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35 Jahre alt, nie gelebt, nie geliebt (worden), nie glücklich

M>istWe:rJACxK


Hallo,

wollte nur sagen dass es mir genau so geht. Bei mir sind es aber Zwangsgedanken in einer so hartnäckigen und quälenden Form (aggresiver Natur) dass ich mittlerweile "ganz unten" angekommen bin. Ich hab mich daran gewöhnt, keine Freunde, keinen Job, keine Perspektive und warscheinlich niemals eine Feundin zu bekommen, auch wenn ich erst 31 bin ist mein Leben schon gelaufen.

P_hoen-ixx_Sun


Hey GrünerDrache,

netter Beitrag am Anfang des Threads. Habe dir eine PN geschickt und hoffe von dir zu hören!

MfG

G`rünerDZrache


@ enkidu

Da muss dann wirklich etwas schief gelaufen sein. Aber prima, dass du hier wieder reingeschaut hast. Ich bin auf deine Antwort gespannt.

@ MisterJACK

Gibt es gegen solche Zwangsgedanken keine wirksame Therapie? Medikamente?

Wie wirken sich diese Gedanken denn aus? Kannst du vielleicht ein Beispiel geben?

eznkixdu


hallo grünerdrache,

habe in dem string noch mal etwas rumgesöbert. es ist halt nicht ganz einfach.

gute ratschläge sind das, was sie sind...

möchte keine geben... hab so was auch nicht unbedingt in der tasche.

aber was ist geschehen - manches, was ich hier gelesen habe deckt sich fast mit meiner vergangenen zeit.

mit heute reichlich vierzig habe ich fast immer allein gelebt: verwande einige, bekannte auch, freunde sparflamme. und die waren weit entfernt - schon rein geographisch.

beruf ok und reichlich zu tun, hobby interessant - aber trotzdem allein. keine wirkliche bindung.

wenn es immer "rund" ging, wenn ich am abend die tür hinter mir schloß, war sie zu.

beruflich hatte ich mit vielen leuten zu tun frauen, männern, jungen, alten ... vielen jugendlichen...

die tür ging nicht auf. auch hobbymäßig gab/gibt es auch viel abwechslung, und historie aus alten akten ist nicht wirklich langweilig, wenn man sie erzählen kann. manchmal anstrengend. nun ja. es gibt aber auch anderes. schwimmen, radfahren, wandern - raus in die natur ... aber auch hier blieb die tür zu.

das ich schwul bin, hat mich nie wirklich gestört. ausgelebt habe ich das nicht, weil ja auch hier die tür zu war. eine beziehung lief nicht gut.

ich fand keinen zugang zu anderen menschen, sobald es um persönliche dinge ging.

aber einen fand ich in dieser missere und der hieß alkohl. ...

der ist ein phantastisches lösungsmittel in jeder beziehung. nur ungeeignet für die lösung irgend eines problemes! ... entgiftungen, terapien. ...

vor so ziemlich einem jahr gelang es mir ca. eine flasche vor toresschluß, den anker zu werfen.

höchste, allerhöchste zeit. es gibt nichts zu beschönigen: war wirklich am ende - der kerl - der kopf - das umfeld ... alles hin, kraft weg, mut weg, elan weg, job sowieso.

mit letzter kraft in die klinik geschleppt. (worden).

aufgeben wollte ich nicht. hatte mich immer gefragt, warum, warum schaffst du das nicht, wo ist der haken, hast doch fast alles rundrum gehabt... metriell kaum probleme, ideen, hobby, job, auch anerkennung, kam ja auch soweit gut mit anderen zurecht, mochte meine nichten und neffen - kinder überhaupt, sehr. hing am leben. im prinzip hätte die welt i. o. und für probleme andere zuständig sein können.

in der klinik bekam ich die möglichkeit, unterzukommen. heißt mich in einem übergangswohnen einurichten. das haus heißt schlicht "anker". und ankern heißt nicht festmachen sondern zwischenparken und pause. pause zum verschnaufen und suchen nach einem weg zu einem neuen ziel. klingt sehr anstrenend und das ist auch anstrengend.

als ich einzog, waren wir zu zweit auf der etage. 20 tage ... zwei tage vor weihnachten hat er sich das leben genommen...

wir hatten gerade mal während dieser zeit vielleicht fünf sätze miteinander gesprochen...

