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Fragen zum Psychologie-Studium:

P@ri0olns hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

unsere Kleine hat letztes Jahr ihr Abi gemacht und überlegt nun, was sie studieren soll (derzeit sind diverse Praktika im Bereich Event-Management angesagt - ist aber recht überlaufen). In der Schule wurden einige "Tests" gemacht (wofür man aufgrund seiner Begabungen/Noten geeignet sei). Hierbei kam raus, daß sie in die Richtung der Psychologie, evtl. sogar Kinderpsychologie gehen solle - sie mag Mathe ganz gern (warum grad das ausschlaggeben für Psychologie ist, weiß ich allerdings nicht?).

Nun suchen wir ein paar Informationen zum Studiengang - wo wir uns belesen können: z.B. Webseiten, die über die Qualität der Unis berichten(vergleichen), Länge bzw. Art und Weise des Studiums, Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, Vorraussetzungen, Beschränkungen, Empfehlungen, Kosten ...

Vielleicht könnt Ihr uns freundlicher Weise kurz auf die Sprünge helfen - im Web findet man Vieles, aber was davon relevant ist, ist für Laien/Anfänger schwer zu erkennen.

Danke Euch @:)

Antworten
B laue.rLotues


Mathe ist ein Grundteil des Studiums...Psychologie ohne Mathe geht genau so wenig wie Müsli ohne Milch ^^

Das Studium ist je nach Uni ein bisschen anders aufgebaut.

Hat sie denn ne Uni im Blick, die ihr gut gefallen würde?

Oft werden auch Tage der offenen Tür angeboten. Und ansonsten kann sie jederzeit in jede Vorlesung einfach so und sich die Sache mal angucken, wenn Sie das denn will...

Ansonsten halte ich von solchen Tests nicht wirklich viel! Letztendlich sollte deine Tochter etwas studieren, mit dem sie auch noch nach Jahren glücklich ist. Und es ist absolut wichtig, dass es ihre Entscheidung ist, dann ist sie nur sich etwas schuldig, falls sie doch nicht glücklich damit ist.

Das sollte jetzt nicht doof klingen oder so ^^

P/riokns


Das mit dem Mathe mußt Du mir noch mal genauer erklären. :)D

Ich denke, sie würde in Rostock studieren wollen - wir haben in Warnemünde eine Ferienwohnung, die sie evtl. nutzen könnte (sind 10 min nach Rostock rein).

p.s. ich hab auch schon überlegt, einfach mit ihr mitzugehen und das auch noch mal zu studieren :=o Gibt es da altersmäßige Beschränkungen? BTW.: hatte Mathe-Lsitungskurs beim Abi - war aber nun nicht mein Lieblingsfach zzz

BPlauer>Lotuxs


Ich kann Dir mal die Erklärung von der Uni-Gießen geben (da studier ich auch).

Ist aber wie gesagt an jeder Uni ein wenig anders.

[[http://www.uni-giessen.de/cms/studium/studienangebot/bachelor/psychologie]]

Ansonsten gibt es keine Altersbeschränkung. Rein theoretisch kannste auch mit 80 ein Studium anfangen.

B2lauuerLKotus


Ich hab grad ma bei der Uni-Rostock geguckt und da wird anscheinend gar kein Psychologie-Studium angeboten.

Habt ihr euch da schon informiert?

Was für nen NC (Abischnitt) hat deine Tochter denn?

In Gießen war er glaubsch bei 1,3...

PCrioGnxs


Soweit ich weiß, soll es in Rostock schon so etwas geben - muß ich aber auch erst noch genauer schauen. Der Schnitt unserer Kleinen sollte schon reichen und meiner auch (mit 33 sollte ich wohl noch nicht zu alt sein, oder?).

Studierst Du direkt Psychologie? Und was hat es nun mit Mathe auf sich?

B9lauuerLotxus


Also ich hab was von Medizinischer Psychologie gelesen.

