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Der Borderliner-Faden für alle Bordis und Nichtbordis

KProkodixlmaus


againmymuffin

Hey, wenn Du nicht möchtest, dass Deine Eltern erfahren, wie es Dir momentan geht, dann mach doch einfach eine Therapie und erfinde einen Grund dafür - eine "Notlüge" quasi. Kannst ja sagen Ängste, Depressionen, körperliche Beschwerden, die psychisch bedingt sind,.....

Aber ich finde, es ist dringend notwendig, dass Du Dir ein Herz nimmst und Dir wirklich einen Therapeuten suchst!

Darf ich fragen, was denn der Grund dafür ist, dass Du nicht mehr leben möchtest? Eine bestimmte Sache oder allgemeine "Das Leben ist schlecht und ich bin unfähig"-Sichtweise?

Also bitte lass das mit den Schlaftabletten!!

Und wie schon geschrieben wurde: Denk mal an Deine Family! Du willst ihnen keine Sorgen machen und deshalb sollen sie nichts von einer evtl. Therapie erfahren - andererseits würdest Du ihnen etwas noch viel, viel Schlimmeres zumuten wollen!?! Mit dem Unterschied, dass Du es dann nicht mehr mitbekommen würdest, aber das ändert nichts an der Realität für Deine Eltern. :|N

Es gibt immer einen Weg im Leben, der weiterführt - und mag es erst mal noch so aussichtslos erscheinen.

:)* :)* :)* :°_

KSrHokodi`lmauxs


Ach so, sorry. In der ersten Zeile sollte es natürlich heißen "dass Deine Eltern NICHT erfahren....."!

a?gain.mymRuffin


andererseits würdest Du ihnen etwas noch viel, viel Schlimmeres zumuten wollen!?!

ich möchte es ihnen nicht deswegen sagen, dass sie sich nicht sorgen machen. sondern: ich möchte nicht mehr diese anschuldigungen, erniedrigungen hören, die dadurch ausgelöst werden!

ich mache es weder wegen aufmerksamkeit noch sage ich das einfach so zum spaß!

Darf ich fragen, was denn der Grund dafür ist, dass Du nicht mehr leben möchtest?

mir wurde schon in die wiege gelegt, dass man vieles vollbringen muss, um "wichtig", "nützlich" und was weiß ich noch alles zu sein. ich fühle mich einfach nicht wert, einen platz hier im leben haben zu dürfen. ich bin ein durchschnittsschüler, habe mittelmäßig viele freunde (wobei mich doch eigentlich alle mögen - hoffe ich) und in den haushalt kann ich auch nicht schmeißen.

ich fühle mich ... wertlos. ich bin wie ein parasit (zitat meines vaters), der auf kosten anderer lebt und selbst nie etwas zustande bringt.

ehrlich gesagt, ist mir meine family ziemlich egal (meine mom ist da zeitweise ne ausnahme), das einzige ist, dass ich von minute zu minute von "ja, ich mach ne therapie!" zu "nein. sobald ich die meds krieg, bin ich weg" wechsle.

es ist schön zu hören/lesen, dass es doch noch menschen gibt, die mich nicht als "verrückte aufmerksamkeitstussi" hinstellen.

denn ich möchte es ändern, bin aber noch unschlüssig wie.

:°( *:)

ps: gibts kein trauriges smiley, das winkt?

srch&neckVe1985


Hallo again!

Grade weil deine Eltern scheiße sind, solltest du schauen, dass du durch eine Therapie dein eigenes ICH soweit aufbauen kannst, dass du dich von ihnen emotional trennen kannst @:)

apgain=mymuffxin


ich möchte mich ja "trennen", aber eine therapie ist so schwer und langwierig.

und ich möchte keine AD-abhängige werden, die ohne ihre medis nicht mehr leben kann. das ist genau das, was ich überhaupt nicht möchte.

sMpielmo4biel


Das ist ja nicht bei allen so, die Medis nehmen. Such dir einen Arzt dem du vertrauen kannst und sprich mit ihm. Natürlich ist eine Therapie langwierig und du wirst auch Rückschläge erleben. Ich hab oft Rückschläge erlebt, aber ich habe mir irgendwann immer gesagt, den Gefallen tue ich den anderen nicht, dass ich kaputt gehe. Auch wenns schwer ist, verdammt schwer glaub es mir. Du musst es wollen. :)* :)* :)* :)* :)*

acgai~nm-ymuxffin


und was ist, wenn ich keine kraft mehr habe?

was ist, wenn ich einfach nicht mehr den willen habe, überhaupt etwas zu ändern?

zurzeit bin ich nur mehr eine hülle, die jederzeit zusammenfallen kann. :-(

s`chnecUke1f985


Ich hab Jahre gebraucht, bis ich mich zu einer Therapie aufraffen konnte...

