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Borderline ist kein Fußweg über die Grenze zweier Länder

paho@exbe hat die Diskussion gestartet


Borderline ..ist eine sehr facettenreiche krankheit -eine die nicht nur durch schneiden auffällt..sondern auch durch viele andere auffälligkeiten -persönlichkeitsstörung, man fühlt eine schreckliche leere in sich ..oder -man hat heftigste schuldgefühle ..oder ..man füht sich wie unter tacho 1000 und muss diesen druck rauslassen.

man fühlt sich nicht vollständig..und nicht erwachsen..und schon gar nicht kindlich..man ist nicht "selbst" sondern meist fremdgesteuert.

Doch..gibt es auch ältere Borderliner? ich bin über 50 und habe gedacht ich hätte ein großteil hinter mir ..kann jetzt gut mit meinem druck umgehen ..und es ist schon wieder passiert..letzte woche..

da nutzt einem doch nichts was man gelernt hat..wenn man dann wieder ein schlechtes gewissen hat ..und seinen ganzen grundsätzen nicht treu geblieben ist..

gibts noch einige ältere borderliner hier??

Antworten
pGhoxebe


Meine narben heilen langsam ab..

aber ..der tägliche druck aufzupassen..ob nicht wieder ein trigger gesetzt wird..trigger..können bei mir durch musik -gedanken an meine familie ..gedanken an die vergangenheit ..und an meine unvollkommenheit, die sich täglich wieder beweist, auftreten

SAhoadexe


Phoebe, ich bin 32, bin ich alt genug?

Habe mir heute ein Selbsthilfe-Buch zu dem Thema gekauft...bin übrigens die ehemalige "RedSonya"...

p&hoeb&e


na klar.. :-D

was hast du denn bis jetzt an therapien gemacht?!

was mir so auf der seele liegt..ist die tatsache ..das ich jetzt schon über 50 bin ..und mich teilweise immer noch wie ein kind fühle teilweise...und dann wieder wie ne alte frau ..aber die beiden teile nicht zusammen bekomme..

außerdem..verzweifel ich ..weil ich denke, dass ich das nie mehr auf die reihe bekomme.

S". w:alli?sii


"Die grossen Lebensprobleme sind nie auf immer gelöst. Sind sie es einmal anscheinend, so ist es immer ein Verlust. Ihr Sinn und Zweck scheint nicht in ihrer Lösung zu liegen, sondern darin, dass wir unablässig an ihnen arbeiten. Das allein bewahrt uns vor Verdummung und Versteinerung."

(C.G.Jung)

(ich weiß das ist unter Umständen kein Quell der Ermutigung, ich wünsche dir trotzdem die großmöglichste Annahme deiner Selbst mit allen Zwiespältigkeiten :)*)

@:) :)*

S>hadele


@ Phoebe

Ich habe bisher erst eine Therapie gemacht, ein anderthalbes Jahr lang Psychoanalyse, dabei wurde mir eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung mit teilweise Borderline-Zügen diagnostiziert. Die Therapie musste ich wegen Umzug beenden, aber sie hat schon viel ans Licht gebracht. Ich weiß um vieles. Leider verstricke auch ich mich immer wieder in ungewollten Verhaltensmustern, weil das Gefühlserleben in manchen Situationen dann wieder so stark ist, wenn das innere Kind in mir schreit. Dann geht es plötzlich wieder besser und dann denke ich wieder, das ist jetzt der IST-Zustand und ich kann mir garnicht vorstellen, warum es mir wieder so schlecht ging. Ein Wechselspiel. Und in der einen Situation gelingt es mir gefühlsmäßig nicht, mich in die andere hineinzuversetzen. Vier Tage am Stück frei so wie jetzt gerade können eine schmerzhafte Episode auslösen. Wenn ich abgelenkt bin durch Arbeit zum Beispiel tritt es seltener auf. Fange deswegen noch einmal eine ganz andere Ausbildung an, die mit meinem Beruf nichts zu tun hat, um gedanklich VOLL und ganz gefordert zu sein...ich weiß, ist vermutlich Verdrängung, mir aber egal...haben die Therapien bei Dir etwas gebracht? Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich denke, ich leb eben mit der Kacke, versuche so gut es geht, gegen die Symptome vorzugehen. Meine Freunde meinen, man müsse an den Ursprung mittels Therapie und dann sei das auch heilbar von der Wurzel an...ich habe da meine Zweifel...ich denke, wir müssen uns einfach damit arrangieren und eben so viel wie irgend möglich tun, damit es uns trotzdem gut geht, oder!? Auch wenn wir die Erkrankung haben, es geht uns ja nicht am Stück schlecht, auch wenn es in der jeweiligen Situation dann immer so erscheint...

pNhoexbe


ich danke erstmal für eure mit"arbeit" gg

also ..das mit den berufen ..das kenne ich auch ..hatte ich den einen beruf fertig gelernt..habe ich noch etwas darin gearbeitet..und es musste neues her..input nannte ich das..ich habe es immer darauf geschoben, dass meine eltern mich dumm, doof -und das waren noch die harmlosesten worte dafür- genannt haben.

es ist aber mit allem so..

habe ich eine grundausstattung..z.b. in der wohnung..dann bin ich erst mal zufrieden..und dann kommt die große hilflosigkeit ..hätte ich lieber dunkles holz wählen sollen..oder oder oder..

ich baue auf..finde es gut..und stelle es dann in frage -so geht es mit allem.

ich habe heute kopfschmerzen..kopfzerbrechen??

nein ..ich bin gestern böse gefallen ..auch das nervt ..immer häufiger falle ich..und zwar nicht elegant sondern platsch wie ein stein.

DnamjaGna?Mx.


Hallo Phoebe,

ich bin zwar auch erst knapp über 30, darf ich trotzdem schreiben ?

Ich finde, dass das Umfeld schon anders mit einem umgeht, wenn man ein "älterer Borderliner" ist. Mit 30 hat man sich ein Leben aufgebaut zu haben, einen Job - bei 20jährigen wird da schon gern mal noch ein Auge zugedrückt.

Ich habe die Diagnose erst recht spät - mit 27 bekommen ( aber schon knapp 20 Jahre Probleme und mehr als 12 Jahre "Symptome"), ich hatte mich erst damals in Therapie begeben. Vorher, beim 1. großen Zusammenbruch ( ich war 15 und trauerte um mein tot geborenes Kind) wollten meine Eltern nicht, dass ich in Therapie gehe, es geht vorbei, die Zeit weiß Rat ;-(, später wollte ich nicht, weil ich niemanden vertraute..... und vor Jahren ging es mir so schlecht, ich wohnte nicht mehr an meinem geliebten Umfeld ( da hatte ich noch einen gewissen Halt), wohnte an einem Ort ohne Freunde ( und ich lerne sehr schwer Leute kennen), hatte nur die Schwiegerfamilie im Nacken, mein Mann war eher ein " was-Mama-sagt-ist-richtig"-Söhnchen. Es wurde nur noch an mir und meinen Eigenarten rumgemeckert. Ich wurde damals nicht nur eine Gefahr für mich, sondern auch anderen Gegenüber ( in Zuständen der Dissoziation). Also ging ich da erstmals in Therapie.

Seitdem mache ich eine DBT, habe schon vieles gelernt -> allerdings alles nur kurzfrsitige Skills, keine Langfristigen. Ich falle irgendwann immer wieder in mein bestimmtes Schema, wenn es mir eine Weile mies geht.

Meine Therapeutin meinte dazu, dass ich eine Trauma-Therapie brauche. Erst wenn ich lerne an diesen Problemen zu arbeiten, die mich nun teilweise 25 Jahre verfolgen, dann kann ich lernen ein Stück weit Normalität einkehren zu lassen.

Aber ich weigere mich innerlich, weil ich totale Angst vor dieser Traumatherapie habe ( mir wurde erklärt, dass ich mit Bildern konfrontiert werden würde).

Das geht soweit, dass ich anfange zu "manipulieren". Unbewusst. Ich will nicht wirklich stabil sein - damit diese Therapie nicht anfängt. Ich will meine DBT weitermachen. Momentan habe ich nur noch wenige Stunden. Ich mache nur noch die Skillsgruppe mit, keine Einzeltherapie mehr. Ich will die Stunden strecken. Ich will nicht wieder einen Konsilliarbericht anfertigen lassen müssen von einer Ärtzin, der gegenüber ich nicht ehrlich sein kann. Ich hole bei der nur Überweisungen, mein Mann ist aber Patient bei ihr und sie weiß eben auch, dass wir noch andere Krankheiten haben. Sie wollte den 1. Konsilliarbericht auf diese Krankheit und mein psychisches Problem darüber anfertigen. Ich wollte das nicht und es folgte eine große Diskussion.

Tja, eins meiner Probleme ist : im realen Leben kriege ich den Mund nicht auf. Ich meide ( seit meinem letzten Job) soziale Kontakte, Menschen regen mich auf. Ich sitz lieber alleine im Wald oder an einem einsamen Biergarten ohne viel Leute um mich, Menschen machen mich nervös. Ich bin kein 100stel so kommunikativ wie im Netz im wahren Leben. Also ziehe ich bei Diskussionen dann auch oft den kürzeren, weil ich nicht so kann, wie ich gern will.

Und wenn man schon Angst vor dem Bericht hat, der die nächste Therapie "rechfertigen" soll....dann lieber keine Stunden mehr machen oder diese selbst zahlen.

Was mir - früher- auch Halt und Sicherheit gab, waren persönliche Dinge.

Ich hatte früher ein normales Leben, keinem fiel auf, dass in meinem Oberstübchen was nicht stimmte. Die Kratzer am Arm kamen wirklich durch Tierschutzarbeit und die wahren Narben sah man nicht, die waren am Bein. Ich hatte meinen Job, eine 2,5 Zimmer-Wohnung. Alles zusammengespart, nach meinem Wunsch eingerichtet - meine Zufluchtsoase in der ich mich wohl fühlte.

Als ich zu meinem Mann zog, konnte ich nur einen Bruchteil der Möbel mitnehmen. Selbst Kisten mit Büchern und Kleinkram wurde bei meiner Familie im Keller untergestellt - ich zog in eine Wohnung, die teilmöbliert war und total unpersönlich und dreckig ( seit Jahren nicht tapeziert). Sollte erst für ein halbes Jahr sein - nun sind es 4,5 Jahre. Ich kann diese Wohnung nicht als "mein Zuhause" bezeichnen, sie ist nur "ein Dach über dem Kopf", sie bildet keine Zuflucht, ist nicht mehr mein "sicheres Heim". Und so zog ich mich immer mehr in mich zurück, mein "sicheres Heim" wurde meine Parallelwelt, die sich in meinem Kopf abspielt.

Klingt für Aussenstehende sicher komisch, aber ich ertrage es z.b. nur, wenn ich einkaufen gehe, wenn ich mir dabei einen geliebten Ort vorstelle, sitze ich im Wald auf einer Bank, sitze ich nicht in einem bestimmten Wald im BaWü, sondern in einem Waldstück in Bayern.

So hat sich also mein Leben die letzten Jahre immer mehr verändert. Von einer "Scheinbar-Normalo, die nur etwas schüchtern ist" - bin ich zu jemanden geworden, der viel nachdenkt, viel Kopfkino hat, viel abwesend ist.

Deshalb bin ich auch recht viel im Netz. Das ist mein Kontakt zur realen Welt ( Mailfreunde, Brieffreunde).

Und das, mein Verhalten, mit dem ich eigentlich nur das Leben ertrage, ist immer Streitpunkt.Also man darf sich das nicht so vorstellen, als mache ich nichts, ich funktioniere ganz normal, mache meine Hausarbeiten etc - bin halt nur mit den Gedanken woanders. Aber meine Familie wohnt zu weit weg, die weiß nicht, was in mir vorgeht, meine Schwiegerfamilie meint ich müsse mehr an die frische Luft, dann heilt Borderline ( und sowas ist aus dem med. Bereich).

Ich will nicht ins Freibad z.b., da wird mir ein Vortrag gehalten, dass ich mich für meinen Körper nicht schämen müsste....in all den Jahren hat mein Mann nicht kapiert, WAS genau die 2 Probleme sind, warum ich nicht unter Menschen mag.

Wenn ich mich soweit begebe und z.b. mal auf ein Konzert gehe wie letztes Jahr, um anderen zu gefallen, dann bin ich danach über Wochen wieder soweit, dass mir selbst das Einkaufengehen zu viele Menschen sind, die Gefahr für Dissos, die über wochen anhalten, steigt...

Sehr mühsam.

Das Thema Verletzungen wurde schon angesprochen: bei mir über viele Jahre unbewusst. Fiel mir nicht auf. Wenn ich nervös war und zitterte, schnitt ich mich immer in den Finger beim Brotschneiden. Ich verschüttete heißes Wasser etc......Bewusstes Verletzen auch erst recht spät....

Meine Ziele für die Zukunft : an meinem 1 Problem kann und will ich nicht arbeiten, ich habe zu viel Angst davor. Mein 2. Problem kann ich lösen, indem ich mich von meinem Mann trenne ( der Trennungsprozess läuft auch schon) und irgendwann vielleicht wieder mich auf jemanden einlassen kann. Dazu endlich eine kleine feine Wohnung finden an einem Ort, wo ich mich wohl fühle, Freunde habe und mich wieder mit meinen Sachen umgeben, die für mich eine Bedeutung haben oder positive Schwinkungen.

Wird ein langer und steiniger Weg ( Finanzen, überhaupt dort eine Wohnung zu finden, einen Job zu finden, wo man nicht viel mit Menschen zu tun hat btw das Problem mit der Sozialphobie in den Griff bekommen)...aber ich weiß, dass es da draußen insgesamt 2 Leute gibt, die ich immer mit meinen Problemen und meinen Rückschlägen ansprechen kann, die für mich da sind, wenn ich reden mag. Das tut unheimlich gut und das gibt mir Kraft.

pyh[oVebe


ja dieses reden hier ..hilft wirklich gewaltig ..ich kann das nur bestätigen!!!

toll, dass du auch hierhin gefunden hast..

** Also ziehe ich bei Diskussionen dann auch oft den kürzeren, weil ich nicht so kann, wie ich gern will.

ja das kenne ich auch ..besonders..weil gerade dann ..ich mir unglaublich doof vorkommme..in meinem kopf sich alles sträubt..ich kann nur richtig nachdenken ..und richtig schreiben ..wenn keiner dabei sitzt ..oder keiner ansprüche an mich stellt. ich weiß zum beispiel, dass es hier viele rechtschreibfetischisten gibt..also ..das übt auf mich einen solchen druck auf ...das ich schon gar nichts mehr richtig schreiben kann. das schlimme ist..ich kann es aber -hab ja im büro gearbeitet..und hab sogar immer meinen chef berichtigen müssen wenn er fehler in geschäftsbriefen machte..

ich habe mehrere ausbildungen ..darf also gar nicht doof sein -aber trotz allem..krieg ich es nicht hin hier ordentlich zu schreiben ..groß/klein und kommas setzen -manche wörter..fallen mir erst nach dem abschicken auf -das sie falsch geschrieben sind..naja ...ich helfe mir ein kleines wenig dabei weiter wenn ich diese pünktchen mache oder bindestriche..

