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Wir leben doch alle in der Hölle

lHettheyrebe#rocxk


Zitat von Psychiater Reinhard Haller:

" Die Redeweise, dass Kinder grausam sein können, hat Wahrheit. Kinder werden nämlich nicht unschuldig geboren, sie tragen ein nicht geringes Maß an Rohheit in sich. Aber während sie aufwachsen, kann ihnen viel davon genommen werden.Wenn jedoch keine Erziehung im positiven Sinne stattfindet, wenn Kinder keine Werte vermittelt bekommen - dann haben sie freilich kaum die Möglichkeit, lieben zu lernen und die Fähigkeit auszubilden, gütig zu sein und anderen zu helfen. Der Schluss ist jedenfalls nicht der, dass jemand, weil er ein schlechtes Umfeld hatte, "schlecht" geworden ist - sondern vielmehr jener, dass er kein "guter Mensch" wurde, weil er kein gutes Umfeld hatte. Eines, das es ihm gestattet hätte, erwachsen - und damit verantwortungsvoll - zu werden."

P%eHa&Pe


Hab jetzt nicht den ganzen Beitrag gelesen, sorry wenn's schon mal vorkam :)

Klar ist alles grausam und böse, was uns die Medien da tagtäglich zeigen. Aber ich behaupte jetzt einfach mal, dass vieler dieser Greultaten auch schon vor 100, vor 500, vor 1000 und 15000 Jahren begangen wurden. Nur da wusste niemand davon, weil es keinen Reporter gab, der es in die Welt hinaustrug. (Denk an die Hexenverfolgung, Inquisition, Pest, ...)

Schlechte und negative Emotionen lassen sich besser verkaufen als gute, das ist schon so seit dem es Zeitungen gibt. Der Mensch neigt dazu einem traurigem, hilflosen Gefühl mehr beizumessen als einem guten. Denk nur mal daran wie schnell ein glücklicher Moment für dich vorbei ist und wie ewig lang dir ein schlechter Moment vorkommt :)

Warum wird nicht an die Menschen gedacht, die hilfebedürftigen Menschen selbstlos helfen - rund um die Uhr? Ist das nicht etwas Positives? Kinder-Hospiz, Suppenküchen, Beratungsstellen, Auffangstellen, Projekte rund um den Globus (Brunnen bauen in Afrika, Tierschützer in Grönland, kostenlose Medikamente in Indien, ...)

GBrünoer Kakxtus


Wer (in Mitteleuropa) meint, er würde in der Hölle leben, der war noch nie in Indien (oder Afrika).

Ich denke aber doch, dass die Menschheit sich weiter entwickelt, dass sie ihre Rohheit mit der Zeit verliert.

Aber es wird noch Jahrhunderte dauern.

Denn wir Menschen sind weiterhin Tiere, nichts Anderes. Somit gilt auch bei uns: Der Starke bestimmt über die Schwachen. Jede Krise zeigt es - einige Wenige bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit.

Aber es wird besser, denn was sich früher der Adel geleistet hat, das ginge bei uns in Europa mittlerweile nicht mehr so einfach bzw. offen.

So sehe ich das zumindest....

J^enxin


Dann komm' ich wieder auf den Grundgedanken zurück,

das die Menschheit auf die Hölle verbannt wurde.

Wie du schon sagtest PeHaPe..

all' das Elend gibt es schon seit den ersten Generationen der Menschheit.

Wie geht ihr denn nun damit um verdammt?

Kann mir jemand bitte 'ne Krücke geben?

Danke euch beiden für die Beiträge! @:)

GZrünert Kak\tus


Der Optimist sagt: Dies ist die Beste aller Welten

Der Pessimist befürchtet, dass der Optimist recht haben könnte :=o :=o

]:D ]:D ]:D

PieH'axPe


Dann komm' ich wieder auf den Grundgedanken zurück,

das die Menschheit auf die Hölle verbannt wurde.

Wieso Hölle? Reichtum (jetzt nicht unbedingt in Form von Geld, sondern Reichtum in Form von Schönheit, Frieden usw.) lässt sich nur anhand der Armut bemessen. Wenn allen die Sonne aus dem Arxxx scheinen würde, wüsste niemand auf der Welt, dass es Unglück gibt und was es anrichten kann und unser Selbsterhaltungstrieb ginge flöten. Viele Grausamkeiten in der Menschenwelt gibt es auch in der Tierwelt: Löwenmännchen, die die Babies anderer Löwen töten, Kannibalismus, Rivalitätskämpfe usw. Nur den meisten Tieren fehlt das Bewusstsein für Recht und Unrecht, Moral und Ethik. Wozu auch, hier gehts um die Erhaltung.

Kennst du die Geschichte die Büchse der Pandora? Sie enthielt alles Böse, alles Übel, alles Schlechte was der Menschheit widerfahren konnte. Da kam dann Pandora daher und öffnete sie und ließ all das auf die Mensch los. Aus Panik, was sie da angerichtet hatte, schloss sie die Büchse ganz schnell wieder, bevor noch mehr Unheil geschieht. Weißt du was passiert ist? Dadurch, dass sie die Büchse so schnell wieder geschlossen hatte konnte das Allheilmittel gegen all das Schlechte nicht entweichen, was ebenfalls da drin verborgen war: Hoffnung und Glaube. Und erst später ließ man diese Mittel auf die Menschheit nieder und mit mal war das Böse gar nicht mehr so böse. DAS haben nur wir Menschen und wir sollten stolz darauf sein.

JvenEin


Grüner Kaktus

Wer (in Mitteleuropa) meint, er würde in der Hölle leben, der war noch nie in Indien (oder Afrika).

Es gibt keinen wirklichen Maßstab für Leid meiner Meinung nach.

Ich hab in Asien gelebt und deren Leid auch erlebt (nicht wirklich gelebt)

und dennoch sind diese Menschen sehr sehr leicht zu erfreuen im Gegensatz zu uns in unserer sicheren Umgebung.

Jeder empfindet und erfährt sein Leid in der eigenen Intensität egal wo er lebt.

Natürlich haben wir es in gewisser weise gut hier im Vergleich zu dritte Welt Ländern..

Es ist aber eine Welt.

Und dieses "Wir haben's doch eigentlich gut" ist sehr beschränkt gesehen

und auch ein bisschen egoistisch, wenn auch realisitsch.

Denn wir Menschen sind weiterhin Tiere, nichts Anderes. Somit gilt auch bei uns: Der Starke bestimmt über die Schwachen. Jede Krise zeigt es - einige Wenige bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit.

Verstand und Vernunft unterscheidet uns immernoch von den Tieren.

J,en8ixn


PeHaPe

Wieso Hölle? Reichtum (jetzt nicht unbedingt in Form von Geld, sondern Reichtum in Form von Schönheit, Frieden usw.) lässt sich nur anhand der Armut bemessen.

Versteht mich nicht falsch, ich bestehe nicht auf den Gedanken, dass wir auf der Hölle leben.

Ich kann mich einfach nur nicht damit anfreunden, dass wir das Leid brauchen um das gute zu erkennen.

Das ist doch antrainiertes Gedankengut.

Meint ihr, wenn alles natürlich und nicht so verseucht

alles friedlich und nicht so kriegerisch

und jeder satt und keiner hungrig wäre..

wir dann nicht zufrieden sondern ganz neutral eingestellt wären?

Versteh ich das richtig?

G+rüne r KakVtus


Verstand und Vernunft unterscheidet uns immernoch von den Tieren

So?

Das finde ich nicht.

Vernunft ist ein seltenes Gut.

Und Verstand?

Der wird nur benutzt um die Massen noch besser ausbeuten zu können.

PQeHaxPe


Wir wären zufrieden - natürlich wären wir das. Aber es wäre egal, es wäre selbstverständlich für uns, es wäre nichts besonderes, es wäre einen Kehricht wert. Was resultiert daraus? Maßlosigkeit in allen Richtungen: Fortpflanzung, Essen, Trägheit, Faulheit - denn es braucht niemand mehr um etwas kämpfen: Schlaraffenland pur :) Die Dinge verlieren ihren Wert, nicht nur Materielle, denn du bekommst alles, was du willst. Die Wissenschaft, die Bildung, das Wissen, all das verliert an Bedeutung. Muss da grad an Wall-E denken, an das Raumschiff mit diesen Menschen, denen es viel zu gut geht. So in etwa stelle ich mir die Welt vor, wenn alles in Einklang und Glückseligkeit lebt. Probleme sind es, an denen wir wachsen, wenn wir uns ihnen stellen und meistern.

J.enFin


Grüner Kaktus

Vernunft ist ein seltenes Gut.

welches der Mensch besitzt.

Der wird nur benutzt um die Massen noch besser ausbeuten zu können.

Das können nur die ach so großen Mächte

und die benutzen nicht ihren Verstand, mehr ihre Habgier als Motivation.

JDenian


PeHaPe

Du hast schon recht, die Welt wäre dann genauso wenig im Gleichgewicht wie jetzt.

PKeHaPxe


Ich kann mich einfach nur nicht damit anfreunden, dass wir das Leid brauchen um das gute zu erkennen.

Natürlich braucht man Leid um das Gute zu erkennen. Denn woher weisst du was gut ist, wenn du das Schlechte nicht kennst? Stell dir vor du isst dein Leben lang nur schöne, rotbäckige Äpfel. Du isst nie einen schlechten Apfel und niemand zeigt dir je einen verdorbenen Apfel. Woher weisst du dann, dass es schlechte Äpfel gibt und dass sie dir schaden können? Gar nicht!!! So in etwa ist das, wenn ein Mensch nie in seinem Leben von negativen Emotionen geplagt wurde. Gute Gefühle sind selbstverständlich..

GZrüne.r Kxaktus


und die benutzen nicht ihren Verstand, mehr ihre Habgier als Motivation.

Exakt.

Die Habsucht und das Streben nach Macht ist die Motivation.

Der Verstand ist das Werkzeug.

Man braucht viel Verstand um die Massen für sich arbeiten zu lassen, um sie dazu zu bringen die eigenen Freiheiten einzuschränken und um sie so weit zu verdummen, dass sie nicht auf die Idee kommen zu revoltieren.

K!l$eio


Jenin

Ich weiss was IST.

Du weißt, was für Dich ist. Das heißt noch lange nicht, dass andere das auch so sehen. Welche Wertung wendest Du an? Wie kommst Du zu Deinen Wertungen?

Ich assoziiere das was ist, so wie es ist.

Wo ist mein Denkfehler?

Für Deine Assoziationen können andere nichts.

Mir fehlt die Differenzierung in Deinen Aussagen, worauf sich Deine Vergleiche und Wertungen beziehen, welche Wertungen Du festlegst, etc.

Ich rede nicht nur von Denkweisen,

dass Mensch sich manipulieren kann mit seinem Hirn, indem er es gegen die Wahrheit beeinflusst und es dann "Anderes Betrachten" nennt ist mir schon klar. Ich krieg das nur nicht mehr hin.

Wessen Wahrheit? Deine Wahrheit? Die intersubjektive Wahrheit? Die gesellschaftliche Wahrheit, wenn ja, welcher Gesellschaft?

Ich sehe.Ich höre, ich weiss was es bedeutet, also fühle Ich.

Kleio, wie betrachtest du das, was wir hier auf der Welt, in den Nachrichten sehen?

Ich nehme die Nachrichten, wie sie sind – wertfrei.

Welche Sichtweise/Gedanken hast du dazu?

Wieso muss ich noch zusätzlich irgendwelche Gedanken haben? Es geht dann doch nicht um mich, sondern um die Betreffenden und dann interessiert es mich auch, wie es ihnen geht, wie sie denken. Insofern versuche ich alles so aufzunehmen, wie es ist.

Und welches Gefühl hast du zu dem Gedanken?

Ich versetze mich selbstverständlich in meine Gegenüber, damit ich das, was sie sagen und was sie fühlen nachvollziehe, bzw. was berichtet wird aufzunehmen. Es geht ja nicht um mich, sondern um sie. Eine Meinung kann ich mir sowieso erst bilden, wenn ich konkrete Fakten habe. Eine Wertung ist wiederum unerheblich und unnötig.

Wenn ich sehe wie Israelis Palestinänsische Baby's durchlöchern..welche Denkweise soll man da entwickeln?

Welche soll man denn entwickeln müssen nach Deiner Meinung?

Ich versteh nicht wie ihr das hinbekommt, dass mit Begründungen abzuspeisen..es zu relativieren.

Wie kommst Du auf die Idee, dass ich relativiere? Das tue ich z. B. nicht.

Das geht nicht! Wenn das geht, dann ist es doch konditioniertes Denken oder?

Was ist nicht konditioniertes Denken? Na, also. Aber das bedeutet doch nicht, dass jeder zum selben Schluss kommt, jeder dieselben Zusammenhänge sieht, usw.

Es liegt natürlich im Auge des Betrachters wovon das Glück abhängig gemacht wird..

Eben.

Dennoch gibt es eine Wahrheit bezogen auf das Gemüt der Welt..der Menschheit.

Und die sieht einfach Scheisse aus.

Ob ich hinschau, wegschau, es nicht an mich ranlasse, es begründe, auf die Geschichte, auf die Menschen schiebe oder sonstwas.

Es ist da, in diesem moment.

?? Für Dich mag das zutreffen. Ich sehe das anders.

xIch kann echt zufrieden sein mit meinem Leben ..

Aber was ist schon mein Leben und meine Denkweise wert, wenn meine Zufriedenheit nur für mich gültig ist.

Für wen soll Deine Zufriedenheit denn noch gelten?

Ich bin nicht die Welt

Versteht das denn niemand?!

Sicher, nur bedeutet es doch noch lange nicht, dass andere es auch so sehen wie Du.

Das plagt mich so..

ich seh dauernd diese Bilder vor mir,

wie Menschen mit Bulldozern in Massengräber geräumt werden

Kinder vergewaltigt und

Babys getötet werden usw.

Was kann ich tun? Nix.

Jeder kann etwas tun.

Da kommt soviel zusammen und oben drauf Hilflosigkeit.

Was hast Du denn schon probiert?

Nix ist mehr schockierend für den Menschen..das kann ich einfach nicht teilen.

Für welchen Menschen ist nichts schockierend? Du schmeißt mit Allgemeinplätzen um Dich, ohne konkrete Aussagen.

Man kann etwas annehmen und schockiert darüber sein, dass es so etwas gibt. Allerdings setzt es ja gewisse Erewartungen voraus, sonst würde man ja nicht schockiert sein. Je realistischer die Einstellung, umso weniger ist jemand natürlich schockiert. Ein Kriminalbeamter, der weiß, was alles passiert, der geht nicht davon aus, dass keine Straftaten begangen werden und ist natürlich auch nicht schockiert, wenn diese passieren.

Wir haben uns an das Elend gewöhnt, es ist zu akzeptieren und es ist normal, nicht wahr?

Egal, ob Du es akzeptierst oder nicht, wie Du sie bewertest, so ist die Welt, wie sie nun einmal ist.

Was normal ist, hängt vom Betrachter und seinen Kriterien ab.

Auch bedeutet es nicht, dass wenn jemand etwas so annimmt, wie es ist, er dies auch gut heißt oder eben nicht. Da ist doch nicht automatisch eine Wertung enthalten.

Versteht mich nicht falsch, ich bestehe nicht auf den Gedanken, dass wir auf der Hölle leben.

Das kannst Du auch nicht, dann nicht jeder meint, dass die Welt, in der er lebt die Hölle ist. Voraussetzung ist, dass er überhaupt solche Kategorien wie Hölle hat, usw.

wir dann nicht zufrieden sondern ganz neutral eingestellt wären?

Für mich ist Zufriedenheit ein neutrales Gefühl, das weder eine "gute" noch eine "schlechte" Wertung besitzt, das ist das. Das ist für mich Zufriedenheit – alles annehmen, wie es ist, ohne es zu werten.

Du hast schon recht, die Welt wäre dann genauso wenig im Gleichgewicht wie jetzt.

Ist Gleichgewicht für dich erstrebenswert und was würdest Du Dir als solchen vorstellen?

Ich kann mich einfach nur nicht damit anfreunden, dass wir das Leid brauchen um das gute zu erkennen.

Du vielleicht. Ich brauche das Leid nicht, um mich freuen zu können.

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