Mir haben viele Umstände geholfen, dass ich letztlich den Schritt in die Therapie tun konnte. Ich kann mich noch erinnern, wie ich dieses Jahr im Juni mal in der Sonne saß, ein kleines, trauriges Häufchen Elend. Und mir ging es wie dir: ich konnte und wollte nicht mehr, ich war sprichwörtlich am Ende. Und irgendwann hab ich mir so bei mir gedacht: "Was würdest du gerne tun und werden, wenn es dir nicht so beschissen ginge? Was für ein Mensch könntest du dann sein?" Und mir ist dann aufgefallen, dass ich durch die Depressionen total eingesperrt war, weil ich viele Sachen zwar wollte, aber nicht KONNTE. Psychische Krankheiten sperren einen ein, weil sie verhindern, dass man das Potenzial, das in einem steckt, nicht entfalten kann. Und gerade als junger Mensch fühlt man sich schuldig und defizitär, wenn man sieht, wie alle anderen überflügeln, das tun, was sie wollen.

Wäre es nicht ein tolles Gefühl, nicht mehr eingesperrt zu sein? @:)

PS: ich war so fertig, dass ich den Psychiater angestrahlt habe, als er mir ein Rezept für AD gegeben hat ;-D sind zwar auch keine Wunderwaffe, aber ICH möchte sie momentan nicht missen :)*

s@pie?lmfo bixel


Das Gedicht habe ich gerade gefunden und finde es so treffend!! :-)

von Canan Turgut 



Gestatten, Borderline, so ist mein Name. Sie kennen mich nicht? Das ist nicht schlimm. Ich werd' Ihnen erzählen, wer ich bin. Eine Krankheit, doch man sieht sie nicht, aber trotzdem immer öfter man über sie spricht. Wir Bordis sind wirklich ganz Liebe, auch wenn wir oft verteilen Hiebe, und die nicht immer auf den Feind, sondern sehr oft gegen den Freund. Dieser es gar nicht begreifen kann, wenn er doch lieb ist, was bleibt ihm dann Kommt er uns nah, ganz in Vertrauen,stoss'n wir ihn weg, er soll abhau'n. Geht er fort, sind wir zerrissen, weil wir im Herzen ihn so vermissen. Der Tod uns oft als Ausweg erscheint, doch das bin nicht Ich, die das meint. Die Seele weint, das Herz trauert, das heißt aber nicht, dass es lang andauert. Im nächsten Moment empfinden wir Glück, und das an Borderline ist die Tück' in einem fort hin und her gerissen, kämpfen wir Bordis stets verbissen um ein Quentchen Glück und ein bisschen Frieden, sind wir doch Menschen, die auch wollen lieben. Der größte Hass, uns selber gilt, wir können nicht umgehen mit uns mild. Stets wir uns messen an Extremen, dieser Weg nicht zählt zu den Bequemen. Oft erscheint uns das Leben so schwer, dass wir sagen: ich will nicht mehr! Die Zweifel, die so stark an uns nagen, sind beileibe fast nicht zu ertragen. Die innere Qual und ohnmächt'ge Wut, nehmen uns gänzlich jeglichen Mut. Aggression, das erlebt manch einer, mit Absicht wehtun, das will von uns keiner. Doch die Verzweiflung, die sich macht breit, bringt uns immer wieder so weit. So können wir uns oft nicht spüren, und das kann leider dazu führen, dass wir uns verletzen und uns schneiden, um so die Leere aus dem Geist zu vertreiben. Der Schnitt, der macht keine Schmerzen, aber doch gibt´s dann im Herzen, ein wenig Luft, und das alleine bringt uns ein bisschen auf die Beine. Schwarz und Weiß, so ist uns're Welt. Grau, sich nicht dazugesellt. Für andere ist das schwer zu verstehen, das ist uns klar, doch muss man auch sehen, dass wir wahrhaftig die Täter nicht sind, sondern Opfer, und dies meist schon als Kind. Als Kind bereits übel missbraucht, ist unser Glück als Erwachsene verraucht.So sensibel wir auch sind,
so eins ist klar, wir sind immer für die and'ren da, gerade weil wir wissen, was es heißt, wenn die Seele leidet, uns zerreißt, können wir mitfühlen und in Nöten die verzweifelten Gedanken des and'ren töten. Arrogant und borstig, so heißt es immer, doch das stimmt nicht, nie und nimmer. Um vor inn'rer Qual uns zu retten, müssen wir uns hinter ‘ner Fassade verstecken. Wir tragen ‘ne Maske, die uns schützt, doch ist die Frage, ob sie was nützt? Schau'n wir uns an, ins ehrliche Ich, kommt von allein ganz unweigerlich, Der innere Schrei, nein, so will ich nicht sein, und wieder wir wechseln zum trughaften Schein. Dann reden die and'ren mit uns wie mit jedem, das aber geht leider oft stark daneben. Denn allzuoft führt ein Wort mitunter dazu, dass für uns die Welt geht unter. Das versteh'n dann die and'ren nicht und bringt sie aus dem Gleichgewicht. Doch, was soll'n wir machen,
um zu leben und dennoch nicht zuviel von uns preiszugeben? Es ist ein wahrhafter Drahtseilakt, den wir vollführen, und bitte gebt acht, vielleicht gibt's ‘nen Freund, der euch nahesteht, dem es ganz genauso geht. So denkt dann an die Zeilen von heut' und so könnt ihr dann vielleicht so manchem Freund helfen soweit, dass er sich traut und von der Maske befreit

A'zJucenYa1


Ich hab Jahre gebraucht, bis ich mich zu einer Therapie aufraffen konnte..

der Satz könnte von mir stammen. ;-) also siehst du, dass es vielen so geht, nur desdo länger man wartert um so schwerer wird es.

Ich wünschte manchmal, dass ich mich eher getraut hätte,...

Von Antidepressiva wirst du nicht abhängig, von Schlaftabletten kann das aber passieren.

Antidepressiva verleichtern dir das Leben in depressiven Phasen. Es gibt Menschen, die sie ihr Leben lang nehmen, aber das ist ja nicht schlimm, wenn es einem dadurch besser geht. Wieviele sind Asmathiker und müssen Medikamente deswegen schlucken usw. usw. :)*

Ich nehme auch Medikamente und ich bin ebenso froh, denn es hilft mir.

Trau dich, :-) dir wird es besser gehen. :)_ @:) Hab Mut.

Wie Schnecke sich fragte, was sie denn gerne sein würde, das frage ich dich jetzt, wenn es dir besser ginge und du den Druck deiner Familie nicht hättest, was würdest du denn gerne machen, was ist dein Wunsch?

Denk einfach mal darüber nach, du bist sehr jung und hast noch alle Türen offen.

:)_

K9rokoEditlmauxs


Also, das was Deine Eltern da machen - v.a. was Dein Vater sagt -, ist ja wohl das Allerletzte!:(v

Du hast ja selbst geschrieben, dass Du es ändern möchtest. Du musst nur noch 1x Kraft aufwenden und Dir einen Therapeuten suchen. Wenn Du danach keine Kraft mehr hast (was ja erst mal nur eine Befürchtung ist und noch keine wirkliche Tatsache), ist das zwar sehr schwer, aber Dein Therapeut wird Dich auffangen. Dafür ist er da. Und Du wirst sehen, die Kraft kommt wieder. Auch wenn eine Therapie langwierig ist, sie ist ein Weg heraus aus Deiner Verzweiflung. Und der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Je eher Du beginnst, desto eher wird es Dir besser gehen. :)z

Und von ADs wirst Du weder abhängig, noch verändern sie Deine Persönlichkeit!

Erstens ist es keine Schande sowas zu nehmen, zweitens musst Du es sicher nicht Dein Leben lang nehmen und drittens musst Du Dir auch vor Dir selbst keine Vorwürfe machen oder so. So wie Dein Leben mit Deiner Familiy bisher gelaufen zu sein scheint, ist es nicht verwunderlich, dass es Dir so schlecht geht. Alles andere wäre "unnormal". Also ist es überhaupt nicht schlimm, ADs zu nehmen. Wichtig ist nur, dass Du sie auch wirklich regelmäßig nimmst und nicht eigenmächtig absetzt oder so. Sie brauchen eine gewisse Zeit bis sie wirken. Aber dann können Sie Dir wirklich helfen. Wenn Du Dir ein Bein gebrochen hast, läufst Du doch auch erst mal mit einer Krücke rum, die Dich beim Gehen unterstützt. Die Medis sind jetzt Deine "Krücke". Sie helfen Dir jetzt und später wirst Du es auch ohne sie schaffen. :)z :)* :)z

Und glaub mir: Jeder Mensch ist sehr wertvoll - unabhängig davon was er kann oder leistet. Auch Du!:)z :)z :)z

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft! :)* :)* :)* :)* :)*

a>gnainmTym/uffixn


danke an:

schnecke

spielmobiel

azucena

krokodilmaus

als ich eure beiträge gelesen habe, habe ich geweint... ich hab noch immer feuchte augen...

@ schnecke

ich hätte schon pläne für die zukunft. ich möchte studieren (was anderes kann man nach einem gymnasium ja nicht machen ;-))

vl irgendetwas mit management oder sogar psychologie. das interessiert mich besonders...

@ spielmobiel

als ich das gedicht gelesen habe, sind die tränen nur so über die wangen gekullert... es scheint, als ob es da mich beschreibt... dieses "jemand anderem helfen, obwohl es einem selbst schlecht geht" und "nur ein wort kann einen traurig machen"... danke für dieses gedicht. das werde ich mir kopieren und auf dem laptop speichern.

@ azucena

Von Antidepressiva wirst du nicht abhängig, von Schlaftabletten kann das aber passieren.

ok. ich hab nämlich echt gedacht, dass man dadurch ein richtiger junkie werden kann.

ich hoffe nur, dass ich es nicht mein leben lang nehmen muss.

@ krokodilmaus

Also, das was Deine Eltern da machen - v.a. was Dein Vater sagt -, ist ja wohl das Allerletzte!

ich weiß. andererseits finde ich, er hat ein bisschen recht. ich meine, ich hab bis jetzt wirklich noch nichts nützliches vollbracht.

Und glaub mir: Jeder Mensch ist sehr wertvoll - unabhängig davon was er kann oder leistet. Auch Du!

glaubst du? das haben mir viele menschen gesagt, aber ich kann es weder verstehen noch glauben... :°(

ich danke euch vielmals...

ich weiß noch nicht, wann ich zu meinem hausarzt gehe. wahrscheinlich nächste woche oder so. ich sag euch noch bescheid, wie es gelaufen ist....

*:) @:) @:)

ps: danke noch mal... |-o

sepielmOobiel


@ againmymuffin

uns allen gehts immer mal wieder schlecht und jeder braucht mal zuspruch. ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, aber ja wohl doch noch sehr jung, was erwartet denn dein vater von dir? du hast noch so viel zeit um was zu erreichen und ich finde es schon viel erreicht, wenn man glücklich und zufrieden ist. warte nicht zu lange mit dem arzt besuch, je früher, desto besser. ich schick dir mal ganz viele kraftsternchen :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

a;gain0mymOuffixn


danke, spielmobiel

btw ich bin letzten freitag 16 geworden.

was erwartet denn dein vater von dir?

ich weiß es selbst nicht. er ist selbst (in der arbeit) sehr fleißig. er kommt auch nur am wochenende nachhause, weil er in einem anderen bundesland arbeitet. zuhause schläft er oft mehrmals am tag und möchte nicht "gestört werden". seine mahlzeiten müssen fertig und warm auf dem tisch sein, wenn er sich zu uns setzt. ein typische autoritätsperson. er hat nur den "fehler" gemacht, eine ebenso temperamentvolle als auch autoriäre frau zu heiraten. deswegen gibt es oft streit und zum schluss bin ich für alles verantwortlich.

womöglich will er, dass ich gaaaanz gut in der schule bin und irgendeinen wichtigen posten in zukunft bekomme, um für ihn die pension zu bezahlen.

ich werde es natürlich tun, aber manchmal da bin ich so wütend/traurig dass ich ihnen sag, dass ich ihnen keinen cent geben werde. zum schluss werde ich wieder schwach und gebe nach.

es ist immer dasselbe...

ps: danke für die kraftsterne @:)

aqgalinmymSufxfin


corr.: ... als auch autoritäre frau...

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