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Panik in erster eigener Wohnung....Angst vor dem Alleinesein

S|a|bbel30x10


Jetzt gerade im Moment denke ich wirklich, dass es die falsche Entscheidung war auszuziehen. Aber ich bin 24 und es hat eigentlich alles dafür gesprochen. Ich weiß nicht mal, ob es besser wär, wenn ich einfach noch mein altes Zimmer bei meinen Eltern hätte und einfach mal ab und zu dort übernachten könnte. ABer das ist eben nicht der Fall....irgendwie ist gerade absolut kein Halt da. Das war noch nie der Fall. Mit graut es vor der heutigen Nacht.

d9elay


Was denkst Du über einen Anruf bei der [[http://www.google.de/search?q=telefonseelsorge+m%C3%BCnchen&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a Telefonseelsorge München]], in Deiner momentanen Situation hilft Dir ein persönliches Gespräch (auf Wunsch anonym), wohl besser als hier oder anderswo zu schreiben. Mit einem Menschen sprechen, auch per Telefon, ist eine viel persönlichere Form der Kommunikation.

_____________

Edit: Ich habe mir Deine Beiträge noch mal durchgelesen. Ich war der Meinung dass Deine Universitätsstadt München ist, offensichtlich habe ich mich geirrt. Ändere bitte in der Suchleiste "München" und trage Deine Stadt ein.

Gibt es eigentlich einen Grund warum Dein Zimmer bei Deinen Eltern nun vollständig leer steht?

S#abbe9l30x10


Ich habe tatsächlich schon nachgedacht, ob ich dort anrufen sollte. Nur weiß ich nicht, ob ich dann viel sagen kann. Schreiben geht doch einfacher.

Das Zimmer bei meinen Eltern ist komplett leer, weil ich alles Möbel etc. mit hierher genommen hab. Die waren relativ neu und dann nochmal welche kaufen, schien mir unnötig. Vor allem ist es dochs chön zumindest in meinem gewohnten Bett zu liegen.

d$e^lxay


Auflegen kannst Du jederzeit. Wenn man sich durchgerungen hat und ein Gespräch sucht, ergibt das eine das andere. Über die Ängste und Sorgen mit einer Frau sprechen, die es gewohnt ist Menschen mit schwierigen Problemen aller Art zuzuhören, Verständnis zu haben und Mut zusprechen, kann einen positiven Effekt haben.

Vor allem ist es doch schön zumindest in meinem gewohnten Bett zu liegen.

Das sicher ja zzz :-D !

Dann wird in Dein "altes" Zimmer zu Hause doch wohl ein Gästebett oder eine Schlafcouch gestellt, so dass für Dich die Möglichkeit besteht, zu übernachten (wenn es nicht schon ein Gästezimmer gibt)?

S<abb?el301x0


Ja, sie sind schon auf der Suche nach einer Schlafcouch. Nr ob ich mich dann trotzdem heimisch fühlen werde?! Letzte Woche, als ich "zu Besuch" war, war es echt schlimm.

Mein vater will das Zimmer sogar vorerst nicht neu einrichten,weil er hofft, dass ich doch wieder nachhause komme, hat mir meine Mama gepetzt. Und ich solle wissen, dass ich jederzeit zum Essen oder Übernachten Nachhause kommen kann. Auch zu meinem Freund darf ich jederzeit...seine Mutter hatte mir sogar angeboten, bei ihnen einzuziehen, was ich zwar sehr lieb fand, aber nicht wirklich sinnvoll.

Und genau deshalb versteh ich mich selbst nicht...ich habe soviel Unterstützung und wohne auch relativ nah und doch bekomme ich diese heftigen Angstattacken :°( Und vor allem bin ich nun schon zum zweiten mal in Therapie und die geht nun auch wieder über ein Jahr. Und trotzdem haut mich eine solche Veränderung dermaßen aus den Socken.

klein-kfac%h+manxn


Sorry fuer die Wi(e)derholung, aber:

1. Geh in der Uni-Biblo lernen!

2. Besuch den Hochschulsport! Meiner Meinung nach die beste Moeglichkeit ordentliche Leute zu treffen!

3. Geh in die Studentenkneipen! Meiner Meinung nach einfach eine Moeglichkeit sich zu unterhalten.

Sgabmbel(3010


Naja...die drei Tipps sind unter starken Angstzuständen schwer umzusetzen. Ich fange dann ja bei jeder Kleinigkeit oder einfach nur so an zu weinen.

t4uktti_fpruntti


Ich fange dann ja bei jeder Kleinigkeit oder einfach nur so an zu weinen.

Kenn ich. Manchmal braucht man mich nur "schief anschauen" und ich könnte in Tränen ausbrechen. ;-)

kSein-Ifachdmaknn


Sorry, aber man kann sich auch Sachen einreden, keiner wird dir wehtun und Studenten koennen auch sehr tolerant sein.

g@radxfly


Hey Sabbel,

wie geht es dir denn?

Kein-fachmann hat übrigens schon ein bisschen recht mit dem, was er schreibt. Wichtig ist deine Einstellung: Man kann sich entweder total in sein Leid reinfallen lassen oder sich Mühe geben, ruhig zu bleiben und so viel Gutes wie möglich zu sehen :)z :)z :)z

Das Einzige, was dabei hilft, ist sich immer wieder selbst einreden, dass es doch gar nicht so schlimm ist, tief durchatmen und versuchen runterzukommen, statt panisch zu werden.

