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Das Leben wirkt unecht

UHn[terd[rucxk hat die Diskussion gestartet


Hallo nochmal,

wieder bin ich mir nich ganz sicher ob das in Psychologie komplett perfekt aufgehoben ist, aber irgendwie versprech ich mir auf dem Gebiet ja Hilfe, also von daher... x:

Ich hab ja den anderen Thread hier, wo's im Grunde nur um's "Ausheulen" ging, in dem hier bitte ich jetz aber tatsächlich um Hilfe.

Seit ein paar Tagen wirkt die Welt komplett fremd. Es ist nichts passiert was das ausgelöst hat, es kam quasi plötzlich.

Ich steh total neben mir, hab das Gefühl überhaupt nicht ich selbst zu sein. Sachen, mit denen ich mich gerne beschäftigt habe lösen in mir nurnoch komische Gefühle aus, als würden sie nicht zu mir passen, als wollte ich den Hobbies garnicht mehr nachgehen. Meine alten Lieblingsbands kann ich nicht mehr hören, obwohl ich die Musik eigentlich immernoch liebe.

Ich verhalte mich im Moment total komisch, mach irgendwelchen komischen kram. Lauf einfach mal so aus Spaß die 5 Kilometer Landstraße von der Schule nach hause zu Fuß, ohne jeden Grund. Einfach nur so. Und jetzt weiss ich garnicht, warum ich das gemacht habe, aber ich werds trotzdem wieder tun ohne zu wissen warum ich das will.

Die Welt wirkt wie ein komischer Traum, ich fange an zu zweifeln ob das alles echt ist was um mich rum ist. Fang an mich zu fühlen als wär das hier nicht das Leben, sondern nur ein komischer Traum aus dem ich nicht aufwache. Genau das Gefühl hat mich gestern Abend lange wachgehalten, und immer mehr eingeengt. Innerhalb von Minuten hatte ich das Gefühl, das Leben wäre irgendwie weg, hab mich beengt gefühlt, gefangen in dieser unechten Illusion, bin nahezu panisch geworden. Ich war wirklich kurz davor in Tränen auszubrechen und nachts um 3 aus meinem Zimmer zu stürmen.

Ich weiss nicht was los ist, ich fühl mich nicht als wäre ich wirklich ich, fühl mich nicht als wäre das alles hier wirklich die Realität. Obwohl ich genau weiss, dass sie's ist, fühlt es sich nicht so an.

Ich hab keine Ahnung wo ich hingehöre, wer mich mag, wer mich nicht aushält, was ich machen will, was ich machen kann... ich fühl mich wie ein Schatten meiner Selbst im Moment... und das wird langsam echt unangenehm, siehe letzte Nacht.

Daher bitte ich um Hilfe, Ratschläge was ich machen kann, woher das alles so plötzlich kommen kann und wie es wieder verschwindet... ich danke im Voraus. Falls irgendwelche Fragen sind, nur raus damit, aber das würdet ihr sowieso tun. x)

Antworten
w/oe#lfix22


Ich hab leider nur einen Link für Dich, vielleicht bringt es Dich ein bißchen weiter einen Namen dafür zu haben:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Derealisation Derealisation]]

pci@ep_&matxz


Hallo Du,

also erstmal: du bist nicht allein mit diesen komischen Gefühlen!! Ich kenne das auch sehr gut und hatte das immer wieder mal, auch im Rahmen meiner Angststörung, mittlerweile aber so gut wie gar nicht mehr. Kenne aber auch einige andere, denen es unabhängig von irgendeiner Störung ab und an genauso geht.

Darf ich mal fragen, wie alt du bist? Stehst du vielleicht auch kurz vor einem entscheidenden Wechsel deiner Lebenssituation? Z.B. kurz vor Schulabschluss oder so? Bei mir hing es nämlich u.a. damit zusammen, dass sich innerhalb kurzer Zeit so vieles geändert hat, dass ich gar nicht mehr hinterherkam. Es ging auch darum, wichtige Entscheidungen für mein weiteres Leben zu treffen (Studium wechseln,..), ich fühlte mich mit der Verantwortung für mich selbst und mein Leben völlig überfordert, vieles war so im Unklaren und "hing in der Luft", sodass ich praktisch das Gefühl hatte, den Boden unter den Füßen zu verlieren, so "wackelig" hat sich alles angefühlt. Aber das war eine vorübergehende Phase, bis ich wieder wusste, wo es lang geht, welchen Weg ich weiter gehen will. Vielleicht könnte es dir ja helfen, dich mal zu fragen:

Was will ich, was sind überhaupt meine Ziele? Was will ich aus meinem Leben machen, KENNE ich meine Ziele überhaupt? Wenn dir darauf nichts einfällt, könnte es hilfreich sein, dir bewusst welche zu setzen, um eben einfach wieder "Boden" unter den Füßen zu gewinnen. Und dich dann darauf konzentrieren, sie zu erreichen!

