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Menschen zu anstrengend?

e=rimi7tixn hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich brauche dringend Rat. Langsam verzweifele ich ein wenig...

Ich habe keinen Spaß mehr daran, mit Menschen Kontakt zu haben. Ich gehe nicht mehr gerne weg, ich weiß nicht, worüber ich mich unterhalten soll, ich mag keine Partys und tanzen gehen fand ich schon früher doof.

Ich bin schon immer total schnell müde und hoffe einfach nur, dass der Abend schnell vorbei ist. Wenn ich weggehe, was echt selten ist, am liebsten nur mit ganz wenigen Leuten. Es liegt auch nicht daran, dass ich die dann nicht mag, im Gegenteil, aber ich habe nichts Spannendes zu erzählen und ich merke, wie ich abschalte, wenn andere sich unterhalten und lieber meinen Gedanken nachhänge.

Früher war das anders. Da war ich viel unterwegs, war gern draußen und unter Leuten, aber inzwischen ist es einfach nur noch anstrengend und ich freue mich schon nach einer halben Stunde, wenn ich endlich wieder nach Hause gehen kann.

An der Arbeit ist das kein Problem, da hab ich auch viel mit Menschen zu tun, aber die kenne ich eben und Gespräche drehen sich oft um die Arbeit.

Mein Freundeskreis ist deswegen viel kleiner geworden und langsam fange ich an, mir Sorgen zu machen. Wenn das so weitergeht, hab ich bald niemanden mehr, weil mich niemand mehr fragt, wenn ich sowieso meistens absage oder die erste bin, die wieder abhaut.

Ich würde mich freuen, wenn es hier jemanden gibt, der auch sowas erlebt (hat), weiß einfach nicht, wie das weitergehen soll :-(

Antworten
S1. waZllisixi


Hallo

Mir geht's ähnlich, eine direkte Lösung kann ich dir aber nicht anbieten. Es ist halt die Frage was du willst und welcher Umfang an arbeitsfremden Menschen-Kontakt dich glücklich macht. Das Problem ist, in geringen Maße ist Kontaktwunsch kaum umzusetzen, das machen die meisten nicht mit.

Freundschaften müssen in den meisten Fällen irgendwie gepflegt werden, warum auch immer, vermutlich mit regelmäßigem melden und treffen usw, verstehen tue ich das nicht und ich mache es auch nicht, die Folge ist dass sich die meisten irgendwann nicht mehr melden. Regelmäßigen Kontakt hab ich nur noch zu einer Freundin die mich scheinbar weitestgehendest so akzeptiert, meistens ohne meine diesbezügliche Inaktivität persönlich zu nehmen, das gibt es also ist aber selten. Ansonsten seh ich noch oft meine Schwester (bei der ist logischerweise alles viel unanstrengender) und das war's dann, den Rest der alten Freunde seh ich sehr selten.

Ich hatte mal vor ein paar Jahren eine Phase da hab ich mich ziemlich einsam gefühlt, damals hab ich diesen Beitrag geschrieben: [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/191100/]] Hat keiner was drauf geschrieben ;-D war irgendwie auch froh drum^^ und ich merke jetzt das ist auch irgendwie schwer zu antworten, ich weiß nicht recht was ich dir raten soll.

Ich kann aus deinem Beitrag auch nicht rauslesen, was du dir wünscht, nur dass dir die Entwicklung Angst macht.

Vermutlich läuft es für Leute wie uns denen Sozialkontakt schwerfällt im Grunde auf Kompromisse heraus, ich nehme an ich hab innerlich einen solchen Kompromiss geschlossen denn seit damals kam die Einsamkeit nie wieder so hoch obwohl sich mein Weggehen, außer den Besuchen von oder bei meiner Schwester, seit Jahren auf ein paar Mal im Jahr beschränkt. Ich arrangiere mich scheinbar mit der Kompensation durch Internetkommunikation und dem Menschenkontakt der Arbeit, ich werde mich innerlich damit abgefunden haben dass der geringe Wunschumfang an Kontakt von den meisten persönlich genommen wird und sie jeweils das Gefühl haben die Freundschaft verliert irgendwie an Qualität wenn man sich nur selten sieht oder spricht.

