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Ich glaube meine Mutter muss dringend zum Psychologen (wie, wo?)

D=as-JLeben--Liebqende hat die Diskussion gestartet


Hey ihr,

also wie die Überschrift sagt, denke ich dass meine Mutter dringend einen Psychologen braucht.

Nur, sie hat bestimmt keine "Krankheit" in dem Sinne, sondern braucht einfach jemandem, dem sie ihr gesamtes Leben im Detail erzählen kann und der ihr hilft bestimmte Dinge richtig zu deuten.

Hintergrund: Meine Schwester ist sitzengeblieben im Januar. Und gestern habe ich zufällig Mails von meiner Mutter gelesen, die sie an die frühere Lehrerin meiner Schwester geschrieben hat.

Ich steh wirklich unter Schock :-o :-o

Es ist der Hammer, was sie von sich gibt. Sie hat so ein richtiges Hirngespinst enwicklet, sieht überall Intrigen und böse Menschen. Sie hat seitenlange Mails geschrieben, in denen unsere gesamte Familiengeschichte steht - an eine Lehrerin :-o

Die hat dann zum Glück ENDLICH gestern geantwortet, dass sie keine Zeit hat sich das alles duchzulesen und bitte nichts dem Thema zu tun haben will. Aber heute morgen habe ich meine Mutter schon wieder einen "geheimen Brief" schreiben sehen.

Wenn man die Mails liest, denkt man wirklich die hat ein sehr kranker Mensch geschrieben. Die sind schon fast irre und komplett abwegig. Ich weiß nicht, wie sie auf solche Sachen kommt. Sie verdreht alle Tatsachen so lange, bis sie in ihre kleine gestörte Story passen. sie hat auch Dinge von mir "zitiert", die ich definitiv nie gesagt habe.

Naja, auf jeden Fall kann das so nicht weitergehen und ich denke halt, ein Psychologe würde ihr gut tun.

Meine Frage: Hat sie da überhaupt "Anspruch" drauf? Wie kommt an jemanden? Kostet das was? Wie ist der Ablauf etc.?

Vielen Dank im voraus,

eure DLL

Antworten
D>as^-Le6ben-1Liebxende


weiß niemand darüber bescheid? :)D

D}hakrma2*4


Wie willst du sie denn dazu bringen, zu einem Psychologen zu gehen? An den Haaren zerren? Das muß sie schon freiwillig tun, oder ist sie unzurechnungsfähig?

HOanseXlinxe


die krankenkasse bezahlt das, am besten dort fragen. allerdings wird deine mutter das wohl nur tun, wenn sie selber unter ihrem zustand leidet!

MBoerxus1


Etwas Geduld, es melden sich schon noch die Fachleute (ich bin keiner) oder ähnlich Betroffene.

Zum Psychologen kann ein Hausarzt überweisen, zahlt die Krankenkasse. Das Problem ist oft nur, dass Betroffene meist weit von sich weisen, behandlungsbedürftig zu sein und deshalb Hilfe ablehnen.

Andererseits ist es aber für den einen oder anderen auch nicht so toll, von der Gesundheitsindustrie dann richtig "krank gemacht" zu werden, wenn man sich in ihren Kreislauf begibt.

Myoeruxs1


...jetzt wäre ich doch überflüssig gewesen. ;-)

S?anjxa-


Jeder kann grundsätzlich einen Psychologen in Anspruch nehmen, ob die Kasse dann zahlt entscheiden die nach der Antragsprüfung. Dazu müsste deine Mutter zu einem Psychologen Kontakt aufnehmen, ein Erstgespräch führen und den Antrag auf Kostenübernahme bei ihren Hausarzt nochmal unterschreiben lassen. Das alles kann aber nur von Deiner Mutter ausgehen, denn zu einer Therapie, oder auch nur zu einem Gespräch, kann man niemanden zwingen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, es hört sich schon so an als wäre ein Psychologe sehr sinnvoll. Vielleicht kannst du ja schon mal die Gelben Seiten durchsuchen und bei jemandem anrufen (Psychologen/Psychotherapeuten). Die können dir bestimmt noch genauer sagen wie ein Anfang gemacht werden könnte! Sprich denen auf den AB, die rufen dann zurück und das kostet auch (nach meinem Wissen) erstmal nichts!

