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Panische Angst vor Gesprächen mit fremden Leuten

Loore"enchenx06 hat die Diskussion gestartet


Hallo ich hoffe das es hier jemanden gibt, der mir helfen kann, mir gehts echt total schlecht und mein Problem wird immer schlimmer.

Also eigentlich war ich schon immer ein sehr schüchterner Mensch, was ja auch nicht weiter schlimm ist finde ich, aber seit ca. 6 Jahren wird es immer schlimmer. Ich habe damals eine Ausbildung gemacht und war noch viel unter Leute und hatte auch Freunde in der Ausbildung, aber als ich dann die Ausbildung beendet hatte habe ich nach und nach den Kontakt verloren. Arbeit habe ich natürlich auch nicht bekommen, was dazu geführt hat das der Kontakt zu fremden Menschen immer weniger wurde, habe nur noch meinen Freund und meine Familie um mich gehabt. Ein Jahr nach der Ausbildung kam dann mein erstes Kind zur Welt und zwei Jahre später mein zweites. Also habe ich 4 Jahre (Erziehungsjahre) nur mit meinen Kindern und meinem Freund verbracht und mit meiner Familie, den Kontakt mit fremden Personen habe ich immer mehr gemieden, da ich mit meinen Kindern beschäftigt war. Alle Termine die ich hatte bin ich so gut es geht aus dem Weg gegangen, vieles erledigt auch mein Freund für mich, so wie die Kids von der Kita abholen, meine große Tochter geht schon ein Jahr in den Kindergarten und ich bin noch nicht einmal da gewesen, ich fühl mich so schlecht deswegen, aber ich habe einfach panische Angst das mich jemand in ein Gespräch verwickeln könnte oder mich jemand einfach nur anspricht, dann würde ich warscheinlich nur rot werden und würde am liebsten weg laufen.

Ich sitze zwar nicht den ganzen Tag zu hause, nicht das das jemand falsch versteht, ich gehe auch einkaufen oder auf den Spielplatz mit meinen Kids und so lange mich niemand anspricht ist auch alles in Ordnung.

Die letzten Monate ging es auch etwas, habe erfahren das ich wieder schwanger bin, aber nun habe ich bescheid bekommen vom Arbeitsamt das erste mal das ich dort wieder erscheinen muß seit 5 Jahren. Ich muß dort morgen hin und würde mich am liebsten umbringen, ich weiß einfach nicht was ich machen soll, ich werde da sitzen mit zittriger Stimme und zitternden Händen und bekomme nur stottern raus. Ich werde mich total blamieren, mein Freund hat mir angeboten mit zu kommen, aber mir gehts trotzdem nicht besser, ich konnte die letzten Nächte schon nicht schlafen, nur gehe ich nicht, bekomme ich kein Geld mehr worauf ich am liebsten auch verzichten würde damit die mich in Ruhe lassen, aber wie soll ich dann meine Kinder ernähren? Mit arbeit ich weiß, aber dann kommen wieder die Vorstellungsgespräche, die ich warscheinlich nicht überleben würde und wer stellt schon jemanden ein der sich so blöd anstellt und solche angst hat?

Was soll ich tun? Kann mir jemand helfen? Gibt es vielleicht irgentwelche Medikamente die man auch ohne Rezept bekommt die mich etwas beruhigen würden? Habe nur noch bis morgen Zeit und hoffe das mir noch schnell jemand schreibt der etwas weiß! Das wäre echt lieb. :-)

Antworten
L)oreetnchenx06


Keiner der mir helfen kann? :-(

Ealldoran


Hallo Loreenchen, :-)

das klingt wirklich heftig, was du da an Angst hast. Aber sieh mal du schreibst ja auch hier im Forum und ich antworte dir. Du brauchst wirklich keine Angst vor mir zu haben. :-D

Ich denke mir das du einfach Angst hast dich zu blamieren und du hast, wie es scheint, eine soziale Phobie.

Das ist nichts schlimmes und es gibt, du wirst es nicht glauben, sehr viele Menschen die das haben.