Nein zu alt biste sicher nicht :)

Ich studiere Deutsch und Bio auf Lehramt, also was ganz anderes, hab allerdings auch Psychologie-Vorlesungen und Seminare.

Naja, Mathe wird nunmal benötigt. Mathe gehört einfach zu Psychologie. Also denke ich, dass es sowas wie Mathematische Psychologie geben wird oder so ähnlich.

Deine Tochter kann sich ja mal bei studivz.de anmelden. Dort gibt es Psychologie-Gruppen, sicher auch von Rostock und Umgebung und da könnt ihr beide euch dann erkundigen :)

Und ansonsten kannst Du sicher auch dem Studiensekretariat ne Mail schreiben, die antworten gerne auf deine Mail :)

SIunfloRwer_73


Deine Tochter sollte sich v.a. Gedanken machen, welches der vielfältigen Einsatzgebiete der Psychologie sie interessieren würden. Es gibt drei große Anwendungsgebiete: Klinische Psychologie (quasi der "Klassiker"; sprich Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen, deren Entstehung, Behandlung,...). Dann Pädagogische Psychologie und die Arbeits- & Organisationspsychologie (wo es um Arbeitsplatzergnonomie etc. geht bzw. Personalentwicklung, Personalauswahl,...).

Und anhand dieser Interessengebiete (wenn sich denn etwas herauskristallisiert) Unis aussuchen. Wobei aktuell das Problem ist, dass das Diplom abgeschafft wurde, aktuell die Bachelor-Studiengänge angelaufen sind und an vielen Unis noch nicht klar ist, welche Masterstudiengänge konkret angeboten werden (Studiengliederung: 6 Semester zum Bachelor, dann noch 2 Jahre Master. Aktuell ist unklar, was man mit dem Bachelor auf dem Arbeitsmarkt anfangen kann; es wird sich zeigen).

Ergänzend muss zum "Klassiker", dem Berufsziel Therapeut, gesagt werden: Nach dem Studium ist eine kostenspielige Weiterbildung zum "Psychologischen Psychotherapeuten" (10.000-20.000€, z.T. unbezahltes Arbeiten) oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erforderlich. Link-Tip: [[www.unith.de]] (Verbund der universitären Ausbildungsinstitute).

Und:

Wenn man Psychologie studiert, sollte man sich drüber im Klaren sein, dass Statistik das A&O der Psychologie an der Uni ist. Dass man sehr viel Theorie lernen wird, u.a. Physiologie und alle Wahrnehmungsprozesse. Ein Großteil der Literatur ist auf Englisch, so dass man entweder gute Sprachkenntnisse mitbringen sollte oder den Mut, sich durchzubeißen.

Der Vorteil ist die unendliche Vielfalt des Berufs: Vom Einstieg in Trainee-Programme bei Großunternehmen und Managementberatungen über das Therapeutendasein; der aufkeimende Bereich Neuropsychologie (sehr medizinisch); viele freiberufliche Möglichkeiten (z.B. Gerichtsgutachter in versch. Ausprägungen, z.B. für Familiengutachten, Forensik,...) - es ist unendlich viel möglich. Manchmal verwirrend, manchmal überfordernd - aber halt auch vielversprechend.

Das Gleiche gilt für Weiterbildung: Über die o.g. Therapeutenweiterbildung in einem der drei anerkannten Verfahren über weitere Therapieverfahren, Hypnose,... (bin selbst eingefleischte klinische Psychologin, so dass ich tendenziell eher über den Bereich Auskunft geben kann). Promotion und wissenschaftliches Arbeiten in Forschungsprojekten.

Weitere Tipps:

* Kontaktaufnahme mit den Fachschaften Psychologie (das sind Psychologie-Studenten an der jeweiligen Uni, die Beratung anbieten). Bei Euch wäre die Uni Greifswald bspw. ein Anlaufpunkt.