Viel Kraft!! @:)

Sranjxa-


Na, da hat sich ja doch einiges hier getan während ich geschrieben habe!!! ;-)

H anJsFelixne


Die Gefahr, erst richtig krank gemacht zu werden, besteht - man entgeht ihr, indem man sowohl eine stationäre Behandlung als auch die Einnahme von Psychopharmaka ablehnt. Psychotherapie ist fast immer auch sehr gut ambulant möglich (und erst recht ohne Medikamente, auch wenn es momentan "in" zu sein scheint, zu sagen "ich verschreibe Ihnen jetzt erst mal ein Antidepressivum").

S9. walYlixsii


Die Gefahr, erst richtig krank gemacht zu werden, besteht - man entgeht ihr, indem man sowohl eine stationäre Behandlung als auch die Einnahme von Psychopharmaka ablehnt.

Ich halte das in dieser verallgemeinernden Form für eine sehr gefährliche Aussage. So formuliert rät der Satz dazu nie und in keinem Fall Psychopharmaka zu nehmen.

@ Das-Leben-Liebende

das hört sich bedenklich an, klingt etwas nach Schizophrenie aber ich weiß nicht was es noch alles sein könnte, jedenfalls klingt es psychotisch. Du kannst ihr vorschlagen eine Therapie zu machen aber wenn sie nicht drauf eingeht bist du leider machtlos. Möglicherweise wird es verschwinden, vllt bleibt es in diesem Ausmaß oder es wird schlimmer, erst wenn es so extrem wird dass sie für sich oder andere eine konkrete Gefahr darstellt kannst du etwas tun. Ich wünsche dir dass es nie dazu kommt, dass es verschwindet oder dass sie sich zu einer Therapie überreden lässt.

Dias-9Leben-bLiebexnde


Super, vielen Dank euch allen für die Tipps.

Doch, ich denke sie sieht schon selbst ein, dass sie nicht weiterhin irgendwelche Menschen, die eigentlich nichts mit ihr zu tun haben, mit ihren "Problemen" nerven kann...

Ich werd mich nochmal genauer informieren.

Danke *:)

H/anhseMlinxe


So formuliert rät der Satz dazu nie und in keinem Fall Psychopharmaka zu nehmen.

Nein, rät er nicht. Er besagt - in dem Zusammenhang, indem er steht - nur, daß man der Gefahr, durch die Behandlung erst krank GEMACHT zu werden, durch die Ablehnung von Psychopharmaka entgeht, da das durch eine reine nichtmedikamentöse Behandlung wohl nicht passieren wird, während bei Medikamenteneinnahme die Möglichkeit besteht. Nutzen und Risiko sind individuell abzuwägen und man sollte bedenken, daß selbst Menschen, die sich gerade sehr schlecht fühlen, häufig auch ohne Medikamente sehr schnell geholfen werden kann - daß aber andererseits heute selbst bei unklaren Beschwerden nicht selten Medikamente verschrieben werden. Wenn man natürlich absolut nicht lebensfähig ist in dem Sinne, daß man eine akute Gefahr für sich selbst oder andere darstellt, dann sollte man die Einnahme von Medikamenten sicher nicht ablehnen; dann wäre man aber wohl sowieso eher in stationärer Behandlung und alles wäre sehr viel schlimmer als das, wovon ich in meinem Beitrag ausgegangen bin. Bloß: Krank gemacht WERDEN kann man nur, wenn man es nicht schon IST.

TGhorsvtix2


Hallo, deine Mutter müsste selbst dazu bereit sein, sonst bringt das garnichts und du kannst sie nicht einweisen lassen wenn sie keinen schaden anrichtet oder gewaltsam wird.

Ich bin auch in Thera wegen meine Panikattacken, das ist was anderes, man muss freiwillig einen Psychologen aufsuchen.

Rede mit deiner Mutter oder versuche das sie bei med1 schreibt oder sich informiert.

Versuche es mit deiner Mutter zu reden das ist der erste schritt.

Lg. :)* :)* :)* :)*

MBoeruxs1


Hanseline,

ich erlaube mir mal, auf das Buch von Jörg Blech "Die Krankheitserfinder" hinzuweisen, dass sehr viele gelesen haben.

Im Psycho-Bereich gibt es aber viele, die vermutlich wirklich hilfebedürftig sind, aber dies überhaupt nicht wahrhaben wollen. Nur gibt es bei leichteren Abweichungen vermutlich Probleme, Hilfe zu bekommen, ohne bei Psychiatern zu landen. Reinen und noch jüngeren Psychologen braucht man aber wohl nicht aus dem Weg zu gehen.

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