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Zwanghafter Kinderwunsch krankhaft?

fErukjkxi hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich denke, ich stoße mit diesem Thema eine hitzige Diskussion an, und habe es deshalb nicht in der Gynäkologie-Ecke gepostet, um niemanden, der vielleicht schwanger werden will, auf die Füße zu treten.

Ich bin in einem Forum für NFP, was natürlich sowohl zur Verhütung als auch zur Familienplanung genutzt wird. (ich verhüte damit)

In den Schwangerschafts- und Kinderwunschseiten lese ich oft Beiträge, in denen Frauen "ihren Weg zum Wunschkind" beschreiben.

Da gibt es Threads, in denen gemeinsam "gehibbelt" wird, und jeder mindestens 5 mal am Tag schreibt, dass er eventuelle Schwangerschaftsbeschwerden hat (obwohl viele erst im 2. Tag der Hochlage sind), oder dass er jetzt keinen Alkohol trinkt, weil er ja eventuell gerade seit 3 Stunden schwanger ist. Getestet wird prinzipiell ab dem 3. Tag der Hochlage, und manche kaufen sich gleich auch ein Großpack an SS-Tests.

Mir stehen da immer die Haare zu berge, weil ich denke, dass ein so dolles Fixieren auf ein Kind krankhaft ist. Was denkt ihr darüber?

Ich frage mich halt, was die Frauen nicht in ihrem Leben sehen wollen, wenn man sich so auf einen auf eine mögliche SS konzentriert. Des Weiteren frage ich mich, was diese Frauen für Mütter für ihre Kinder sein können, wenn sie offensichtlich selber ein psychisches Problem haben. Ein Kind zu machen, um eine eigene Obsession zu befriedigen ist egoistisch und narzisstisch und schadet dem neuen Erdenbürger doch immens.

Oder ist so ein starker Kinderwunsch, wie ihn diese Frauen verspüren, normal?

Ich bin auch eine Frau, ich will später auch Kinder haben, mich aber nicht so zwanghaft darauf konzentrieren sondern gucken "wenns klappt dann klappts". ich denke manchmal, irgendeine Macht von da oben weiß schon, warum sie diese Frauen nicht schwanger werden lässt....

was denkt ihr darüber?

Antworten
CIhincmhillParin1


Naja... Ich denke wenn man was wirklich will kann´s schnell passieren das nur noch das wichtig ist und man sich vielleicht auch fast nur noch darauf konzentriert.

Ist beim abnehmen doch zb genauso, wenn ich mal versucht hab abzunehmen hab ich auch nur den ganzen Tag Kalorien gezählt und nur ans Essen gedacht %-|.

Bin grad selbst schwanger (aber nicht drauf hingearbeitet sondern so wie du geschrieben hast "wenns klappt...") und muss schon sagen das man da auch etwas drauf achten muss den ganzen Tag nicht nur daran zu denken und sich auch anderen Sachen zu widmen. (Find das generell eigentlich auch nicht gut wenn man sich nur auf eine Sache konzentriert)

Und so Sachen wie..

Da gibt es Threads, in denen gemeinsam "gehibbelt" wird, und jeder mindestens 5 mal am Tag schreibt, dass er eventuelle Schwangerschaftsbeschwerden hat (obwohl viele erst im 2. Tag der Hochlage sind), oder dass er jetzt keinen Alkohol trinkt, weil er ja eventuell gerade seit 3 Stunden schwanger ist.

Nochmal abnehmen als Beispiel, da gehts doch manchen bestimmt auch so das sie dann seit 1-2 Tagen abnehmen und sich schon leichter fühlen...

Je stärker der Wunsch ist ein gewissen Ziel zu erreichen desto mehr konzentriert man sich auf etwas.

Ob das nun Einbildung ist oder nicht, naja manchmal wahrscheinlich schon aber gerade der Kinderwunsch ist ja sone Sache.

