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Was bringen eigentlich Psychotherapien?

sNterYnebo$x2G88


Ja, so geht es mir im Moment, dass ich nicht reden kann. Bzw. mich nicht traue.

kpaputtear ke(rxl


kleio schrieb:

Ob nun jemand wirklich einer therapeutischen Behandlung bedarf, kann ebenso nur ein Fachmann diagnostizieren.

Und würdest Du das sofort glauben, wenn Dir ein Fachmann sagt, Du bräuchtest eine Therapie. Würdest Du sowas machen wenn Du nach vielen vielen Versuchen anstatt Verbesserung eine Verschlechterung spürst ?

K'leixo


kaputter kerl

Und würdest Du das sofort glauben, wenn Dir ein Fachmann sagt, Du bräuchtest eine Therapie. Würdest Du sowas machen wenn Du nach vielen vielen Versuchen anstatt Verbesserung eine Verschlechterung spürst ?

Ich kann mich nur wiederholen: Meiner Verantwortung als Patient bin ich doch nicht enthoben.

Ich würde allerdings selbstverständlich alle möglichen Wege (unterschiedliche Therapiearten) probieren. Probieren heißt für ich aber nicht, irgendwo eimal oder zweimal oder viermal hineinschnuppern, sondern es auch wirklich machen, also probieren. Erst wenn ich einen Weg gegangen bin, kann ich feststellen, ob er für mich richtig war oder nicht.

Umgekehrt, wenn ich es so machen würde wie die Patienten in dem Film "28 Tage", dann hinge es doch nicht am Arzt, dass sich keine Besserung ergibt.

Da gibt es eine Szene, in der die Patienten es bei einem Pferd schaffen sollen, dass er ein Bein hebt. Diese Übung machen alle Beteiligten und das jeden Tag. Sie gehen also jeden Tag hin, machen dasselbe und das Tier rührt sich nicht. Der Therapeut beobachtet dieses Geschehen täglich und sagt: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer und immer wieder dasselbe zu tun, und ein anderes Ergebnis zu erwarten." Nun, das ist natürlich nicht die Definition von Wahnsinn, aber es zeugt von fehlender Selbsterkenntnis und Selbstreflexion der Beteiligten. Keiner hinterfragt das eigene Verhalten. Das gehört für mich zur Verantwortung des Patienten. Das heißt also, ich sollte nicht machen, was mir nicht gut tut, was nicht heißt, dass ich durch eine schwere Zeit gehen muss, bis ich einen Erfolg sehe. Das allerdings wird in der Regel erklärt. Nur, weil es einem während gewisser Zeiten schlecht geht, bedeutet es nicht, dass es einem nicht gut tut und es nicht der richtige Weg zum gesetzten Ziel ist.

H{erzun'dVersntaxnd


Ich glaube auch nicht daran, daß ein Therapeut mir sagen kann, was ich eigendlich längst schon fühle oder weiß. Er kann tipps und hilfestellungen geben zu Situationen oder Gefühlen die für mich außer kontrolle geraten sind. Das schaffen auch manche medikamente. aber es geht auch ohne. Wenn ich Kontakt zu mir selber habe, dann weiß und merke ich doch, was ich denke und fühle. Und danach muß man dann nur noch handeln.

k!apu]tte#rB kerxl


Eben. Wenn Bei Dir Herz und Verstand im Einklang sind.

Wenn ich Kontakt zu mir selber habe, dann weiß und merke ich doch, was ich denke und fühle.

Mir hat auch schonmal ein Therapeut gesagt : Sie kennen sich selbst am besten oder egal wo sie hingehen sie nehmen sich immer selbst mit. Was soll ich mit solch geistreichen Sätzen anfangen? Da kann ich besser im Internet oder bei Med1 lesen, das gibt´s 10 000 mal mehr und bessere Impulse und Anregungen als ich sie je von irgendeinem Therapeuten gehört habe. Ich sehe keinen großen Unterschiede zwischen einem Forum wie diesem und einem Therapeuten abgesehen vom Studium.

HterzundsVerstrand


Ja aber wo ist dann Dein Problem? Du meinst Du brauchst keinen- fertig.

kGaputvter Xkeurl


Vielleicht ärgere ich mich einfach nur das ich viele viele Jahre Gespräche geführt habe, viele nutzlose Provokationen ertragen habe und es mir eigentlich schlechter geht als bevor ich mit dem ganzen Mist angefangen habe.

H8erzWundVexrstand


Kann ich gut verstehen. Vieleicht ist das aber nur die Entwicklung zum Erwachsen werden. Früher warst Du vieleicht unbekümmerter.

K[lexio


HerzundVerstand

Ich glaube auch nicht daran, daß ein Therapeut mir sagen kann, was ich eigendlich längst schon fühle oder weiß. Er kann tipps und hilfestellungen geben zu Situationen oder Gefühlen die für mich außer kontrolle geraten sind. Das schaffen auch manche medikamente. aber es geht auch ohne.

Sicher, bei leichteren Störungen geht es auch ohne Medikamente. Es gibt aber auch z. B. derart schwere Depressionen, dass es ohne Medikamente nicht geht.

r-EvolutiXonaerxin


Mir sagte mein Therapeut nicht nur "Sie kennen sich selbst am Besten und egal wo Sie hingehen, Sie nehmen sich selbst mit!" - er sorgte auch dafür, dass ich das mittlerweile wirklich so empfinde. Denn genau deswegen bin ich in die Therapie gegangen, weil ich rational vieles erfassen kann, aber emotional eben noch nicht so weit war.

Abgesehen davon geht es in einer Therapie nicht um diese 08/15-Weisheiten, die man auch in jedem Forum nachlesen kann, sondern um die direkte Erfahrung und das Einbringen der eigenen Problematik, um an dieser zu arbeiten. Das kannst du eben nicht, indem du ein Buch liest, in dem theoretisch steht, wie's richtig sein soll.

Stell dir vor:

Du kaufst dir ein Ikea-Regal und sitzt nun zu Hause und sollst es zusammenbauen. Dann liegt da noch die Gebrauchsanweisung neben, aber irgendwie wirst du daraus nicht schlau. Du schaffst es nicht, die Anweisungen auf dieses verdammte Regal zu übertragen. Also suchst du dir Hilfe. Besagte Hilfe kann dir letztendlich auch nur das sagen, was da in der Gebrauchsanweisung steht, weil es um ein und dasselbe Ziel geht, aber es ist nochmal etwas anderes, wenn dir jemand individuelle und flexiblere Anweisungen geben kann. Nun liegt es an dir, ob du sagst "Oh, das ist aber nett, dass mir das nochmal persönlich erklärt wird, sonst hätte ich es echt nicht verstanden!" oder "Was will der Idiot denn von mir? Hier in meiner Anweisung steht sowieso alles, der will mich ja nur dumm dastehen lassen! Ich probier's lieber alleine." - Es liegt an dir und deiner Reaktion bzw. deiner Aufnahme und Annahme der Hilfe. Wenn du dein Regal schon fertig gebaut hast, dann musst du dich der Frage ja auch gar nicht mehr stellen, ob du Hilfe benötigst. Aber du, kaputter kerl, scheinst da noch an deinem Regal zu arbeiten, ohne die Gebrauchsanleitung wirklich verstanden zu haben und ohne die Hilfe eines anderen Menschen annehmen zu wollen. Also schimpfst du lieber auf die gesamte Möbelfirma und beschuldigst die. @:)

kTaKput#teLr kexrl


Früher warst Du vieleicht unbekümmerter.

Mit Sicherheit. Bin ja auch kein jugendlicher mehr immer schon etwas ängstlich veranlagt und das nachdenken wird ja durch Therapie Gespräch auch eher mehr als weniger. Auch noch so eine ungünstige Nebenwirkung macher Therapien.

H/er)zundVexrstand


@ Kleio

Da gebe ich Dir natürlich vollkommen Recht. Das alles dient oft letztendlich als Stütze, um irgendwann wieder alleine gehen zu können. Bestenfalls. Manchmal geht es natürlich auch nicht. Dann sollte man es schon machen. Es gilt nur nicht für alles und jeden. Und wenn sich jemand dadurch noch schlechter und nicht gut aufgehoben fühlt, sehe ich nicht den Grund eine Therapie fortzuführen. Wenn man dafür nicht offen ist, bringt es nichts.

H7er:zu;ndVexrstand


Vieleicht muß Du beim nachdenken nur mal auf Deinen Punkt kommen und Dir dann sicher sein...

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