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Als Angehöriger und psychische kranke Geschwister

NQadinEe_mumenxchen hat die Diskussion gestartet


Ich habe eine Schwester, die ziemliche Probleme mit sich und Ihrer Umwelt hat. Wir hatten mal zusammen gewohnt und haben immer wieder für ein paar Jahre den Kontakt abgesprochen. Jetzt ist Funkstille. Mein Bruder hat jetzt auch den Kontakt zu mir abgebrochen. Er ist seit 6 Jahren arbeitslos und einmal hat er mal 3 Monate bei mir gewohnt und gearbeitet. Er hatte sich vor ca. 2 Jahren so schwer getan die neue Arbeitsstelle durchzuhalten. Auch ist er sehr sensibel, da er sich immer angeriffen fühlt. Jede neue Arbeitsstelle, die in Aussicht für Ihn stand, hat er immer Gründe gefunden, warum er die Stelle nicht antritt. Auf der anderen Stelle kann ich sein Gejammer nicht mehr hören und habe darauf hin Ihm viele Möglichkeiten in Bezug auf Fortbildung, Stellenanzeigen usw. zugemailt. Und er hat nie darauf reagiert, bis ich Ihm meine Meinung sagte: Das er doch endlich zugeben soll, dass er nicht arbeiten will, weil er schon jahrelang aus dem Rhytmus raus ist. Er will nicht klein anfangen z.B. bei einem 900,-- € Job, das sei doch zu wenig. Oder ich will Ihn nicht bei mir wohnen lassen in der Großstadt, damit er Arbeit findet usw. Nur wohne ich mit meinem Partner zusammen und kann ihn nicht ewig in einer kleinen wohnen lassen. Als ich und mein Partner letzten Sommer Ihm von meinem Freund seine Junggesellenwohnung während unserer Urlaubszeit zur Verfügung gestellt. Da hatte er angeblich einen Job gefunden, aber Ihm hatte die Unterkunft nicht gefallen. Und ich hätte Ihm meine Wohnung zur Verfügung stellen sollen, obwohl ich mit meinem Partner zu zweit bei mir mehr Platz habe. Auch ist er neugierig, ob ich meinem Freund alles bezahle und ich habe den Eindruck das er bei mir schnüffelt. Auch finde ich Ihn unhyginisch und es kann Ihn auf Dauer nicht riechen. Ich finde er mischt sich zu sehr in meine Beziehung ein z.B. ich solle doch eindlich heiraten usw..

Ich bin die älteste von uns 4 Geschwistern und habe noch dazu eine Gehbehinderung (Polio). Bin in einem sicheren Beruf.

Wie geht man mit depressiven Angehörigen um?

Alle Mühen, Ihm mit Tipps für berufliches Weiterkommen entgegen zu kommen, werden ignoriert. Argumente wie das Arbeitsamt zahlt nicht usw. oder ich habe zwei Schwestern in München und keiner will mich unterstützen.

Antworten
S@h eepq84


Hallo Nadine,

ich kann verstehen, dass man als Schwester (vor allem als älteste) sich für die Geschwister verantwortlich fühlt - vor allem, wenn die krank sind und Hilfe brauchen.

Trotzdem denke ich, ist es wichtig, dass du dich auch nur insofern darauf einlässt, zu helfen, wie es für dich ok ist und es DEINE Grenzen nicht überschreitet.

Dennoch ist es NICHT deine Aufgabe, deine Geschwister zu "retten" - du kannst ihnen sagen, wohin sie sich wenden können, ggf. auch mitkommen usw. aber den Weg, was zu ändern, müssen sie selbst gehen. Und manchmal muss man leider erst tief genug fallen, um was ändern zu können.

Sprich: Du kannst machen und tun, was du willst. Solange dein Bruder nicht ERNSTHAFT vorhat, was zu ändern (Beratungsstelle, Arzt, ggf. Therapie, Medikamente,...) wirst du nicht viel ausrichten können. Ist bitter, aber so ist es nunmal.

N:adine_;muenchuen


Hallo Sheep84!

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ja, Du hast recht bisher fühlte ich mich für die falsche

Erziehung meiner Eltern verantwortlich. Ich wollte immer wieder meine Geschwister in die richtige Richtung lenken. Alles was mir ganz besonders im Internat (wo ich auch aufgewachsen bin) beigebracht wurde, wollte ich weitervermitteln. Bis zu einer bistimmten Situation (Schule, Ausbildung) konnte ich meine 3 Geschwister davon überzeugen, dass man dadurch nicht mehr abhängig von den Eltern ist und sobald man sein eigenes Geld verdient schneller wegziehen kann von zu Hause. Aber dann hatte ich keinen Einfluss mehr.

Aber Du hast vollkommen recht, es ist nicht meine Aufgabe. Meine Geschwister sind alle schon Erwachsen.

´Danke!

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