Du solltest wenn möglich eine Verhaltenstherapie machen. Das hilft dir bestimmt. Ansonsten könnte ich dir die Bücher von Doris Wolf empfehlen. Da stehen hilfreiche Tipps drin wie man lernen kann wieder angstfrei durchs Leben zu gehen.

Was jetzt hilfreich sein könnte, sag dem jenigen auf dem Arbeitsamt einfach wie es dir nach sovielen Jahren Babypause geht und das du demnächst eine Therapie machen wirst.

Dann brauchst du dich nicht zu verstellen und auch nicht bemühen perfekt zu sein. Angsterkrankungen sind heut zu Tage keine Seltenheit und dürften den meisten ein Begriff sein.

Grüsse von Elloran

L#oreWenchexn06


He, ich danke dir das du geschrieben hast!

Wenn ich hier im Forum schreibe ist das auch kein Problem für mich, wenn man das ganze Leben lang nur mit Leuten schreiben könnte, anstatt mit ihnen zu reden, wäre das echt super, aber das geht ja leider nicht.

Ja über soziale Phobie habe ich auch schon alles gelesen und das trifft alles auf mich zu, kaum zu glauben das es viele Menschen gibt die so etwas haben, ich fühle mich immer als wenn ich der einzige Mensch auf der Welt wäre der sich so scheiße fühlt.

An Therapie habe ich auch schon gedacht, nur habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut das in Angriff zu nehmen, weil ich dem Therapeuten ja auch die ganze Geschichte erzählen müsste und ich wüsste gar nicht wo ich da anfangen sollte, ich habs ja nicht so mit dem reden.

Aber der Tipp mit den Büchern ist super werde gleich mal schauen ob ich was finde.

Beim Arbeitsamt sollte ich das lieber nicht erwähnen, denn die setzen mich dann auch unter Druck und gehen mir dann ständig auf die Nerven mit der Therapie und mit Druck kann ich gar nicht umgehen ich muß das von alleine in Angriff nehmen und das für mich machen und nicht weil so eine blöde Tussy vom Arbeitsamt das will.

Vielen Dank für deine Antwort und ich hoffe das ich dieses Problem bald in den Griff bekomme denn so ist das Leben echt scheiße, ich möchte endlich eine ganz normale Frau und Mutter sein und kein Angsthase der sich vor allem versteckt.

Ganz liebe Grüße @:)

E%ll<orxan


Loreenchen ich finde du kannst ganz prima schreiben und dich ausdrücken. Also hast du auch klare und geordnete Gedanken.

Vor einer Therapie brauchst du dich nicht zu fürchten. Da wird nichts gemacht was du nicht willst und vor allem du brauchst dich nicht zu verstellen. Da sind Ängste ganz normal.

Nur Mut. Vielleicht habt ich auch eine Selbsthilfegruppe in der Stadt. Das kann manchmal auch hilfreich sein die ersten Schritte zu machen. :-)

Und was auch gut ist du kannst einen Therapeuten wechseln wenn die Chemie zwischen euch nicht stimmen sollte. Die Kasse zahlt das.

Grüsse von Elloran

LYorenenc_henx06


Hey Elloran, wollte mich noch mal bei dir bedanken, deine Zeilen haben mir echt Mut gemacht.

Habe gestern Abend noch sehr viel über soziale Phobien gelesen und es hat mich irgendwie beruhigt keine Ahnung warum, aber mir ging es etwas besser. Beim Arbeitsamt ist alles super gelaufen, die Frau war super nett und nicht so ein Drachen wie ich es mir vorgestellt habe. Und ich glaube ich habe nicht mal ein zittern in der Stimme gehabt. Jetzt geht es mir super gut und ich bin stolz auf meinen Erfolg auch wenn es für manche Menschen das normalste auf der Welt wäre, aber für mich war es ein riesen Schritt und ich bin froh das ich das geschafft habe.

Über die Therapie werde ich natürlich weiter nach denken, obwohl ich das lieber in Angriff nehme wenn die Schwangerschaft vorbei ist, denn in der Schwangerschaft hat man eh ständiges Gefühlschaos und Medikamente könnte ich ja auch nicht nehmen.

Das ist ja gut das die Krankenkassen das bezahlen, hätte ich nicht gedacht.

Auf jeden Fall vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte, das hat mir echt geholfen.