Ansonsten schreibst du vom "Ausheulen". Ich habe nun deinen anderen Beitrag leider noch nicht gelesen, aber vielleicht könnte es ja auch daran liegen: Ich kenne diese Unwirklichkeitszustände auch noch im Zusammenhang mit Gefühle-nicht-zulassen-können. Eigentlich war ich furchtbar traurig oder wütend, es kam aber nichts davon wirklich raus und hat sich dann über Tage oder Wochen angestaut. Als ich dann endlich weinen konnte, hatte ich wieder das Gefühl, ganz "da und bei mir zu sein". Also manchmal frage ich mich dann auch heute noch, wenn ich sowas merke, wie es mir eigentlich wirklich geht und versuche das nicht mit irgendwelchen Ablenkungen zu überspielen.

Also: Versuche vielleicht einfach mal rauszufinden, welche Gefühle hinter dem Unwirklichkeitsgefühl stehen und schau, ob du sie zulassen kannst und ob es dir gut tut. Hast du nicht jemanden, mit dem du über alles offen sprechen und vor dem du alles zeigen kannst? Es kann manchmal viel helfen, wenn er oder sie in so einem Moment einfach bei dir ist.

Abgesehen davon kann ich noch Sport empfehlen, Schwimmen z.B., um den eigenen Körper wieder zu spüren. Und Ablenkung im Allgemeinen; also versuch auf jeden Fall, deine Gedanken nicht ständig auf dieses Gefühl zu fokussieren, davon wirds nämlich nicht besser. Manchmal kann man auch einfach nicht erklärn, woher es gerade kommt, dann ist es einfach da. Dann versuche darauf zu vertrauen, dass es nicht so bleiben wird, es wird wieder vorbeigehen, auch wenn man es sich in dem Moment schwer vorstellen kann.

Wünsche dir alles Gute :)*!

1z01)bir@gitxb


Das kenne ich auch.

Wenn man wegen einer wichtigen veränderung in der luft hängt.

Als ich mich von meinem mann getrennt habe, mit dem ich zu dem zeitpunkt 28 jahre verheiratet war,ging es mir genau wie dir !

Das legt sich , aber vielleicht kannst du aktiv was dafür tun, zum beispiel rausfinden, was dir den boden unter den füßen weg zieht. Stell dein leben mal auf den prüfstand. was ändert sich grade ? Welche größeren und für dich wichtigen dinge liegen schief oder laufen nicht so gut ?

Ablenkung ist natürlich auch gut.

Ich wünsche dir ganz schnell eine besserung, weil ich weiß, wie belastend das alles ist.

pYie4p_matxz


Nochmal ein Nachtrag. Habe gerade Ausschnitte aus deinem anderen Beitrag gelesen. Such dir Hilfe, diesen Appell kann ich nur unterstützen. In so einer Situation, gerade wenn man sich von aller Welt im Stich gelassen fühlt (das kenne ich auch....), ist es so unheimlich wichtig, wenigstens eine VERLÄSSLICHE Stütze zu haben, die dich wieder auf die Beine bringt und dir beiseite steht, die dich auffängt, vor der du dich auskotzen kannst über alles und jeden, die mit dir gezielt arbeitet, eben solange bis du es wieder schaffst, von selbst deinen Weg weiterzugehen. Ich wünsche dir den Mut, dir diese Unterstützung zu suchen! Falls du noch Fragen zum Thema Therapie hast, kannst du die auch gerne stellen.