"so ein radio habe ich auch" waren seine letzen worte. über die feiertage war ich dann allein auf der etage. als ich dann am silvester abend zu den leuten auf der station gehen wollte, war dort die tür zu geschlossen!

seine tadesanzeige begann mit den worten: "wer am ende ist, kann von vorn anfangen, denn das ende ist der anfang von der anderen seite". ist wohl von k. valentin.

guter spruch, nur wo ist das wirkliche ende -

mit vielen meiner beziehungen und verhaltensweisen habe ich mich verabschiedet. habe die wohnung aufgegeben, kopntakte abgebrochen, bestehende verträge gelöst und mehr oder weniger bewußt mit manchen dingen angefangen, wie ei kleines kind. schritt für schritt. hab mir hilfe gesucht, wo es ging, und versucht, die dinge um mich rum neu zu verstehen. hab mich nicht absichtlich dumm gestellt, sondern einfach alles aber auch alles hinterfragt und mir erklären lassen. behörden, krnkenkasse, rente... aber auch sachen, welche ich früher selbst veranlaßt und geregelt habe. meinen eigenen Arbeitsergebnisse überprüft und mir erledigte vorgänge angesehen. überall habe ich rumgestochert.

irgendwann wurde mir das dann auch zu eng und ich fand hier in der umgebung eine tätigkeit in einem verein, wo ich ehrenamtlich etwas tun kann. diese tätigkeit füllt mich jetzt auch ziemlich aus. schrittweise habe ich das "tempo" steigern können. manchmal benutze ich die bremse.

klingt ja sicher alles sehr gut aber! irgendwann, so im mai, sah ich mich an dem punkt, wo ich früher war: wenn die umgebung funktioniert ist das ja gut; und wo bleibe ICH?

hier war nun wirklich wieder richtige therapeutische hilfe gefragt, und die erhalte ich auch. jedenfalls fühl ich mich wohl dabei. es ist keine kopfwäsche. natürlich war erst mal grundsätzliches zu klären. zunehmend sehe ich aber varianten für ein neues leben für mich. der therateut vermittelt mir überhaupt keinen zweckoptimismus. ich sehe aber möglichkeiten etwas zu tun und finde auch die kraft es anzufassen. schließlich möchte ich ja wieder den anker lichten.

der blick von außen, den ich gewissermaßen manchmal haben kann, gestattet mir noch eine gewisse sicherheit. noch.

wie das mal genau wird, weiß ich heute noch nicht. sehne mich sehr nach einen menschen an meiner seite, obwohl ich nicht weiß, wie das ist. trotzdem habe ich zuversicht.

neue freundschaften bahnen sich an, und positiv bewerte ich auch rückmeldungen von leuten, die ich füher kaum oder nur vom namen oder gar nicht kannte (als säufer kennt einen ja jeder) die mir glück wünschen und die sich über meine veränderung freuen. viel zu oft habe ich hilfe nicht erkannt und somit auch ausgeschlagen, die ganz nah war. das war verletzend und extrem brutal von mir.

letztlich habe ich angst, viel angst. angst vor der eisdecke.

das ende ist der anfang.

die pille ist das ende.

:)*

jjakki


Sie hat viele Dinge versäumt. Nicht auf mein Übergewicht geachtet und mich gar noch mit Süßigkeiten "gemästet". Sie hat sich auch nicht ausreichend um meine Zähne gekümmert. Und solche Sachen halt.

Ja, das kenne ich. Ich war als Baby schon dick, mit 10 hatte ich meine erste Kur für 10!!! Wochen. Ich wusste damals nicht, was ich falsch gemacht habe, dass mich meine Eltern so lange weggeschickt haben.

Aber heute tönt sie herum, dass sie sich um drei Kinder gekümmert hat und gleichzeitig arbeiten gehen konnte. Und sie meckert darüber, dass andere Mütter doch gar nicht so viel Zeit für ihre Kinder bräuchten, wie viele behaupten. Sie hätte es ja auch mit gleichzeitiger Arbeit hinbekommen. Nur hat sie eben genau das nicht geschafft!

Meine Mutter hatte vier Kinder und einen Job in der Firma meines Vaters. Ich habe beide Eltern nicht viel gesehen und meine Geschwister wollten auch nicht viel mit mir zu tun haben, da ich sie nur genervt habe ... denoch pflege ich Sozialkontakte und habe langjährige Freunde.

Ich finde, man sollte nicht alles auf die Eltern schieben. Obwohl ich meiner Mutter auch schon an den Kopf geknallt habe, dass ich als 6-jährige sicherlich nicht daran schuld war, dick zu sein ...

Im Übrigen habe ich auch so einen ähnlichen Kumpel wie du. Eigentlich ein lieber netter hilfsbereiter Kerl. Nicht dumm, bestimmt nicht. Aber sehr eingefahren in seinen Ansichten. Über sich selbst und andere. Auf der einen Seite möchte er sich in keinster Weise anpassen und ist nicht kompromissbereit, auf der anderen Seite beschwert er sich aber, dass er immer Außenseiter ist. Aber in einer provokanten Art und Weise, wo ich dann denke, dass er so auch keine richtigen Freunde finden wird. Und eine Freundin sowieso nicht.

Was ich damit sagen will ... versuche auch mal kompromisse zu schließen. Du kannst mit dem lärmenden, pöbelnden Besoffenen nichts anfangen, ok. Aber mit welcher Art von Personen KANNST du etwas anfangen?

WZilliam ]Der BlOutixge


Hallo, lieber grüner Drache

Ich stecke in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Du hast eine PN @:) grüße wdb

G8rünferDrxache


Danke für die Beiträge hier und die PN's. Spätestens morgen werde ich alles beantworten. :)z

Jetzt fehlt mir nur leider die Zeit dazu.

lUacrwimah79


Hallo Grüner Drache!

Ich hab gerade deinen Faden gelesen und wollte dir etwas ganz Ähnliches schreiben wie Chance007 - aber schöner könnte ich es einfach nicht formulieren :-)

Wenn Dir eines Tages die richtige Frau über den Weg läuft (und daran solltest Du ganz fest glauben :)* ) wird es für genau diese Frau keinerlei Bedeutung haben, ob Du schon zig Frauen hattest oder eben keine. :|N

Sie wird genau DICH wollen. Mit allem, was dazugehört. Und glaub mir, es gibt wesentlich unangenehmeres für eine Frau als mangelnde Erfahrung. Viel wichtiger (ich kann da nur für mich sprechen) finde ich, das Gefühl geliebt zu werden.

Bitte mach für Dich im Kopf nicht den Fehler, mangelnde Erfahrung mit "schlecht" gleichzusetzen. Das muß absolut nicht so sein. Es gibt Männer, die können so viel Sex haben wie sie wollen, sie werden niemals einfühlsam sein und auf die Partnerin eingehen können. Da nutzt alle Erfahrung bzw. irgendwelche Techniken nichts. Für mich persönlich ist es wichtig, daß ein Partner mein Herz berührt. Wenn das paßt, ergibt sich alles andere von alleine.

Du machst auf mich, aus Deinen Beiträgen heraus, einen sensiblen und intelligenten Eindruck. In jungen Jahren mag es sein, daß Frauen mehr Wert auf Oberflächlichkeiten legen. Doch dieses verschiebt sich mit zunehmendem Alter. Andere Dinge werden wichtiger bzw. mindestens genau so wichtig.

Ich würde mir wünschen, daß Du meinen Worten glauben kannst, denn ich bin sicher nicht die einzige, die so denkt.

Ich würde jedes einzelne Wort unterschreiben :)z.

Da vielleicht auch noch mal die Frage, ob du es ihr (oder ihm) vorher gesagt hast oder nicht.

Da dich diese Frage offensichtlich sehr beschäftigt: Mit dem Wunsch "es" zu verheimlichen baust du dir nur zusätzlichen Druck auf, der völlig unnötig ist! Ich denke, wenn man jemanden liebt, sollte man ihm (ihr) soweit vertrauen können. Ich würde es jedenfalls als besonderen Vertrauensbeweis erachten, wenn ein Mann mir sowas anvertrauen würde :-).

Ich fühle mich einfach weiterhin in einer "unmöglichen Situation". Ich habe immer noch keine Ahnung, wie ich Kontakt zu Frauen bekommen kann, wie ich dann damit umgehen kann und wie ich reagieren soll, sollte da mal eine Frau auftauchen, die an mir interessiert ist. Ich fühle mich in dieser Frage so hilflos.

Auch wenn es ein bißchen platt klingt:

Du solltest nicht zu "verkrampft" über diese Frage nachdenken, ich denke, du bist insgesamt auf einem guten Weg!

Kontakt zu Frauen könntest du eventuell auch über entsprechende Online-Foren knüpfen, das würde dir vielleicht helfen, langsam die Hemmschwelle zu senken und vorab herauszufinden, ob ihr beide "die gleiche Wellenlänge" habt. Andererseits ist natürlich gerade diese Art von Kontakten mit einem gewissen Risiko der "Ent-Täuschung" ;-) verbunden...

Der Umgang mit Frauen ist eigentlich gar nicht so schwierig ;-). Das Wichtigste ist: Bleib einfach authentisch - du selbst - und folge deinen Gefühlen...

Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass du noch nie verliebt warst!?!

Liebe Grüße

GUrünerD#rache


@ enkidu

Ja, dann hast du da auch wirklich keine sehr schöne Lebensgeschichte aufzuweisen. Und die Sache mit dem Alkohol ist natürlich hart. Sehr gut aber, dass du das jetzt überwinden konntest! Respekt dafür!

Andere einschneidende Erlebnisse, wie mit dem Selbstmörder, bleiben selbstverständlich haften, sollten dich aber nicht weiter verfolgen. Du hast ja selbst erkannt, dass dir das Leben noch etwas zu bieten hat.

Deine letzten Absätze zeigen, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest.

Auch von meiner Seite her: Viel, viel Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg!!! :)* :)* :)*

@ jakki

mit 10 hatte ich meine erste Kur für 10!!! Wochen

Das ist hart! :-(

Ich finde, man sollte nicht alles auf die Eltern schieben.

In meinem Fall ist es so, dass ich eindeutig auffällige Verhaltensmuster gezeigt haben, dass ich nicht in der Lage war, soziale Kontakte aufzunehmen oder zu pflegen.

Wenn ein Kind sich nur noch zu Hause einschließt und selbst bei bestem Wetter den gesamten Sonntag alleine in seinem Zimmer verbringt und sich mit Süßigkeiten vollstopft, dann sollte das den Eltern auffallen. Und das ging ja nicht über Wochen so, sondern über Jahre. Das war ein Dauerzustand!!!

Andere Jungs suchen sich irgendwann eine Freundin (oder ggf. einen gleichgeschlechtlichen Partner), aber bestimmt nicht allein den Knopf an der Fernbedienung. Und wenn es dann absolut keinen Versuch von seitens der Eltern gibt, das zu ergründen, dann ist es Schuld der Eltern!

Was ich damit sagen will ... versuche auch mal kompromisse zu schließen.

Ich bin jetzt auch dabei. Ich ändere in diesem Jahr mein Leben. Jetzt hat es ja auch "Klick" gemacht und ich kann überhaupt erst auf Menschen zugehen. Ich kann in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt eine Gruppe von Menschen aufsuchen, um etwas mit ihnen zu unternehmen ohne dass mich Gedanken peinigen. Nicht mehr dieses Gefühl, dass man mich allerhöchstens erträgt, ich allen im besten Fall egal bin, ich dort einfach nur falsch bin und mich jeder nur negativ betrachtet u.s.w.

Wer das nicht kennt, kann das überhaupt nicht nachvollziehen.

Du kannst mit dem lärmenden, pöbelnden Besoffenen nichts anfangen, ok. Aber mit welcher Art von Personen KANNST du etwas anfangen?

Mit feinsinnigeren Menschen, die Grips haben und Interesse zeigen, Gespräche zu führen, anstelle ihren Geist mit Alkohol zu vernebeln. Und die finde ich eben mehrheitlich nicht in Kneipen und Co. Aber, ich habe auch schon ein paar andere Menschen kennengelernt, mit denen ich mich zumindest bei den Treffen ganz gut verstehe.

@ lacrima79

Danke für die netten Worte!@:)

Da dich diese Frage offensichtlich sehr beschäftigt: Mit dem Wunsch "es" zu verheimlichen baust du dir nur zusätzlichen Druck auf, der völlig unnötig ist! Ich denke, wenn man jemanden liebt, sollte man ihm (ihr) soweit vertrauen können. Ich würde es jedenfalls als besonderen Vertrauensbeweis erachten, wenn ein Mann mir sowas anvertrauen würde :-).

Es ist die Frage überhaupt, die mich beschäftigt!!!

Das Problem ist doch wie folgt, dass ich es nur erzählen kann, wenn ich ihr vertraue. Vertrauen kostet Zeit. Zeit bedeutet, dass ich sie häufig und regelmäßig sehe und wir uns auch näher kommen. Dieses Näherkommen geht aber nicht, weil ich da dann eben blockieren würde, weil sie es eben nicht weiß. Der Austausch von Zärtlichkeiten und Sex ist eben Teil des Kennenlernens und steht nicht am Ende der Kette. Hier bildet sich ein kleiner Teufelskreis, den ich nicht zu durchbrechen weiß. :-(

Kontakt zu Frauen könntest du eventuell auch über entsprechende Online-Foren knüpfen, das würde dir vielleicht helfen, langsam die Hemmschwelle zu senken und vorab herauszufinden, ob ihr beide "die gleiche Wellenlänge" habt.

Falls du Links hast, kannst du mir die gerne geben.

Der Umgang mit Frauen ist eigentlich gar nicht so schwierig ;-). Das Wichtigste ist: Bleib einfach authentisch - du selbst - und folge deinen Gefühlen...

Wenn ein 15jähriger schüchtern und verklemmt daherkommt, für den alles absolutes Neuland ist, ist das O.K., aber nicht bei jemandem mit 35. Da sind einfach Welten dazwischen.

Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass du noch nie verliebt warst!?!

Ich habe kein Leben geführt. Ich war NIE dort, wo ich einer Frau hätte begegnen können. Wie kann ich mich also verlieben?

Ich habe meine Freizeit immer nur alleine zu Hause verbracht. Meine Psyche hat mich nur malträtiert und mir mein Leben gestohlen.

joakk~i


Wenn ein Kind sich nur noch zu Hause einschließt und selbst bei bestem Wetter den gesamten Sonntag alleine in seinem Zimmer verbringt und sich mit Süßigkeiten vollstopft, dann sollte das den Eltern auffallen. Und das ging ja nicht über Wochen so, sondern über Jahre. Das war ein Dauerzustand!!!

Ich habe nur gelesen, eher gesagt, ich habe Bücher gefressen. Obwohl ich 3 ältere Geschwister hatte, war ich eigentlich immer für mich alleine. Meine Eltern haben das nicht so mitbekommen. Die hatten genug andere Sachen zu tun.

Mich hat damals die Liebe zu den Pferden "gerettet". Ich bin 2 Jahre immer einmal die Woche zum Reitstall gegangen. Ich hab kaum was geredet und hatte mehr Schiß als Vaterlandsliebe, aber aufhören konnte ich auch nicht. Irgendwann war ich dann jeden Tag da, es war mein Zuhause geworden. Dort hat man mich gefragt, wie es mir geht, dort war ich erwünscht und dort war ich zu irgendwas nutze ...

Da bekam ich nicht zu hören, dass ich dafür a) zu klein b) zu dick oder c) ein Mädchen bin ... Erst war ich sehr schüchtern und ruhig, später gab ich sogar selbst Anfängerunterricht. Mir hat es geholfen bzw. mein Selbstbewusstsein gestärkt, dass große Pferde und später auch erwachsene Reitanfänger getan haben, was ich wollte ... :)z

Ansonsten wäre es mir wahrscheinlich genauso wie dir ergangen - ich hätte in meiner eigenen Welt gelebt und wäre immer dicker geworden. Ich kann das also gut nachempfinden.

Die Hauptsache ist doch, dass du jetzt versuchst, dein Leben zu ändern. Aber schau nicht so viel zurück und sage, der oder die haben Schuld.

Ich kann meine Eltern auch für vieles verantwortlich machen. Z.B. wurde erst in der 4. Klasse bei mir entdeckt, dass ich kurzsichtig war. Die Klassenlehererin hat es bemerkt, weil ich nicht mal mehr richtig von der Tafel abschreiben konnte. Da hatte ich bereits eine Kurzsichtigkeit von - 3,0 Dioptrin. Meine Eltern haben das nicht bemerkt. Die meinten nur, dass ich eben tolpatschig sei und deswegen immer gegen alles gegenlief und fallen gelassen habe ...

Nur, was bringt mir das jetzt noch? Also nach vorne schauen, Ziele festlegen und nicht aufgeben :)z ... du kannst dein Leben ändern :)^ :)_

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Hallo Grüner Drache..

Es ist 6 Jahre her seit du geschrieben hast. Ich hoffe dass dich diese Nachricht noch erreicht.

Es würde mich interessieren wie es dir geht, wie du dich fühlst? Hat sich was geändert?

Grüsse dich

Julie

EImotioVnale


:)D

E2rnisundbxert


Oh, ein weiterer JM-Faden. :)D

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