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Geschlechtsidentitätsstörungen

b`lubbx7


ich kann mir gar nicht vorstellen wie schwierig es sein muss, sich in seinem körper nicht zuhause zu fühlen.

und ich verstehe auch den gedanken, dass eine operation es nicht einfach "richtig" macht, weil du weisst, dass es operiert ist und weils die vielen kleinen dinge gibt die nicht so funktionieren wie bei einer frau. das ist sehr perfektionistisch. ich bin eine frau und ich würde sagen es gibt zeiten, in denen die brustwarzen meines freundes viel empfindlicher sind (meine sind sehr unempfindlich). und feucht werde ich auch nicht wirklich. hätte gerne eine schmale taille und grössere brüste. mich nerven meine dicken waden und nicht vorhandenen fesseln.

ich glaub, sich absolut perfekt zu fühlen im eigenen körper ist als frau (weiss nicht wie es für männer ist) unmöglich, weil es immer etwas gibt, dass einem weiblicher erscheint und etwas, dass man denkt muss man können oder haben.

wenn es nur um das wissen DASS du operiert bist geht - ich habe verständnis dafür. alles andere zählt für mich nicht. denn wenn du aufschreiben würdest was anders ist - 99% davon könnten dir viele frauen entkräftigen.

und was die kulturellen unterschiede der geschlechter anbelangt - ich finde das eine interessante herangehensweise und ist es sicher wert, sich darüber mehr informationen zu suchen.

AJrielmleEOyeshadxow


Naja...ja schon. Ich fühl mich aber zB auch nicht "weiblich", aber auch nicht "männlich". Ich kann schon verstehen, dass du deinen Körper hasst, ich meinen auch. Aber wenn man sich auf die charakterliche Identität stützt und mit der sexuellen I. in Zusammenhang bringt, hilft das doch. Ich mein, klar, das kann niemand von außen sehen, einfach, weil es nunmal 2 anerkannte Geschlechter gibt...aber es kommt ja auch ein Stück weit auf die innere Stärke an!

Kopf hoch *:)

J'o-han?na-xK


Hallo Agita,

S. Walisii hatte mich auf diesen Strang hingewiesen. Ich bin übrigens selbst TS.

doch glücklich über die möglichkeiten die mir bereitstehen bin ich nicht

ich bin in kenntnis über die geschlechtsangleichung etc

jeoch will ich das nicht, da ich weiss, dass ich nach so einer auch nicht glücklich wäre

nein, was ich gerne wäre, wäre natürlich weiblich.. das was jeder anderen frau auch zu steht

einfach ich selbst sein

Ja, das hätte ich auch gerne, einfach eine ganz normale Frau zu sein und selbstverständlich zu erhalten, was und nur mit Überwindung vieler Hindernisse oder gar nicht gegeben wird. Aber die Wahl haben wir nicht. Das ist illusorisch. Dem brauchen wir überhaupt nicht nachzuweinen.

Für mich war es ein langer Prozess zu lernen, dass ich nicht mein Traumbild haben kann, dass ich nicht den erträumten Körper haben werden, sondern zu akzeptieren, was heute medizinisch möglich ist und einzusehen, dass ich auch mit den medizinisch möglichen Veränderungen glücklich wäre. Viele Jahre habe ich meine TS unterdrückt mit dem Gedanken, die Ärzte können aus mir ohnehin nicht machen, was ich gerne wäre. Heute bin ich glücklich über das, was an Veränderungen möglich ist, und dass ich die Frau werde, die ich sein kann.

weshalb ich "nein" sage zu einer neovagina:

es wäre nur künstlich und optisch

künstliche hormone, keine sekretion (bzw sehr sehr wenig), nicht die selbe sensibilität in den brustwarzen etc ect

dass ich nicht schwanger werden kann

So schlecht ist das gar nicht, was die Medizin heutzutage erreicht. Das neue Genital kann (muss aber nicht!) orgasmusfähig sein, eine gewisse Sekretion ist möglich (die Prostata verbleibt zu genau diesem Zweck), die Brustwarzen werden empfindlich wie bei einer normalen Frau. Die größte Einschränkung ist, dass wir keine Kinder gebären können.

Die Grenzen der Geschlechtsangleichung sind vielmehr bei Körpergröße und Statur, aber da scheinst du ja ganz gut bei weggekommen zu sein.

mit einem psychologen jedoch möchte ich darüber nicht reden, weil ich weiss, dass ich nach dem ersten termin eh nicht mehr hingehen würde, weils mir einfach zu doof ist ...

Wenn du irgendwelche geschlechtsangleichenden Maßnahmen haben willst, und seien es Hormone, dann hast du keine Wahl, dann musst du da durch. Auch wenn TS manchmal die Zwangstherapie verfluchen, so schlecht ist sie nicht.

ich hatte suizid gedanken, ja ich hab e sie immer noch,

Alleine deswegen, die Therapie kann lebensrettend sein.

Außerdem, es gibt einige Störungen (z. B. uneingestandene Homosexualität, Adoleszenskrisen, Identifikationsstörungen infolge von Borderline, Flucht aus der Wirklichkeit), bei denen die Betroffenen meinen, transsexuell zu sein, es aber gar nicht sind. Solange solche Störungen nur in einer längeren Therapie diagnostizierbar sind, werden wir um die Therapie nicht herumkommen.

ich lebe schon eine sehr lange zeit als frau .. durchgehend..

Dann hast du das Thema Alltagstest bereits erledigt.

ich möchte aber auch nichts mit anderen ts's zu tun haben weil .. ich selber sehe mich auch nicht als ts sondern als frau (lediglich im falschen körper)

So sehen sich die anderen TS auch. Das ist kein Unterschied. Aber einige sind körperlich schlechter bei weggekommen, für sie ist es schwieriger, ihre männliche Seite zu verbergen. Gerade diesen TS hilft es, wenn sie in der Übergangsphase eindeutig sagen, dass sie TS sind. Denn nur bei einer realistischen Einschätzung seiner selbst können die Probleme angegangen werden. Und was auffälliges Verhalten angeht: Das stört mich zwar manchmal auch irgendwie, aber jede fängt irgendwann mal an zu üben und macht zu Anfang viel falsch, und nicht alle sind in der Lage, ihren männlichen Körper zu verbergen, sondern das dauert seine Zeit, bis die Transition weit genug vorangegangen ist.

Ich würde auch dir empfehlen, zu sagen, ja, in bin ts. Denn noch hast du einen männlichen Körper. Erst wenn du dich selbst realistisch siehst, kannst du deine Probleme angehen. Ich würde die Einstellung von der Frau im männlichen Körper für einige Zeit beiseite legen (solange bis du auch körperlich weitgehend Frau bist), denn sonst wirst du dich nur in Selbstmitleid verlieren, wie du es nach deinen Beiträgen zu urteilen schon tust.

es gibt in frankreich einen arzt/chirurg, der berühmt geworden ist durch seine transplantationen.

er war der erste, der größere teile des gesichts transplantiert hat und alle seine medizinischen eingriffe waren bisher erfolgreich.

er selbst ist auch der meinung, er MUSS der erste sein, der eine geschlechtstransplantation durchführt, sobald die medizin dies zulässt.

So eine Transplantation hätte ich auch gerne. Am besten so, dass ich danach Kinder kriegen kann. Aber erst, wenn die ersten 100 Transplantationen erfolgt sind und die Patienten es überlebt haben.

Verlier nicht dein Leben in deinen Träumen!

ich kann nicht ins schwimmbad gehen.

Doch, geht. Auch ohne OP. Mache ich auch.

ich kann nicht "normal" reden ohne angst zu haben, doof angeschaut zu werden

Logopädie kann helfen. Zur Not gibt es auch Stimmbandoperationen.

Liebe Agita,

in vielem kann ich dich verstehen. Nur in einem nicht. In deiner Unwilligkeit, die Probleme anzugehen. Sei offener, was Besuche beim Psychologen betrifft.

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