es ist unglaublich hemmend einen falschen mann an seiner seite zu haben -ich kenne das auch aus erfahrung -habe das auch wieder und wieder bei freundinnen gesehen ..man kann richtig untergehen wenn man den absprung nicht schafft..es ist super schwer davon loszukommen.

auch fällt es mir schwer eine unterhaltung zu führen die über mehrere strecken geht..also ich zieh mich dann meist schon vorher raus -ab irgendeinem punkt purzeln nämlich nur noch blechdosen durch meinen kopf...so nenne ich es immer.. ;-D

früher habe ich für jeden fehler eine solche watsch gekriegt ..das mein kopf immer auf die tischplatte schlug..und wenn mein vater abends nach hause kam ..dann kam es dann richtig schlimm..er zog sich den gürtel aus der hose -ich kann es bis heute nicht ertragen das jemand seinen gürtel auszieht) und dann gings ab -und wehe man weinte..dann war der teufel los.

naja..wieviele macken ich habe -ich weiß es selbst nicht ..steh mir nur andauernd selbst im weg...und mach mich immer runter..weil ich weiß das ich nie perfekt sein kann ..ich will aber nur so weit perfekt sein ..das ich nicht auffalle..aber ich falle andauernd auf ..gestern erst wieder..nachdem ich so gefallen war ..hatte ich plötzlich eine kravatte weil jemand laut war im garten -er bohrte..ich bin sofort in und hab da rumgeschrien wie ne irre.

p1hoebhe


muss weg.

PwaradLoxxon


Ich weiss garnicht, ob ich hier richtig bin. Meine Diagnose kenne ich nicht, habe nie danach gefragt. Es spielt auch keine grössere Rolle für mich, unbedingt eine Diagnose zu haben, bringt mich nicht weiter. Aber ich erkenne mich wieder in dem Ein oder Anderem, was ihr hier schreibt.

also ..das mit den berufen ..das kenne ich auch ..hatte ich den einen beruf fertig gelernt..habe ich noch etwas darin gearbeitet..und es musste neues her.

Das ist typisch für mich. Ich kann mir nicht vorstellen, noch 30 Jahre im gleichen Beruf zu sein. Meine Interessen sind vielfältig, aber immer ohne Ausdauer, ich verliere mich immer mehr in dieser Flut. Ich laufe durch die Welt und suche Anerkennung für das, was ich darstelle. Und die Reflexion der anderen ist durchweg immer positiv. Ich bin hochintelligent, ich bin sehr sozial, ich bin kreativ, ich bin eigen in meinem Aussehen und grenze mich damit ab ... usw. Aber ich kann es nicht glauben. Ich gehöre dazu und irgendwie doch nicht. Ich habe viele Freunde, immer schon gehabt, jeder mag mich. Nur ich mich selber nicht, immer das Gefühl, mir fehlt etwas Entscheidendes. Mal ist die Zeit eine Qual, mal scheint sie unendlich leicht. Ich bin lustig und lache viel, aber innerlich bin ich zerrissen.

Die Selbstverletzung habe ich allerdings vor 15 Jahren aufgegeben, bis geute mit Erfolg.

Aber ich kann nicht vergessen, was passiert ist. Die fehlende Zuneigung kann man nicht mehr nachholen. So versucht man Tag um Tag diese von der Aussenwelt, durch Freunde oder Beruf, zu bekommen, aber das Annehmen funktioniert trotzdem nicht, zumindest nicht auf Zeit. So bleibt nur der Moment und auch dieser ist vergänglich. Ich drehe mich im Kreis, manchmal wird mir schwindelig. Ich suche verzweifelt den Weg hinaus.

S5ha=dexe


In Euren Beiträgen erkenne ich mich wieder. Ich nur froh, dass morgen Montag ist und ich endlich durch den Beruf wieder abgelenkt bin. Das muss man sich mal vorstellen. Für die meisten anderen ist der Schwerpunkt ihr soziales Leben, ihre Familie, ihre Partner, ihr Freundeskreis. Die kotzen, wenn Montag ist. Ich bin froh, wenn die vier Tage am Stück frei endlich vorbei sind. Solch ungeregelte Tagesabläufe mit so viel freier Zeit sind überhaupt nicht gut für mich, weil sie mir zuviel Raum geben, mich mit mir selber zu beschäftigen. Überfordert bin ich zwar auch schnell, aber dieses Gefühl der Leere ist schwerer auszuhalten als Überforderung. Geht es Euch ähnlich?

D`amjtanaMx.


Geht es Euch ähnlich?

ich arbeite im Moment nicht. Kann es mir auch nur schwer vorstellen, weil die Panik vor menschl. Kontakten zu groß wäre.

Wenn ich arbeitete, dann ging die Zeit früher auch sehr schnell rum, aber ich war auch froh, wenn ich wieder Zuhause war und Abstand bekam. Egal ob ich dreckig ( im Gartenbau bzw Gastgewerbe, wo ich nach "Gebruzzelten" roch) war oder nicht, ich musste erstmal duschen/baden, wenn ich nach hause kam und " den Zivilisationsdreck" von mir wischen.

Für die meisten anderen ist der Schwerpunkt ihr soziales Leben, ihre Familie, ihre Partner, ihr Freundeskreis. Die kotzen, wenn Montag ist.

Ich freue mich auch auf Montag. Aber deshalb, weil dann hier das haus frei ist, keine Nachbarsgeräusche zu hören sind und ich meine Ruhe habe. Mit mir selber beschäftigen - geht nicht, ich finde dann nur schlimme Sachen, steigere mich rein.....aber ich lenke mich ab durch Arbeiten. Mache etwas Schriftkram für jemanden ( und verdien mir damit ein Taschengeld), mache hausarbeit, und und und---- und wenn ich nichts zu tun habe, dann lese ich oder muss einfach raus... aushalten tu ich es auch nicht, in der Wohnung allein mit mir und meinen Gedanken zu sein.

ich freue mich eher auf die Nacht als auf irgendwelche Wochentage.

ich bin so drauf : ich liebe es draußen in der Sonne zu sitzen und mich bruzzeln zu lasse. Aber in der Wohnung mag ich kein Sonnenlicht. Ist wie eine Höhle, meine Wohnung. Wenn es draußen dunkel wird und die Luft besser wird, dann fühle ich mich wohl, reiße die Fenster auf, gehe auch nach draußen....man hört kaum noch "Zivilisationsgeräusche". Zwischen 21-23 Uhr ( um die jetzige Zeit des Sonnenunterganges) ist meine liebste zeit), da fühle ich mich sicher.

phhoxebe


also ...ich kann nichts nachteiliges am wochenende finden- es ist für mich ein normales ..wie andere tage auch -

ich gehe nicht mehr arbeiten -aus vielerlei gründen -aber bin nicht vom amt abhängig gott sei dank.

ich finde nicht, das mich alle leute mögen -im gegenteil..ich denke immer mich mag niemand ..obwohl mir tausend leute die zuneigung beteuern..ich kann das immer nie glauben -ausserdem ..binde ich mich immer recht feste an einen menschen ..wenn ich ihn neu kennenlerne..und dann gehts schnell in die brüche. ich kann dieses mittelmass nicht finden.

wobei mittelmass sowieso nicht in mein vokabular passt.

p(ho/ebe


ich habe es früher gehasst das es dunkel wurde..oh mann ..ich fing schon an zu zittern wenn ich morgens daran dachte das es bald abend ist..ich bekam immer angstzustände.

obwohl ich es hasste zu schlafen..bis heute hasse ich es zu schlafen ..dannkommen träume..die man nicht steuern kann..dann hat man sich nicht unter kontrolle.

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