Da warten manche Jahre drauf und probieren alles mögliche, wenn man dann immer wieder eine Enttäuschung erlebt weils dann halt doch nicht klappt zieht man sich natürlich an jedem kleinen Anzeichen hoch das es jetzt vllt doch geklappt hat und ist dann auch doppelt so vorsichtig (trinkt direkt keinen Alkohol mehr usw)

Und ich denke mal wenn mans echt lang versucht hat will man dann nach ein Paar Jahren auch nicht mehr sagen, ja gut ich lass es jetzt, vllt klappts irgendwann. Man hat halt schon soviel da rein gesteckt..

Ausserdem ist grad Kinder kriegen ja so ein Thema, wo man nich sagt, "Ja gut das geht in 10 Jahren auch noch" wenn man alles versucht und einem dann noch die Zeit wegläuft =/..

Also ich kanns schon _teilweise_ nachvollziehen, aber sobald man sich deswegen verrückt macht naja..

Denke auch dass das nicht gut ist, vor allem weil Stress bei den meisten Sachen, sowie auch grad beim Kinder kriegen wohl nicht wirklich förderlich ist.

A8leoxnor


Heute ist der Fokus beim Kinder bekommen meiner Meinung nach ein ganz anderer. Viele entscheiden sich ja ganz bewusst dafür JETZT ein Kind zu zeugen und dann soll es bitte auch gleich klappen, usw.

Ich denke die Erwartungshaltung ist da auch eine ganz andere. Der gesamte Ablauf wird viel genauer beobachtet, es wird mehr mitgefiebert. Eben weil es in diesen Fällen eine bewusster Entschluss ist.

p"arpulQa


Chinchillarin1 habe ich nichts mehr hinzuzufügen. :)^ Es ist super spannend zu hibbeln (ich hibbel demnach auch gerade) und es ist eben ein großes Ereignis! Wir hatten auch gedacht, wenns passiert, passierts halt. Aber so ist das nicht. Inzwischen arbeiten wir auch darauf hin...

dbuftya\smxin


ich bin nicht krankhaft, wenn ich mir ein Kind wünsche ,klar wäre es schön,das es klappt(bei mir eh nicht weil ich keine auf normalen Weg bekommen kann).Aber ich freu mich für andere ,und wenn Sie, sich zusammenschliessen ,meine Güte warum nicht? und ich finde das immer noch besser als wenn baby"s und Kinder vernachlässigt und getötet werden oder in irgendwelche Missstände geboren werden.

An alle die hibbeln ,ich wünsche euch glück!!!

E^lvix81


Also ich finde den Beitrag vom Chinchillarin schon sehr gut erklärt.

Ich möchte nun auch schon seit 5 Monaten schwanger werden und es klappt halt nicht.

Klar, bei dem NFP Seiten, sind wirklich Leute dabei, denen ist schon am Tag der Befruchtung (also weit vor der Einnistung) übel.

Aber es sind auch täglich welche dabei, die eben genau mit dieser Methode schwanger werden. Wer keinen regelmäßigen Zyklus hat, kann durchaus von der Methode profitieren.

Ich finde es ein bisschen krass , was du schreibst. Dass solche Leute selber psychische Probleme haben, und vermutlich "schlechtere" Eltern sind !!

Natürlich nagt es jedesmal wieder an der Seele wenn es wieder nicht geklappt hat, aber genau da ist ein Forum oft ein guter Zuhörer.

Außer mit meinem Mann, kann ich z.B. nicht mit jedem aus meinem Bekanntenkreis so ohne ein Blatt vorm Mund meinen Frust loswerden.

Wer noch nicht in dieser Lage ist oder war sollte da bitte eher mit mehr Tolleranz und Einfühlungsvermögen ran gehen.

Gerade auch, wenn er wie DU selber ein mehr oder weniger großes Päckchen (dein Faden in der Psychologieabteilung) zu tragen hat ! Ist ja klar, wenn du selber probleme in einer Beziehung hast, ist man von einer vernünftigen Einstellung zum Kinderwunsch weit entfernt.

nMullacihtfufIfzWehn


Kann mich deiner Meinung nur anschließen. Diese ganzen GemeinsamHibbeln- und HabichHIV?-Beiträge nerven mich nur noch.

