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Depressionen, die niemals mehr vergehen??

ZnwacTk~4x4


@ rEvolutionaerin

Wenn es Dir hilft, prima! Mich würde interessieren, wie es weitergeht: Ich würde vermuten, dass da mindestens noch eine wichtige Klippe vor Dir liegt, nämlich der Punkt, an dem Du dann Dein Selbstwertgefühl aus einem normalen Alltag schöpfst und nicht allein aus Deinen Sport-Endorphinen.

Viel Glück!

rlEvoluptionaxerin


Ja genau, das ist natürlich hier in den paar Sätzen zu oberflächlich abgehandelt.

Durch den Sport hatte ich das Gefühl, dass mein Körper langsam wieder anfängt zu fühlen. Durch die Regelmäßigkeit und die Ausdauer, mit der ich das Training dann betrieben habe, wurde dieses ausgeglichene Gefühl immer konstanter und etablierte sich nach und nach in meinen normalen Alltag. Sportunabhängig.

Ich habe natürlich parallel dazu, auch in Form einer Psychotherapie und Medikamenten, viel in anderen Bereichen aufgeholt und aufgebaut. Nur war es bei mir persönlich, dass muss ich so betonen, da Lebenswege nunmal nicht 1:1 übertragbar sind, der Sport, der als wesentlicher Punkt mein System wieder in Gang gebracht hat. Letztendlich geht wohl das Eine ohne das Andere nicht. Ohne den Aufbau von Selbstbewusstsein hätte mir der Sport nicht genützt, genauso wie ich ohne Sport nicht an mein Selbstbewusstsein gekommen wäre.

@:)

m$e\lklxv


Hallo, schön, dass hier auch Betroffene schreiben. Das ist super.

Ich habe mich viel mit dem Thema auseinandergesetzt bisher, kann es verstehen, aber nicht nachempfinden. Ich kann leider nicht viel Unterstützung bieten. So oft wie möglich überred ich sie mit mir in die Eisdiele zu gehen, oder mal in die Stadt. Meistens kommt sie dann auch mit. Aber wie gesagt, der Zustand ändert nichts. Ich mach mir halt große Sorgen, keiner der sowas nicht kennt, weiß nicht was Depressionen sind. Wenn viele sagen: Ich krieg Depressionen, wissen sie nicht wovon sie da reden. Das ist eine schlimme Krankheit.

Mal eine andere Sache. Kann es denn sein, dass sowas NIE MEHR vergeht?

r!Evolu-tionaxerin


Das ist schwierig zu sagen, melklv. Momentan sieht es so aus, dass deine Mutter sich halbwegs über Wasser hält. Immerhin ist sie fähig mit dir Eisessen zu gehen, den Hundesport wahrzunehmen und sonstiges, auch wenn es tief in ihr drinnen sicherlich sehr leer und antriebslos aussieht.

Es KANN sein, dass Depressionen langsam wieder ausschleichen oder abrupt aufhören. Es KANN auch sein, dass sie irgendeine Veränderung in ihrem Leben braucht, um gewisse Dinge wieder in Gang zu bringen. Es kann sein, dass es schlimmer wird. Es kann sein, dass es so bleibt. Das weiß man leider nicht. Eine Entwicklung ist in alle Richtungen möglich. Wichtigster Punkt ist, dass sie an sich arbeitet. So schwer einem das auch fällt. Aber sie scheint ja kleinere Alltagsdinge ausführen zu können, auch wenn es nur das Eisessen gehen ist. Das ist immerhin eine Basis, um mehr aus dem Alltag zu machen. Erst, wenn sie selbst anfängt für sich zu kämpfen, ist die Disposition einer Heilung gegeben. Aber das ist natürlich auch gleichzeitig der schwerste Schritt aus einer Depression. Das "Kämpfenwollen".

Ich wünsche deiner Mama, und auch dir, trotzdem alles erdenklich Gute. @:)

Zfwadck44


Ja: Ich habe auch den Eindruck, dass sooo schlimm die Depression Deiner Mama nicht ist: Halbtagsjob, Haushalt, Oma, Hund, Spazierengehen, mit der Tochter in Eisdiele - es könnte schlimmer sein. Um es mal vom anderen Ende zu beleuchten: Viele depressive Patienten wären froh, wenn sie auch nur einen Bruchteil davon schaffen könnten.

Trotzdem unterschätze ich nicht, dass Deine Mama jeden Morgen meint, neben sich zu stehen, wenn sie das Gefühl hat, die Blutversorgung im Hirn sei unzureichend. So was hatte ich alles auch schon, einschließlich des Laufens wie auf Wolken (immer an der Wand lang, damit man evtl. nicht zu hart fällt), Sehstörungen (so dass ich 10-20 min nicht mehr lesen konnte), niedriger Blutdruck etc. Untersuchungen im Grunde alle ohne Befund. Meine Erklärung aus heutiger Sicht: schlicht Stresssymptome. Man muß sich irgendwie "arrangieren" - tödlich ist das Ganze wahrscheinlich nicht.

Gründen, weshalb Deine Mama so verhalten (ich will gar nicht sagen: depressiv) geworden ist, hast Du ja selbst angesprochen. Ich sage es mal sehr platt: Wenn Dein Vater wieder Arbeit hätte, wäre das Problem sofort aus der Welt. Sie leidet nämlich mit Deinem Vater, und falls sie mit Dir nicht viel darüber spricht, tut sie das, um Dich zu schonen. Mit anderen Worten: Der Knackpunkt ist eigentlich Dein Vater bzw. seine berufliche Situation. Ich habe selbst 1 1/2 Jahre stark gelitten, nachdem ich regulär mit 60 in Pension gegangen bin, und kann mir deshalb auch ein bißchen vorstellen, wie sich Dein Vater fühlt. Dazu kommt jetzt aber noch, dass sich seine finanzielle Situation sehr verschlechtert hat, und das trägt sicher nicht zu seinem Wohlbefinden bei. Andererseits belastet es Deine Mama wahrscheinlich doch sehr, dass sie momentan nicht nur "aus Spaß" dazuverdient, sondern dass es sehr nötig ist.