Ganz liebe Grüße von Loreenchen @:)

E@llorxan


Hallo Loreenchen,

dann gratuliere ich dir ganz herzlich. Das ist wirklich ein Erfolg auf den du stolz sein kannst! :)*

Was die Therapie angeht, da denke ich kannst du das angehen wie und wann du möchtest. Therapie heißt nich automatisch Tabletten nehmen. Viele machen das ohne.

Vielleicht Loreenchen kannst du auf deinem jetzigen Erfolg aufbauen. Das tut dem Körper und der Seele gut. Vielleicht ein Besuch im Kindergarten, wenn du dich gut fühlst oder wofür du auch immer Lust hast.

Grüsse von Elloran

Lporede?ncheSn06


Hi Elloran, ich wünsche dir einen schönen guten Tag.

War heute auch ohne Probleme bei meinem Frauenarzt wegen dem Baby, zwar nur in Begleitung meines Freundes, denn alleine ist es doch noch schwierig, aber ich habs ohne schwitzen und Herzrasen geschafft, habe sogar mal ein paar Fragen gestellt und nicht immer nur ja gesagt und mit dem Kopf genickt. Wie es aussieht habe ich im Moment eine gute Phase, aber eine schlechte wird bestimmt wieder kommen und davor grault es mich schon. Aber ich will mal das beste hoffen, vielleicht läuft es jetzt ja eine Weile gut. Am Montag kommt meine jüngste Tochter auch in den Kindergarten und dann werde ich all meinen Mut zusammen nehmen und sie mit abholen, vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm wie ich es mir immer vorstelle. Sicherlich werden erst mal alle komisch gucken, denn immerhin sehen sie die Mutter des Kindes was schon 1 Jahr dort betreut wird das erste mal, was ja doch ziemlich ungewöhnlich ist oder? Aber ich denke ich schaff das schon. Na hoffentlich bin ich am Montag auch noch so optimistisch.

Aber nun hab ich genug von mir geschrieben, habe schon ein schlechtes Gewissen. Habe noch nicht mal gefragt wie es dir geht. Also wie geht es dir denn so? Und ich wollte dir sagen, wenn du was auf dem Herzen hast, kannst es ruhig ausspucken, ich höre dir auch gerne zu, naja in diesem Fall ja lesen.

Ok, wollte nur das du das weißt.

Liebe Grüße von Loreenchen :-) @:)

DPomiinixk_


Hallo mir gehts ähnlich wie Dir,

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/451494/]]

Ich sage mir jetzt jedesmal bevor ich rausgehe, ich bin mindestens genauso wertvoll wie die anderen, bevor ich ein Gespräch beginne mit fremden, sage ich mir, warum sollte ich mich blamieren, es gibt doch gar keinen Grund.

Es scheint zu funktionieren...

L^oreeench?enx06


Hallo Dominik, habe mir deine Seite angeschaut und irgendwie ist es beruhigend wenn man weiß das es noch sehr vielen Menschen so geht wie mir, was natürlich nicht heißt das ich froh darüber bin!

Du hast recht, alle Menschen sind gleich wertvoll, das weiß ich auch, trotzdem geht es mir oft genauso wie dir. Als ich noch mit mehreren Leuten in einem Haus gewohnt habe, bin ich auch wieder rein gegangen wenn ich jemanden im Treppenhaus gehört habe. Aber bei dir denke ich liegt das bestimmt nur daran das du keinen Job mehr hast, wenn du wieder einen bekommst, was bestimmt schwierig wird, weil du dir ein Vorstellungsgespräch sicher genauso wenig vorstellen kannst wie ich oder?, wird es bestimmt wieder besser werden oder meinst du nicht? Bei dir geht es ja noch nicht so lange und ich glaube du hast es bestimmt etwas einfacher wie ich, d enn bei mir geht das ja schon seit 6 Jahren. Ich gebe dir aber einen guten Rat, versuche die Beziehung zu deinen Freunden aufrecht zu erhalten, denn Freunde sind das wichtigste im Leben mit der Familie natürlich. Ich wäre froh wenn ich noch Freunde hätte, habe leider niemanden mehr ausser meiner Familie.

