 2008 halte ich es nicht mehr auf und beschließe es in kauf zunehmen nochmal zuzunehmen und dafür den Sport zurückzuschrauben. wiede rmuss ich vernünftig sein, reiß mich zusammen, nehme wieder zu, kämpfe weiter. Bin mal glücklich, dann wieder total am boden. Merke immer mehr, dass ich, wenn ich von zuhause weg bin, freier bin - jeden morgen mache ich das frühstück, doch ich kann nicht essen wenn meine Mutter da ist. Schon lange haben wir keine gemeinsamen Mahlzeiten mehr - außer es muss sein. Wenn sie aufstehet, wenn ich höre, wie sie mit ihren schuhen so laut die treppen hinuntersteigt, dann macht mich das nverös, ich komme mit ihrer anwesenheit nicht klar, jedesmal wenn wir reden endet es im streit. Ich denke wieder, dass ich sie lieben sollte, sie ist meine Mutter, KINDER LIEBEN IHRE MÜTTER!

Doch ich hasse sie irgendwie, mache sie für alles verantwortlich, für die essstörung und dafür, dass ich mich schlecht fühle, dass mein Vater sich schlecht fühlt, dass meine kleine Schwester nicht mehr nach hause kommt, nur noch unterwegs ist, bei freunden usw. . Dann fühle ich mich wieder schlecht, es ist nicht ihre schuld, es ist FALSCH so zu denken, sie hatte kein leichtes leben ... im Streit bechimpfe ich sie, danach fühle ich mich so mies, bereue jedes wort was ich gesagt habe. Sie weint, sie erzählt am abend meinem vater was passiert ist, erzählt im auch, dass sie geweint hat. Das ich JEDEN TAG weger meiner Familie weine interesiert niemanden ... ich rede mit meinem Vater, erkläre ihm, dass ich keine Lust mehr habe zu schauspielern, dieses ewige auf 'we're a family ' getue - es tut so weh. Ich will mit ihm weg, auch wenn ich ein schlechtes gewissen hätte meine schwester bei meiner mum zurückzulassen ... und meine mum alleine zu lassen. Mein Vater meint es geht nicht, sagt nicht warum, vermute es ist weger finanziellem.

Alles in allem: Ich will hier weg. Kann ich mit 16 aussziehen? Kann ich unterstützung von Jugenamt oder Staat erwarten? ich will einfach nur weg, ich fühl mich nicht stark genug. Ich zerstöre mein Leben UND das der andren ... was tue ich nur-

Antworten
J0P83


Also ob Du mit 16 ausziehen und irgendwelche Hilfe erwarten kannst würde ich einfach beim Jugendamt nachfragen. Nachfragen kostet ja nichts. Rufe einfach mal am Montag an, frag nach oder lass dir gleich einen Termin geben, damit Du alles in Ruhe mit einem/einer Sachbearbeiter/in besprechen kannst.

Problem ist, dass Deine Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre minderjährigen Kinder besitzen. Generell brauchst Du das Einverständnis Deiner Eltern.

Ich glaube das Jugendamt kann da auch ein Bisschen etwas drehen, wie gesagt, glaube, sicher bin ich mir nicht.

Bespreche die gesamte Situation am besten mit dem Jugendamt, die wissen bestimmt was zu tun ist.

Lass Dich nicht unterkriegen, Kopf hoch, Du schaffst das!

MMer(maid Kcaja


Ich zerstöre mein Leben UND das der andren ... was tue ich nur-

Als erstes Dich von genau diesem Gedanken frei machen: "ich zerstöre ..."

Du zerstörst nicht das Leben anderer.

Weshalb auch immer Deine Eltern zusammen bleiben, es ist ihre(!) Entscheidung. Du kannst nur versuchen, für Dich eine Entscheidung treffen.

Du schreibst, Du bist in einer Therapie. ("...meine Therapeutin meint, ...") Du scheinst einsehr offenes Gespräch mit Deiner Therapeutin zu haben. Du kannst sie bitten, Dir bei Deinem Plan, Zuhause aus zu ziehen, zu helfen. Sie kennt sich vielleicht mit dem Thema auch aus. Sprich sie doch einmal darauf an. :)*

Du kannst über das Jugendamt evtl. eine betreute Wohngruppe finden. Das ist aber von Stadt zu Stadt ein wenig unterschiedlich. Da musst Du Dich schon direkt zum Jugendamt in Deiner Stadt begeben.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendamt#Inobhutnahme_von_Kindern_und_Jugendlichen_-_Eingriffe_ins_Sorgerecht Informationen]]


Du schreibst, dass Du denkst, Deine mutter hätte ein Alkoholproblem. Hast Du darüber mit Deinem Vater schon gesprochen? Vielleicht kann er zusammen mit Dir einmal in eine Angehörigengruppe bei einer Selbsthilfeorganisation gehen? Dort wird man Euch mit guten Informationen und Gesprächen versuchen zu helfen. Alkoholismus ist eine Krankheit, gegen die der Kranke etwas tun kann. :)z :)^

[[http://www.alkohol-hilfe.de/SHG/gruppen.htm Selbsthilfegruppen nach PLZ]]


KINDER LIEBEN IHRE MÜTTER!

Kinder sind auf ihre Mütter (Eltern) angewiesen. Sind in den ersten Jahren ihres Lebens von ihren Bezugs-/Betreuungspersonen abhängig. Aber bedingungslos "lieben" müssen Kinder ihre Eltern nicht. Man kann Eltern auch kritisch sehen und ihr Tun hinterfragen. Deshalb musst Du jetzt kein schlechtes Gewissen haben. Auch Erwachsene haben manchmal noch "Wut" auf ihre Eltern. ;-)

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