* evtl. die Website des Hogrefe-Verlages: [[www.hogrefe.de]] Gibt zumindest einen Einblick in verschiedene Bereiche und eine Stellenbörse. Kann ja mal ganz interessant sein, die Stellenangebote dort zu lesen

Den bekannten Uni-Rankings würde ich nicht ganz so viel Glauben schenken...

Für was für Dinge interessiert sich Deine Tochter denn? Ich kenne eigentlich niemanden, der aufgr. eines solchen Tests zur Psychologie gekommen ist; die meisten haben da schon länger Interesse dran gehabt...

Der Vollständigkeit halber:

Der NC für Psychologie ist verdammt hoch; an einigen Unis liegt er sogar bei 1,0 oder 1,1.

Was hat Deine Tochter denn für Fragen, das Studium betreffend?

S3unf5lower_,73


33 und eine Tochter, die letztes Jahr Abi gemacht hat?!

S^unflkoweFr_73


[[www.phil.uni-greifswald.de/sozial/psychologie.html]]

Pvr*ioxns


Oh, das war jetzt ordentlich viel zu lesen - danke Euch beiden @:)

33 und eine Tochter, die letztes Jahr Abi gemacht hat?!

Sie ist nicht meien leibliche Tochter, sondern die meiner Frau, welche 11 Jahre älter als ich ist ... Ich werde Ihr diesen/Eure Texte und Anregungen zeigen und dann mit ihr darüber sprechen. Wir unterhielten uns nur kurz am vergangenen Wochenende über angedachte Pläne ihrerseits und kamen dabei eben auf diesen Schultest zu sprechen, bzw. daß Psychologie ein sehr interessantes und spannendes gebiet ist ... und auch darauf, das Ganze zusammen zu "machen".

Ihre Fragen werde ich nachreichen - für mich stand und steht jetzt erst einmal die Altersfrage im Raum. Ich für mein Teil finde es gar nicht schlecht, solch ein Studium erst etwas später zu beginnen - sozusagen mit etwas Erfahrung im Leben ... Ich habe ein recht ordentliches Abi und mit knapp 28 Wartesemestern sollte der NC kein Problem sein, oder? Über die Spezialisierung muß ich mir allerdings wirklich noch Gedanken machen. Vor 10 Jahren studierte ich klassisches Grafik-Design und damit auch Werbe-Psychologie. In der Werbung habe ich im Grunde alles erreicht, was zu erreichen ist und suche nun neue Herausforderungen. Somit beschäftige ich mich in letzter Zeit oft der Mensch in und um seinen Beziehungen ... Vielleicht ergibt sich schon hieraus eine Richtung - evtl. "Konsumentenverhalten" o.ä.

dheviaHtioxn


Ich selbst studiere Psychologie, allerdings in Österreich. Ich denke trotzdem, dass ich ein paar Sachen beitragen kann.

Warum Mathe? Lass es mich mal so erklären: Was denkst du, wie man wissenschaftlichen Fragestellungen nachgeht? Richtig, mit verschiedenen Testverfahren (standardisiert). Wer entwickelt diese? Wer prüft und normiert sie? Wer testet damit Personen? Wer wertet aus? Wer interpretiert? Richtig, der Psychologe. Nur will dieses Handwerk ja gelernt sein, und das funktioniert eben nur, wenn man sich der Mathematik bedient, und zwar reichlich. ;-) Allerdings kommt mir auch in so gut wie allen anderen Fachbereichen (Allgemeine-, Differentielle-, Diagnostische-, Biologische-, ... , Psychologie) ständig irgendetwas unter, das mit Mathe zu tun hat. Aber das werdet ihr eh selbst herausfinden, solltet ihr euch wirklich für ein Studium entscheiden.