Liebe Grüße @:)

Dxo~minvixk_


wenn du wieder einen bekommst, was bestimmt schwierig wird, weil du dir ein Vorstellungsgespräch sicher genauso wenig vorstellen kannst wie ich oder?,

Ich bekomme leider sehr viele Absagen und ich hab ehrlich gar kein Bock mehr mich zu bewerben. Ich weiß auch gar nicht was ich machen will, meine Ausbildung habe ich nur zwangsweise durchgezogen, weil ich keine "bessere" bekommen habe. In meinem Leben hab ich bestimmt schon 500 Bewerbungen geschrieben. Wenn ich mir dagegen meine Freunde anschaue, haben die vielleicht insgesamt 20 oder 30 geschrieben und gleich was bekommen.

D omi(nfikx_


Zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen kann ich mir wieder vorstellen, weil ich ja meine Einstellung etwas geändert hab. Das blöd ist eben, dass ich mich eigentlich recht gut artikulieren kann, wenn es mir gut geht. Wenn ich depressiv bin stammel ich vor mich hin, werde rot, usw... Ein Teufelskreis...

DiominGixk_


Such doch mal in irgendwelchen Onlinecommunitys nach Freunden oder geh dich in einem Sportverein anmelden, Sport bringt gute Laune, das merke ich jedesmal wenn ich gerade davon komme.

Egllrorxan


Hallo Loreenchen,

ich danke dir für dein Angebot. :-)

Mir geht es gut. Ich war soeben durch den Schnee laufen und hab mir den Wind um die Nase wehen lassen. :-D

Es freut mich das es du eine gute Phase hast und ich denke mir das ist dein eigentliches Ich. Das andere ist nur die Angst.

Dominik hat da schon eine prima Strategie entwickelt, die absolut der Wahrheit entspricht. Alle Menschen sind gleich und doch wieder ganz individuell.

Weißt du was Loreenchen, das mit dem Kindergarten, das schaffst du bestimmt. Sieh mal du als eigenständige Persönlichkeit hast deine eigene Entwicklung. Und wenn du jetzt nach einem Jahr im Kindergarten auftauchst, dann ist das völlig ok. Andere haben auch ihre Entwicklung. Wenn man das gegenseitig respektiert, dann darf jeder so sein wie er ist. Und am besten man fängt damit bei sich selbst an. Sich selbst respektieren wie man ist.

Je autentischer ein Mensch ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen, desto mehr wird er respektiert.

Jeder ist wertvoll so wie er ist und man verlernt auch nichts, man glaubt es nur. ;-)

Angst zu haben ist keine Schande. Das haben viele Menschen. Man kann sie als Übung nehmen und ihr liebevoll hin und wieder einen Vogel zeigen. ;-D

Grüsse von Elloran

L|adanxia


Angst zu haben ist keine Schande. Das haben viele Menschen. Man kann sie als Übung nehmen und ihr liebevoll hin und wieder einen Vogel zeigen.

Stimmt absolut :)^ Ich selbst überlege mir immer dreimal, wenn ich zB. ein Telefonnat führen soll ist es wirklich notwendig, oder reicht nicht auch eine einfache eMail, bzw. wenn schiebe ich es immer vor mich her, das kostet mich schon Überwindung jemand Fremdes einfach so anzurufen.

Oder allgemein jemanden Fremdes anzusprechen, da kann ich wirklich mit dir fühlen :)_ Aber wenn man im Gespräch verwickelt ist, ist es gar nicht mehr so schlimm oder :-D

Ich habe mich aber irgendwann selbst in kalte Wasser geworfen und ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit angenommen, wo ich also reden musste. Aber weißt du was, die Leute sind auf mich zugekommen, haben mich gefagt, weil ich ja der kompetente Ansprechpartner war und es hat mir Spass gemacht. Man kann sich wirklich einen gewissen Mut aneignen. Wenn ich lange Zeit wenig Kontakt nach draussen hatte, fällt es mir aber immer wieder schwer... man muss dann immer am Ball bleiben, einfach nicht aufgeben, der Mensch kann viel mehr leisten als er sich selbst oft zutraut, auch auf andere Menschen zugehen. :)* :)* :)*

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