Und falls ich da mal reinschaue, hab ich auch oft den Eindruck, dass da das Kind als Substitut für geringes Selbstbewusstsein, zu wenig Anerkennung oder sonstige Probleme im Leben herhalten muss.

Ich will auch mal Kinder haben - aber erst wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und Haustiere finde ich bis jetzt irgendwie niedlicher. Die können die Wartezeit bis dahin gut überbrücken.

Eklvix81


@ 0815

..........ja , genau !! Warscheinlich haben wir alle

geringes Selbstbewusstsein, zu wenig Anerkennung oder sonstige Probleme

und haben sonst keine Ahung vom Leben ! Alles klar :)^

nJulluachtfu=ffzehxn


@ Elvi81

Da warstu wohl grad schneller. Klar ist es frustrierend, wenn der eigene Kinderwunsch (ich hab keinen Bock jetzt diese x Millionen blöden Abkürzungen zu verwenden) nicht klappt. Meine Eltern hams bei mir auch ca. 1 Jahr lang versucht. Aber dann jedes Mal nen neuen Thread (Faden) aufzumachen? .. und in jedem steht eh das gleiche drin.

Und manche von denen, die das schreiben, sind noch nicht mal 20 Jahre alt. Die kennen sich doch selber nicht mal richtig. Und wie wollen die denn ihrem Kind Grenzen setzen, wenn sie es so zwanghaft lieben (Alles jetzt sehr übertrieben und pauschal formuliert; ich hoffe aber der Gedanke ist deutlich geworden)?

EAlZvi8U1


:)z ja 0815, das hört sich schon besser an.

Natürlich sollte man dazu auch die nötige Reife haben und das Umfeld und die Voraussetzungen sollten unbedingt passen !!

E`mma_P$eeLl


@ nullachtfuffzehn

Ich finde es gut, dass du gerade die anderen Fäden ansprichst (beispielsweise HIV), denn ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Fixierung auf bestimmte Dinge manchmal nervend und auch unverständlich ist. :-/

Hier im Forum entsteht oft ein unglaubliches Theater um die normalsten Dinge der Welt. Da werden 5 Fäden aufgemacht zum Thema "schwanger trotz Pille und Kondom" und es wird sich verrückt gemacht, ob der 6. Schwangerschaftstest womöglich doch falsch negativ anzeigt oder ob der Arzt bei der Blutabnahme das Etikett verwechselte. %-|

Ich bin auch schwanger und es klappte ebenfalls "erst" 6 Monate nach Absetzen der Pille. Ehrlich gesagt, hielt ich das jetzt nicht für eine lange Zeit, ich fand sogar, dass es recht fix geht. Nachdem ich in einem Schwangerschaftsfaden mitgeschrieben habe, ist es mir aber jetzt auch etwas zu hysterisch geworden dort. Anlass war die "Diskussion", ob man als Schwanger noch baden dürfe, oder ob das nicht zu warm sei. Ich glaub, ich klapp zusammen - in Afrika bekommen die Frauen auch Kinder, obwohl es den ganzen Tage wärmer ist als in meiner Badewanne für 10 Minuten.

Aber so ist das anscheinend... ich kann mich mit diesen ganzen Fäden nicht identifizieren und kann nicht nachvollziehen, warum man sich in alles so reinsteigern muss. Vor zwanzig Jahren gab es auch keine Foren, da haben die Leute das auch mit sich allein ausmachen müssen.

nlull,achgtfu}ffzexhn


@ Emma_Peel

Hehe krasses Beispiel. Gerade bei HIV findet man immer wieder sehr krasse, eigenartige Kombinationen. Die so eigenartig sind, dass ich mir als Forenmitglied (der nun schon einiges dazu mitbekommen hat und sich für halbwegs kompetent hält) keine Meinung/Urteil dazu zutrauen würde. Da ist ein HIV-Test so extrem viel aussagekräftiger. Und selbst der beste Experte kann da die Unsicherheit bis zum Test nicht nehmen.