@ Sunflower

Ergänzend muss zum "Klassiker", dem Berufsziel Therapeut, gesagt werden: Nach dem Studium ist eine kostenspielige Weiterbildung zum "Psychologischen Psychotherapeuten" (10.000-20.000€, z.T. unbezahltes Arbeiten) oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erforderlich.

Ihr seid in Deutschland aber "billig". In Österreich kann man (je nach angestrebter Richtung) mit 25.000 bis 55.000 Euro rechnen.

Wie ist die Ausbildung in Deutschland denn aufgebaut? Bei uns gibts da zwei Teile [Propädeutikum (~4000 Euro) und Fachspezifikum (25.000-50.000)], die man braucht, um sich "Psychologischer Psychotherapeut" schimpfen zu dürfen *g*. Wenn man dann noch den "Klinischen Psychologen"-Titel ergattern will, werden nochmal ~3500 Euro fällig. Irgendwie denke ich mir öfters, dass ich demnächst vielleicht 'mal im Lotto gewinnen sollte...

dWeviagtion


Ich selbst studiere Psychologie, allerdings in Österreich. Ich denke trotzdem, dass ich ein paar Sachen beitragen kann.

Warum Mathe? Lass es mich mal so erklären: Was denkst du, wie man wissenschaftlichen Fragestellungen nachgeht? Richtig, mit verschiedenen Testverfahren (standardisiert). Wer entwickelt diese? Wer prüft und normiert sie? Wer testet damit Personen? Wer wertet aus? Wer interpretiert? Richtig, der Psychologe. Nur will dieses Handwerk ja gelernt sein, und das funktioniert eben nur, wenn man sich der Mathematik bedient, und zwar reichlich. ;-) Allerdings kommt mir auch in so gut wie allen anderen Fachbereichen (Allgemeine-, Differentielle-, Diagnostische-, Biologische-, ... , Psychologie) ständig irgendetwas unter, das mit Mathe zu tun hat. Aber das werdet ihr eh selbst herausfinden, solltet ihr euch wirklich für ein Studium entscheiden.

@ Sunflower

Ergänzend muss zum "Klassiker", dem Berufsziel Therapeut, gesagt werden: Nach dem Studium ist eine kostenspielige Weiterbildung zum "Psychologischen Psychotherapeuten" (10.000-20.000€, z.T. unbezahltes Arbeiten) oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erforderlich.

Ihr seid in Deutschland aber "billig". In Österreich kann man (je nach angestrebter Richtung) mit 25.000 bis 55.000 Euro rechnen.

Wie ist die Ausbildung in Deutschland denn aufgebaut? Bei uns gibts da zwei Teile [Propädeutikum (~4000 Euro) und Fachspezifikum (25.000-50.000)], die man braucht, um sich "Psychologischer Psychotherapeut" schimpfen zu dürfen *g*. Wenn man dann noch den "Klinischen Psychologen"-Titel ergattern will, werden nochmal ~3500 Euro fällig. Irgendwie denke ich mir öfters, dass ich demnächst vielleicht 'mal im Lotto gewinnen sollte...

P)rionxs


Wenn ich das mit der Spezialisierung nun recht verstehe, kann man mit dem "Grundstudium" (6 Semester = Bachelor) noch nicht so wirklich viel anfangen, oder? Und was ist/macht man dann mit diesem "Master" (nach 4 weiteren Semestern)?

Ich selber habe noch ein "altes" Diplom" und war damit sozusagen "fertig", bzw. zumindest reif für die wilde Realität (Berufswelt, in der man natürlich permanent weiterlernt ...). Diese ganze Bachelor- und Master-Geschichte ist mir so nicht wirklich geläufig!?

KHamikravzi081x5


@ Prions

Ich weiß, die Frage gehört jetzt vielleicht nicht ganz so hierher, aber: Hast du deine Stieftochter mal gefragt ob es für sie in Ordnung ist, wenn du mit ihr gemeinsam das gleiche Studium in der gleichen Stadt beginnst? *:)

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