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Borderline-je zu einer Beziehung fähig??

c]ariwsma5,00 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin 27 Jahre jung, beruflich erfolgreich, im Privatleben stabile Freundschaften, Haustiere, nen guten Job und und und...

Das einzige was ich nicht hinbekomme und mich dann auf ganzer Linie runterzieht, ist dass ich gerne ne Beziehung hätte (Ich weiss, Beziehungssucht!) aber diese nicht auf die Reihe kriege.

Aktueller Fall, ging 2 Monate wo er mich nach meinen Wutausbrüchen die sich in krassen sms äusserten dann doch verlassen hat! Und ich hatte mich schon echt verknallt :-(

Ich hab bisher nur solche kurzen Flirts, dene und hoffe jedes mal, wow das ist er jetzt und muss dan feststellen dass es wieder so ne Pfeiffe war...

Okay, ich leiste echt großen Beitrag mit meiner Klammerei, da ich so unglaublich schlecht alleine sein kann.... Aber ist es denn das Schicksals eines Bordis ein lebenlang alleine bleiben zu müssen?

Kriegt man sich irgendwann so weit in Griff, dass man bei ner Verletzung vom Partner nicht völlig durchdreht und irre wird und eilieferungsreif ist?!?!

Das ist doch echt nicht normal, dass es mich immer wieder so aus der Bahn haut!

Sind hier Bordis die nen Tip haben?!

LG carisma

Antworten
Z<wa<ckx44


Hallo Carisma,

ich habe ein Verständnisproblem (wahrscheinlich, weil ich mich mit Borderline noch nicht befaßt habe): Du schreibst, dass in Deinem Umfeld alles bestens funktioniert, private Freundschaften, Dein Beruf, in dem Du ja wahrscheinlich auch mit Menschen zu tun hast, nur eben nicht in Deinen Beziehungsversuchen. Wie kommt es? Vor diesem Hintergrund hätte ich Verständnis für Deinen Freund, der vermutlich sagt, überall, wo ihr ein vernünftiges Verhältnis wichtig ist, strengt sie sich an und es funktioniert dann auch. Bin ich ihr als Freund weniger wichtig als der Chef, als Kollegen und gute Freunde?

Falls ja, hätte ich an dieser Stelle ein Problem.

ckari[sma50x0


Also eigentlich wärs mir lieber, jemand antwortet mir, der die Wutausvrüche in Beziehungen und das darauffolgende destruktive Verhalten kennt, denn normalos verstehen mich halt wie du wirklich nicht!

Ist nicht böse gemeint!

Vielleicht auch jemand der was zu Beziehungssucht was sagen kann...

der ab dem Augenblick eines ins Leben tretenden Partners ALLES ABER AUCH ALLES aufgeben würde, alles für den PArtner tut! Ich hatte nach einem Monat schon meine WOhnungsschlüssel, als er krank wurde, habe ich Urlaub genommen, und war immer für mich da! ABer was bekam ich zu hören?

Ich KLAMMER!

Es ist aber auch wirklich so, ab dem AUgenblick wo ich mich verliebe (oder meine es zu tun) gebe ich mich unbewusst völlig auf, mein Leben kreist nur noch um diesen MEnschen! Und ich würde alles für ihn tun!

Aber leider waren ihm Freunde, seine Arbeit sein Schlaf seine FReunde wichtiger,

wenn denn mal Zeit übrig blieb, denn war es okay wennich kam...

und irgendwie läuft es immer so ab!

Es endet im MEgastress, ich werd als die klammernde Psychofreundin abgestellt

(weil ich nicht alleine sein kann und meine Wutausbrüche von normales schneller mal als Psycho abgetan werden)! Und am Ende stehe ich da, der Typ will mich nicht und ich frage mich, warum ich mich wieder so für jemanden aufgegeben habe und dann mein Leben wieder mit schwerster NOt zusammenpuzzeln muss, bis es mir gut geht, bis dann wieder ein neuer Mann kommt und das Spiel von vorne losgeht.... :=o

coaris#maL50x0


Hab mich verschrieben, ich meinte:

Ich hatte IHM nach einem Monat schon meine WOhnungsschlüssel gegeben, als er krank wurde, habe ich Urlaub genommen, und war immer für ihn da!