An sich finde ich es ja nicht sooo schlimm; schließlich ist es besser, die Leute finden jemand Gleichgesinnten im Forum (ProAnna oder wie das heißt ist wieder ein anderes Thema). Im RealLife ist das ja häufig nicht so ohne Weiteres möglich. Und besser sie lassen hier mal ordentlich Dampf ab bei Leuten, die sich auch dafür interessieren, als woanders bei Leuten, die sich nicht dafür interessieren (oder irgendwann genervt sind) und dann gehen evl. noch Freundschaften kaputt. Und gerade im jungen Alter fehlt oft die Gelassenheit, Dingen auch mal Zeit zu lassen. Da kann so ein Forum manchmal helfen (oder aber noch mehr die Gedanken darum kreisen lassen).

Was mich nervt ist, dass diese neuen Threads immer in der Threadübersicht direkt auf med1 angezeigt werden. Häufig noch mit nichtssagenden Überschriften und ich klicke dann neugierig darauf und sehe wieder nur das gleiche Thema in neuer Variation. Und häufig einen Sachverhalt beschrieben, der aus meine Sichtweise nur irgendwie lächerlich erscheint. Und bei denen ich manchmal vor lauter Abkürzungen überhaupt nichts mehr verstehe.

Obwohl ich zugeben muss, dass ich teilweise ja auch sehr froh sein kann, keine solche Ängste haben zu müssen. Weiterhin bin ich eh der arztfaule Typ und ignoriere manche Ängste lieber als mich ihnen hinzugeben und bei jedem bisschen zum Arzt zu rennen.

Ich finds nur schön, dass ich nicht der Einzige bin, den das so nervt.

f$eimbWo,nwi


@ frukki

So wie du darüber redest, hattest du es wohl noch nie durchgemacht, und kannst nicht so darüber urteilen. ich versuche schon seit 1,5 Jahren Schwanger zu werden, es will einfach nicht klappen! Und ich weiß wie man sich fühlt, wenn man sich zu sehr reinsteigert! Weil es klappt bei den meisten, die es bewusst versuchen nicht auf den 1. Schlag!! Naja aber ich denke, und hoffe du wirst in unsere Lage kommen, um zu sehen wie man sich da fühlt in so einer Situation!

Ich will dich nicht angreifen, wollte nur meine Meinung dazu sagen!;-)

E4mmCa_PZeeml


ich versuche schon seit 1,5 Jahren Schwanger zu werden, es will einfach nicht klappen! Und ich weiß wie man sich fühlt, wenn man sich zu sehr reinsteigert!

Natürlich ist das eine schwierige Situation, das bestreitet doch niemand. Aber warum versucht man dann nicht, sich ein wenig zurückzunehmen, wenn man doch weiß, wie sehr einen das belastet?

Es geht hier um Leute, die die ersten Anzeichen einen Tag nach dem Eisprung bemerken und ich kann nicht nachvollziehen, warum man sich den x-ten sinnlosen Beitrag dazu nicht einfach sparen kann. :-/

Was ich gut verstehen kann, wenn hier ein konstruktiver Austausch zu der belastenden Situation entsteht, zu Erfahrungen mit Ärzten und auch deren Diagnosen o.ä. Dabei können jede Menge sinnvolle Anregungen von Leidensgenossen kommen und womöglich probiert man dadurch was aus, was letztendlich hilft. Viele Fäden sind aber schiere Hysterie.

Nebenbei:

Naja aber ich denke, und hoffe du wirst in unsere Lage kommen, um zu sehen wie man sich da fühlt in so einer Situation!

in Kombination mit

Ich will dich nicht angreifen

finde ich einfach nur unangemessen. Wenn du jemanden angreifen willst (und das tust du, indem du ihm etwas Gemeines wünschst), dann steh wenigstens dazu.

pRapVula


Naja aber ich denke, und hoffe du wirst in unsere Lage kommen, um zu sehen wie man sich da fühlt in so einer Situation!

Ich will dich nicht angreifen

finde ich einfach nur unangemessen. Wenn du jemanden angreifen willst (und das tust du, indem du ihm etwas Gemeines wünschst)

Und womit hat d sie dich jetzt genau angegriffen ???

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