Mein Kompromiss ist also gerne ein Sozialvermeider zu sein und das geringe Bedürfniss nach Kontakt zu kompensieren. Kurz gesagt: lieber zu wenig als zuviel. Ein anderer Kompromiss wäre - lieber zuviel als zu wenig, hierbei müsste man sich hin und wieder zwingen wegzugehen und sich bei Freunden mal eigenintiativ zu melden um die jeweiligen Freundschaften zu pflegen. Hab ich früher so gemacht, aber ich will nicht mehr, es ist zu anstrengend, hab mich damals ständig auf irgendwelche Partys mitschleifen lassen und mich dann immer grundsätzlich total besoffen. ;-D War dann natürlich lustig

Vor allem weiß ich durch dieses frühere häufige Weggehen dass es nicht leichter wird wie Leute denen es nicht so geht häufig vermuten, da heißt es gerne "du musst unter Leute"-blabla und sozusagen üben, meiner Erfahrung nach klappt das nicht, das einzige was mir das bringt ist die soziale Kompetenz auf einem bestimmten Level zu halten, ich würde also jede Menge Kraft investieren nur damit's nicht schlimmer wird^^ das motiviert mich nicht mehr. Zumindest ist das bei mir so, das ist vermutlich nicht verallgemeinerbar.

Es könnte auch durchaus sein dass es wirklich schlimmer und immer anstrengender wird wenn man dieses "üben" aufgibt, weiß nicht genau das muss ich wohl noch ein paar Jahre lang beobachten. Aber wahrscheinlich wäre auch das nicht verallgemeinerbar.

Zu den Gründen für diese extreme Anstrengung bei sozialem Kontakt fallen mir erstmal nur zwei einfach zu benennende Gründe ein. Einmal ein mangelndes Selbstwertgefühl das einen dazu bringt sich grundsätzlich Masken aufzusetzen was nicht wenig Energie kostet und das andere wäre schlicht und einfach eine soziale Phobie (darüber findet man über google viele Infos). Beides ist möglicherweise therapierbar. Sollte deine Verzweiflung über die Entwicklung anhalten würde ich dir empfehlen einen solchen Versuch zu machen.

errimiftin


Hey S. wallisii,

danke für deine sehr ausführliche Antwort, auch wenn es nicht so einfach war zu antworten.

Ich hab auch deinen Herdentiere-Beitrag gelesen. Schade, dass dir damals niemand darauf geantwortet hat...

Es ist halt die Frage was du willst

Ich will nicht allein sein. Ich würde mich zwar schon seit meiner Kindheit tendenziell eher als Einzelgänger bezeichnen und früher konnte ich mich auch super mit mir selbst beschäftigen, aber so richtig glücklich macht das doch nicht.

Ja, das mit dem Selbstbewusstsein, da ist schon was dran. Ich hatte sowohl Eltern, denen ich nichts recht machen konnte, als auch keine Freunde in der Schule, nur Idioten, die mich ziemlich fertig machen konnten, weil ich nicht in der Lage war mich zu wehren.

So mit 15, 16 war das dann alles viel besser, ich hatte Freunde gefunden, die mich so mochten, wie ich war, bei denen ich diese Maske einfach nicht brauchte und die mich trotzdem toll fanden. In der Zeit hab ich gemerkt, wie befreiend und schön es sein kann, was mit anderen zu machen. Ich war gern unterwegs, fast nie zuhause, wie das bei Jugendlichen eben so ist ;-)

Als ich an die Uni kam, ging das wieder von vorn los: Ich war zu schüchtern, um Leute kennen zu lernen und es hat ewig gedauert, bis ich mal ein paar (dafür sehr gute) Freunde gefunden hatte. Ein Kompromiss. Ich hab mich nicht mehr allein gefühlt, damals gab es eben auch die Clique aus der Schulzeit noch, aber nachdem die sich in Luft aufgelöst hat, hab ich es einfach nicht mehr versucht. Gewollt schon, nur gekonnt eben nicht.

Das war lange so in Ordnung, ich hab immer noch genug gemacht, um es nicht als Problem zu sehen, aber mittlerweile steck ich irgendwie fest. Ich will gern was machen, aber selbst, wenn ich die Gelegenheit habe, ist es anstrengend. Ob das wohl daran liegt, dass ich dann sofort wieder denke, ich muss eine Maske tragen, weil ich ohne irgendwie furchtbar bin?

Ich hab eben schon beides erlebt und ich glaube irgendwie, ich darf mich nicht reinfallen lassen, diese Entwicklung macht mir Angst. Es ist, als würde ich mir selbst dabei zusehen können. Kann man denn nichts tun, um dem entgegen zu wirken?

Bist du wirklich vollkommen zufrieden, so wie es ist oder wünschst du dir manchmal schon, dass es anders wäre? Also, mehr Kontakte mit Menschen, aber ohne die Anstrengung. Mehr mit viel Spaß und Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln, Neues zu hören, einfach mal zu lachen und zu wissen, dass es Leute gibt, mit denen man sich gut versteht?

Ich danke dir jedenfalls sehr für deine Antwort, was du schreibst, trifft mich.

Ich will nicht für den Rest meines Lebens ein Problem damit haben. Ich hoffe, ich finde bald heraus, was ich dagegen tun kann :°(

Für alle weiteren Ratschläge und Beiträge bin ich wirklich dankbar. Es hilft einfach zu hören, wie es anderen geht und sich auszutauschen!

ZEwackx44


Hallo erimitin,

nur mal so ein Gedanke: Es sieht für mich so aus als würdest Du allmählich in eine Depression rutschen. Bevor Du weiter über diese Möglichkeit nachdenkst, solltest Du vielleicht Deine Schilddrüse untersuchen lassen: fT3, fT4, TSH und die Antikörper TPO-AK, Tg-AK und TR-AK. Dazu gehört eine Sonographie der SD, um Größe, Struktur und eventuelle Knoten festzustellen. SD-Fehlfunktionen sind häufig, werden vom Patienten aber nicht direkt wahrgenommen, weil sie meistens keine Schmerzen verursachen. Eines der möglichen Symptome sind Depressionen.

Denk mal darüber nach.

S]weetC F&anny! Axdams


Es hilft einfach zu hören, wie es anderen geht und sich auszutauschen!

gute idee - der fadentitel spricht mich sehr an und in hab die ganze zeit genickt bei euren beiträgen 8-) ich mach auch mit und schreibe nachher mal wie es bei mir so ausschaut *:)

S[weet Fa[nny AdVams


so, na denn:

mir geht es wie euch, ich hatte immer freunde, ich war immer umtriebig und bin seit meiner frühesten jugend viel ausgangen. aber in den letzten jahren hab ich mich mehr und mehr eingeigelt, mache nur noch meine arbeit, habe auch meine wenigen freundschaften am liebsten mit kollegen und bin zufrieden wenn ich abends die haustür hinter mir zumachen kann.

ich gehe oft nicht ans telefon, sondern gucke erstmal wer es ist und rufe dann (evtl) zurück, oder auch nicht. 8-)

ich hab das gefühl, ich kann einfach mit menschen nicht. die sind anders als ich.

auf grund meiner eigenen macken habe ich leider eine starke neigung zu eher... schwierigen menschen. eine illustre sammlung von persönlichkeitsstörungen, die sich bisher auch regelmäßig als quell von erschreckenden erfahrungen und enttäuschungen erwiesen :-|

so hab ich immer und immer wieder die erfahrung gemacht, daß menschen einfach unberechenbar und schädlich für mein seelenheil sind... sie machen mir angst. also nicht die, die draußen alle rumrennen, sondern konkret in emotionalen beziehungen. ohne diese störungen von außen bin ich sehr stabil und voller innerer ruhe. was umso verlockender wirkt auf solche leute :-| ;-D

klar hab ich auch ganz "einfache" menschen getroffen, aber die langweilen mich entweder oder überfordern mich mit ihren erwartungen an mich.

ich kann alles mögliche richtig gut, sogar mit menschen umgehen, aber was meinen eigenen sozialen bereich angeht - oder gar beziehungen :-/ :- bin ich eine mischung von eigenschaften und neigungen die mir alles sehr schwer machen. vor allem bin ich wohl sehr empfindlich und ziehe mich nach einer unschönen erfahrung mit menschen die ich liebte komplett zurück - wir sprechen hier von monaten bis jahren - und fühle mich nur bei mir selbst sicher.

mir geben auch irgendwelche oberflächlichen blabla beziehungen nichts, wirklich gar nichts. ich habe keine "netten bekannten". es gab zeiten wo ich das versucht habe, aber ich war dann auch echt nicht gerade freundlich zu den leuten und konnte mein desinteresse schlecht verbergen. wobei das meistens nicht auf gegenseitigkeit beruht - eine ganze menge leute finden mich interessant und sympathisch und bemühen sich um kontakt. das löst bei mir aber höchstens eine gewissen ratlosigkeit aus, weil ich damit nichts anfangen kann.

ich brauche wirkliche offenheit und ehrliche auskünfte über die eigene befindlichkeit, eine gewisse nähe und intensität.

bei 95% aller menschen fehlt mir einfach das menschliche, das echte. der mut, nur das bißchen mensch zu sein was man wirklich ist. da werden völlig unreflektiert normen bedient, meinungen wiedergekäut, alle paddeln planlos in vorgegebenen fahrwassern zeitgemäßer denkweisen, interessen und ansichten - die konservativen ebenso wie die alternativen und die völlig planlosen.

es ist wirklich schwierig jemanden zu finden, der mich interessiert und bei dem ich auch meine art verstanden sehe.

nun sind mir alle diese probleme und vernetzungen schon seit jahren bekannt, aber ich weiß keine lösung dafür. und ich hab mich so drum bemüht. wirklich. bin selber meiner strengster kritiker und will auch nie aufhören an mir zu arbeiten, aber ich sehe den fortschritt irgendwie nicht. im inneren vielleicht schon, weil ich meinem wahren selbst heute viel näher bin als früher, aber wenn ich mich umsehe bin ich nicht zufrieden mit dem ist-zustand.

und was das selbstwertgefühl angeht bin ich genauso zwiegeteilt wie in allem - einerseits weiß ich, daß ich richtig super bin und jede menge zu bieten habe, andererseits halte ich mich für völlig - komplett - überflüssig auf der welt und glaube nicht wirklich, daß jemand gutes sich je herablassen wird sein leben mit mir verbringen zu wollen. es ist nicht so, daß ich das "denken" würde, eher so eine grundüberzeugung die immer da ist.

all das belastet mich in letzter zeit immer mehr, so dass ich u.a. eine wichtige arbeit nicht fertig kriege, die im grunde kinderkram ist... und das nervt mich noch mehr.

keine ahnung was ich machen soll.

.

das ist jetzt so lang geworden... und trotzdem nur ein bruchteil von all dem was mich so umtreibt...

S/. wallkisixi


@ erimitin

Schade, dass dir damals niemand darauf geantwortet hat...

ach naja, wie gesagt, ich war ja froh drum ;-)

Bist du wirklich vollkommen zufrieden, so wie es ist oder wünschst du dir manchmal schon, dass es anders wäre? Also, mehr Kontakte mit Menschen, aber ohne die Anstrengung.

hm, ich kann nicht 100%ig ausschließen dass ich irgendwie Einsamkeit verdränge, aber eigentlich denke ich nicht. Was das Anstrengende betrifft halte ich es für mich für sinnvoll das anzunehmen und zu akzeptieren.

Mir geht's im Gegensatz zu dir so dass mich auch die Arbeit anstrengt (hab nicht nur mit Kollegen sondern auch mit Kunden zu tun), ich bin dann oft froh daheim und alleine zu sein. Ist aber irgendwie komisch, würde ich in der Produktion oder sehr viel alleine arbeiten wär's mir zuwenig, das weiß ich aus der Ausbildung, trotzdem ergreife ich dann keine Initiative um wegzugehen, sondern kompensiere nur umso mehr über's Forum. Im Forum fehlt etwas was mir früher und mit den Jahren immer mehr auffiel: Komme ich vom weggehen nach hause fühle ich mich erst richtig einsam, daher kommt auch der fragendende Anteil des Herdentiere-Beitrags, ich weiß nicht genau was die Einsamkeit bedingte, jedenfalls ist sie nicht einfach durch Gesellschaft zu stillen, ich vermute es ist ein Hunger nach Nähe für den Weggehen nur kleine Appetithäppchen darstellen die erst richtig Bauchgrummeln verursachen.^^ Möglicherweise hab ich auch wirklich etwas gesucht was ich mir selbst geben muss, was ich heute vllt besser kann als damals. Genauso wäre möglich dass ich meinen Gesellschaftwunsch rein aus Selbstschutz dermaßen reduziert habe, keine Ahnung, vllt ist es auch beides oder sogar noch mehr Faktoren. Wenn die Zeit kommt werde ich das vermutlich aufschlüsseln und zu analsysieren zu versuchen, die Zeit scheint nur noch nicht zu sein.

Ich will gern was machen, aber selbst, wenn ich die Gelegenheit habe, ist es anstrengend. Ob das wohl daran liegt, dass ich dann sofort wieder denke, ich muss eine Maske tragen, weil ich ohne irgendwie furchtbar bin?

rein Gefühlsmäßig würde ich sagen ja - und deine Bemerkung dass du am liebsten mit möglichst wenigen Leuten weggehst deutet darauf hin, Masken erfordern umsomehr Energie je mehr Leute man vor sich hat.

Je nach Ausmaß des Mangels an Selbstwerts ist das ein gehöriges Stück Arbeit da was dran zu ändern und vor allem ohne therapeutische Hilfe ist das ein sehr langer Weg - ich für meinen Teil weiß nicht mal ob am Ende dessen eine ledigliche Verbesserung oder eine Beseitigung des Mangels steht. Aber auch die ledigliche Verbesserung ist sehr erstrebenswert, mangelnder Selbstwert schafft Problem ohne Ende und in allen Lebensbereichen.

Wenn du dich nicht zu einer Therapie, welche aber wirklich keine Schande wäre, überwinden kannst müsstest du anfangen alleine dran zu arbeiten, das ist leider ein extrem weitreichendes und umfangreiches Thema, die Selbstwertverbesserung ist für so viele Dinge die Lösung deren Umsetzung nur offensichtlich nicht leicht ist. Eine kurze Anleitung ist da also nicht zu schreiben, Therapeuten wären plötzlich massenweise arbeitslos wenn das so einfach wäre. ;-D

Sinnvolle Dinge wären z.B. das schaffen von Erfolgserlebnissen und beständige Übung (Verhaltenstherapie) und/oder die Analsye von der Vergangenheit und den daraus entstandenen gegewärtigen Mustern und ihre Auflösung (tiefenpsychologische Therapie). Die Klammern heißen nicht dass das nur mit Therapie geht, allerdings machen sie es vermutlich ein wenig einfacher.

Es sieht für mich so aus als würdest Du allmählich in eine Depression rutschen.