So wie ich die Situation sehe, gibt es zwei Wege, die Du gleichzeitig beschreiten könntest: Erstens könntest Du vorsichtig versuchen, die Sorgen Deiner Mama (betr. Deinen Vater) anzusprechen, damit sie jemanden hat, bei dem sie diesbezüglich gelegentlich ihr Herz erleichtern kann. Wenn sie allerdings der Meinung ist, Kinder sollten nicht die Sorgen ihrer Eltern mittragen, dann solltest Du das respektieren. Es hilft ihr ja vielleicht schon, dass Du Dir Gedanken machst.

Zweitens könntest Du mit Deiner Mama darüber beraten, wie Ihr Deinen Vater in die Familie miteinbeziehen könnt. Oma und Hund mögen auch wichtig sein, aber was ist mit dem Vater? Alles, was Deinem Vater etwas Ablenkung verschafft, wird sich sofort positiv auf Deine Mama auswirken.

Soweit einfach mal meine Gedanken.

m9elxklv


Hallo Zwack44. Du sprichst ein gutes Thema an. Mein Papa. Papa hat an fast nichts Interesse. Er ist jeden Tag bei seinem Vater (78) und hat keine Freunde. Er arbeitet in seinem Gärtchen und ist nur zuhaus. Aber das war schon immer so. Normalerweise sind meine Eltern einmal im Jahr nach Ostfriesland gefahren, aber das können sie jetzt nicht mehr.

Den Papa mit einzuspannen ist sehr schwer. Papa verlangt nicht mehr viel vom Leben. Ich glaube, dass ihm sein Leben auch egal ist, so wie er spricht. Wieso, das weiß ich nicht, obwohl wir schon oft darüber gesprochen haben, er redet nicht über Probleme. Er hat nichtmal Lust auf seinen Geburtstag und sagt: Ach Melanie, der ist mir sowas von egal.

Naja, Mama ist krank, Papa arbeitslos, kein Geld. Ich denke mal sie wissen nicht, wie sie daraus kommen können. Das ist alles ganz schön schwer.

mselk4lv


danke für die vielen antworten.

Z!wac.k4x4


Vielleicht ändert sich das ja alles ein bißchen, wenn die beiden Großeltern werden: zu sehen, dass das Leben weitergeht, Opa und Oma haben damit auch wieder ein bißchen eine Aufgabe, etwas Ablenkung und hoffentlich viel Freude.

Ich denke, man muß es so sehen: Die Ärzte haben untersucht und nichts Wesentliches gefunden. Im Falle Deiner Mama glaube ich persönlich, dass es wirklich die äußeren Umstände sind, die sie weniger fröhlich in die Welt gucken lassen, aber Du bist ja bereits dabei, das zu ändern ...!

hfalixme


hallo bin die halime un bin 20jaher bin seit 9munaten krank habe panikatcken ich weiss nicht was ich machen soll ich denk immer ich weher herzkrank un bekomme ein herzinfrakt luft bekomm ich auch nicht denk immer ich werd sterben war beim arzt es ist allla ok sagen si wenn ich ti atacke bekomme denk ich ich werd jetzt shterben ich kan nicht mal raus gehen weil ich angst habe das ich eine panikatacke bekomme nim zwa tableten seit einen munat abes es wird nicht besser wilwicht ist jemand tabaj der mir helfen kan etwas

DKom1


Kann man gegen richtige Depressionen eigentlich ÜBERHAUPT was tun?

Ich habe schon seit der Pubertät Depressionen, mal stärker, mal weniger stark. Aber in letzter Zeit bedingt durch haufenweise Probleme wird es immer schlimmer. Mittlerweile habe ich schon garkeinen Bock mehr aufs Leben und hab auch nicht viel woran ich mich erfreuen kann, Gespräche mit nem Psychologen waren interessant, aber halfen nich... :(

Von daher kann ich nur hoffen das die Gründe der Depressionen deiner Mutter sich klären lassen und sie da irgendwie rauskommt.

Z9wac#k4x4


@ halime

Wenn Dir Dein Hausarzt nicht weiterhelfen kann, sollte er Dich zum Facharzt (Psychiater, Psychotharapeut) überweisen (Gute Psychotherapeuten haben allerdings lange Wartelisten). So, wie ich das aus der Ferne verstehe, brauchst Du eine höhere Dosis oder ein anderes Medikament und vielleicht eine Psychotherapie.

Welche Tabletten nimmst Du in welcher Dosis?

Dein Problem ist behandelbar; Du mußt nur die Geduld aufbringen, den richtigen Arzt zu finden und mit diesem ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Psychopharmaka wirken fast bei jedem Patienten ein bißchen anders, und deshalb muß Dein Arzt eine sehr exakte Vorstellung von der Wirkung und den Nebenwirkungen des Präparats, das er Dir verschrieben hat, auf Deinen Körper haben. Dann kann er das bisherige Mittel durch ein anderes ergänzen oder ersetzen.

Also: Bleib dran! Ich weiß: Das Schlimmste kann die Angst vor der Angst sein.

Ich wünsche Dir alles Gute.

ZdwaZcku44


@ Dom1

Ich schicke Dir eine PN.

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