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Sexueller Missbrauch durch Bruder vor ca. 16 Jahren

A|prewllxa


ich hoffe deine eltern kommen noch zur vernunft und beziehen mal partei für dich. meiner meinung nach gibt es da auch nichts auszudiskutieren zwischen dir und deinem bruder. es gibt keine lösung und keine entschuldigung für das was er getan hat. manche dinge sind einfach unverzeihlich. deine eltern begreifen anscheinend die ernstheit der situation nicht, weil sie sich denken, dass das alles schon länger her ist.

schätze die beiden sind auch nicht mehr die jüngsten.

mit solchen dingen wie missbrauch und gewalt gegen frauen und kinder ist man früher ganz anders umgegangen. da drang viel weniger an die öffentlichkeit und das meiste wurde einfach totgeschwiegen.

vielleicht denkt deine mutter sogar es könnte alles irgendwann wieder normal werden, aber das wird nie passieren, weil dein bruder einfach nicht normal ist.

auf jedenfall hast du richtig gehandelt, indem du dich mitgeteilt hast, schon allein um andere zu warnen.

ich hoffe du stehst alles gut durch und machst weiter fortschritte. klingt auf jedenfall so, als ob du auf dem richtigen weg wärst.

@:) @:) @:)

P`atrDicia_x23


Hallo,

hab diesen Beitrag zufällig erst jetzt gelesen. Vielleicht etwas zu spät da ich eine ganz andere Sicht dazu habe. Jedenfalls hätte ich persönlich überhaupt nicht darüber gesprochen, weder mit den Eltern/Geschwistern und schon gar nicht mit dem Bruder. Ihm wird´s jedenfalls sicherlich sehr peinlich sein und ein schweres Los was Du ihm hier aufgebürdet hast. Es ist nun mal so das Kinder, Bruder und Schwester (im Kleinkindalter) geschlechtliche, aber nicht Vollzug von Geschlechtsverkehr, probieren (können) und dies gilt auch noch nicht mal als Inzest. Sicherlich find ich es auch sehr schlimm wenn so was passiert, aber andererseits mit 10 Jahren ist man nun auch nicht mehr so klein, wieso bist Du eigentlich nicht damals bereits, beim 1. Mal als dies passiert ist, zu deinen Eltern und hast das erzählt ???

Diese, meine Ansicht, ist BITTE nicht als persönlicher Angriff zu deuten, ich wollte nur Gedanken eines aussenstehenden hier einbringen, um zu zeigen das es auch hier unterschiedliche Sichten gibt.

Pädophile ist m. E. ganz was anderes und schwerst krankes. Ob das auf deinen Bruder tatsächlich zutrifft, wage ich zu bezweifeln.

Interessant fand ich trotzdem die Reaktion deiner Eltern :-/, das sie nicht dich in Schutz genommen haben. Jedenfalls würd ich auch automatisch die jüngere in Schutz nehmen.

Wieso ich das schreibe ??? Alles was passiert ist, ist passiert. Man kann es nicht ändern! Man sollte dies akzeptieren. Sovielen Menschen passieren noch viel ärgere Dinge und sie müssen damit leben. Das hat mir einmal ´ne Therapeutin so gesagt ;-) Und sie hat mir auch geraten, sobald Gedanken zu den unerwünschten bzw. traumatischen Ereignissen kommen, diese bewußt durch andere zu ersetzen. Mit der Zeit würde das Gefühl des Ärgerns, Enttäuschtseins, etc. weniger und weniger werden. Was auch bei mir, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, tatsächlich der Fall war. Irgendwann war´s mir gleichgültig was passiert war und ich empfand keinerlei Groll oder Hass mehr, der zuvor sehr heftig einmal da war.

Alles Gute :)*

A~pre%lla


also sie war 10 und er 18!!! das ist was ganz anderes als wenn z.b. zwei 8 jährige doktorspielchen an sich machen. finde es doch serh verwunderlich, dass du den unterschied da nicht erkennst.

und dazu kommen dann noch die nacktbilder von kleinen kindern auf seinem pc,und das nacktfoto von ihr das der vater bei ihm gefunden hat, wenn das also kein hinweis auf pädophilie ist, was willst du dann noch?

ich finde es ist auf jedenfall vorsicht geboten, grade auch wenn kleine kinder in der familie sind.

zu viele sexualstraftäter laufen frei rum, weil sich einige nicht trauen was puttel sich getraut hat.

s*amplxe


allerdings!