SwouNlDxiva


Hey..

boaah ich kann das alles iwie total nacvhvollziehen..

es klingt jetzt komisch, aber mir geht es im mom auch genauso..wo ich echt denke ist das jetzt wircklich die realität in der mich befinde oder irgendein traum. nur bei mir ist es nicht so, dass ich panisch werde, sondern ich genieße dieses gefühl einfach..denn iwie ist es toll so etwas zu spüren,..ich meine dadurch das dir alles unwircklich vor kommt will man neue dinge ausprobieren..und alles noch mehr als vorher fühlen um zu begreifen ob das jetzt wircklich echt ist!!

Mein TIPP einfach: Koste dieses Gefühl aus, solange es da ist und werde nicht panisch, denn dazu hast du eigentlich gar keinen grund =)

LG

SGoulxDiva


hey nochmal,

ich hab eben erst die beiträge der anderen gelesen..

ich finde dieses gefühl " den boden zu verlieren" iwie nicht shclimm, im gegenteil..es ist zwar totaaal merkwürdig aber es hat iwie was..

mhh..also ich bin jetzt 16 und bin kurz vor meinem abschluss und bin ganz schön im zittern ob ich jetzt in die oberstufe komme oder nicht, denn da entscheiden jetzt die Zentralen Abschlussprüfungen, vor denen ich schon große angst hab :S

bei mir könnte es eine note sein, die mein leben dramatisch verändern wird. in solchen momenten denke ich dann immer, wieso ist da so und wie komme ich im leben weiter..was wird jetzt passieren wenn ich das und das nicht schaffe oder umgekehrt. Es ist so ein bisschen wie eine "egal phase" obwohl das in diesem moment eher nicht so gut ist und man einen klaren kopf braucht!! oder ??? ?

U6nterdxruck


Also erstmal, die Beschreibung der Derealisation und Depersonalisation passt ziemlich genau.

Danke für eure Antworten.

Eigentlich ist ja keine wichtige veränderung "in der Luft". Die Trennung war schon eine heftige Veränderung, aber das ist 6 Wochen her und in dem Zeitraum kommt dieses Gefühl jetzt zum ersten mal vor.

Ich bin 17, vor mir steht keine große Hürde oder Veränderung im Moment.

Ich kann das Gefühl irgendwie so schwer beschreiben. Ich weiss was mal aus mir werden soll, ich weiss aber nicht was ich im Moment machen soll. Einfach so, was gestern noch wichtig und richtig war war's auf einmal nichtmehr. Alles scheint als wär's irgendwie nicht richtig, nicht falsch, einfach irgendwas was nicht echt ist. Ich kenne mein Ziele, ich arbeite dafür, weiss was ich tun sollte. Aber egal was ich mache, ich fühl mich darin irgendwie nicht richtig aufgehoben oder es kommt mir so vor als wäre es (oder ich) fehl am Platze.

Ich fühl mich mit niemandem und nirgendwo richtig aufgehoben. Als würde ich nirgendwo hingehören.

Die Gefühle hinter dem ganzen kenne ich eigentlich. Trauer, Einsamkeit, Angst. Angst davor, allein zu sein, Angst vor der Einsamkeit die schon da ist.

Und jetzt macht mir halt diese Welt Angst. Alles wirkt halt so fremd und unecht, selbst ich selber. Ich finde ich bin einfach nicht Ich. Steh total neben mir. Und das macht mir verdammt Angst, genauso hab ich keine Ahnung wie ich das ändern kann, ich weiss ja nichtmal wo das so plötzlich auf einmal herkommt. Es gibt keinen direkten Grund dafür.

Eine verlässliche Stütze gibt es kaum. Niemanden vor dem ich wirklich zeigen könnte wie's mir geht, eigentlich will ich das auch garnicht. Ich will mich nichtmehr vor jemandem so verletzlich machen, so doof das wohl auch klingt.

mrarika, stern


ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber depersonalisation ist auf jeden fall auch ein symptom bei depressionen, was ja bei dir passen würde.

p)iepR_ma#tz


ich weiss ja nichtmal wo das so plötzlich auf einmal herkommt. Es gibt keinen direkten Grund dafür.

Na ja aber 6 Wochen sind wirklich keine lange Zeit dafür, dass du dich von ihr so abhängig gefühlt hast in den letzten Wochen..... und es ist doch sehr wohl eine Riesenveränderung, dass du jetzt erstmal wieder ohne jemanden direkt an deiner Seite klarkommen musst, denn sie hat dich ja, auch wenn sie von deinen Sorgen bzgl. Eltern und Oma erstmal nichts wusste, offenbar trotzdem sehr gestützt. Jetzt musst du das eben alles wieder alleine tragen, und wenn das zuviel wird ist es eigentlich kein Wunder, wenn sich der Verstand und das Gefühl ab und zu "ausklinken" und vor die (zur Zeit unschöne) Wirklichkeit eine Glasscheibe schieben, um dich vor ihr zu schützen.

Ich kann gut verstehen, dass es dir womöglich nicht leicht fallen wird, dich nochmal jemandem gegenüber zu öffnen, nachdem du gerade so von jemandem verletzt worden bist, dem du bestimmt mehr als jedem anderen vertraut hast. Und dennoch denke ich, dass du es probieren solltest. Ein Therapeut kann nicht von heute auf morgen plötzlich sagen, dass er keinen Kontakt mehr zu dir haben will. Er ist einfach da, wenn du ihn brauchst und er wird dich für nichts verurteilen, was du ihm erzählst. Soviel, was du gerade mit dir rumschleppst, kann man wirklich nur schwer allein bewältigen, vor allem wenn du, wie du sagst, auch sonst eigentlich niemanden hast, dem du alles anvertrauen kannst. Aber es ist natürlich letztlich deine Entscheidung. Ich meine lediglich, dass es dir helfen könnte.

WCar Ymal derE Katexr


Hallo

ganz ehrlich, ich würde nicht versuchen lange herumzurätseln woher das nun kommt. Ich würde damit tatsächlich zu einem Facharzt gehen. Das macht man nicht gerne, vor allem wohl nicht wenn man 17 ist aber ehe du jetzt darunter leiden musst würde ich es abklären lassen.

Da kann doch alles mögliche dahinterstecken, eine Depression, eine Angsterkrankung...usw.

Eine Facharzt ist vielleicht auch eher jemand dem man etwas erzählen kann ohne gleich doof dazustehen wie etwa Freunden oder so. Der verdient sein Geld damit und kann das ganze sicher am besten einordnen und ggf. auch behandeln.

Am Übergang von der Pubertät zum Erwachsenen kann alles mögliche passieren, da läuft vieles ab, Zukunftsängste, die Frage nach der eigenen Position in der Welt, wer ist man, wer will man sein und vieles mehr. Und damit kann man manchmal auch übers Ziel hinausschiessen.

Aber solche Überlegungen können auch in die Irre führen und man dreht sich immer mehr im Kreis dieser Gedanken.

S6oulDi@va


oh je..wenn ich so die ganzen beiträge lese..hab ich das gefühl dass ich manchmal einer depression ganz schön nahe bin..

was gibt es denn noch so für anzeichen für eine depression?

wjoelfiQ22


Kleiner [[http://www.depression.de/fragebogen/frs_fra.html Fragebogen]] ob man eine Depression haben könnte. Natürlich mit dem üblichen Disclaimer ;-) -> für richtige Diagnosen ist der Arzt zuständig.

Aber einen Anhaltspunkt kann sowas schon liefern ;-)

U-n terdxruck


Nochmal wieder Danke für all die Hilfe.

Naja, ja, 6 Wochen sind keine sonderlich lange Zeit, aber eigentlich geht es mir doch noch nicht die ganze Zeit so. Es ging mir zeitweise besser als ich gedacht hatte, ich komme eigentlich zurecht.

Nur wenn ich so nachdenke... es ging mir fast zu gut. Vielleicht... hab ich das ganze irgendwie oberflächlich verdrängt und jetzt... jetzt kommts auf mich wieder runter.

Also der Test sagt mir, ich habe vermutlich ne Depression. Nich dass ich jetz viel Wert drauf lege, aber über die Fragen da nachzudenken gibt mir generell mehr und mehr das gefühl, dass es so sein könnte.

Der Vorschlag mit dem Facharzt ist ja sehr gut nachvollziehbar, aber ich weiss nicht so genau...

ich weiss nicht, wie ich einfach an nen Therapeuten rankommen soll, ich weiss nicht ob ich mich dazu überhaupt überwinden könnte. Aber vielen vielen Dank für die Antworten.

w#oel2fi2x2


Der Weg des geringsten Widerstandes ist wohl, mal zum Hausarzt zu gehen und zu sagen dass es Dir nicht gut geht und Du gern mal mit einem Therapeuten/Psychologen reden möchtest, ob er Dir da jemanden empfehlen kann.

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