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Wer kann ebenfalls Kaiserschnitt psychisch schlecht verarbeiten?

LHenn !Muxm hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mich würde interessieren, wer ebenfalls einen Kaiserschnitt hatte und diesen psychisch schlecht verarbeiten kann.

Ich hatte 2005 einen geplanten Kaiserschnitt und 2008 einen Notkaiserschnitt wegen hohem Geradstand und habe diesen immer noch nicht überwunden (mache mir Vorwürfe usw.).

Vielleicht geht es ja jemandem ähnlich und wir könnten uns etwas austauschen.

Liebe Grüße

Antworten
d7awnnae


ich hatte vor 8 monaten einen ks. ich habe es gut überwunden, bin nur oft traurig, wenn andere von einer normalen geburt reden.

d_anne


habe eine freundin, die hat vor 3 monaten spontan entbunden. ich habe das geburtsvideo gesehen und musste weinen, weil ich dieses erlebnis nicht haben durfte... sie hat es nicht verstanden und hat gemeint, dass sie starke schmerzen hatte und ich es mir nicht wünschen soll. meint sie denn der KS war schmerzfrei?

wie äussert sich das bei dir? glaub nicht, dass du eine schlechtere mutter bist oder so, nur weil du nen ks hattest

LBenGn Muxm


Ich bin halt sehr traurig, dass ich dieses Glückgefühl nicht habe, wenn die kleinen Mäuse spontan geboren werden. Mir fehlt der 1. Anblick und die direkte Nähe zum Baby, wenn sie auf den Bauch gelegt werden....

Ich hatte 16 Stunden Wehen und 40 Minuten Presswehen, dabei wurde bemerkt, dass der Kleine nicht durchs Becken kommt. Dann ist er auch noch bei jeder Wehe mit den Herztönen runter, deshalb ging´s dann im Eiltempo in den OP.

Das Gefühl ne schlechte Mutter zu sein habe ich auf keinen Fall, denn der Kaiserschnitt war das Einzig Richtige für den Kleinen.

Hattest du einen geplanten Kaiserschnitt oder sekundär?

LAenn Mxum


Mich ärgert es auch maßlos, wenn die Leute denken, dass der Kaiserschnitt das Einfachere wäre. Aber ich fand die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt schlimmer als die Wehen. Man quält sich aus dem Bett, kann sein Baby nicht richtig versorgen, nicht tragen, das Stillen macht mehr Probleme usw.

M7icha> 1804


Ich bin halt sehr traurig, dass ich dieses Glückgefühl nicht habe,

versteh ich nicht, im Normalfall bekommst du doch auch nach dem KS dein Baby gleich auf die Brust gelegt. Der Moment ist doch der selbe, nur dass du die Schmerzen nicht hattest.

Ich hatte einen Notkaiserschnitt unter Vollnarkose, weil die Herztöne meiner Tochter kaum mehr hörbar waren. Ich hab sie erst 2 Stunden später gesehen - und war total dankbar denn ich hatte ein gesundes Kind. Was will man mehr ? Alles andere ist doch total egal.

dUa3nne


im arm hatte ich den kleinen auch erse 2 h nach der geburt. und da hatte er schon sachen an! nackt kuscheln konnten wir erst zu hause. das war auch sehr schade.

es war ein geplanter KS wegen BEL.

L%ennn Mu&m


@ Micha

Ich hab den Kleinen erst 1 h nach OP richtig gesehen und da hatte er schon Sachen an. Dass mir das Glücksgefühl fehlte, ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Natürlich bin ich dankbar und glücklich, dass ich ein gesundes Kind habe und das ist auch absolut das Wichtigste, da stimme ich dir voll zu.

Aber ich hätte mir halt sehr eine normale Geburt gewünscht und bin ja auch bis zu den Presswehen gekommen (also hatte ich wohl genügend Schmerzen vor dem Kaiserschnitt). Und mir feht einfach der 1. Blick auf das Baby und dass ich ihn direkt nackt Haut auf Haut an mir spüre.

H}ebam"mxe26


Hallo Lenn Mum,

es geht vielen Frauen so wie Dir, sogar denen, die sich freiwillig für eine Operation entschieden haben. Diese Gefühle kommen einerseits von den Erwartungen, die wir selbst an uns und an eine Geburt haben (dies ist tief in uns verankert, tiefer als wir es vielleicht ahnen...denn eine Frau ist geboren um zu gebären und durch eine Geburt wird man selbst auch neu geboren...in die Rolle der Mutter) und andererseits durch die fehlenden Hormone nach einem Kaiserschnitt.

