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Wozu macht man eine Verhaltenstherapie und was hat man davon?

CFhincheilla_rxin1


Richtig - ein Psychologe darf zunächst keine Therapie durchführen - dafür muss er sich eben zum Psychotherapeuten weiterbilden. Psychologen arbeiten ja nicht nur in der Psychotherapie sondern auch in vielen Firmen, in der Forschung, und, und, und.

..Hätt ich mir iwie auch selbst denken können sry :-D Danke für die Erklärung :)

Auch das ist nachvollziehbar aber besser wird's davon auch nicht, wenn man dann auf eine Hilfestellung verzichtet, weil's mal blöd gelaufen ist. Letztendlich steht Hanna Maria ja immer noch da und es geht ihr nicht gut. Andererseits muss man halt auch ein bisschen Eigeninitiative mitbringen - bei einem "normalen" Arzt fragt man doch auch, welche Behandlungsmöglichkeiten es für das z. B. gebrochene Bein gibt. Warum also nicht beim Psychiater?

Ja das stimmt schon. Eben sie steht dann immernoch da und ihr geht´s nicht gut einerseits ein Grund keine Lust mehr zu haben aber auch gerade ein Grund sich erst recht Hilfe zu suchen. Kann mir halt auch nur vorstellen das bei gewissen Problemen gerade das ist - Eigeninitiative zeigen. Wenn man zb die totale Sozialphobie hat oder so, aber anders gehts halt wohl wirklich nicht da geb ich dir Recht.

mWasch[a p


@ Bl0bb

Statistisch gesehen zeigen Psychoanalysen als Therapie keinen nennenswerten Erfolg (was nicht heißt, dass sie niemandem helfen).

Woher kommen solche statistischen Ergebnisse? Ich wäre an einem Hinweis interessiert (für private Zwecke). Soweit ich weiss, werden ca. 70% der Patienten analytisch behandelt (welches Verfahren auch immer darunter gemeint ist).

Von medikamentöser Therapie halt ich persönlich nicht viel, das liegt an den manigfaltigen Nebenwirkungen und den niedrigen Wirkungsgraden.

Hier bin ich mit dir einverstanden, die Medikamente können helfen, bei einem sehr depressiven Menschen evtl. die Symptome zu lindern, damit sie überhaupt in der Lage sind, eine Therapie zu machen. Aber die Probleme werden sie nicht lösen können.

Was hier schon angesprochen wurde, und sehr sehr wichtig ist, ist die Tatsache, dass man sich bei seinem Therapeuten verstanden und geborgen fühlt. Natürlich wird es auch dazu kommen, dass dieser mal Kritik äußert oder auf bestimmte destruktive Verhaltensmuster zeigt, aber er meint es eben nicht böse. Dieses Gefühl muss man haben.

Was ich an dem Besuch bei einem Psychiater problemathisch finde, dass dieser in sehr seltenen Fällen auf die Psychotherapie hinweisen wird. Es besteht eine unausgesprochene Konkurrenz zwischen den Psychiatern, die medikamentös behandeln, und den Psychotherapeuten. Möglicherweise wird ein Psychiater aufgrund seiner Einstellung die Psychotherapie als eine weitere Möglichkeit gar nicht erwähnen. Hier sollte man dann entweder jemanden fragen oder einfach mal googeln und selbst dahin gehen.

Es stimmt zwar weitgehend, dass die Wartezeiten auf ein Psychotherapieplatz sehr lang sind, aber wenn man flexibel ist, erhöhen sich die Chancen darauf. Und manchmal hat man doch Glück.

S9heepH8x4


Woher kommen solche statistischen Ergebnisse?