K_leio


Patricia_23

Ihm wird´s jedenfalls sicherlich sehr peinlich sein und ein schweres Los was Du ihm hier aufgebürdet hast. Es ist nun mal so das Kinder, Bruder und Schwester (im Kleinkindalter) geschlechtliche, aber nicht Vollzug von Geschlechtsverkehr, probieren (können) und dies gilt auch noch nicht mal als Inzest.

Natürlich ist es kein Inzest, wenn es zu keinem Geschlechtsverkehr kam und natürlich gibt es Doktorspiele auch unter Geschwistern, aber auch das gilt nur dann, wenn es beide wollen und in diesem Fall war es ganz einfach nicht so.

Aus welchem Beweggrund der Bruder sich an der TE vergangen hat, ist wiederum für seine Psyche wichtig, denn es sollte ihm schon bewusst gemacht werden, was er ihr angetan hat und dass sie heute noch Schwierigkeiten hat. Daran geht meiner Meinung nach kein Weg vorbei.

Pädophile ist m. E. ganz was anderes und schwerst krankes. Ob das auf deinen Bruder tatsächlich zutrifft, wage ich zu bezweifeln.

Das kann man so nicht sagen, auch nicht, dass er pädophil ist. Das müsste ganz einfach untersucht werden, ob es eine einmalige Sache damals war oder nicht.

Sicherlich find ich es auch sehr schlimm wenn so was passiert, aber andererseits mit 10 Jahren ist man nun auch nicht mehr so klein, wieso bist Du eigentlich nicht damals bereits, beim 1. Mal als dies passiert ist, zu deinen Eltern und hast das erzählt ???

Ich denke, dass es noch lange nicht soweit ist, dass die TE diese Situation mit einer entprechenden Distanz betrachtet, um analysieren zu können, wie es dazu kam, wer was getan hat, dass dieser Missbrauch 6 Monate geschah und die Kinder dann nichts sagten. Dies werden sich ja irgendwann die Eltern fragen, warum ihre Kinder ihnen nicht soweit vertraut haben, es ihnen anvertraut haben. Das aber ist alles schon Aufarbeitungsphase und dafür ist es hier noch viel zu früh. Die TE hat erst vor kurzem angefangen darüber zu sprechen, was ihr passiert ist.

Und sie hat mir auch geraten, sobald Gedanken zu den unerwünschten bzw. traumatischen Ereignissen kommen, diese bewußt durch andere zu ersetzen. Mit der Zeit würde das Gefühl des Ärgerns, Enttäuschtseins, etc. weniger und weniger werden. Was auch bei mir, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, tatsächlich der Fall war. Irgendwann war´s mir gleichgültig was passiert war und ich empfand keinerlei Groll oder Hass mehr, der zuvor sehr heftig einmal da war.

Was Du hier beschreibst ist aber schon eine fortgeschrittene Stufe in der Aufarbeitung. Ich denke nicht, dass im Moment von der TE viel Verständnis aufgebracht wird, weil sie sich selbst noch als Kind und Opfer sieht. Sie hat ihre Opferhaltung noch längst nicht realisiert und arbeitet noch lange nicht daran, aus dieser heraus zu kommen. Daher wird es ihr auch sehr schwer fallen zu verstehen, dass das, was sie von ihren Eltern für sich wünscht, alle Kinder, also auch ihr Bruder sich von den Eltern wünscht.

Im Moment befindet sich die TE noch in keiner Therapie. Sie ist noch im Stadium, in dem sie auf Rache aus ist, was absolut legitim und normal ist. Ein Fortschritt wird sich erst zeigen, wenn sie anfängt es aufzuarbeiten, denn Hass ist ein schlechter Ratgeber.

M7ha^iri


Jedenfalls hätte ich persönlich überhaupt nicht darüber gesprochen, weder mit den Eltern/Geschwistern und schon gar nicht mit dem Bruder. Ihm wird´s jedenfalls sicherlich sehr peinlich sein und ein schweres Los was Du ihm hier aufgebürdet hast.

:-o wer hat hier wem ein schweres los aufgebürdet ??? doch wohl nicht sie, das war ja wohl ER, und mit 18 weiß man sehr genau was man da tut. und peinlich?! das wär ja wohl das mindeste, was ihm das sein sollte... :|N

und reden ist ein großer schritt der traumabewältigung, deswegen finde ich es verdammt mutig, dass sie es geschafft hat, ihren eltern und geschwistern alles zu erzählen. denn sie sollten auch wissen, was für einen menschen sie in der familie haben... :-/

Sovielen Menschen passieren noch viel ärgere Dinge und sie müssen damit leben.

also, ich denke, viel schlimmeres kann einem menschen nicht passieren, als DAS... :|N

KQlGeio


Mhairi

also, ich denke, viel schlimmeres kann einem menschen nicht passieren, als DAS... :|N

Das wäre auch mehr als müßig, dies feststellen zu wollen, denn Menschen sind unterschiedliche und jeder hat eine andere Schmerzensgrenze. Es gibt keine allgemeingültige Regel, was "allen" Mensche als schlimm und was sehr schlimm auffassen.

Allerdings ist das durchaus eine Methode, wie man sich selbst aufbauen kann, zu versuchen zu sehen, dass es schlimmere Dinge gibt bzw. dass es auch andere gibt, denen ähnliches geschah und sie damit fertig werden. Es ist natürlich nicht jedermanns Sache, es auf diese Weise zu tun. Habe ich z. B. auch nicht so gemacht. Manchen aber hilft es.

PTatriczia_2x3


Hi,

Pädophile sind für mich auch das ärgste überhaupt.

Nur bin ich mir nicht sicher ob der Bruder als Pädophile einzustufen ist. Zu sexuellen Handlungen ist es ja nicht gekommen soweit ich verstanden hätt.

Vorwarnen find ich schon ok.

Nur was mich persönlich wundert, aber vielleicht kann ich so etwas nicht ganz nachvollziehen, wieso Kinder, in dem Fall bereits 10, nicht sofort zu den Eltern gehen und das erzählen. Warum erst so viele Jahre später, im Erwachsenenalter, wo es eigentlich für einen selbst nichts mehr bringt. Vorwarnen ok! Wahrscheinlich gibt es dafür eine ganz logische Erklärung, nur ich kenne sie noch nicht.

Kann es nicht auch sein das der eigene Kindeswunsch der MOMENTAN nicht in Erfüllung geht, der kranke Freund, Verletzungen hervorrufen, und die Verletzungen des Bruders jetzt zum Ersatz genommen werden ??? Ich mein, ich kenn mich bei psychologischen Abläufen nicht so aus. Aber quasi, als Schuldigen, für das was momentan nicht gerade läuft wie man´s gerne hätte, und das große damit verbundene Leid überträgt man auf den (einen) Schuldigen. Sowas gibt´s in der Psychologie, nur kann ich´s leider nicht so genau erklären, wie es abläuft. Aber das gilt auch immer zu berücksichtigen um nicht irgendwo dann festzustecken.

Ich will und wollte wirklich nicht unsensibel sein, nur zeigen, das es noch eine andere Sicht zu diesem thema gibt. D.h. nicht, das ich es für richtig oder gar gut befinde was der Bruder getan hat, im Gegenteil, es ist abstoßend und schlimm. Nur ist meinen Erfahrungen zufolge immer die Frage, ändert sich was wenn es ausgesprochen wird und wenn zum guten oder eher noch zum negativen, das danach noch mehr bzw. eher noch, negative Gefühle vorherrschen. Es ist nicht immer gut einen Konflikt auszusprechen, hab ich einmal gelernt.

LG *:)

K|leixo


Patricia_23

Nur was mich persönlich wundert, aber vielleicht kann ich so etwas nicht ganz nachvollziehen, wieso Kinder, in dem Fall bereits 10, nicht sofort zu den Eltern gehen und das erzählen. Warum erst so viele Jahre später, im Erwachsenenalter, wo es eigentlich für einen selbst nichts mehr bringt. Vorwarnen ok! Wahrscheinlich gibt es dafür eine ganz logische Erklärung, nur ich kenne sie noch nicht.

Wenn Du im Psychologieforum ein bisschen stöberst, wirst Du merken, wie unterschiedlich Opfer mit dem Geschehenen umgehen. Viele reden niemals sofort mit den Eltern, viele zwischen 20-30, viele bekommen ihre Erinnerungen wieder ab 30, 40, 50 und machne reden nie darüber. Da ist völlig unterschiedlich.

Nur ist meinen Erfahrungen zufolge immer die Frage, ändert sich was wenn es ausgesprochen wird und wenn zum guten oder eher noch zum negativen, das danach noch mehr bzw. eher noch, negative Gefühle vorherrschen. Es ist nicht immer gut einen Konflikt auszusprechen, hab ich einmal gelernt.

Natürlich ändert es etwas. Vor allem fängt Traumabewältigung damit an:

wird ein trauma irgendwann nicht mehr traumatisch sein?

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/437840/]]

PyaradUox^oxn


@ Patricia_23

Ich habe es meiner Mutter gesagt, genutzt hat mir das nicht. Und ich wusste mit 10 auch garnicht was da eigentlich passiert mit mir. Und pauschalisieren kann man nicht, jeder Mensch empfindet "schlimm" anders "schlimm".

Kmleixo


Paradoxon

Ich habe es meiner Mutter gesagt, genutzt hat mir das nicht.

Nicht, dass sich das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern nicht ändern könnte, aber es hat ja einen Grund, warum manche Kinder es ihren Eltern nicht sagen. Oft, weil eingach kein Vertrauen da ist, es fehlt diese "Urvertrauen". Das ändert sich in der Regel nicht und das fehlt auch nach 20 oder 30 Jahren, denn die Eltern sind dieselben wie vorher. Der kindliche Wunsch, dass sie doch da wären, einen beschützen würde, ist ja selbstverständlich da, wenn man Opfer ist und man würde ja nichts lieber tun, als zu ihnen rennen, sich von ihnen trösten lassen. Das wird auch nach 20 Jahren so projiziert und man vergisst einfach, dass es nicht diese Eltern sind, da man es ja auch schon damals hätte tun können.

Und ich wusste mit 10 auch garnicht was da eigentlich passiert mit mir. Und pauschalisieren kann man nicht, jeder Mensch empfindet "schlimm" anders "schlimm".

So sehe ich das auch. Es gibt Menschen, die an Dingen zerbrechen, die absolut keine Straftat sind. In diesem Fall ist es aber zumindest auch rechtlich eine.

P6at)riocia_x23


Hallo ihr,

@ Kleio

Es gibt Menschen, die an Dingen zerbrechen, die absolut keine Straftat sind.

:)^ Ja, das stimmt, das hab ich auch schon öfters beobachtet. Und mich gewundert :-o, aber verstehe langsam, durch eure Erklärungen auch, das dies offenbar total unterschiedlich empfunden wird. Wär interessant zu wissen woran das liegt.

Liebe Grüsse :)*

Kfleixo


Patricia_23

Ja, das stimmt, das hab ich auch schon öfters beobachtet. Und mich gewundert :-o, aber verstehe langsam, durch eure Erklärungen auch, das dies offenbar total unterschiedlich empfunden wird. Wär interessant zu wissen woran das liegt.

Diese Frage macht genauso viel Sinn, wie: Wieso prallen gewisse Dinge an gewissen Menschen ab bzw. berühren gewisse Dinge viele Menschen nicht? Aber Du kannst ja so einen Faden aufmachen.

P;uttQexl


Wow... wie viele Beiträge sich hier angesammelt haben.. ich danke Euch.. aber ich kann grad nicht zu viel darüber schreiben, weil mich einige Äußerungen doch sehr aufwühlen... nur schon mal hierzu:

Nur bin ich mir nicht sicher ob der Bruder als Pädophile einzustufen ist. Zu sexuellen Handlungen ist es ja nicht gekommen soweit ich verstanden hätt.

Es gab über einen längeren Zeitraum sexuelle Handlungen, er hat Finger und seine Zunge in mich eingeführt. Er hat mich stundenlang nackt gemalt und war betrunken bei mir. Er hat die ganze Nacht bei mir verbracht, hat am Fußende geshlafen und ich war die ganze Nacht wach, weil ich Angst vor weiteren Übergriffen hatte. Und warum ich nichts gesagt habe? Ich war 10, verdammt!!! Und ich wollte das nicht, aber hab mich nicht getraut was zu sagen!!!

P\utt:el


Mir ist grad schwindelig...

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