Es gibt Selbsthilfegruppen für Sectiomamis, auch viele Psychologen und weitergebildete Hebammen können helfen. Vielleicht erkundigst du dich mal bei (d)einer Hebamme?

Ich kann dir auch das Buch "Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" empfehlen...da schreiben Sectiomamis für Sectiomamis.

und war total dankbar denn ich hatte ein gesundes Kind. Was will man mehr ? Alles andere ist doch total egal.

Da hast du sicher recht, die Dankbarkeit ist da...dennoch ist eine Geburt ein so komplexer, emotionaler Vorgang, dass eine Störung dessen oft Spuren hinterlässt. Das Gefühl diese elementare Erfahrung mit dem Kind genommen bekommen zu haben kann bei Nichtbearbeitung viele Jahre später noch Depressionen und Schlimmeres verursachen, weshalb man die Äußerungen und Gefühle eine Sectiomama wie Amy Lenn nicht ignorieren sondern sogar sehr ernst nehmen muss.

L|ernn Muxm


@ Hebamme 26

Vielen Dank für dein Verständnis, es tut gut, wenn man verstanden wird und nicht noch Vorwürfe bekommt man solle doch dankbar sein ein gesundes Kind zu haben.

Hatte gestern nochmal ein langes Gespäch mit meiner Nachsorgehebamme, hat sehr gut getan. Jetzt besorg ich mir mal den Geburts- und OP-Bericht und lasse mal mein Becken röntgen, ob es daran liegt. Denn bei der 1. Sectio war schon Verdacht auf cephalo-pelvines Missverhältnis, wollte es aber bei der 2. Geburt unbedingt normal probieren, obwohl man mir wieder zum Kaiserschnitt geraten hat. Und diesmal war der Kleine in Hohem Geradstand.

Hast du damit Erfahrung?

Hast kürzlich erst spontan zuhause entbunden, oder? Ganz herlichen Glückwunsch dazu, war bestimmt das Schönste, was man erleben kann.

Liebe Grüße

MaichaY 180x4


und nicht noch Vorwürfe bekommt man solle doch dankbar sein ein gesundes Kind zu haben.

Entschuldige mal bitte, wie kann man jemandem vorwerfen er solle für die Gesundheit dankbar sein ???

Das war eine Feststellung und kein Vorwurf !!!:|N :|N :|N

Mfichaj 18x04


Im übrigen habe ich geschschrieben dass ich total dankbar dafür war. Wenn Du dich über ein krankes Kind mehr gefreut hättest, dann ist das deine Sach *Zynismus aus*

c"o<sminxa


Hallo Lenn Mum!!!

Ich kann Dich soooo gut verstehen :)_ Es gibt sehr viele Frauen die psychische Schäden von Ks davon tragen! Und es gibt auch professionelle Hilfe dagegen. Körpertherapie und anderes...

Vielleicht findest Du jemanden der das mit Dir aufarbeiten kann?

Alles Gute!@:)

LNennJ Mum


@ Micha

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Hab dir schon geschrieben, dass die Gesundheit des Babys und auch von der Mutter das allerwichtigste ist und ich hätte niemals mein Kind gefährdet. In meiner Situation war der Kaiserschnitt auch die richtige Entscheidung, denn aus Hohem Geradstand hätte er niemals geboren werden können.

Aber trotzdem macht mir der Kaiserschnitt zu schaffen. Ich glaube, du kannst das nicht so nachvollziehen, da du darüber anders empfindest.

Und mit den Vorwürfen habe ich nicht dich persönlich gemeint, sondern allgemein die Gesellschaft, denn ich bekomme des öfteren zu hören, ich solle doch froh sein, dass es mir und dem Kleinen gut geht. Natürlich bin ich froh darüber und glücklich, aber darf ich nicht gleichzeitig traurig sein, dass ich dieses Erlebnis der natürlichen Geburt nicht hatte ???

@ Cosmina

Hallo!

Nochmals alles Gute zur Geburt der kleinen Maus.

Wie hast du es geschafft die beiden vorausgegangenen Kaiserschnitte zu verarbeiten?

Luittl&e-mi+t-WLotxte


Meine Hebamme hat extra Kurse für KS-Mamis gegeben, zur Bewältigung, zur Bonding-Nachholung usw. Ich denke, so etwas kann helfen!

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