Leider gibt es sehr wenig seriöse Quellen über Statistiken, inwiefern die Therapien erfolgreich waren. Zum einen, weil es schwierig ist, den psychischen Zustand einer Person zu messen (also vor und nach der Therapie) und zum anderen, weil die Vertreter der Psychotherapien daran leider kein Interesse haben. Denn dann käme raus, dass die Psychoanalyse sehr schlechte Erfolgschancen hat und das hören die vielen Psychoanalytiker natürlich gar nicht gerne.

mJascSha xp


@ Sheep84

ich möchte hier keine grundsatzdiskussion mit dir führen, aber...

die Vertreter der Psychotherapien daran leider kein Interesse haben. Denn dann käme raus, dass die Psychoanalyse sehr schlechte Erfolgschancen hat und das hören die vielen Psychoanalytiker natürlich gar nicht gerne.

findest du nicht, dass du die situation nur einseitig darstellst. Du schreibst, dass die vertreter der psychotherapien (wohl aller möglichen) kein interesse an den studien haben, aber dann gibst du wieder das Statement ab, dass die psychoanalyse schlechte erfolgschansen hat. was ist denn mit der VT, gestalttherapie, gesprächstherapie etc ??? die begründung für deine habe ich immer noch nicht gesehen.

ich finde es etwas verwirrend, wenn du deine eigene meinung, die sicherlich legitim ist, als eine wissenschaftliche darstellst.

SUheepB84


Hallo Mascha,

es gibt wenig objektive Studien über Erfolgschancen einer Psychotherapie. Und ja, ich bin in therapeutischer Behandlung, weil's nicht allzu viele Alternativen gibt, an seiner kaputten Seele zu arbeiten. Soviel zum Thema Einseitigkeit. ;-) Es ist Fakt, dass die (kognitive) Verhaltenstherapie noch mit am besten abschneidet aber TFP und PA sind mittlerweile längst überholt (nach Ansicht von Fachleuten).

Meine Meinung habe ich mir durch Fachliteratur und Diskussionen mit Therapeuten gebildet (sorry, dass ich nicht mehr sagen kann, in welchen Büchern, Fachzeitschriften und Artikeln das stand - dazu hab' ich einfach zu viele gelesen) sowie durch eigene Erfahrungen. Trotzdem hindert es mich nicht daran, mich von einem Psychoanalytiker behandeln zu lassen.

70% der Patienten analytisch behandelt (welches Verfahren auch immer darunter gemeint ist).

Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Therapie.

m[aschxa p


Ich grüße dich auch, Sheep84,

ich wollte nicht übergriffig werden, und falls es bei dir so angekommen ist, so tut es mir leid. Ich wollte konstruktive Information über die empirie, weil mich das thema auch sehr interessiert. Ich habe eher gehofft, dass ich von dir ein paar interessante informationen bekommen werde.

Ich denke, dass du deine Gründe haben wirst, warum du dich für die Psychoanalyse und nicht für ein anderes verfahren entschieden hast.

Sicherlich gibt es störungen, die sehr gut verhaltenstherapeutisch behandelt werden können, aber wenn es z.b. um eine traumaverarveitung geht, dann würde die VT da gar nicht greifen können. Ebenfalls, wenn es um sehr frühe störungen geht. Inzwischen werden auch Therapeuten nach einem integrativen modell ausgebildet, die zwar hauptsächlich psychoanalyse betreiben, aber auch die wichtigen erkenntnisse anderer verfahren mitbeinhalten. möglicherweise ist das die zukunft, aber das wäre jetzt nur eine spekulation meinerseits.

S$hee%p84


Hallo Mascha, *:)

sorry, bin zur Zeit "etwas" dünnhäutig und fühle mich dann sehr schnell angegriffen. |-o

:)_

[[http://www.psychotherapie.de/]]

Diese Seite finde ich sehr gut - ein Psychologe hat die zumindest erstellt (von daher hoffe ich, dass auch ein gewisse Seriösität dahintersteckt) und ich meine, dass dort auch irgendwo was von der Wirksamkeit von Psychotherapien stand. Vielleicht findest du dort ja prinzipiell Infos, die dich interessieren. Ich finde sie von daher nicht schlecht (die HP) weil dort doch recht kritisch mit der ganzen "Psychobranche" verfahren wird und das findet man doch eher selten. :-/

*:)

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