Beispiel: Du bist gerade von der Uni nach Hause gekommen. Bis eben war noch alles stressig, viel zu tun, Menschen um einen herum und plötzlich ist alles still, keine Mitbewohnerin zuhause, der Freund selbst noch an der Uni und die beste Freundin will man nicht schon wieder anrufen.

Jetzt kannst du dir entweder Angst machen, indem du die Stille als Bedrohung empfindest, heulen, dir sagen, du hast ja gewusst, dass du es nicht schaffen würdest...oder...

Versuchen, die Angstgedanken wegzuschieben und nachzudenken, was alles gut ist: Du hattest heute schon einen schönen Tag, du musst noch Aufgaben A-Y für die Uni erledigen, du wolltest noch die Email an XY schreiben, dir was Schönes kochen und meinetwegen noch ein paar Folgen deiner Lieblingsserie gucken.

Danach ist der Tag ohnehin schon vorbei und alles ist gar nicht so schlecht gelaufen :-)

Verstehst du, du hast es selbst in der Hand, die Ausgangssituation ist die gleiche, aber deine Reaktion darauf kann unterschiedlich sein. Was dich weiterbringt, ist natürlich nicht die Ich-vergrab-mich-und-rede-mir-ein,-wie-schlecht-es-mir-geht-Taktik, sondern die Alternative dazu.

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir aufschreibst, was du alles in einer solchen Situation tun kannst... Du machst das schon, mit ein bisschen Geduld und Ausdauer wird die Wohnung bald dein neues Zuhause sein- wirklich :)^ :)z :)^

Übrigens: Bist du fertig eingerichtet? Hängen schon Bilder an den Wänden, usw.? Wie wäre es, wenn du da mal überlegst, was du noch tun kannst, um alles wohnlicher zu machen (Pflanzen kaufen, Fotos und Bilder aufhängen)?

Und denk mal über die Vorschläge nach, die hier gemacht wurden. Das sind inzwischen ja wirklich einige und sie kommen von Leuten, denen es auch mal so ging und sagen dir, was diese gemacht haben, um sich besser zu fühlen ;-)

Alles Gute :)* :)* :)*

kfein-fIachmann


Danke fuer's ausformulieren :P

S\abbvel301A0


Hi!

Also erstmal ein großes DANKE!!! Das hab ich ja noch gar nicht gesagt |-o ich hätte nicht gedacht, dass ich hier soviel Zuspruch und Hilfe finde.

Also heute ging es etwas besser. Ich merke zwar, dass es mir zwar immernoch nicht wirklich gut geht...ein ständig mulmiges Gefühl im Bauch und durchweg das Gefühl Tränen zu unterdrücken (kennt ihr das,wenn man Halsschmerzen davon bekommt?!)...aber ich hatte heute keine Angstattacke wie gestern. Ok, hinzu kommt heute, dass das Wetter grau, trüb und regnerisch ist :-/ Aber ich habe zB geschaut, wie weit denn nun meine Vrwandten wirklich von mir weg wohnen (zwischen 8 - max. 25 km)..und alle haben ein Auto(außer mir)...das kommende Wochenende werde ich komplett bei meinem Freund zuhause verbingen und Sonntags zu meinen Eltern essen gehen(obwohl es mir auch ein bisschen davor graut).

Ich weiß auf jeden Fall, dass es mir eigentlich nicht schlecht geht....ich habe ja schonmal erwähnt, dass zumindest keine realen probleme, wie hässliche Wohnung, unsympathsiche Mitbewohnerin, Geldnöte etc. bestehen...in der Hinsicht ist alles bestens.

Nur scheint meine Angststörung gerade mit dem Heimweh zu kollidieren, was eine unschöne Mischung ergibt und was ich (noch) nicht kontrollieren kann. Da ich aber eine notorsiche Listenschreiberin bin, habe ich natürlich schon angefangen Listen zus chreiben und Lösungen für mich zu finden, um aus der neuen "Einsamkeit" zu entkommen. Ich versuch mir die ganze Zeit vor Augen zu führen, dass ich echt Glück habe, da ich ja eigentlich die ganze Familie doch sehr nahe hab und im Notfall immer jemand zu mir kommen kann. Doch was ich eben noch nicht unter Kontrolle habe, sind die panischen Ängste vor Veränderung und Zukunft.

Aber morgen ist zum Glück auch wieder meine Therapeutin da und ich habe ganz früh einen Notfall-Termin bekommen. Ich hoffe, das das auch helfen wird.

n?ayschQkatze1


Hi Sabbel3010

Du schaffst das schon!!

Ich bin letztes jahr (auch wegen Uni) 650km weit weggezogen. Meine Eltern hatten also nicht die Möglichkeit mich zu besuchen. Aber ich denke, dass gerade das mir geholfen hat mich an die "Einsamkeit" zu gewöhnen. Ich bin nicht ganz einsam, weil ich hier nette Freunde gefunden habe. Ich würde dir echt raten, dir mal vorzunehmen einen Abend weg zu gehen und dich abzulenken. Beim nachts nach hause laufen hatte ich anfangs auch echt Angst, aber da hab ich dann meine Mam angerufen und die hat mich auf dem nach Hauseweg begleitet :-).

Vielleicht hilft es dir to-do Listen zu schreiben, die du dann am Tag abarbeiten musst.

Ich wünsche dir viel Glück @:)

gJradxfly


@ kein-fachmann

Hehe, gern :-p

@ Sabbel

:)^ :)^ :)^

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