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Meine Tochter auf dem Weg zum Messi

PdegKg=y 4x7 hat die Diskussion gestartet


ich bin echt verzweifelt. Meine Tochter ist 4O Jahre alt und arbeitslos geworden. Sie ist ganz häßlich aus ihrer Firma, wo sie schon 14 Jahre war, hinausgemobbt worden. SIe ist jetzt wegen Depressionen krank geschrieben und in Behandlung.

In ihrer Wohnung sieht es furchtbar aus, es wird immer unordentlicher.Wenn ich was sage, wird sie heftig und

schiebt alles auf ihre Krankheit.Wenn ich zu ihr komme, finde ich keinen freien Platz zum sitzen, alles ist zugestellt. Auf dem Boden liegt Schmutz und allerlei Unrat herum. SIe ist immer nur mit dem Handy beschäftigt. Ich habe ihr angeboten, daß ich mit ihr zusammen die Wohnung sauber mache, aber sie winkt nur ab. Ich habe ihr gesagt, daß ich in so eine verwahrloste Wohnung nicht mehr komme. Ihr Freund , den sie seit kurzen hat, sagt, daß es von ihrer Krankheit kommt.. Wenn es ihr besser geht, wird sie schon aufräumen. Aber er kennt sie nicht richtig. Ich denke, daß sie sich hinter ihrer Krankheit versteckt und so daß sie einfach keine Lust hat, aufzuräumen. Was soll ich nur machen ??? ?

Antworten
C1leevnxi


hallo Peggy 47

Ist deine Tochter schon länger unordentlich? Ich frage, weil ich den Satz:

Aber er kennt sie nicht richtig.

nicht ganz verstehen kann.

Wie lange leidet sie denn schon unter Depressionen?

Wieso denkst du, dass sie sich hinter der Krankheit versteckt?

P/eggyx 47


Hallo, Cleeni,

meine Tochter war schon immer unordentlich.Schon, als sie ein junges Mädchen war, gab es immer Ärger wegen ihrer Ordnung.Es war immer schon ein Kampf mit ihr, aber jetzt läßt sie sich total gehen.Ic h habe mit einem Psychologen gesprochen. Er meinte, daß Depressionen meine Tochter nicht daran hinderten, Ordnung zu machen.Im Gegenteil, wenn sie sich dazu entschließt, aufzuräumen, dann täte ihr das psychisch gut.

Aber immer wenn ich zu ihr komme, sieht es noch schlimmer aus, alles ist zugemüllt, es ist k e i n Platz zum Hinsetzen da. Wir haben ihr alles angeboten. Mein Mann will ihren Schrott, wenn sie es denn aussortiert hat, auf den Müll fahren, ich will mit ihr saubermachen, aber sie wehrt alles ab.SIe sagte, es sei ihre Depression, und die ist nicht zu heilen., sagt sie.Ich halte sie für stinkfaul. SIe hat einen Hamster, und auf dem Boden liegt Hamsterfutter und Sägespäne und Dreck und Papier und Staub.

Ich bin echt verzweifelt.

Falls DU wissen willst, warum man sie gemobbt hat, sie war zu lange in der Firma und damit zu teuer.

WIe lange sie unter den Depressionen leidet, weiß ich nicht.Ich denke, es hat mit dem Mobbing angefangen.

*:) *:) *:)

D<ieHälzfteI*stGes%chaxfft


Wie schwer sind ihre Depressionen denn? Hat sie generell das Interesse an allem verloren? Pflegt sie sich nicht mehr besonders? Bei schweren Depressionen würde nur ein schlechter Psychologe sagen, dass aufräumen ihr helfen würde, denn dann ist das in der Tat nicht mehr möglich. Bei leichten Depressionen hätte er allerdings Recht. Ich weiß selbst wie das ist, man sollte Depressionen also nicht als Ausrede hinstellen. Ich weiß allerdings nicht, wie schwer ihre Depressionen sind.

C"lee{ni


Peggy47

Ich weiß es klingt von außen sehr oft so einfach: Ordnung halten: man fühlt sich doch wohler, man findet seine Sachen, es ist kein Krampf, wenn Besuch sich anmeldet, man braucht keinen Akkrobatiksport hinlegen um durch die Wohnung zu kommen. Ich finde es aber nicht so selbstverständlich, dass man als Erwachsener dies doch können muss.

Ich kann nachvollziehen, wenn man von außen helfen will, weil man denkt, dass man demjenigen hilft. Aber hilft man ihm, wenn er nicht dazu bereit ist? Grad wenn dann aus diesem Grund noch Streit entsteht, finde ich es eher kontraproduktiv: du machst dich fertig und deiner Tochter hilfst du auch nicht.

Weißt du denn, was für sie Schrott ist? (Das soll jetzt kein Vorwurf sein @:)). Ich kann mir aber vorstellen, dass es schwer ist nachzuvollziehen, dass wenn schon Hilfe angeboten wird, diese ausgeschlagen wird, obwohl es doch auf der Hand zu liegen scheint, was gemacht werden muss. Aber du hilfst ihr nicht, wenn du ihr ihre Verantwortung abnimmst, vor allem, wenn du ihr dein Ordnungssystem überträgst, womit sie nichts anfangen kann. Wenn ihr das durchziehen würdet, kann ich mir vorstellen, dass die Chance, dass deine Tochter die Wohnung nicht lange so halten kann, nicht gering ist.

Wie DieHälfteIstGeschafft gefragt hat: wie stark sind die Depressionen? Depressionen sind behandelbar, sie klingt allerdings etwas resigniert, oder meint sich eben hinter der Depression verstecken zu können, ihr erscheint es einfach dies vor das Loch zu schieben um sich so die Unordnung zu erklären und zu entschuldigen. Aber auch wenn es so einfach klingt: ist es wirklich einfach für sie? Hilft ihr dieses Denken? Aber darauf muss sie selbst kommen, sie muss selbst den Drang spüren etwas verändern zu wollen, sonst könnt ihr noch so sehr rütteln, es wird nicht ankommen.

Ich weiß allerdings auch, dass es nicht unbedingt einfach ist, Hilfe anzunehmen. Allerdings muss sie dies selbst merken, sonst redet ihr aneinander vorbei. Du hilfst ihr nicht, wenn sie die Hilfe nicht will.

Hast du mal beobachtet, ob es schlimmer aussieht, je mehr ihr ihr Hilfe anbietet?

Wie reagierst du ihr gegenüber, wenn du dies siehst?

Wenn sie sich nicht helfen lassen will, such du dir Unterstützung für dich und Rat, was du machen kannst, damit du daran nicht verzweifelst :)* :)*. Frag dich, warum du verzweifelt bist? Was berührt dich? Was sind deine Gedanken, wenn du bei ihr bist?

Denn: auch wenn du glaubst, dass sie sich hinter der Depression nur versteckt: was nützt dir dieses Wissen? Es ändert nichts an der Tatsache, dass sie sich nicht helfen lassen will / kann.

:)*

S.iggoi-zxwo


@ Cleeni

:)^ :)^ :)^ fabelhafter Beitrag.

Deine Gedanken sind konstruktiv, klug ,logisch und realistisch.

War sicher auch für dich eine Art-Überlebenstrategie?

Na, wenn diese, deine Gedanken nicht Hilfe sind :)^

Manchmal ist nämlich keine Hilfe wirklich die beste Hilfe.

LHadeyZ


Wie wuerde Deine Tochter denn reagieren, wenn Du einfach anfingest aufzuraemen. Und sei es nur, dass Du den muell zusammen suchst und raus bringst.

Ein "echter" Messi wuerde da schon kurz vor der Ohnmacht stehen, weil ihm selbst Muell am Herzen haengt.

TJjorvexn33


Ihr sprecht immer von Hilfe.

Vllt ist es ja für sie keine Hilfe, oder sie sieht es nicht so ?!

DIi#eHälJfte%IstGesSchafxft


Ich denke das Wort Messi wurde hier, wie so oft, falsch verwendet. Ein Messi hat einen Sammelzwang durch Verlustängste. Hier geht es eher um die Unfähigkeit, Ordnung zu halten.

Jemandem den Arsch nach tragen ist nie hilfreich, egal in welcher Situation und in welchem Alter. Man sollte an einem anderen Punkt anpacken und zwar muss die Tochter aus ihren Depressionen raus, egal wie stark diese auch sein mögen. Einfluss auf das Ordnungsverhalten haben sie in jedem Fall.

DvieHärlft.eIst@Geschxafft


Oder wurde das Wort Depressionen hier auch falsch verwendet? In der heutigen Zeit reden sehr viele Leute schon von Depressionen, wenn sie mal ein paar Wochen mies gelaunt sind...

d*easxtgt


Ein Messi hat einen Sammelzwang durch Verlustängste

und wenn der verlust ihrer arbeit die verlustangst geschürrt hat?

D ieFHälIfteIWstGbeschafxft


Ein Sammelzwang entsteht für gewöhnlich schon in der Kindheit. Die TE wird wissen, ob ihre Tochter nichts weg werfen kann oder ob sie unfähig ist, Ordnung zu halten. Bei ihren bisherigen Beiträgen sah es aber eher nach zweiterem aus. Vielleicht meldet sie sich ja auch noch mal zu Wort.

Aber egal ob sie sich zum Messi entwickelt, wegen Depressionen unfähig oder einfach nur faul ist, Hilfe in Form von für sie aufäumen oder ihr dabei helfen, wird das Problem nicht beseitigen. Und da ich es von mir selbst kenne, wird die Tochter diese Hilfe wohl auch kaum annehmen...

Peeg;gyo 4x7


Hallo,

ich danke Euch allen für Eure Anteilnahme.Meine Tochter war schon immer unordentlich, aber sie war noch nie so zugemüllt wie jetzt.Ich denke, Du hast recht, DIeHälfteIstGeschafft, sie wird ewig eine sich ständig steigernde Schlampe bleiben. SIe muß aus den Deprssionen raus ist gut gesagt. SIe war bei einem Therapeuten, dessen Ratschläge sie nicht befolgte. Dann kam sie auf eignen Wunsch in eine Tagesklinik, dort haben sie sie zugestopft mit Psychopharmaka.DOrt haben sie sie bald wieder entlassen.

Meine Hilfe nimmt sie nicht an, lehnt sie sogar strikt ab.

Ich liebe meine Tochter, und sie tut mir unendlich leid, wie sie da in ihrem Dreck hockt.

Depressionen, ich weiß nicht, wie stark ihre Depressionen sind, denn sie ist immer ansprechbar und normal. Sie weint nicht, und wenn ich sie frage, wie es ihr geht, sagt sie nur : Schlecht!, aber ohne Emotionen.Gestern traf ich sie wieder in einem Kaffee, wir haben uns unterhalten und dann trennten wir uns wieder.

Wenn ich von ihrer Wohnung anfange, ist es ihr sichtlich unangenehm, sie mag gar nichts davon hören. UNd jetzt , während ich das schreibe, fällt mir ein, daß sie sich selbst mir gegenüber auch ziemlich zurückgezogen hat, vielleicht auch ein Hinweis auf eine Depression.

L.G. Peggy47 *:)

d}ie_na$se9weise


Hallo Peggy,

Hauptsymptome einer Depression sind nicht unbedingt Traurigkeit, sondern eherdie Abwesenheit von Gefühlen, so ein bleierne Schwere. Außerdem Antriebslosigkeit.

Von daher kann es nach deiner beschreibung gut sein, dass deine Tochter in einer schweren Depression steckt und dort nicht alleine herausfindet.

Wenn sie bei einem Therapeuten war und es nicht schafft, etwas zu ändern, dann wären Antidepressiva vielleicht doch sinnvoll, manche Menschen werden dadurch erst in die Lage versetzt eine Therapie zu machen.

LG

Susanne

D5ieHälft(eIstGreschaxfft


Eine schwere Depression würde ich allein schon deswegen ausschließen, weil sie ihre Tochter in einem Cafe angetroffen hat. Jemand mit einer schweren Depression geht nicht unter Menschen. Und auch würde ich sagen, dass dazu schon eher eine große Traurigkeit gehört. Das komplette Fehlen von Gefühlen würde eher in ein anderes Krankheitsbild passen.

Nicht auszuschließen wäre aber eine leichte bis mittelschwere Depression oder depressive Phasen, die nur gelegentlich auftreten. Schwere Depressionen wären allerdings ständig vorhanden. Mit Meikamenten wäre ich vorsichtig, oftmals schaden sie mehr, als dass sie helfen. Man muss abwägen, wie sehr sie sich belastet fühlt, aber solange sie keine Hilfe annimmt, kann der TE leider keine Spekulation helfen. Viele Leute jammern auch einfach gerne, ohne sich wirklich helfen lassen zu wollen. So was gucke ich mir immer eine Weile an und wenn ich demjenigen genug Vorschläge gemacht habe, dir er ausgeschlagen hat, sag ich ihm ganz klar, dass er anscheinend nur jammern aber keine Hilfe möchte.

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