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Schlechtes Gewissen wenn man Spass hat

dpie k7l$eine< Paxlme hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich kann nicht einschlafen und bin nun wieder hier. Im Moment beschäftigt mich sehr eine Frage:

Woher kommt es, bzw. was hat das zu bedeuten wenn man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man bei etwas Spass hat. Ich meine jetzt, irgendwo weggehen oder so.

Ich hatte schon als Kind sowas, dass wenn ich z.B. in der Disco war, dass ich dann ein schlechtes Gewissen hatte (vor allem meiner Mutter gegenüber). Jetzt bin ich verheiratet, habe ein kleines Kind und wenn ich mich mal mit meiner Freundin nachmittags treffe (nicht oft, max. 1 mal in 2-3 Monaten vielleicht) und wir ins Cafe gehen oder sowas, dann habe ich ein schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber. Komischerweise nicht meinem Mann gegenüber. Vielleicht liegt es daran, dass er mir immer viel Spass wünscht, aber wieso kann ich es nicht genießen und mich freuen?

Da ist ständig ein schlechtes Gewissen im Hinterkopf. Liegt es vielleicht an meiner Kindheit?

Antworten
CAesxc


Eine Antwort auf deine Frage kann sicherlich nur die Aufarbeitung deiner Kindheit in einer Therapie bringen. Dieses Thema lässt sich nicht so einfach mit diesen paar Informationen erörtern. Ob du das willst und ob du dazu bereit bist, solltest du danach entscheiden, wie groß dein Leidensdruck bezüglich dieser Sache ist.

Wenn du mich nach meiner persönlichen Meinung fragst, würde ich schon darauf tippen, dass das mit deiner Kindeheit zu tun hat. Vorallem weil du schreibst, dass du dieses Gefühl auch schon als kleines Mädchen gegenüber deiner Mutter empfunden hast. Es kommt nicht selten vor, dass Eltern ihren Kindern auf latente Weise ihre eigene Unzufriedenheit vermitteln und dies dazu führt, dass sich die Kinder schuldig für die Unzufriedenheit der Eltern fühlen. Sie denken dann, es darf ihnen nicht gut gehen, weil es ihren Eltern auch nicht gut geht und sie dafür verantwortlich sind.

Um aus diesem Konflikt rauszukommen, ist es sicherlich vonnöten, die eigene Kindheit mit Hilfe eines Theapeuten aufzuarbeiten. Ungelöste Konflikte der Eltern werden nämlich laut psychoanalytischer Familientherapieansätze an die Kinder weitergegeben. Und ich denke das sollte nicht im Interesse der Eltern liegen.

deie kl`eine P!al(mxe


Du meinst, weil meine Eltern unzufrieden waren, habe ich das Gefühl bekommen, ich darf nicht glücklich sein, bzw. keinen Spass haben?

Das könnte hinhauen.

Ckexsc


Das ist zumindest die Vermutung, die ich aus deinen wenigen Informationen geschlossen habe. Aber wirkliche Klarheit kann nur eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit deiner Kindheit bringen.

G-olden_SYluPmbexr


Ich hatte das vor ein paar Monaten auch mal so ähnlich.

Ich hab mich zu der Zeit ziemlich scheisse gefühlt. Und immer als ich raus wollte aus dieser dunklen Phase, hab ich mich irgendwie selbst daran gehindert. Immer wenn ich mit Freunden weg war hab ich mir gedacht "das machst du doch nur damit es DIR besser geht, du bist ein Egoist" so in der Art. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass etwas in mir garnicht glücklich sein wollte. Ich habe in dieser Phase hab ich das Buch "Anleitung zum glücklich sein" von Paul Watzlawick gelesen. Das Buch zeigt, wie man sich das Leben selbst zur Hölle machen kann. Man erkennt, dass das alles eigentlich total lächerlich ist. Und je mehr man nach Gründen sucht, desto schlimmer wird es. Und wenn man dann einen findet, der ganz plausibel klingt, hat man etwas, dem man die Schuld geben kann und denkt dann wirklich, dass etwas nicht in Ordnung ist mit einem.

Du musst dir einfach ganz klar bewusst machen, dass du dir das vielleicht nur einbildest und es keinen Grund dafür gibt, dass du dich schuldig fühlst. Ich weiss, dass das schwer zu verstehen ist. Die Psyche hat manchmal so ihre Launen. Denk nicht zu viel nach. Das macht vieles nur noch schlimmer, denn du machst damit vielleicht ganz einfache Sachen unnötig kompliziert und denkst, sie würden mit deiner Vergangenheit oder sonstwas zusammenhängen. Glaub mir, man kann sich vieles einreden und das auch über Jahre hinweg. :)z

CPeQsc


@ Golden_Slumber

Sicherlich, da stimme ich dir voll und ganz zu, dass man es immer erst mal selber probieren sollte, aus so einer emotionalen Krise rauszukommen. Das stärkt einen und verleiht Selbstvertrauen. Auch stimme ich dir zu, dass man nicht immer alles pathologisieren sollte.

Im Fall von "die kleine Palme" hört sich das für mich jedoch nach mehr als nur einer kurzfristigen emotionalen Krise an, da sie ja berichtet, dieses Gefühl schon in früher Kindheit gehabt zu haben. Ich gehe auch davon aus, dass sie im Laufe der Jahre es schon viele Male probiert hat aus diesen Denkmustern auszubrechen. Aber anscheinend schafft sie es eben nicht ohne Hilfe. Es ist ja auch nichts negatives dabei sich Unterstützung bei diesem Prozess zu holen. Wenn es einem physisch nicht gut geht und man es alleine nicht hin bekommt, geht man doch auch zum Arzt.

Ich denke auch, dass man zur Lösung des Problems nicht unbedingt die Ursache kennen muss und würde daher auch zu einer Therapie mit verhaltenstherapeutischen Ansatz raten. Dort geht es eben primär darum, die selbstfeindlichen, dysfunktionalen Denkmuster in positive umzustrukturieren.

LFun<abaliu


ich selber kenne es nur zu Gut... glaube mir Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe2 Kinder davon noch eine Kleine Maus von 2 Jahren. Ich stelle alle meine Bedürfnisse für meien Kinder und meinen Mann zurück. Da ich mich dazu verpflichtet fühle und immer denke wenn ich es nicht tue, dann schade ich ihnen. Auch wenn ich jetzt weg gehen würde und die Kinder bein meinen Eltern bleiben müssten oder meinem Mann (wenn ich alleine gehe) dann würde ich vorallem an die Kleine denken und das sie doch noch so klein ist und ihre Mami immer da sien muss... Schlechtes Gewissen und Schuldgefühle sind die Folge... naja könnte noch viele Beispiele bringen...

habe auch Therapien gemacht und in die Vergangenheit geschaut, da ich mich eh für jeden verantwortlich fühle... hat nicht viel gebracht, was mir hift und wo ich wirklich Fortschritte sehe ist der Blick in die Zukunft, nach vorne und das Verhalten im Hier und Jetzt zu verändern, dass Ganze unterstützt mit Bachblüten.... bin damit sehr glücklich und habe auch Erkannnt, dass ich mit dieser Art mein und auch das Leben meiner LIeben vergiftet habe. War ja nie wirklich gelöst und glücklich und eins ist sicher ganz wahr..nur eine glückliche Mutter hat glückliche KInder...

(ach ja meien Ehe wäre beinahe daran zerbrochen... also schau nach vorn und denke an den letzen Satz, bist Du glücklich sind es auch Deine Kinder)

Wünsche Dir alles Liebe :)*

djie 4kleinMe PTahlme


Ich mache eine Verhaltenstherapie aber weil mein Thera in Urlaub ist, muss ich warten bis ich es dort ansprechen kann.

Es ist mir jetzt erst klar geworden, als ich mit meiner Freundin 1 Stunde im Cafe war, dass ich irgendwie nicht glücklich dabei bin. Habe dann ein paar Tage intensiv nachgedacht und festgestellt, dass ich es schon als Kind hatte. Fast immer wenn ich mit anderen Kindern gespielt hatte und viel Spaß hatte oder später mit Freunden im Kino oder sowas, da konnte ich es nicht genießen. Es ist mir erst jetzt klar geworden, dass mich mein schlechtes Gewissen immer daran gehindert hatte, glücklich zu sein. :-(

L0u4nabaxlu


ich wünsche Dir ganz viel Kraft :)* :)* :)* :)* und das Du bald erfahren kannst was es bedeutet glücklich zu sein. Für Dich und Dein Mäuschen. Ich bin mir sicher das Du das schaffst und dann ein ganz neues Leben auf Dich wartet... an sich zu denken und etwas Gutes für sich selber zu tun ist mit das Wichtigste und Du wirst so viel Positives daraus ziehen können, was Du dann auch ausstrahlst und weitergeben kannst. Du tust Dir etwas Gutes und auch anderen... das ist doch eigentlich genial, oder?!

Du hast das Recht dazu :)z

d0ie klTeine &Palmxe


@:)

An mich habe ich eigentlich selten gedacht. In den letzten Jahren nur an meinen Mann und dann an mein Kind. Muss es lernen, auch an mich zu denken.

H!annra-lMarixa


Kleine Palme, was du beschreibst ist leider kein Einzelfall. :°_ Andere Menschen, die ich kenne und die darunter leiden (ich selbst auch) haben meist ein sehr geringes Selbstwertgefühl. Oft ist das durch Ereignisse oder Traumas der Vergangenheit entstanden, nicht selten aber auch einfach genetisch veranlagt. Meist fallen solche Menschen durch besondere Einfühlsamkeit und Hilfsbereitschaft auf. Ihre Freundlichkeit, ihr Verständnis, ihr Aufopferungswille, ihre Uneigennützigkeit und die so selten gewordene menschliche Wärme, die sie verbreiten, machen sie so anziehend, leider vor allem für andere Menschen, die Probleme haben oder das ganz bewußt egoistisch ausnutzen. Man spricht hier vom sogenannten Helfersyndrom.

[[http://www.lebenshilfe-abc.de/helfersyndrom.html]]

Das Problem an der Sache ist, dass diese angebliche Selbstlosigkeit ein Weg in die eigene Abhängigkeit und zu psychischen und/oder körperlichen Komplikationen ist. Ich selbst war auch schon immer so. Selbst als Kind. Ich war deshalb immer "die Liebe"... bin auch deswegen Krankenschwester geworden, habe mich für Patienten und Familie bis zur Selbstaufgabe aufgeopfert. Verschaffte ich mir selbst mal eine kleine Freude oder Freiräume, waren sofort die Schuldgefühle da... wie verschwenderisch und egoistisch das doch wäre. :-/

Die Folge: ich lebe in Scheidung, burnout-Syndrom, krankgeschrieben und in psychotherapeutischer Behandlung. Aber IMMERNOCH Schuldgefühle gegenüber den Kollegen, die ohne mich klarkommen müssen, gegenüber den Patienten, gegenüber meinem getrennten Mann (der mich doch nur ausgenutzt hat), meinen Kindern und auch mir selbst... Der Knackpunkt liegt also irgendwo bei diesem Eindruck, es allen recht machen zu müssen, aber das ist falsch.

LaunaHbalxu


ja meine Ehe steht auch an einem schweren Punkt, meine Mann hat sich eine andere aufregende Junge Dame gesucht, sie ist frech, spontan, macht was sie will und nimmt sich was sie will... null schlechts Gewissen.

Also man wird sehr schnell langweilig wenn immer nur nett und lieb und man wird schnell ausgenutzt...

ich drachte immer wenn ich es allen recht mache und mich zurück nehme dann werde ich geliebt, leider habe ich nun sehr oft erfahren müssen, dass so nicht ist

Kennst Du das Buch "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin!"??? Es ist so... denke an Dich mach was Du willst, sei Dir selber treu und Du wirst sehen es färbt auch auf Dein Umfeld ab und Du bist und darfst glücklich sein.

w8illge:s/undsexin


[[Kennst Du das Buch "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin!"??? Es ist so... denke an Dich mach was Du willst, sei Dir selber treu und Du wirst sehen es färbt auch auf Dein Umfeld ab und Du bist und darfst glücklich sein.]]

Aber das kann nicht die Antwort sein!!!

Mir geht es oft auch so, dass ich es allen recht machen will oder zumindest niemanden verletzen und sher schnell ein schelchtes gewissen und Schuldgefühle habe, wenn ich Grenzen anderer übertrete. Aber mir hilft es sehr, mir wirklich AKTIV BEWUSST zu machen (also inne halten, nachdenken, analysieren), dass ich gerade nichts falsch gemacht habe und so lerne ich langsam, lockerer zu werden und zufriedener mit mir selber zu sein!

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