» »

Selbstmordgedanken wegen Autismus

TVerrxic hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Med1-Community!

Es gibt da ein großes Problem!

Ich habe seit ca. 5 Tagen Selbstmordgedanken. Als Beweis und Sicherheit für mich selber habe ich alle persönlichen Dateien, die mir lieb sind/waren gelöscht und meine Musik-CDs durchgebrochen! Dazu habe ich meine mehr oder weniger wichtigen Dokumente aufm PC gelöscht. Alles weg. Und das obwohl ich am PC lebe. Keiner weiß davon. Aber das tut jetzt nicht zur Sache.

Der Selbstmordgrund ist, dass ich leider Autist bin (Asperger-Syndrom) und unter dem Autismus stark zu leiden habe. :°( Der Autismus ist unheilbar und ich gehör halt zu der Sorte Mensch die damit nicht leben kann. Diese Behinderung macht einem das Leben generell zur Hölle: Man hat in sozialen Situationen (alle Situationen unter Menschen) große Schwierigkeiten. Und so macht mir das Leben halt keinen Spaß (mehr). :-( Die Symptome die mir am meisten zu schaffen machen sind nicht weg zu therapieren. Aus diesem Grunde wollte/will ich Selbstmord begehen.

Also es gibt einmal Für und-Gegen-Argumente bei meinem Selbstmord.

Die Für-Argumente (Grund für den Selbstmord) habe ich schon genannt.

Eigentlich bräucht ich nur noch Tötungsüberwindung, wenn es da nicht diese Gegenargumente gäbe.

Dass meine Familie (erstrecht meine Mutter) heftig unter meinem Selbstmord leiden würde hält mich davon ab mich zu töten. Meine Mutter würde krank vor Trauer werden! :-o Das kann ich ihr nicht antun. Aber meine Probleme mit dem Autismus (zudem habe ich übrigens noch die Sozialphobie) sorgen dafür dass mir mein Leben kaum bis gar keinen Spaß (mehr) macht. Ich bin schon fast 19 und es wird immer ernster im Leben. Ich hab kein Bock Autist zu sein! Ich seh schon üble Zeiten für meine Zukunft, wenn ich keinen Selbstmord begehe. Ich kenn meine Vergangenheit, die war schon schlimm genug. Warum? Autismus (ich hasse dieses Wort).

Es ist halt eine Zwickmühle:

Die Für-Argumente sind sehr stark

jedoch sind auch

die Gegen-Argumente sehr stark

Einerseits will ich mein Leben einfach beenden, andererseits auch nicht. :°( Ich war grad oben bei meiner Mutter und hab mir Brötchen geschmiert, bin dann runter in mein Zimmer gegangen und dann ist mir plötzlich aufgefallen wie schlimm es ja wirklich wäre, wenn ich ab morgen plötzlich tot wäre. Ich bin grad voll traurig. Versteht ihr?: Es ist schwer NEIN! zum Selbstmord zu sagen, aber es ist auch schwer JA! zum Selbstmord zu sagen. Mit meinen Schikanierungen die ich durch den Autismus habe komm ich nicht klar. Wie soll man mit starrem Blick in den Augen, die einen böse/traurig aussehen lassen, ein normales Leben unter Menschen führen? Das gibt nur Probleme. Jeder Autist hat es schwer im Leben. Ich habe schon einen sehr langen "Abschiedsbrief" in Form eines Text-Dokumentes geschrieben. Ein eigenes Hintergrundbild von Bildern von mir gefertigt. Mein Desktop ist komplett leer, hab meinen gesamten PC umgekrämpelt. Hab letztens alles für den Selbstmord vorbereitet, mich in den letzten Tagen ständig darauf eingestellt.

Ich weiß, dass jetzt 99% oder gar alle von euch schreiben werden/würden das der Selbstmord so oder so Schwachsinn ist, aber mein Argument FÜR den Selbstmord ist sehr gut, sogar super. Es handelt sich hierbei um eine unheilbare Krankheit die mich in allen Situationen mit/unter Menschen schwer schikaniert. Mein Leben ist im großen und ganzen so negativ manipuliert dass ich keine Lust darauf habe. Menschen sind der wichtigste Bestandteil des Lebens. Als Autist kommt man immer unfreundlich rüber (bei den Menschen, die keine Ahnung haben was das Asperger-Syndrom ist (fast alle also)) und kann nicht zeigen wer man selber ist und wie es einem geht. Natürlich gibt es Hilfe für Autisten, aber diese Hilfe kann die Symptome, die mir generell den Spaß am Leben nehmen, nicht behandeln. Ich habe mich gut informiert.

Es ist also eine ziemlich fiese Zwickmühle und wenn ich es mit dem Selbstmord nicht ernst meinen würde hätt ich zb. nicht jedes meiner Lieder (waren sehr, sehr viele) unwiederruflich gelöscht. Ich weiß, klingt dämlich, aber ich sehe den Selbstmord seit Tagen als einzige Lösung. Ich bin eigentlich schon mitten in der "Vorphase Selbstmord". War mir dabei so sicher. Aber nun bin ich so verunsichert. Mir ist wieder einiges klar geworden. Ich sitze zwischen zwei Stühlen, versteht ihr? Meine Mutter weiß natürlich, dass ich Autist bin aber sie hat keine Ahnung wie sehr ich darunter leiden muss.

Mit ihr darüber reden bringt nichts. Nichtmal Psychotherapeuten könnten mir helfen. Autismus ist nur teilweise behandelbar und wird nicht umsonst als unheilbare Entwicklungsstörung bezeichnet. Das hat man sein ganzes Leben lang. Es gibt halt Symptome die nicht (weg-)therapierbar sind. Zudem habe ich schon in ein paar Tagen Geburtstag (ja ich wollt mir das Leben kurz vorm 19. Geburtstag nehmen) und habe keine Lust darauf. Ich habe auch keine Freunde. Aber darum geht es jetzt nicht.

Habt ihr also irgendwelche Tipps oder Ratschläge für mich? Oder sagt mir einfach eure Meinung dazu! :-) Muss keine weltbewegende Hilfe sein!

MfG

Antworten
wdinLneto6u-dyer-WzweYitxe


Einen Tag kannst Du es immer noch aushalten! Also warte immer noch einen Tag, bevor Du Deinen Entschluss umsetzt!

sxterfne|boxx288


Ich weiß nicht ob es dir hilft aber schreib dir alle Gründe auf, warum du leben musst, wenns dir wieder so schlecht geht, dass lese alles immer wieder durch.

Hast du Freunde/Familie? Oder nur deine Mutter?

sater%ngeboqx288


Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe?

cOhi7naski


Hallo Terric,

ich bin jemand der Selbstmord kategorisch abgelehnt hat - bis vor kurzem. Mittlerweile weiß ich aus eigener Erfahrung dass es Situationen gibt, wo man verzweifelt genug ist um es zu tun. Solange aber die Angst vor dem Tod da ist, bedeutet es doch dass auch ein Lebenswille da ist. Du bist 19 und scheinst nicht auf den Kopf gefallen zu sein - glaubst Du wirklich Dein Leben muß unbedingt so schlimm verlaufen wie Du jetzt denkst ? Es hört sich so an als ob Du ein richtig gutes Verhältnis zu Deiner Mutter hast - rede doch mit Ihr, oder wenn es nicht geht schreib Ihr ein Brief wie Scheiße es Dir gerade geht. Das gute an Müttern ist, sie lieben einen bedingungslos, vollkommen unabhängig davon was man tut und wie man ist. Und wenn man Menschen hat die einen lieben - das allein macht das Leben lebenswert.

S!unsWhine0x2


Hallo Terric!!

Den Kommentar von Winnetou-der-zweite

Also warte immer noch einen Tag, bevor Du Deinen Entschluss umsetzt!

empfinde ich als sehr unpassend!

Sich nur von Tag zu Tag zu hangeln ist nicht die Lösung deines Problems.

Es ist überhaupt erschütternd, das sich ein so junger Mensch (ich bin zwar erst 18 geworden, aber...) solche schwerwiegenden Gedanken überhaupt macht.

Jedes Lebewesen ist durch Höhen und Tiefen in seinem Leben geprägt, dass du nun ausgerechnet eine lange tiefe Phase deines Lebens durchmachst, ist zwar ausgesprochen traurig, allerdings würde ich mir in den Arsch beißen, wenn ich später nicht wüsste, was ich aus meinem Leben hätte machen können.