ZhwDackk44


Ja, nun, entschuldige bitte; es hat halt kein anderer geschrieben - kommt hoffentlich noch.

Ich wollte Dir ja nur rüberbringen, was Dein Freund wahrscheinlich denkt. Manchmal hilft es ja, sich in den anderen hineinzuversetzen.

G}unYnr


denn normalos verstehen mich halt wie du wirklich nicht

Dann liegts aber vielleicht daran, dass deine Freunde "Normalos" sind... :-/

Wenn ich Wutausbrüche abwechselnd mit Klammern serviert bekomme und dann noch in regelmäßigen Abständen die Ansage "du verstehst das nicht, du bist kein Bordi", dann hätte ich irgendwann auch keinen Bock mehr. Selbst wenn ich von deiner Krankheit wüßte. Mich würd das ab nem gewissen Punkt frustrieren.

Guck mal: Zwack wollte dir echt helfen und du hast ihn sofort abgebügelt...dann schreib vielleicht, dass du nur Hilfe von Bordis möchtest oder dass du dich nur ausheulen möchtest oder so.

Wie sieht das eigentlich aus: können Bordis mit Bordis Beziehungen führen? Das Verständnis müßte ja dann gegeben sein, oder ist das vielleicht dann so eine Destruktiv-Spirale?

Channxa


@ Gunnr

Bordi und Bordi ist mehr als destruktiv, weil Beide die gleiche Aufmerksamkeit suchen, aber nicht soviel geben können .Am Anfang fühlen sie sich verstanden, aber nach ner Weile wird brisant, wenn unsicherheit und Verlustangst bei Beiden eintritt. Man brauch einen mehr oder weniger gefestigten Partner...

V*icWkyx75


Hi,

ich bin ein Bordi, also erlaube ich mir mal zu antworten ;-)

Carisma500, ich kenne dein Verhalten in einer Beziehung sehr gut auch von mir. Da spielt ein wichtiger Punkt in unserer Symptomatik eine Rolle, die chronische Angst vor dem Verlassenwerden...Ich hab früher auch alles gegeben und bin durchgedreht wenn irgendwas schief gelaufen ist oder wenn ich verunsichert war. Das löst beim Gegenüber natürlich Stress aus und ist oft nicht verständlich...

Ich bin mit meinem Freund mittlerweile 7 Jahre zusammen, wir haben die Kurve irgendwie bekommen. Wie hab ich das geschafft. Also ich war ehrlich und hab versucht offen mit ihm über meine Ängste und so zu sprechen und ich hab an mir gearbeitet. Therapie- und dort waren und sind Beziehungen in jeder Form immer wieder Thema. Grad jetzt wo es mir wieder schlechter geht, ich bin grad ständig in Kliniken, da ist es wieder sehr schwer an die Verlässlichkeit in der Beziehung zu vertrauen.

Wenn du sagst, dass Beziehungen zu Freunden, Kollegen und so gut laufen, dann solltest du umso intensiver hinschauen, was in einer Partnerschaft bei dir abläuft. Und ich denke was du auch genauer anschauen solltest ist diese "Beziehungssucht" wie du sie nennst. Oft ist es ja so, wenn man sich total auf etwas versteift, dann ist es vorprogrammiert, dass die Sache schief läuft. Weil genau dann fällst du in dieses Klammermuster rein. Du hast jemanden gefunden und stürzt dich in die Beziehung...du gibst alles und der andere ist damit dann vielleicht überfordert. Verstehst du was ich meine?

Keine Ahnung, ob ich dir weiterhelfen konnte, aber das waren jetzt mal meine Gedanken zu dem Thema.

Lg Vicky

C aZnna


Kann mich Vicky da nur anschließen. Umso mehr man sich versteift, umso weniger funktioniert es! Ich habe auch keine Probs im Job, in der Familie und bei Freunde seitdem ich meine Therapie gemacht hab, aber bei mir hapert es auch in der Beziehung! Aber mehr imVertrauen zum Partner! Ich bin nicht mehr so süchtig nach beziehungen wie früher, bin mittlerweile seit 4 Monaten komplett allein und komme gut damit klar! Lerne erstmal mit Dir allein zurecht zu kommen und arbeite an diesem Zwang, eine Beziehung haben zu wollen mittels Terapie, dann wirst Du sehen, es wird besser und die Beziehungen halten auch länger! auch wenn man, wie Du und ich Bordi ist!:)^

M/adLnexss85


Nun. Das Thema Borderline und Borderline in einer Beziehung habe ich auch schon hinter mir, und ich kann nur jedem Raten die Finger davon zu lassen. In 90% der Fälle geht das in die Hose. Wir haben über 2 Jahre eine Fernbeziehung geführt, bin dann irgendwann bei ihr Eingezogen, und nach 2 Monaten hab ich die Beziehung beendet, weil es einfach zu anstrengend war. Ansonsten kann ich gut Nachvollziehen was das Problem mit den Beziehungen ist, da ich selber auch Beziehungsunfähig bin. Jedes Mal wenn ich versuche mich auf eine Beziehung einzulassen, geht diese in die Brüche weil ich die Person nicht an mich ranlassen kann.

cgarisxma500


Hallöchen und tausend Dank für die tollen Ratschläge!

Natürlich auch von den "normalos" @:) aber eigentlich dachte ich, spreche die Überschrift Borderline nur Bordiesan! Zúmal ich schrieb: Sind hier Bordis die nen Tip haben?!

Canna und vor allem Vicky: von euch fühlich mich verstanden!!!

Es ist nur ein soo ewiger Prozess, seit JAhren arbeite ich mithilfe von Therapeuten und Freunden und Familie dran, aber ich schaffe es einfach nicht! Auch dieses mal habe ich sooo viel gegeben! :-( ((

Und meine "Abhängigkeit" von ihm bzw die Angst dass ich das und ihn verliere haben mich so extrem weit getrieben, dass ich sogar nach 7 Tagen zusammensein es nicht ausgehalten habe, wenn er abends dann zu einem Freund gefahren ist :-( Ich telefonierte hinterher, schickte böse sms...

Ich konnte mich nicht auf mich besinnen und bei mir bleiben und was für mich tun,

nein ich hatte so ne krasse Panikattacke dadurch samt Herzrasen etc, dass ich dachte durchzudrehen! :(v

Alle sagen, sei erstmal alleine! Aber ich bin ja schon durchgehend über 3 Jahre SIngle, weil ich sie alle nach allerspätestens 2 Monaten vergraule! :°(

Bei dem letzten hatte ich solche Hoffnung, weil er anfangs noch VErständnis zeigte,

aber irgendwann war ihm das zu viel (nach dem dritten ZUsammenbruch und AUsbruch in 2 Monaten) und er sagte, er kann mir nicht das geben, was ich will, seine Gefühle sind nicht so stark wie meine und er ist anscheinend noch nicht reif genug so eine enge Beziehung zu führen, wie ich es will!

Und genau sowas passiert permanet! Ich bin einfach so traurig, sowohl ihn verloren zu haben als auch das Gefühl zu haben, wegen meiner Krnakheit und meiner VErgangenheit und meinen Ängsten nun zum ewigen Alleinsein verdammt zu sein!

Wenn ich TExte von Männern lese, wo steht, die waren mit einer Borderlinerin zusammen, und es war unterträglich, dann macht es mich total traurig! Bin ich ein so schlechter MEnsch?

Ich habe so viel zu geben, bzw auch meinem letzetn soo viel gegeben... und nun? :°_

Nun bin ich die die mit der Trennung kämpft und er lebt wahrscheinlich sein Leben weiter und denkt sich nur, puh, Gott sei Dank bin ich sie los...

MEin Gott, dabei war ich einfach verliebt und wollte ihn nicht verlieren und grade das habe ich erreicht! :-(

Alles kagge...am liebsten würde ich zu ihm, in seine Arme!

Nun fällt es mir so schwer mich aufzuraffen und meinen Alltag zu leben, grauenvoll!

JVuLriEj GBagar\ixn


Zwack44

ich habe ein Verständnisproblem (wahrscheinlich, weil ich mich mit Borderline noch nicht befaßt habe): Du schreibst, dass in Deinem Umfeld alles bestens funktioniert, private Freundschaften, Dein Beruf, in dem Du ja wahrscheinlich auch mit Menschen zu tun hast, nur eben nicht in Deinen Beziehungsversuchen. Wie kommt es?

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, daß die Borderline-Ausbrüche sehr selektiv auf den Partner zielen. Für die anderen, (Kollegen und Freunde) hat die Borderlinerin dann mal einen schlechten Tag, und ist nicht so toll drauf. Aber der Partner kriegt voll das Fett ab. Und auch dann wird gezielt dorthin getreten (verbal und physisch), wo es dem Partner auch richtig weh tut.

carisma500

Als Borderlinerin hast Du vielleicht dann eine Chance, eine längerfristige Beziehung aufrecht zu erhalten, wenn Dein Partner so geduldig und stabil ist, daß er die ersten paar Deiner Ausbrüche erträgt, ohne die Beziehung gleich zu beenden. Ein normaler Mann, der zum ersten Mal einen Borderline- Ausbruch erlebt, wird sich das nicht gefallen lassen, und Schluß machen. Wenn er aber dieses Verhalten kennt, kann er Deeskalationsstrategien erlernen, und selbst nicht mehr so emotional davon betroffen sein. Dann kann es gelingen, so eine Beziehung auch länger aufrecht zu erhalten.
Es kommt natürlich auch drauf an, wie sehr Du bei einem Ausbruch zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen neigst, und ob Dein Partner in dem Fall physisch so stark ist, daß er Dich parieren kann, ohne daß es zu einer regelrechten Klopperei kommt.

cyariJsma500


Also meine bisherigen Ausbrüche waren nur verbal! Nie körperlich!

Udn bei dem letzten auch nicht mal beleidigend, nur fordernd

im SInne: Wie kannst du mich alleien lassen?!

Aber er kam damit nicht klar, ihm war das zu einengend!

Er sagte er hatte schon mal eine 2jährige Beziehung, für die er alles aufgegenegn hat, die ihn auch extrem eingeengt hat und das hat ihn psychisch nur fertig gemacht! Und ich würde ihn an diese Exfreundin erinnern mitmeinem Verhalten!

Am nächsten Tag als er mir verkündete, dass er ebennicht bereit ist mirso viel zu geben, wie ich es will, holte ich selbstbewusst meine Sachen bei ihm ab und den Tag darauf stand ich heulend und winselnd wie ein kleines Kind vor seiner Tür...

Wo er auch nur meinte: Sag mal, was geht denn bei dir ab, mal bist du so mal so...

Genau so wie du sagts,meine Freundinnen denken,

ach unsre Maus ist wieder etwas traurig und der böse böse Freund, der ist nicht für sie da!

Unterstützt mich leider nur darin ihn als den Bösen zu sehen nicht bei mir nach Fehlern zu suchen.

Weiß nicht ob solche Freunde mir wirklich gut tun....?!?!

Ach man, gibt es für mich mal nen Deckel oder vin ich ein Wok ???

cCari smax500


Hat noch jemand als Betroffener nen Tipp ??? ???

JpuNritj @Gagarixn


Wenn Du Deine Borderline-Störung für Dich selbst akzeptierst, ist das doch schon etwas Tolles. Dann kannst Du, und ein potentieller Partner doch daran arbeiten. Wurde Dir die BLPS von einem Arzt diagnostiziert?
Die wirklich schlimmen Bordis sind doch die, die sich für die einzig normalen halten, und ihre Partner zum Psychotherapeuten schicken wollen.

Hast Du mal versucht, was darüber zu lesen, oder ihm vorgeschlagen, selbst etwas zu lesen?
Bei mir als Co-Bordi stehen folgende Bücher im Regal:
"Ich hasse dich, verlass mich nicht"
"borderline brach herz"
"Schluß mit dem Eiertanz"
"Leben mit einer Borderline-Störung"
"Borderline. Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige"

@:) Ich wünsche Dir Glück @:)

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