Die Anstrengung mit Menschen umzugehen kann wirklich (vllt zusätzlich) Depressionsbedingt sein und gegen diese anzugehen wäre auch sehr wichtig, vllt erstmal wichtiger.. also falls du welche haben solltest, feststellen ließe sich das nur mit ärztlicher Hilfe. Hab so das Gefühl die Vorstellung wegen der Geschichte zu einem Arzt zu gehen macht dir Angst, oder? Kann ich gut verstehen, ich hab ne Reihe an Gründen die eine Therapie sinnvoll machen würden aber tue es nicht. *schiefgrins* .. ich möchte dich trotzdem dazu ermutern wenigsten mal abchecken zu lassen ob du Depressionen hast. :)*

Ich hab eben schon beides erlebt und ich glaube irgendwie, ich darf mich nicht reinfallen lassen, diese Entwicklung macht mir Angst.

hm, ich glaube der Kompromiss von Kompensation plus lieber-zu-wenig-als-zuviel wäre dann eher nichts für dich, die andere Seite erfordert allerdings reichlich Überwindungsfreude, die müsstest du dann aufbringen auch wenn's schwer fällt, wobei ich natürlich leicht zu reden hab, ich hab ja den anderen Weg gewählt. |-o

@ Sweet Fanny Adams

und was das selbstwertgefühl angeht bin ich genauso zwiegeteilt wie in allem

das geht mir auch so, und das macht mir regelrecht Angst weil ich die Mitte finden will und nicht ein Extrem wählen will, bei mir sind das beides extreme Seiten die ich beide als nicht gut empfinde, aber egal um was es geht die Mitte zu finden ist eins der Dinge die ich kaum hinkriege. Ich nehme an das hemmt mich auch irgendwie den Mangel an Selbstwert aufzulösen, ich hab Angst dass dann nur das andere Extrem stehen bleibt.

eDrim'itin


Hallo zusammen.

Man, ist das schön, dass ich damit nicht so allein bin! Für heute bin ich zu müde und muss erstmal über alles nachdenken, was ihr geschrieben habt. Ich schreib morgen länger.

Habt einen schönen Abend *:) *:)

S2hak


ich kann es auch sehr gut nachvollziehen. man wird nunmal unter menschen haeufiger verletzt, belogen, hintergangen, sitzen gelassen, vielleicht sogar betrogen, uuusw..

ich finde es schon anstrengend, jeden moment auf sowas gefasst sein zu muessen, und die intentionen anderer staendig zu hinterfragen, denn leider sind diese bei den wenigsten gut..

noch viel viel schlimmer finde ich, wenn sich jemand nur ein ganz kleines bisschen komisch benimmt, man weiss, es stimmt was nicht, die person aber beteuert, es sei alles in ordnung. dann bleibt einem nur die eigene phantasie, um sich zu denken, was derjenige nun fuer ein problem hat.

ist es nicht allgemein so, dass du eher angst hast vor kontakten, davor beurteilt zu werden, statt dass du es nicht wolltest?

es wird auch fuer diejenigen menschen sehr anstrengend, unter leute zu gehen, die sich gefuehlsmaessig schnell von den "energien", launen anderer beeinflussen lassen, diese sehr deutlich spueren, und sich dann mitreissen lassen. ich gehoere zum teil auch dazu, auch lasse ich mich von meinungen anderer ueber mich mehr beeinflussen, als von meiner eigenen meinung. die ist einfach nicht genug gefestigt.

ich hab nun mal mit blickwinkel auf mich geschrieben, vielleicht findest du ja auch parallelen zu dir. aber genau zu analysieren, was der ausloeser bei dir ist, ist sehr schwer, das kann sooo viele gruende haben..

es koennte schon ein gewisses abhaengigkeitsgefuehl sein, das dir das treffen mit freunden vermiest.. das gefuehl, gefallen zu muessen, von deren meinung abhaengig zu sein. aber schlussendlich gibt es so unheimlich viele menschen, und wenn einen jemand nicht mag, ist nicht gleich alles verloren. man ist nunmal wer man ist, und passt man mit gewissen leuten nicht zusammen, ist es doch besser, dies so frueh wie moeglich herauszufinden, um dann eben loszuziehen, und passende menschen zu finden.

es geht ja nicht nur darum, wer einen mag, sondern auch darum wen man selber mag. das vergesse ich oft, und moechte einfach ausnahmslos immer gefallen..

liebe gruesse, shak

SOwee5t FannJy Axdams


die Mitte zu finden ist eins der Dinge die ich kaum hinkriege

aber letztenendes muss man das irgendwie schaffen, und wenn man sich dazu selbst austricksen muss. egal wie lange es dauert