Man weiß ja nie was kommt, vllt triffst du ja schon bald eine Frau, die dich liebt und unterstützt bei deinen Problemen, dazu kommt, dass es, wenn du wirklich so kurz davor stehst, nur noch besser werden kann. Allerdings nur, wenn du dir ein Herz fasst und den Mut aufbringst weiter zu leben.

Und du hast deine Mutter ziemlich oft erwähnt, ich nehme an, sie ist dir sehr wichtig! Ich kann mir vorstellen, dass sie für dich viel entbehrt hat. Es war für sie bestimmt nicht einfach und trotzdem hat sie zu dir gehalten und sich um dich gekümmert und war dir, so gut sie eben konnte deine Mutter.

Als sie erfahren hat, dass sie ein autistisches Kind bekommt, hat sie sich ja für dich entschieden, oder?? Das all ihre Entbehrungen, Aufopferungen und Liebe umsonst gewesen waren, wird sie sicher aus der bahn werfen. Ich bin sicher , sie würde sich die Schuld geben, das Gefühl haben versagt zu haben und vllt daran zerbrechen. Bist du sicher, dass du diese Schuld auf dich nehmen willst?

Ich würde sagen du solltest dem Leben eine weitere Chance einräumen.

Habt ihr einen Hund?? Wenn nicht und es machbar ist, würde ich dir raten, dir einen Hund anzuschaffen; für den Anfang. Durch den Hund kommst du vllt aus der tiefen Phase deines Lebens heraus, Hunde machen nämlich total glücklich!!! Mit einem Hund muss man regelmäßig raus und du glaubst ja nicht, wie viele Leute man kennenlernt, wenn man mit ihm spazieren geht. Dazu kommt, das ein Hund ein treuer Begleiter ist und sich nicht nach Aussehen richtet, sondern nach dem Inneren. Wichtig dabei wäre, dass der Hund nicht weggegeben wird, wenn du keine Lust mehr hast. Denn dieses Lebewesen ist dann auf dich fixiert, auf niemand anderen.

Also, das ist meine Meinung, hoffe ich konnte helfen

(Sorry für den langen Text |-o)

T!errxic


Danke für alle Antworten!

@ winnetou-der-zweite

Einen Tag kannst Du es immer noch aushalten! Also warte immer noch einen Tag, bevor Du Deinen Entschluss umsetzt!

Die Unsicherheit wegen der Zwickmühle wird schon für Verzögerung sorgen.

@ sternebox288

Ich weiß nicht ob es dir hilft aber schreib dir alle Gründe auf, warum du leben musst, wenns dir wieder so schlecht geht, dass lese alles immer wieder durch.

Die Idee ist ziemlich gut. Allerdings wird mir glaub ich nicht viel einfallen. :-(

Hast du Freunde/Familie? Oder nur deine Mutter?

Freunde nein. Familie ja, 2 Brüder (ich bin der älteste) und die Mutter.

Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe?

Ja wir haben schon eine Art Angebot bekommen. Außerdem werde ich (erst) ab September in einem Berufsbildungswerk für Behinderte leben, aber ich glaube nicht dass das Internat mir bei meinen schlimmsten Symptomen helfen wird. Selbsthilfegruppe is schon was anderes... naja.

@ chinaski

[...] glaubst Du wirklich Dein Leben muß unbedingt so schlimm verlaufen wie Du jetzt denkst ?

Die Symptome/Auffälligkeiten, die mir meine Vergangenheit erschwert haben habe ich auch heute noch. Es sind die selben und es hat sich nichts geändert, leider. :-( Ich kenn die Reaktionen der Menschen auf meine Auffälligkeiten schon. Es ist sehr unangenehm für mich.

Es hört sich so an als ob Du ein richtig gutes Verhältnis zu Deiner Mutter hast - rede doch mit Ihr, oder wenn es nicht geht schreib Ihr ein Brief wie Scheiße es Dir gerade geht.

Das Verhältnis geht so. Wie gesagt bringt es nichts ihr davon zu erzählen. Was soll sie schon tun? Auch kein Therapeut der Welt kann meine Auffälligkeiten/Symptome abstellen.

Das gute an Müttern ist, sie lieben einen bedingungslos, vollkommen unabhängig davon was man tut und wie man ist. Und wenn man Menschen hat die einen lieben - das allein macht das Leben lebenswert.

Im Grunde hast du Recht. Mutterliebe ist jedoch Grundlage. Meine Mutter ist meine Mutter. Die Symptome (schon wieder dieses Wort) machen mich fertig und nehmen mir den Spaß am Leben. Der Spaß ist eines der wichtigsten Dinge die es gibt. Sicher gibt es vieles das mir Spaß macht (mich ablenkt). Und was ist das? Computer. Vieles am Computer. %-| Jedoch habe ich, wie gesagt, fast alles von der Festplatte gelöscht. Nur das Internet ist mit Lesezeichen usw. verschont geblieben. Eigentlich sollte es morgen dran kommen. :-/

MfG

Tqerrxic


Ich antworte gleich auf Sunshine02. Sie war zeitgleich.

c}hinxaski


Sicher gibt es vieles das mir Spaß macht (mich ablenkt). Und was ist das? Computer. Vieles am Computer.

Du schreibst es so negativ - aber es ist doch nicht so schlimm, wenn Du Deine Zeit vor dem Computer verbringst. Tu ich ja auch und ich bin nicht autistisch.Wenigstens hast Du ja etwas was Dich beschäftigt. Und mit dem Computer kann man heutzutage viel tun. Ich kann mir vorstellen dass es schwer ist in Deiner Situation Leute kennenzulernen, allerdings scheinst Du den Wunsch zu haben ? Gerade das kannst Du im Internet. Was treibst Du denn den ganzen Tag am Computer ? Bist Du auch in anderen Foren unterwegs ? Kennst Du da ein paar Leute übers Internet vlt ?

wzoel[fix22


Gib bitte die Hoffnung noch nicht auf. Vielles wird einfach und besser, je älter man wird. Du wirst Leute finden die mit Dir klar kommen. Man braucht keinen großen Freundeskreis, es reicht eine handvoll guter Freunde.

Ich habe mit 9 Jahren das erste mal über Selbstmord nachgedacht, und bin zu folgendem Schluss gekommen: Der Tod läuft nicht weg. Er ist als Option quasi immer da. Solange man also noch ein bißchen Kraft hat zum weitermachen, warum schon aufgeben? Sterben bleibt einem ja als Möglichkeit! Aber wenn man erstmal tot ist, wars das. Du kannst noch nicht wissen, was das Leben noch für Dich bereit hält. Ich war auch mit 18 am Tiefpunkt, hatte bis dahin eine solche Sozialphobie zusammen dass ich nichtmal eine Currywurst am Stand kaufen konnte. Weil ich dafür den Verkäufer hätte fragen müssen.

Mein Grundproblem ist ein anderes und mein Weg war ein anderer.. heute bin ich ein glücklichr Mensch. Ich falle immernoch auf wie ein bunter Hund, viele kommen nicht klar auf mich, aber mein Leben gefällt mir inzwischen so wie es ist sehr gut.

Rede unbedingt mit anderen Autisten wie sie diese Probleme angegangen haben, wie sie damit leben! Du musst wieder Perspektiven bekommen!

Im Moment steckst Du im Tunnelblick von Depression und Verzweiflung, Du könntest das Glück nicht sehen wenn es einen Schritt links von Dir läge. Und alles was Dir so logisch erscheint, ist etwas was sich der Kopf ausgedacht hat um Deine Gefühle zu begründen.

Lass Dir bitte helfen, ds ist nur eine Phase in der Du da steckst, auch wenn es dir nicht so scheint. Die härteste Zeit hast Du hinter Dir, nach der Kindheit und Jugend wird es generell einfacher für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Problemen.

Die Leute um dich herum werden erwachsener, reagieren erwachsener, Du wirst immer öfter Menschen treffen die mit Dir umgehen können.

Kinder sind grausam, der Druck in der Jugend dazuzugehören ist grausam, aber all das liegt nun hinter Dir.. und das Leben vor Dir. Warum willst Du gerade JETZT aufgeben, wo alles besser werden kann?

Das ist NICHT logisch!

