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Depression und Rotwein

d#av3orka hat die Diskussion gestartet


Ich leide unter depressiven Stimmungsschwankungen und stehe am Anfang meiner Therapie. Mir ist folgendes aufgefallen oder besser gesagt bewusst geworden: Ich trinke gern trockenen Rotwein. Jedes Mal wenn ich am Abend Rotwein getrunken habe, plage ich mit extrem depressiver Stimmung direkt am Morgen danach. Heute ist es wieder so. Ich habe gestern Abend zum Essen im Bekanntenkreis 3 Gläser Rotwein getrunken und heute früh war mir die ganze Welt völlig egal. Ich habe heute noch nichts geschafft, bin extrem motivationslos und brauche eine Auszeit in völliger Ruhe und Einsamkeit. Ich leide darunter, dass es so ist. Ich bin mir sicher morgen ist es wieder vorbei. Aber gibt es denn einen direkten erklärbaren Hinweis auf Stimmungstiefs nach dem Genuss von Rotwein bei Depressionen?

Antworten
Zcwajck14F4


Vielleicht nicht generell, aber wie ich aus eigener Erfahrung weiß, enthalten manche Rotweine offenbar Sedativa, die meinen Blutdruck in den Keller fahren (am nächsten Morgen), und wenn man anfällig für Depressionen ist, ist das keine gute Voraussetzung für einen Power-Tag.

Du kannst aber mit verschiedenen Rotweinen experimentieren, um herauszufinden, was Dich am wenigsten in die Depression treibt. Ich würde vermuten, dass ein Beaujolais wenig Gefährdungspotential in sich birgt; Übeltäter habe ich öfter unter den Bordeaux-Weinen ausgemacht. Mein Rat: einfach ausprobieren! (schon das macht Spaß)

gjwendaolyTnxn


Wenn du Antidepressiva einnimmst, rate ich davon ab, überhaupt Alkohol zu trinken.

KKeanxdo


hmmmm einige von euch kennen meinen Faden ADHS im alter ! naja bei mir is es anders wenn ich abend einen trinke oder saufe fühle ich mich jeden morgen Fit wie ein Turnschuh da ich aber adhs habe würde ich dir raten pass auf das der genuss nicht zur sucht wird bzw frag mal einen Neurologe was er dazu meint ! :-) @:)

d$avoorxka


Danke für Eure Antworten.

Zwack44

Mit dem Blutdruck habe ich keine Probleme, im Gegenteil ich mache auch viel Sport. Es ist immer stimmungsabhängig. Befinde ich mich in einem herannahenden Stimmungstief, dann lieber keinen Rotwein. Wobei ich festgestellt habe, dass mir die ausgereiften französischen trockenen Rotweine die Stimmung vermiesen. Ganz schlimm ist es bei kräftigen Sorten Merlot, da bekomme ich tatsächlich noch am selben Abend eine verzerrte Wahrnehmung der Realität und stelle alles in Frage was ich mir aufgebaut habe.

gwendolynn

Ich nehme keine Antidepressiva. Will ich nicht und ist auch nicht notwendig lt. Therapeutin.

Keando

Meinst du ich soll einen Neurologe fragen? Ich weiß nicht so recht.... Wie soll ich ihm denn das wohl erklären?

Ich saufe ja nicht, es ist mir nur speziell gestern wieder mal aufgefallen.

Z:waVck4x4


Offenbar hast Du ja schon einige Erfahrungen gesammelt. Daraus ergibt sich ganz klar: Wenn Du einen kommenden fdepressiven Anflug vermutest oder spürst, wähle aus der Reihe der Weine, mit denen Du erfahrungsgemäß weniger Probleme hast. Wenn Du risikofreudiger bist und Dich stark fühlst, kannst Du ja vielleicht etwas unvorsichtiger sein ... oder eben Weißwein trinken.

Wenn Dir das schwer fällt, müßtest Du eben erst einmal die breite Palette der Rotweine austesten (was Du wahrscheinlich nicht getan hast): ein Chianti Classico aus Italien, ein Pinot Noir aus dem Elsaß, ein Blaufränkisch aus Österreich, ein Spätburgunder aus dem Schwarzwald, ein Trollinger aus Baden-Württemberg, ein Beaujolais aus Frankreich, ein Shiraz aus Australien, ein Zinfandel aus Kalifornien und andere aus Südafrika, Neuseeland und Chile. Ich bin sicher, dass Du fündig wirst.

s7amtple


hast du vielleicht eine histaminintoleranz? besonders in rotwein steckt jede menge histamin. und ein zuviel davon kann depressive verstimmungen auslösen. google mal oder schau dir doch mal diesen artikel an.

[[http://allgemeinmedizin-innere-medizin.suite101.de/article.cfm/histaminose_und_serotoninmangel]]

f`asdfeasxdf


Alkohol sorgt für einen anderen Schlaf. Ob man das am nächsten morgen mehr oder weniger merkt ist von der Person abhängig. Generell gilt jedoch, dass man einen schlechteren Schlaf hat. Das merkst du evt. nicht im bewusstsein direkt, aber du merkst es am nächsten morgen.

Also trinke am besten keinen mehr oder wenn schon, dann eher Nachmittag und nicht Abends, bevor du ins Bett gehst.

Wie du dich sonst ernährst, weiß ich nicht. Ich würde Vitaminreiches Essen vorschlagen, das gibt energie und man hat dann auch wieder mehr Lust etwas zu arbeiten :)z

Schönen Abend noch! :)

dnavoxrka


Zwack

Vielen Dank für die Weinkarte :-) Es stimmt, ich habe noch nicht viele andere Sorten getestet. Ich bin nun schon bei Feierlichkeiten auf Weißweinschorle umgestiegen. Da geht es mir wesentlich besser. Das werde ich wohl auch beibehalten.

sample

hast du vielleicht eine histaminintoleranz? besonders in rotwein steckt jede menge histamin. und ein zuviel davon kann depressive verstimmungen auslösen.

Über eine Histaminintoleranz habe ich noch nie nachgedacht. Das könnte ja auch sein. Danke für den Artikel, ich habe mir diesen durchgelesen. Wenn ich das so überblicke dann würde ich spontan sagen, ich habe einen Serotoninmangel. Das wurde noch nie untersucht. Vor vier Jahren hatte ich ein Burnout durch sehr viel Stress am Arbeitsplatz, das nie therapiert wurde. Seither schleppe ich mich mit depressiven Verstimmungen rum und versuche das wieder in den Griff zu bekommen. In dem Artikel steht ja auch, dass Stress ein Auslöser von Serotoninmangel sein kann. Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung :-o Ich fasse es nicht :-o Ebenso begleiten mich die im Artikel beschriebenen Symptome von Angst, Aggressivität, leichte Störungen der Essregulation, hin- und wieder Schlafstörungen besonders in der depressiven Phase. Ich habe außerdem ein erhöhtes Schlafbedürfnis, ich könnte jede Nacht 12 Stunden schlafen und bin immer noch müde.

fasdfasdf

Also trinke am besten keinen mehr oder wenn schon, dann eher Nachmittag und nicht Abends, bevor du ins Bett gehst.

Dann lieber gar keinen mehr, weil nachmittags arbeite ich.

Wie du dich sonst ernährst, weiß ich nicht.

Ich esse sehr gern, mal mehr, mal weniger, achte dabei auch auf eine figurbetonte Ernährung. Mein Körpergewicht schwankt je nach Gelüsten immer mal um 3 bis 4 kg rauf und runter. Ich mache regelmäßig Sport wenn es meine Kräfte heute zulassen. Früher habe ich mal mehr Sport gemacht, mein Körper ist irgendwie kraftlos geworden. Ich weiß nicht warum, mache doch alles noch genauso wie früher auch.

Wieso testet ein Hausarzt solche Dinge nicht, wenn er weiß, sein Patient kommt mit solchen Beschwerden zu ihm?

d/av[orkxa


Habe da etwas im Internet gefunden über das natürliche Medikament: 5-HTP.

Was ist davon zu halten?

f9asKdfaWsdxf


Hallöchen,

Ich esse sehr gern, mal mehr, mal weniger[...]

Wenn du auch oft Gemüse ist, also Vitaminreiches Essen ist alles in Ordnung :)

Ich esse z. B. gerne mal Gemüse und täglich Obst. Wusstest du dass ein Apfel pro Tag das Herzinfarktrisiko ziemlich senken kann? :)

Wieso testet ein Hausarzt solche Dinge nicht, wenn er weiß, sein Patient kommt mit solchen Beschwerden zu ihm?

Jaja, eine gute Frage. Ich denke darüber kann man sich auch streiten und es kommt darauf an, zu welchen Hausarzt man geht. Wenn du mal meine Meinung hören willst.

Die meisten Menschen lernen einen Beruf und üben den dann auch aus. Aber gibt es denn wirklich viele Leute, die sich vorher schon damit beschäftigt haben? Schon mehrere Jahre davor das als Hobby hatten und fast nichts anderes gemacht haben? Ich denke nicht. Und wenn doch, dann machen sie das heute sicherlich nicht als Beruf sondern als Hobby.

Und das ist eben der Unterschied. Manchmal hat man als Hobby mehr Erfahrung wie einer, der das als Beruf macht. Das sagt rein gar nichts aus, ob man etwas beruflich macht oder nicht.

Kleines Beispiel: Ich kenne jemanden, der soetwas von gut ist in Sachen Computer Sicherheit. Ich habe angenommen er habe studiert und er macht das wirkich als fast einziges :D

Und in Wirklichkeit macht er das sozusagen nur als Hobby.

Und ist es nicht so, dass Privatversicherte immer besser behandelt werden? Jap, soweit ich weiß schon. Es wird schön gelistet. Privatkunde - Nicht Privatkunde.

Und außerdem macht es doch einen riesigen Unterschied, ob man nun jemanden helfen will, weil es seine Arbeit ist oder weil es einem Spaß macht. Weil man dafür Geld bekommt, oder weil man sich einfach besser fühlt, wenn man Gutes tun kann.

Und ich denke, das ist der Unterschied.

Zudem kommt natürlich auch, dass man in der Alltagsroutine nicht mehr an die einfachen Sachen denkt, obwohl man das natürlich machen sollte. Man weiß es, aber man fragt es nicht. Alles nur schnell, schnell.

Meine Meinung. Muss nicht stimmen, müsst ihr nicht glauben. Aber total falsch ist sie sicherlich nicht, auch wenn nicht jeder meine Meinung teilen kann.

Habe da etwas im Internet gefunden über das natürliche Medikament: 5-HTP.

Was ist davon zu halten?

Kenne ich leider nicht. Evt. hast du einen Link dazu? :)

Ich wünsche dir noch ein schönes, erholsames Wochenende! :)z

d[avoCrkxa


[[http://www.vitabay.net/product_info.php/products_id/1565]]

Hydroxy-Tryptophan ist der Wirkstoff der auch in dem anderen Artikel beschrieben ist den sample bereits gepostet hat. Man findet total viel über diesen Wirkstoff und auch viele positive Erfahrungsberichte im Net. Bei solch pflanzlichen Dingen weiß ich immer nicht, ob das nicht alles nur Verarsche ist. Ich habe keine Ahnung davon. Ich will aber keine Chemiebomben nehmen, wie sie mir meine Hausärztin schon mal verschrieben hat, die ich aber nicht genommen habe, weil ich wieder schwanger werden will (Ich hatte eine Fehlgeburt vor 1,5 Jahren, kann ja auch mit irgendeinem Mangel zusammenhängen).

d%avoSrkxa


Ich esse auch viel Obst und Gemüse. Bin aber z. B. auf Äpfel allergisch.

fDasudfasdf


Das ist gut, dass du auch Vitaminreiches Essen zu dir nimmst.

Ich will aber keine Chemiebomben nehmen

Das lese ich immer wieder. Dazu mal ein kurzes Wort von mir:

Ob nun pflanzlich, aus der Natur, halbsyntetisch oder synthetisch hergestellt. Viele meinen: Nein, danke, Chemie nehme ich nicht, das ist ja so schlecht für mich.

Nunja, das mag auf manches zutreffen, jedoch nicht auf alles. Nehmen wir amanita muscaria var. muscaria, zu deutsch den Fliegenpilz. Er wächst in der Natur und wird als giftig eingestuft. Man stirbt nicht, wenn man etwas von ihm zu sich nimmt (ganz im Gegenteil, man kann ihn sogar essen wenn man ihn 24 Stunden in Wasser einlegt bzw. mindestens 15 Minuten abkocht. Und als Rauschmittel wird er auch verwendet, da er Halluzinationen auslöst, wenn man in trocknet, also nicht in Wasser legt).

Es gibt Chemische Stoffe, die nicht so "schlimm" wirken und erst ab einer höheren Dosis tödlich sind.

Und es gibt Halbsynthetische Stoffe, also halb natur und halb Chemie die es weit aus mehr in sich haben. Zum Beispiel Lysergsäuredietylamid. Jetzt guckt erst jeder dumm, wenn er das hört, aber wenn ich es abkürze ist es klar. LSD, oder genauer LSD-25, weil es sozusagen das 25 Ergebnis von Albert Hofmann (den Entdecker / Erfinder von LSD) war.

Es wird aus dem Mutterkorn gewonnen und wenn man es chemisch noch etwas verändert dann geht es richtig ab.

Jaja... Drogen denken jetzt die Allgemeinheit. Das mag stimmen. LSD ist eine "Droge". Wurde früher aber auch als "Medikament" eingesetzt. In Anführungszeichen deshalb, weil es doch eigentlich das gleiche ist... es ist leidligch der Weg entscheidend, wie und mit welcher Absicht man es anwendet.

Aber ich will hier keinen Vortrag über die chemischen Stoffe halten, sondern nur mal klar stellen, dass auch planzliches gefährlich sein kann und chemisches nicht unbedingt so gefährlich sein muss.

Zu dem Medikament das du genannt hast kann ich leider nichts sagen, da ich es selbst nicht kenne. Frage am besten mal deinen Arzt um Rat und fange mit einer geringen Dosis an. Passe aber gut auf und konsumiere nicht zu viel.

Ich wünsche dir noch ein wunderschönes Wochenende! :) @:)

ZBwac<k4x4


Hallo davorka,

In dem Artikel steht ja auch, dass Stress ein Auslöser von Serotoninmangel sein kann.

Ja, Depressionen werden ja sehr oft in Zusammenhang mit einem Serotoninmangel gesehen. Deswegen bekommt man ja vom Psychiater als erstes meistens auch einen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verschrieben, der die Konzerntration des Serotonins im Hirn erhöhen soll - meistens sehr wirksam, sofern man das Medikament verträgt.

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