Vor allem weiß ich durch dieses frühere häufige Weggehen dass es nicht leichter wird wie Leute denen es nicht so geht häufig vermuten, da heißt es gerne "du musst unter Leute"-blabla

ja, leute die einem "rausgehen" empfehlen :-/ mein gott, ich war länger und weiter draußen als die alle zusammen. darum weiß ich auch, wo man nicht findet was man sucht. ich glaube, man kann nicht "draußen" finden was fehlt, solange es "drinnen" noch zu viel aufzuräumen gibt.

E{llixka


Ich gehöre wohl auch zu der Sorte Menschen, die mit anderen ein großes Stück weit überfordert sind, vor allem weil ich so oft enttäusche wurde, bzw. auch noch werde. Ich versuchs zwar immer wieder... nur irgendwie... solls wohl nicht sein.

ja, leute die einem "rausgehen" empfehlen :-/ mein gott, ich war länger und weiter draußen als die alle zusammen. darum weiß ich auch, wo man nicht findet was man sucht. ich glaube, man kann nicht "draußen" finden was fehlt, solange es "drinnen" noch zu viel aufzuräumen gibt.

Ach wie ich diese Aussage hasse.

Mir bringt dieses weggehen überhaupt nichts, außer nur weitere Frustration.

Ich hab zwar gerne Menschen um mich rum aber letzte Zeit fühl ich mich so schrecklich, nach dem ich ausgegangen bin, vor allem am nächsten Tag.

Ich hab das Gefühl nichts richtig machen zu können, ich überleg mir 3 mal bevor ich irgendwas sage und meist möcht ich auch nach ner halben Stunde schon nach Hause, weil das alles für mich einfach viel zu viel ist. Manchmal glaube ich echt gar nix richitg zu machen und einen Fehler nach dem anderen zu begehen. Ganz allein sein kann ich nicht und möcht ich auch nicht richtig , irgendwas läuft schief ich hab das Gefühl innerlich langsam abzusterben...

Ich hab zwar 1-2 richtige Freunde, worüber ich auch sehr froh bin, aber innerlich, irgendwas stimmt nicht. Mir fehlt einfach etwas. Oft habe ich Tage wo ich ein richtiges Loch spüre zwischen Herz und Bauch, als ob ein großes Stück fehlt...

und was das selbstwertgefühl angeht bin ich genauso zwiegeteilt wie in allem - einerseits weiß ich, daß ich richtig super bin und jede menge zu bieten habe, andererseits halte ich mich für völlig - komplett - überflüssig auf der welt und glaube nicht wirklich, daß jemand gutes sich je herablassen wird sein leben mit mir verbringen zu wollen. es ist nicht so, daß ich das "denken" würde, eher so eine grundüberzeugung die immer da ist.

Diese Aussage kann ich ebenfalls dick unterstreichen. An manchen Tagen bin ich für mich die Größte und an anderen Tagen frage ich mich ernsthaft ob meine existenz noch einen Sinn hat.

Es ist so schrecklich im Grunde nicht zu wissen was man eigentlich will und soll.

Vor allem nach dem ich 1 richtige Beziehung hatte und jetzt seit fast 2 Jahren Single bin... es ist so schrecklich. Ich fühl mich total unvollkommen.

Ich habs mit weggehn versucht, mit Hobbys, mit allem mögliche.

Das weggehen macht es nur noch schlimmer, weil einem bewusst wird wie ungern man in seiner aktuellen Situation ist und die HObbys, man ist beschäftigt aber das eigentliche Problem wird nicht wirklich kleiner. :-(

Ecllixka


Und Shak´s Beitrag...

Der könnte von mir sein...

Hab noch nie so viele Parallelen zu mir gefunden wie in diesem Thread.

Ich kann die beste Laune haben, ich brauch nur einer Person über den weg zu laufen die schlecht drauf ist und mich leicht anfährt. Der Tag ist für mich gelaufen.

Ich krieg mehr von den Gefühlen anderer Menschen mit als von meinen eigenen, außer wenn ich deshalb verletzt werde oder anfangen aus irgendeiner nicht verständlichen Reaktion des anderen, an mir zu zweifeln, das spüre ich dann mehr als deutlich.

Ich glaube einfach das ich zu Sensitiv bin für meine Umwelt... ich krieg mehr mit als mir lieb und gut für mich ist :-|

S_haxk


Ellika,

was denkste, wie koennten wir das denn aendern?

vielleicht taeglich etwas in sich gehen, um das bild von uns selber zu festigen? mehr arroganz aneignen, anderer meinungen nicht so ernst nehmen, reaktionen nicht so persoenlich nehmen, vielleicht uns vor augen halten, dass sie auch nicht perfekt sind?

dann aber wieder: wie zum teufel soll man das alles hinkriegen? ]:D

gruesse

Sgwee]t F/anny" AdJamxs


das ausgehen und feiert etc hab ich schon immer genossen... nur die leute, mit denen man in dieser hinsicht viel spaß hat, die erwiesen sich leider nicht als alltagstauglich. und man kann ja schlecht zu jemandem sagen - ich geh mal mit dir feiern, aber ansonsten lass mich bitte in ruhe.

aber man wird ja auch älter und egal wie lustig es ist, am ende ist es immer die selbe kurzlebige art von spaß. das fällt umso mehr auf, je öfter man das macht. und für mich ist es halt nicht mehr das was ich will - ich will jetzt eine familie, einen garten und meine ruhe :)_

E[lHlikxa


@ shak

Ach ich denke mal schon das sich da was machen lässt, z.B. mehr in sich gehen ist denke ich das A und O, bei mir ist es so das ich innerlich noch nicht richtig bei mir angekommen bin. Aber seit dem ich mir mehr Zeit und Ruhe für mich nehme wird es Stück für Stück besser. Ich finde auch nicht das wir uns wegen irgendjemand anderes ändern sollten, wir sind wie wir sind.

Aber das mit die Meinung und Kritik anderer nicht so ernst nehmen das wäre echt gut. Natürlich machen die Anderen auch Fehler,sie sind keinesfalls perfekt nur vielleicht verbergen sie es einfach besser.

Ich denke es ist nicht nötig sich eine Arroganz anzueignen, einfach etwas distanzierter auf neue Menschen zu gehen, das wäre vielleicht besser,sich erst mal einen richtigen Eindruck zu verschaffen anstatt nur auf die "Masken" zu achten.

Ich war schon immer lieb und werde es auch bleiben^^ nur wie du erwähnt hast, es wäre vielleicht wirklich gut sich nicht alles so sehr zu Herzen zu nehmen, wie ich es z.B. tue. Vor allem sollte ich glaub ich weniger Erwartungen an Menschen setzen, sie erfüllen sie doch sowieso nicht :=o :-p

Und hier mit dem ausgehen, ich bin früher total gerne ausgegangen, hatte ne feste Clique und alles war top. Seit dem das nicht mehr ist, geh ich seltener weg und es ist nicht mehr so lustig. Es kommt halt sehr auf die Menschen an mit denen man ausgeht. Am Wochenende war ich jemanden besuchen und wir waren auch zusammen weg und es war total schön. Echt, hätte fast vergessen wie viel toll das ist einfach nur zu feiern und spaß zu haben.

Ich hatte danach auch nicht diesen HÄnger, wie ich ihn sonst immer hatte letzte Zeit.

Naja... ich denk mal nicht das wir unser dasein jetzt zuHause fristen müssen.

Irgendeine Lösung wird es doch geben.

Ich hab von jemanden gehört dem ich mein Problem geschildert hab, das es wohl im Leben immer wieder Zeiten gibt in denen einem alles langweilig vor kommt und hoffnungslos, aber das ist wohl die Zeit die wir nutzen sollten um mehr zu uns selbst zu finden. Nur wer mit sich selbst glücklich ist kann das uach mit anderen werden... hachja...

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