T4erryic


@ Sunshine02

Man weiß ja nie was kommt, vllt triffst du ja schon bald eine Frau, die dich liebt und unterstützt bei deinen Problemen, dazu kommt, dass es, wenn du wirklich so kurz davor stehst, nur noch besser werden kann.

Das sage ich jetzt mal speziell: Ich hatte noch nie eine Beziehung. Und eine Freundin zu bekommen ist für mich als Autist eine der Dinge der Unmöglichkeit, es sei denn sie ist auch autistisch. Das ging mir schon durch den Kopf.

Und du hast deine Mutter ziemlich oft erwähnt, ich nehme an, sie ist dir sehr wichtig! Ich kann mir vorstellen, dass sie für dich viel entbehrt hat. Es war für sie bestimmt nicht einfach und trotzdem hat sie zu dir gehalten und sich um dich gekümmert und war dir, so gut sie eben konnte deine Mutter.

Das ist wahr. :-) Sie tut ihr bestes aber weiß nicht wie es ist Autist zu sein und wird es auch nie wirklich im Ganzen verstehen weil man dafür schon selbst autistisch sein muss.

Als sie erfahren hat, dass sie ein autistisches Kind bekommt, hat sie sich ja für dich entschieden, oder?? Das all ihre Entbehrungen, Aufopferungen und Liebe umsonst gewesen waren, wird sie sicher aus der bahn werfen. Ich bin sicher , sie würde sich die Schuld geben, das Gefühl haben versagt zu haben und vllt daran zerbrechen. Bist du sicher, dass du diese Schuld auf dich nehmen willst?

Ich würde sagen du solltest dem Leben eine weitere Chance einräumen.

Nein, aber es ist verdammt hart mit meinem neuen Verständnis über meine autistische Problematik weiter leben zu müssen. :°( Ich habe in dem "Abschiedsbrief" geschrieben, dass ich keinem etwas vorwerfe. Und auch mir selber nicht. Ich könnt ihn reinposten.

Habt ihr einen Hund?? Wenn nicht und es machbar ist, würde ich dir raten, dir einen Hund anzuschaffen; für den Anfang. Durch den Hund kommst du vllt aus der tiefen Phase deines Lebens heraus, Hunde machen nämlich total glücklich!!! Mit einem Hund muss man regelmäßig raus und du glaubst ja nicht, wie viele Leute man kennenlernt, wenn man mit ihm spazieren geht. Dazu kommt, das ein Hund ein treuer Begleiter ist und sich nicht nach Aussehen richtet, sondern nach dem Inneren. Wichtig dabei wäre, dass der Hund nicht weggegeben wird, wenn du keine Lust mehr hast. Denn dieses Lebewesen ist dann auf dich fixiert, auf niemand anderen.

Wir haben einen kleinen Dackel. Mit dem muss ich auch mehrmals die Woche abends raus. Jedoch hoffe ich immer nicht mit Menschen konfrontiert werden zu müssen, weil ich unter der Sozialphobie leide und nur blöd rüberkommen würde. Ich habe mit meinen autistischen Auffälligkeiten kein Bedürfnis mich mit anderen anzufreunden, was eh unmöglich wäre.

@ chinaski

Du schreibst es so negativ - aber es ist doch nicht so schlimm, wenn Du Deine Zeit vor dem Computer verbringst.

Ich empfinde es auch nicht als schlimm. Aber ich sitze NUR am Computer. Ich lebe am PC, der leider auch noch umgekrämpelt wurde.

Ich kann mir vorstellen dass es schwer ist in Deiner Situation Leute kennenzulernen, allerdings scheinst Du den Wunsch zu haben ? Gerade das kannst Du im Internet.

Auch unpersönlich haben Autisten es schwer sich anzufreunden. Aber selbstverständlich sind persönliche Situationen eine viel größere Hürde. Als Autist fällt einem das Leben generell so anstrengend.

Was treibst Du denn den ganzen Tag am Computer ? Bist Du auch in anderen Foren unterwegs ? Kennst Du da ein paar Leute übers Internet vlt ?

Jetzt wo ich schon lange alles mögliche vom PC gefegt habe bleibt mir kaum noch was außer Internet übrig, was aber kein großes Problem ist, da ich eh mehr dem Internet als der Hard-Disk zugewandt bin. Ich treibe mich auf verschiedenen Internetseiten rum. Auch Foren (Asperger-autisten-Forum). Aber ich kann irgendwie kein vernünftiges PN Gespräch zu stande bringen was nichts mit dem Gegenüber zu tun hat.

MfG

cZhi&nasxki


Kinder sind grausam, der Druck in der Jugend dazuzugehören ist grausam, aber all das liegt nun hinter Dir.. und das Leben vor Dir. Warum willst Du gerade JETZT aufgeben, wo alles besser werden kann?

DAS ist ein ganz wichtiger Satz !

c1hinasxki


Aber ich kann irgendwie kein vernünftiges PN Gespräch zu stande bringen was nichts mit dem Gegenüber zu tun hat.

Den Satz kapiere ich nicht. Wie meinst Du das ? Meine PNs haben meistens was mit dem Gegenüber zu tun. Ich muß jetzt ins Bett, bis morgen.

Viele Grüße

chinaski

PS. Wann wurde bei Dir eigentlich AS diagnostiziert ?

Teer|rxic


@ woelfi22

Gib bitte die Hoffnung noch nicht auf. Vielles wird einfach und besser, je älter man wird. Du wirst Leute finden die mit Dir klar kommen. Man braucht keinen großen Freundeskreis, es reicht eine handvoll guter Freunde.

Je älter man wird desto mehr Verantwortung bekommt man. Und desto mehr wird von einem an Eigenständigkeit usw. erwartet. Von außen her (Aussehen) kann man normalerweise keinen Austen erkennen. Jedoch hoffe ich das ich mich im Internat mit ein paar Autisten anfreunden kann.

Der Tod läuft nicht weg. Er ist als Option quasi immer da. Solange man also noch ein bißchen Kraft hat zum weitermachen, warum schon aufgeben? Sterben bleibt einem ja als Möglichkeit! Aber wenn man erstmal tot ist, wars das. Du kannst noch nicht wissen, was das Leben noch für Dich bereit hält.

Hmmm... das stimmt. Aber man hat nicht immer und überall die benötigten Mittel die für Beendungssicherheit sorgen zur Verfügung.

Ich war auch mit 18 am Tiefpunkt, hatte bis dahin eine solche Sozialphobie zusammen dass ich nichtmal eine Currywurst am Stand kaufen konnte. Weil ich dafür den Verkäufer hätte fragen müssen.

Kenn ich zu gut. :-(

Rede unbedingt mit anderen Autisten wie sie diese Probleme angegangen haben, wie sie damit leben! Du musst wieder Perspektiven bekommen!

Ich habe mich in einem Autisten-Forum bereits gut informiert. Und auch sonst habe ich viel im Internet gesucht. Aber ich werde mich weiter im Autistenforum informieren. Da gibts noch einiges.

Im Moment steckst Du im Tunnelblick von Depression und Verzweiflung, Du könntest das Glück nicht sehen wenn es einen Schritt links von Dir läge. Und alles was Dir so logisch erscheint, ist etwas was sich der Kopf ausgedacht hat um Deine Gefühle zu begründen.

Ich weiß über meine Autistenproblematik im gesamten Alltag gut Bescheid. Aber der Blick in die Zukunft ist schon negativ manipuliert. :-/

Die härteste Zeit hast Du hinter Dir, nach der Kindheit und Jugend wird es generell einfacher für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Problemen.

Die Leute um dich herum werden erwachsener, reagieren erwachsener, Du wirst immer öfter Menschen treffen die mit Dir umgehen können.

Ich weiß genau was du meinst. Aber als Erwachsener kommen die autistischen Auffälligkeiten viel schlechter an und man kann von außen her nicht erkennen dass jemand autistisch ist. Nicht viele wissen über Autismus Bescheid.

MfG

T|err<ixc


Den Satz kapiere ich nicht. Wie meinst Du das ? Meine PNs haben meistens was mit dem Gegenüber zu tun. Ich muß jetzt ins Bett, bis morgen.

Nein ich meinte, dass es nichts mit dem Gegenüber zu tun hat, dass ich Probleme beim Chatten und PN-Schreiben habe. Gute Nacht!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH