» »

Was bringen eigentlich Psychotherapien?

A3zucenxa1


was ist das denn hier für eine unnütze diskussion?

Finde ich nicht. Sie ist eigentlich interessant.

So kann jeder seine Erfahrung schreiben.

Ich habe z.B. gut Erfahrungen gemacht.

(Bei allgemeinmedizinern auch schon für mich sehr schlechte) Also, es kommt überall vor, dass wir auf kompetente Psychologen, Ärzte,...treffen. So wie in jedem anderen eben auch Beruf. :-/

Es ist eben nur schade, wenn es jemaden psychisch schlecht geht, dass er dann auf jemanden trifft, der einem noch mehr runterzieht.(Psychologe, Therapeut)

t eard$rop77


was ist das denn hier für eine unnütze diskussion?

das ist wie die frage: was bringen zahnärzte?

kann man nicht vergleichen. :-/ psychotherapeuten sind eben keine ärtze.

B\arce>lon~eta


Was bringen Psychologen? Wenn ich nicht jahrelang von einer sehr mitfühlenden Psychologin aufgebaut worden wäre, dann wäre ich jetzt schon lange, lange tot. So einfach ist das. Mir haben diese Besuche das Leben gerettet und es wieder einigermaßen lebenswert gemacht. Wenn der Psychologe sich scheiße vehält, muss man ihn wechseln. Es gibt in jeder Berufsgruppe dumme Leute, das liegt daran, dass es Menschen sind. Ich kenne sehr viele Menschen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung sind und nicht wenige hätten sich ohne diese Hilfe schon lange das Leben genommen.

kcapu[tter kxerl


Ich kenne sehr viele Menschen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung sind und nicht wenige hätten sich ohne diese Hilfe schon lange das Leben genommen.

Dann gehöre ich wohl zu der Gruppe die nach verschiedenen "Hilfen" erheblich öfter auf diese Idee kommen als davor.

VBiRTeUcE


Ich kenne einige Psychologie-Studentinnen und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die jemals irgendwelchen anderen Leuten mit psychischen Problemen helfen könnten. Naja vielleicht kommt das ja mit der Zeit und mit Abschluss des Studiums. Aber die Mädels, die das studieren, haben selber irgendwie einen Knacks... Irgendwie traurig, dass solche Menschen dann anderen "professionell" helfen dürfen und horrende Honorar-Summen verlangen.

Ein Gespräch mit sehr guten Freunden oder einfach ein Gespräch mit Anderen erzielt da vermutlich eine bessere Wirkung. Das Problem daran ist nur, dass nicht jeder Leute um sich hat, mit denen er reden kann. Wenn man z.B.: "einsam" ist, kann einem ein Therapeut vermutlich auch nicht helfen, denn der kann schließlich auch keine Freundschaften herzaubern...

Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es einfach das Gespräch mit einem Psychologen ist, das vielen Leuten hilft, obwohl der Therapeut auch nur irgendwelche Medikamte verschreiben kann oder irgendeine unnötige Methode aus seinen Studienbüchern anwendet. Außerdem ist der Psycho-Patient ja auch nur eine Art Kundschaft, und der Therapeut ist Dienstleister und macht lediglich seinen Job. Er spult sein Programm runter, bittet zu Kasse und das wars dann auch schon. Der wird sich am Abend sicher keine Gedanken über die Patienten machen, dem ist das vermutlich sogar scheißegal. :)_

BBar=cUelobnexta


Ein Gespräch mit sehr guten Freunden oder einfach ein Gespräch mit Anderen erzielt da vermutlich eine bessere Wirkung.

Die Frage ist, wie gut einem Freunde bei erlebtem sexuellem Missbrauch mit einem Gespräch helfen können. Oder bei einer Essstörung. Wenn ich wieder in ES abrutsche, brauche ich die Abmachungen mit meinem Therpeuten. Wir legen uns Schlachtpläne zurecht, mit denen ich lernen kann, da raus zu kommen. Das können Freunde einfach nicht, es sei denn, sie sind selbst betroffen. Deswegen finde ich es übrigens auch nicht schlimm, wenn der Therapeut selbst Erfahrung mit psychischen Problemen hat. Das sind oft die Einfühlsamsten, denn sie wissen, wovon sie sprechen.

Ich finde die Diskussion aber auch sinnlos, vor allem bei der Überschrift. Dir, kaputter Kerl, bringen sie offensichtlich nichts.Mir und anderen aber viel. Was soll also bei der Diskussion rauskommen, außer "kommt drauf an?"

k(apuWt9ter~ kxerl


Böses_Schneewitchen schrieb:

was ist das denn hier für eine unnütze diskussion?

Ich finde eine Diskussion darüber was Psychologe und Therapeuten bringen aktueller und wichtiger denn je in Zeiten wo fast jedem Menschen der nur einen mittelschweren Husten hat geraten wird, er solle mal einen Therapeuten aufsuchen. Ich finde das alles mehr bedenklich und glaube auch das falsche therapeutische Behandlung einen schlimmeren Schaden anrichten kann, als ein falscher Zahnarzt.

AKve_m


Der wird sich am Abend sicher keine Gedanken über die Patienten machen, dem ist das vermutlich sogar scheißegal. :)_

Das glaube ich nicht. Es geht ja schon "normalen" Ärzten so, dass sie manchmal noch lange an einige ihrer Patienten denken und sich fragen, wie es ihnen geht, wie sie zurechtkommen, usw.

Azvexm


Aber eigentlich ist es ja auch unerheblich, ob man dem Therapeuten nach Feierabend "scheißegal" ist, solange man sich während der Therapiestunde gut aufgehoben fühlt.

rREv<olutioTnaerixn


Ich halte fest:

Therapeuten/Psychologen/Berater sind auch nur Menschen, denen Fehleinschätzungen, Missgeschicke und Arroganz zu eigen sein können. Deswegen ist diese Berufsgruppe zu einer permanenten Hinterfragung und Reflektion dessen angehalten, was sie dort in einer Sitzung mit dem Patienten erarbeiten. Vorteil hier: Sie kennen diverse psychologische Verhaltensmuster und können Übertragungen/Spiegelungen/Koketterien/Verstrickungen schneller und wirksamer erkennen und beseitigen. Natürlich gibt es, wie in jedem Beruf auch, die sogenannte "Betriebsblindheit". Supervisionen und Gespräche mit anderen Kollegen sollen dem vorbeugen. Sicher ist man vor einem therapeutischen Missbrauch nicht - aber man ist in diesem Rahmen doch wesentlich besser mit seinen psychologischen Problemen aufgehoben, als im dafür verantwortlichen Rad seiner direkten Umwelt.

Ganz ehrlich: Ich bin schon oft genug von Therapeuten verletzt und provoziert worden. Das aber führte bei mir ab einem Punkt nicht mehr zum Rückzug und zur Verzweiflung, sondern ich fing an umzudenken. Ich wollte mir diese "Gemeinheit" nicht mehr bieten lassen und meinem Therapeuten auf Augenhöhe begegnen. Denn nur wer sich wirklich auf Augenhöhe mit einem anderen Menschen fühlt, kann erwachsener und klüger mit Provokationen umgehen. Wenn Kinder sich von ihren Eltern schlecht behandelt fühlen, dann weinen und meckern sie auch ordentlich, weil sie das von den Menschen, von denen sie liebevoll und behutsam behandelt werden wollen, nicht erwarten. Erst, wenn sie sich aus dieser abhängigen Beziehung befreit haben und in dem Sinne erwachsen geworden sind, können sie die ungerechte Handhabung durch ihre Eltern durch Worte und Selbstbewusstsein abblocken oder sogar wegwischen und geraten nicht mehr in den Teufelskreis aus Verzweiflung, Traurigkeit und Selbsthass. Diese Beziehung zu einem Theraputen spielt im knappen Zeitraum nochmal genau diese Beziehungsmuster von Abhängigkeit, Verletzung, Umgang mit Verletzungen und Abhängigkeit durch und genau daran kann man üben, sich auch in seiner Realität wieder als klarer, reifer Mensch zu behaupten, der sich durch Provokationen und Abhängigkeit nicht in eine kindergleiche, weinerliche Rolle zwingen lässt.

Weiteres Argument war, dass Therapeuten "auch nur einen Job wie Zahnärzte" zu erfüllen hätten. Das kann ich so nicht unterstreichen. Ich sehe Allgemeinmediziner noch eher als Handwerker, die eben nach genauem Lageplan abschätzen können, wo das Problem liegt und genau da in den meisten Fällen sehr wirksam ihre Medizin einsetzen können. Das psychologische Feld ist dafür leider etwas zu diffus. Letztendlich geht es darum, Verhaltensweisen, die den Betroffenen stark einschränken, so zu ändern, dass der Patient wieder mit sich und seinen Mitmenschen klarkommt. Es ist ein schweres Stück Arbeit, durch den Djungel von Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen und Selbstlügen/Selbsthass/Selbstvorwürfen ecetera zu finden und dem Patienten seine Selbstheilungskräfte, denn auf die kommt es in der Therapie im Endeffekt an, aufzuzeigen. Vielleicht wird das alles durch die Fortschritte in der Neurobiologie und Neuropsychologie irgendwann einfacher und wesentlich simpler.

Dann kam das Argument auf, dass vor allem Menschen, die Psychologie studieren, einen "Knacks" hätten und erst durch ihre eigene, kaputte Psyche überhaupt auf die Idee kommen, derartiges zu studieren. Es gibt in den besagten Kreisen den Spruch, es seien diejenigen die besten Heiler, die selbst geheilt wurden. Ich denke, jeder kann nachvollziehen, dass es einfacher ist sich jemandem anzuvertrauen, der weiß, wovon man ihm erzählt, als jemandem, der sich nur theoretisch mit der Materie befasst hat. Andererseits ist es natürlich fatal, wenn man als Therapeut ein narzisstisches Arschloch aufgetan hat, das sich an seiner Rolle des "Wunderheilers" aufgeilt. Der Beruf des Therapeuten hat natürlich etwas Narzisstisches ansich und gute Therapeuten gestehen sich das ein und arbeiten gegen damit einhergehende Verhaltensmuster an. Ich sehe es somit sowohl als Notwendigkeit, als auch als Schwachpunkt an, dass viele Therapeuten/Psychologen selbst Opfer ihrer Psyche waren. Solange sie es nicht mehr sind, sind sie in ihrem Beruf aber goldrichtig.

Wozu braucht man einen Therapeuten/Psychologen?

Weil einen manchmal auch nur das bloße Reden unglaublich entlastet. Weil man im gesicherten Modus seine Beziehungsfähigkeit testen kann (denn wenn es zwischen dir und deinem Therapeuten nicht funktioniert, dann verlierst du allenfalls einen Therapeuten, aber keinen Freund, keine Freundin, keine Mutter, keinen Vater!). Weil man über einen längeren Zeitraum durch die Erfahrungen in dieser "Testbeziehung" neue Denkprozesse in Gang bringt, die das eigene Sichtfeld erweitern und das Selbstbewusstsein stärken. Weil man in seiner psychologsichen Arbeit begleitet und unterstützt werden möchte und Verwandte/Freunde oftmals nicht das nötige Hintergrundwissen haben. Weil man in einem Therapeuten einen Menschen hat, der sich durch Koketterien, Narzissmus, Übertragung, Manipulation weitaus weniger beeinflussen lässt, als Freunde und Verwandte - was einem wiederum die eigenen Fehler demonstriert.

Die Psychotherapie/Psychoanalyse entstand, als die Puritaner damals Amerika besiedelten. Es lag in deren religiösem Sinne, sich mit sich selbst und ihrem Sein auseinanderzusetzen und sich zu reflektieren. Das alles natürlich vor allem in Bezug auf Gott und die Christlichkeit. Mit der Zeit wurde daraus eine religionsunabhängige Disziplin, die sich damit befasste, warum der Mensch so ist wie er ist. Warum er das macht, was er macht. Was Erfahrungen damit zu tun haben. Das alles wird eigentlich durch unsere neurobionalen Verknüpfungen beeinflusst und wer Traumatisches erlebt hat, findet durch eine gewisse Struktur im Hirn und die mit dem Trauma einhergehenden Veränderungen zu einem Wandel seiner Persönlicheit oder seines Verhaltens, was ihn natürlich, dadurch, dass er es so wenig bewusst steuern kann, belasten kann. Dadurch, dass wir in unserer heutigen Zeit noch nicht konkret wissen, welche molekularen Prozesse zu welchen Problemen führen, können wir auch noch keine zielgerichteten Medikamente einsetzen. Das alles wird noch erforscht. Aber wir können durch behutsame Langzeittherapien neue Erfahrungen und Prozesse in unserem Gehirn aktivieren, die unsere belastenden Strukturen langsam lösen.

Nun habe ich mich etwas ausführlicher mit deiner Frage befasst und hoffe, dass sie dir die Tatsache, dass so viele Menschen von einer Psychotherapie profitieren, andere eben nicht, etwas verständlicher macht. Wir Menschen sind sehr, sehr unterschiedlich und am Ende muss jeder seinen eigenen Weg finden, der seinem Leben zu einer erwünschten Besserung verhilft. Manche schaffen es durch eine Therapie, weil sie zur richtigen Zeit den richtigen Therapeuten treffen, andere schaffen es durch den Jakobsweg, Sport, Freunde, Verdrängung... ganz, wie du magst. Jeder ist sein eigener Mensch und für sich selbst verantwortlich. Niemand zwingt dir Wege auf, du musst sie für dich alleine gehen.

@:)

s%teJrnePbox288


Warum schläfst Du noch nicht ? Wir haben 4 Uhr

du warst ja auch noch wach ;-D

s1terne"box28x8


Böses_Schneewittchen

man muss auch stärke und größe haben, sich auf den gedanken dahinter einzulassen, und nicht in selbstmitleid zu versinken und sich noch mehr zurückzuziehen.

wer Stärke und Größe hat, braucht wohl keine Therapie, oder? Und es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen Selbstmitleid und Depressionen.

s9terneDbox28x8


was ist das denn hier für eine unnütze diskussion?

das ist wie die frage: was bringen zahnärzte?

Den Zahnarzt kann man beliebig oft wechseln, man geht nicht Monate/Jahrelang jede Woche hin, man erzählt keine persönliche Sachen. Bei dem Therapeuten ist das nicht mehr so einfach. Man muss schließlich immer wieder von Anfang alles erzählen, Vertrauen gewinnen, und die Kasse bezahlt auch nicht jeden Monat einen Wechsel.

G+ourRmet9a


Meine , inzwischen ehemalige, Freundin leidet seit der Trennung von ihrem Mann ( die sie herbeigeführt hat) an Depressionen, bes., seit der Ex 'ne Neue hat und mit der auch noch ein Kind bekommen hat.

Sie war in Kur, über 6 Wochen, geht zum Psychologen ( der hat nie Zeit für mich, der ist so überlaufen). Gebracht hat es nichts, außer, dass ich auf diese Freundschaft keinen besonders großen Wert mehr lege, weil ich ständig das Gefühl hatte, zu ihrer Therapie zu gehören.

Weil ihre Ehe kaputt gegangen ist, kann meine natürlich auch nicht glücklich sein. Weil ihr Mann sie belogen hat, belügt meiner mich natürlich auch, usw.

Da keimt auch in mir der Verdacht, dass Psychotherapien oft für die Katz sind.

K'leio


Avem

Leider hat nicht jeder eine liebens- und vertrauenswerte Familie oder entsprechende Freunde. Mal davon abgesehen, dass man ihnen, sofern vorhanden, vielleicht auch nicht alles zumuten möchte. Schließlich sind sie für gewöhnlich Laien, die nicht unbedingt wissen, wie sie mit so manchem Problem umgehen sollen.

Das sehe ich auch so.

Wenn ich Zahnschmerzen habe, gehe ich zum Zahnarzt und nicht zu meinen Freunden oder meiner Familie. Warum sollte ich also zu meiner Familie gehen, wenn ich ein psychisches Problem habe? Logischerweise ist es bei Ärzten so – es gibt in jeder Branche gute und schlechte. Das sagt meiner Meinung nach nichts über die Sinnhaftigkeit der Branche aus, sondern nur über die Sinnhaftigkeit einen schlechten Arzt zu konsultieren.

Sogar wenn ein soziales Netz vorhanden ist und sie die fachliche Kompetenz hätten, würde ich sie dazu nicht missbrauchen. Freunde und Familie sind nun einmal keine Therapeuten. Zu einer Fachkraft gehe ich ja nicht hin, wenn ich mal ein bisschen Liebeskummer habe, sondern wenn wirkliche psychische Probleme vorhanden sind und da können Laien mehr kaputt machen als helfen.

Wie helfe ich richtig

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/134511/1/]]

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH