» »

Klinikempfehlung Depression /Essstörung bei Jugendlichen?

THhea-GFriFexda hat die Diskussion gestartet


:°( ??? Hallo, ich bin neu hier und habe diese Seite bei langer Suche nach Informationen gefunden. Ich habe ein großes Problem und hoffe hier Hilfe zu finden. Ich habe 2 Töchter, 17 Jahre alt, die beide in therapeutischer Behandlung sind. Angefangen hat es mit einer Essstörung und Ängsten vor anderen Menschen. Was gerade in der Schule sehr schlimm ist. Nun ist es so, dass die Essstörung bei der einen Tochter immer noch sehr schlimm ist , aber bei der anderen wohl eine schlimme Depression in den Vordergrund gerückt ist. Beide Mädchen sollen nun in die Klinik. Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich - vielleicht aus eigener Erfahrung, wo Jugendliche in dem Alter gut aufgehoben sind und wo auch der Schulunterricht nicht zu kurz kommt. Meine Töchter wollen in die Klinik, haben aber Angst, wenn sie wiederkommen, dass sie dann in der Schule nicht mehr mitkommen. Ich bin alleinerziehend, bin selbst ziemlich fertig mit den Nerven und fühle mich momentan einfach nur überfordert.

Antworten
PDaradUoxon


Es sicher mehrere Kliniken, die sich auch bei Eßstörungen gut behandeln. Allerdings ist das nicht mal in 3 Wochen erledigt. Das dauert sicherlich länger, ich würde schätzen bis zu 3 Monate und danach sicher auch noch eine Nachbetreung. In der klinik gibt es sicher keinen Schulunterricht. Dort soll man ja den Alltag aussen vor lassen und sich mit seinen Problemen auseinandersetzen, da ist Schule eher zweitrangig. Wie alt sind deine Töchter? Vielleicht ist es sinnvoller Schule Schule sein lassen und lieber 1 Jahr wiederholen und stressfrei an die Sache herangehen. Ein Jahr länger ist kein Beinbruch und sie können sich mal auf sich selbst konzentrieren. Viel Glück.

B@erryBuluxe


Muss betreff des Schulunterrichtes in der Klinik wiedersprechen, es gibt durchaus auch Kliniken, in denen Lehrer Unterricht anbieten, dann allerdings nicht den ganzen Vormittag über, sondern maximal 3-4 Stunden.

Zumindest ich habe es so schon in mehreren Kliniken mitbekommen, dass dort die Kinder und Jugendlichen unterrichtet worden sind, um nicht ganz den Anschluss zu verlieren.

Ein Schuljahr zu wiederholen bedeutet auch nicht, dass es dadurch stressfreier wird, das kann je nach dem auch genau gegenteilig wirken, die betreffende Person wird aus ihrem Umfeld/Freundeskreis (Klassenverband/Jahrgansstufe) herausgenommen, muss sich neu orientieren etc.

Auch ist es meines Erachtens nach nicht immer das Ziel eines Klinikaufenthaltes, den Alltag komplett auszublenden, im Gegenteil, langfristig soll der Klinikaufenthalt ja eine Hilfe sein, den Alltag wieder besser zu meistern und auch die alltägliche Lebensqualität zu steigern.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen der Alltag (zunächst mal) außen vor steht und in der es darum geht, den/die jeweilige Patient/in erstmal wieder "auf die Beine zu bringen", zu stärken und zu stabilisieren.

Aus welcher Gegend kommst Du denn, Thea-Frieda?

Wenn Deine Töchter schon 17 Jahre alt sind, muss es ja vielleicht nicht mehr unbedingt eine Kinder-/Jugendpsychiatrische Einrichtung sein, sondern man könnte auch über einen Aufenthalt in einer Erwachsenenklinik nachdenken.

Sind Deine Töchter aktuell in (ambulanter) Therapie?

Falls ja, könnte man sich dort an die/den Therapeuten wenden, meist haben die ganz gute Tipps auf Lager.

C%herryaColxa


Ich war auch mit 17 in einer Kinder und Jugendpsychiatrie und muss sagen es ist weit aus besser als in einer für Erwachsene. Ich war in der KJP Aschendorf. Dort hatte man auch 1 bis 2 Stunden Schule die in der Klinik enthalten war. Nach einiger Zeit hatte man dann die Möglichkeit die Außenschule zu besuchen. Das heißt, man ging auf eine ganz normale Schule, erst vielleicht nur 4 Stunden und später die ganze Stundenzahl. So verpasst man auch nicht zu viel. Ich weiß ja nicht in welcher Klasse deine Töchter sind. Die Klinikschule ging bei mir nur bis zur 10.Klasse also musste ich warten bis ich zur Außenschule durfte. Ich weiß ja nicht wo du wohnst Thea-Frieda, aber ich denke die KJP Aschendorf ist sehr gut.

B,erry6Bluxe


In welcher Hinsicht fandest Du es denn in der Kinder- und Jugendpsychiatrie deutlich besser als in einer Erwachsenenklinik, CherryCola?

CiherfryxCola


Also erstmal ist man in der Erachsenenklinik so ziemlich sich selbst überlassen. Manchen mag das ja gefallen aber ich konnte mich nicht wirklich mit mir selber beschäftigen und die anderen waren alle so 20-30 Jahre älter als ich. Man durfte aufstehen wann man wollte(wenn überhaupt) essen wann man wollte(wenn überhaupt) und konnte eigentlich den ganzen Tag fernsehen. Es gibt zwar schon Therapien aber irgendwie waren die für mich nicht das ware. Das Personal war immer sehr beschäftigt. Außerdem hielt ich es für eine geschlossene Station sehr gefährlich. Erstens hätte ich, hätte ich mich wirklich töten oder verletzen wollen, das mit leichtigkeit geschafft, dann sind die anderen Patienten ziemlich aggresiv gewesen und das Personal zu überlastet um da aufzupassen oder zumindest zu merken das ich schreckliche Krämpfe hatte, das aber nicht sagen konnte weil ich meinen Mund nicht bewegen konnte. >:(

In der KJP wurde viel mehr mit einem gemacht, über Probleme gesprochen und es gab auch wirklich sinnvolle Therapien. Außerdem ist es natürlich viel angenehmer wenn man mit anderen Jugendlichen zusammen ist. Auch gemeinsames Essen und zusammensitzen macht die Atmosphäre viel schöner als wenn jeder gerade da rumgammelt wo er will.

Bperry|Blue


Da macht sicherlich jeder andere Erfahrungen, ich war mehrfach in Erwachsenenpsychiatrien und habe selten erlebt, dass jeder "herumgammeln konnte, wie er oder sie wollte", das ist ja auch nicht der Sinn eines Klinikaufenthaltes und in guten Kliniken wird auch darauf geachtet, dass die Patienten nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen, egal ob auf den geschlossenen oder offenen Stationen.

Aufstehen wann man will und essen wann man möchte, habe ich noch in keiner Klinik erlebt.

Gemeinsames Essen kenne ich aus mehreren Erwachsenenpsychiatrien, das ist nichts spezifisches in den KJP.

Man kann also nicht allgemein sagen, dass Erwachsenenkliniken Mist sind und dass der Tagesablauf dort völlig unstrukturiert angegangen wird, bzw. sich niemand um die Patienten kümmert.

Natürlich gibt es auch negative Beispiele, habe ich leider auch schon am eigenen Leib erlebt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH