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Angst vor Schnecken

p#sycwhic sxaw hat die Diskussion gestartet


Hallo Med1 Community,

ich habe seit ich denken kann Angst vor Schnecken. Am schlimmsten vor Nacktschnecken aber auch vor solchen mit Haus. Ich kann sie in allen Größen und Farben nicht ausstehen.

Wenn es auf einer Wiese geregnet hat, möchte ich mich am liebsten nicht vom Fleck rühren, wenn ich Schnecken auf der Straße sehe, dann laufe ich einen Umweg. Ich habe nicht direkt eine Phobie, aber mir wird übel und ich fange auch an zu schwitzen. Ich möchte dann einfach nur noch weg. Ich weiß dass sie mir nichts tun, habe aber große Angst dass ich in Kontakt mit ihnen komme. Nun stelle ich mir die Frage, woher das wohl kommt. Ich hatte in meiner Kindheit einige Erlebnisse mit Schnecken. Z.B. waren wir zelten und es regnete. Die Schnecken sind in Massen an unserem Zeltdach hochgeklettert und man konnte sie nur mit einem Stock von innen abschütteln. Dann habe ich auch oft Dinge gesehen, wie Kinder, die auf Schnecken stampften oder Steine auf sie fallen ließen, so dass das Gehirn rausquoll und so weiter. Allerdings kann man da sicher nicht von einem Trauma sprechen oder? Jedenfalls habe ich in beiden Situationen Panik und Ekelgefühle bekommen sowie geweint. Kann eine große Angst vor Schnecken auch andere Ursachen haben? Wie nennt man eine "Schneckenphobie"? Kennt das noch jemand?

Antworten
p4syichixc saw


Hm, ich habe nun den Begriff "Saligarophobie" gefunden. Aber dazu findet man kaum was im Inet.

_)Smoo2th_


nimm dir so eine Schnecke und leck drüber! Dann bist du das Problem los. Du kannst selbst entscheiden, ob dir das so viel Überwindung Wert ist.

ich habe nun den Begriff "Saligarophobie" gefunden.

es wäre schon komisch, wenn es zu jeder Angst die es gibt, eine Phobie erfunden wird, dazu noch mit lateinischem Begriff, da würde ich mich nicht so festsaugen. Nicht jede Angst ist gleich eine psychische Krankheit. Und wer mag schon Schnecken?

pCsycehic- saw


Ich wüsste nur gerne einen geläufigen Begriff, weil mich schon interessieren würde, wieso ich das Problem eigentlich habe. Zur Not suche ich eben nach "Angst vor Schnecken"Und die Namen sind griechisch, aber wurst. Und das mit dem Lecken ist so ziemlich das schlimmste vor "Schnecke essen". :-/

_[Smooxth_


ja aber es wär doch toll sowas loszuwerden, oder?

musst sie ja nicht gleich essen. Auf jeden Fall, bevor wieder ein User hier "geh doch zum Psycho-Therapeuten" empfiehlt, wär das eine gute Möglichkeit.

Ich hatte mal eine üble Insekten Phobie. Ich hab sogar daran gedacht, mir später mal ein Haus zu bauen das komplett Insektensicher ist *lol*

Dann war ich im Urlaub an der Karabik, direkt im Dschungel, und was dort an Ungeziefer herumläuft ist für jeden Europäer kaum vorzustellen.

Und dann wach ich morgens auf, weil ich was im Ohr spühre. Ich fass hin, und merk ich wie etwas aufschreckt und in mein Ohr reinkrabbelt. Und das Viech ist 1 h lang meinen Gehörgang entlanggekrabellt und ich konnte es hören und fühlen. Am Ende saß es wohl am Trommelfell, da hates angefangen heftig weh zu tun. Dann ist es auß, nochmal 1 h den Gehörgang entlang . Jetzt habe ich keine Insektenphobie mehr, wirklich null, nada, es ist einfach weg und kommt wohl nie wieder

_ Smootyhx_


warum ist die schrift im letzten satz so komisch? als wäre sie reingequetscht worden

pNsychoic sxaw


Die Schrift ist hier auch komisch.

Also, die Geschichte hört sich auf den ersten Blick total verstörend an. War bestimmt grausig mit dem Ding im Ohr. Sowas nennt man glaube ich Konfrontationstherapie. In deinem Fall eben eine unfreiwillige. Vielleicht kann ich mal versuchen, eine Schnecke mit Haus mit Handschuhen anzufassen. Weiter traue ich mich erstmal noch nicht. Aber ich kann mich ja mal rantasten. So Schlag auf Schlag muss es ja nicht gehen.

_YSm?oot\h_


ja gute idee mit dem Handschuh.

Jep war ziemlich übel mit dem Insekt im Ohr ^^ fands auch verstörend, wie das da so reingekrabbelt ist...pfui

aber dannach ist es halb so wild, ich fands bisschen eklig, hauptächlich war es schmerzhaft, und darum geht es, stichwort "konfrontationstherapie", am Ende zu sehen, dass die schlimmsten Vorstellungen doch nicht so schlimm sind, wenn sie dann eintreffen.

Du wolltest wissen, wie sowas entsteht. Das finde ich auch interessant. Denke das ist zum einen, wenn etwas fremd ist, dann kann man so eine Phobie entwickeln. Zurzeit merke ich z.b dass ich üble Höheangst habe, obwohl ich früher sehr viel geklettert bin, mit Seil undso, auf sehr hohen Wänden, ganz ohne Höhenangst.

Denke sowas fährt sich im Kopf einfach fest. Man muss sich Gefühle oder Gedanken wie Trampelpfade vorstellen, die man immer wieder geht. Und irgendwann ist da eben ein Trampelpfad, oder irgendwann eine Autobahn, wenn man nur immer wieder das gleiche gedacht oder gefühlt hat. Oder meidet man etwas immer wieder aus Angst, ist man hinterher erleichtert, die Angst wird immer größer. Das hat keinen besonderen Grund, und du hast Angst vor Schnecken, hast du da an irgendein Trauma gedacht ^^

p9sychFicA saw


Eine große "Teilangst" die ich habe, ist aber auch, dass eine Schnecke unter meinen Füßen oder vor meinen Augen zerquetscht wird oder platzt oder wie auch immer *würg*. Am Schlimmsten finde ich es, sie durchzuschneiden. Das haben wir in Biologie gemacht und ich konnt bei bestem Willen nicht drin bleiben ohne Fluchtgedanken zu bekommen. Habe voll gezittert :-/ Darum werde ich wohl auch nie über eine Wiese, auf der Schnecken sein könnten laufen. Oder sollte ich mir antrainieren, dass es nicht schlimm ist, wenn eine stirbt? Ich kann wohl kaum Schnecken töten. Bin schon froh, wenn es nicht mehr schlimm ist, sie anzufassen. Und vielleicht schaffe ich es, beim Überqueren einer Wiese nicht dranzudenken. Das wären meine Ziele. Barfuß laufen kommt NIEMALS in Frage.

Also Höhenangst habe ich auch schon immer gehabt, aber dass man Sachen, die in der Kindheit normal waren, nicht mehr macht, liegt denke ich neben Ungewohntheit auch an mehr Vernunft ;-) Der Trampelpfadvergleich ist gut.

Ckh0oco:monsxta


Wenn es auf einer Wiese geregnet hat, möchte ich mich am liebsten nicht vom Fleck rühren, wenn ich Schnecken auf der Straße sehe, dann laufe ich einen Umweg.

Klar, man kann oft gar nicht so schnell gucken, wie die auf einen zukommen! ;-D

Sorry, will mich nicht über deine Phobie lustig machen, ist bloß wirklich sehr ungewöhnlich! Dein "traumatisches" Erlebnis im Zelt kann durchaus eine Ursache sein. Oft haben solche Phobien aber nicht unbedingt eine konkrete Auslösesituation, das ist das Merkwürdige (Einige Theorien nehmen an, dass gewisse Urängste in jedem vorhanden sind, eben vor giftigen Tieren wie Schlangen oder Spinnen. Aber Schnecken stellen natürlich keine wirkliche Gefahr dar. Oder gibt es auch giftige?). Ich habe zum Beispiel eine Spinnenphobie, ohne jemals eine richtig schlimme Erfahrung mit den Viechern gemacht zu haben. Es wurde mit der Zeit und der Vermeidung einfach immer schlimmer. Ich kann Spinnen nicht mal anschauen. Geht es dir auch so mit Schnecken? Du weißt ja sicher selbst, dass eine Konfrontationstherapie am hilfreichsten wäre. Falls du zur Zeit ganz gut mit der Phobie leben kannst, musst du auch noch nicht unbedingt zum Therapeuten. Du kannst selbst versuchen, dich langsam an den Anblick einer Schnecke zu gewöhnen und das Ganze dann immer etwa steigern (z.B. berühren), wenn du merkst, dass deine Angst nachlässt.

_VSmo oth_


ja das mit dem Trampelpfad hab ich mal von irgendeinem Psychologen in einem Buch gelesen, oder weiß nicht wo ich das gelesen habe. Der Vergleich ist sogar genial. Man kann das auf jeden Gedanken und jedes Gefühl übertragen, die sind alle wie eingestampft in unserem Kopf.

hm wie gesagt du kannst die "phobie" loswerden, aber musst eben vorher wissen, ob es dir das Wert ist. Anscheinend nicht. Ist ja auch egal, irgendwie, es gibt kaum Schnecken, und man hat kaum mit ihnen zu tun, so what? Nur Barfuß über eine Wiese laufen, das solltest du schon können finde ich, deinem eigenen Wohlbefinden zu liebe, du willst doch nicht jedes Mal so ein Problem drauß machen müssen, wenn du Barfuß über die Wiese musst.

glaube du hast auch sehr viel phantasie und kannst daher so gehemmt sein, kenne ich auch

prsych5ic saw


@chocomonsta Ein Therapeut ist zu weit hergegriffen, es schränkt mich ja auch nur in seltenen Situationen ein! Und es ist denke ich auch keine Phobie. Bzw. doch, aber keine schlimme. Wollte auch einfach mehr über das Problem und die Ursachen herausfinden. ^^

Und joa, ich kann Schnecken nicht angucken. Das ist auch so ne Sache. Hab vorhin nach dem griechischen Wort für Schnecke gegoogelt und prompt widerwärtige Bilder gesehn.

@smooth Ich möchte auf jeden Fall etwas gegen dieses arge Unwohlsein tun. Dieses Umwege machen, schlecht werden, schwitzen usw. Jedoch weiß ich nicht, wie ich das mit der Angst draufzudappen wegkriege. Und ich laufe natürlich über Wiesen, aber nur, wenn das Gras trocken ist. Dabei bin ich auch noch nie auf eine getreten, die sind dann ja in der Erde oder so. Wie gesagt - anfassen will ich sie können - ich will (mit Schuhen) über eine nasse Wiese laufen können ohne dass meine Gedanken um die Dinger kreisen und ich mich dessen sträube. Fahr ich mit dem Fahrrad eben woanders lang. Sind Lebewesen und müssen ja auch nicht sterben, wenns nicht sein muss. Ich kann ja gucken wo ich fahre und meist sind nur bei Grasstücken Schnecken auf der Straße zu sehen. (Einmal schlimm viele...!!!)

_$Smoo'txh_


dann lauf doch ein paar mal über eine nasse wiese, barfuß, schau nicht auf den Boden, mach das ein paar mal die Woche; wenn du einen Garten hast, perfekt. Und dich wird es nie wieder stören; man muss halt ein bisschen mit sich selbst Kämpfen manchmal, das Gehirn ist schon ein übler Aparat, was für Fehler er manchmal macht, das glaubt man garnicht^^

p,scychi)c saxw


Bist du schon mal barfuß auf ne Schnecke getreten? Wie war das?

deie miTt den_ Reh(augexn


Ich hab das Problem mit Spinnen. Mir hilft es etwas, wenn ich mir sobald ich eine sehe, vergegenwärtige daß es ein Tier ist. Man löst nämlich das Objekt der Phobie gerne unbewußt von solchen Selbstverständlichkeiten los, was es noch beänstigender macht. Indem ich mir sage "Es ist nur ein ganz normales Tier, noch dazu ein kleines" habe ich mich mittlerweile wirklich soweit daß ich kleine bis moderat große Spinnen mit dem Spinnenfänger einkassieren und raussetzen kann.

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