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Johanniskrautkapseln für innere Ruhe und gestärkte Nerven ?!?

M8oppe^lschxen hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

aus gegebenen Anlass habe ich kürzlich Bekanntschaft mit den Johanniskrautkapseln meiner Mutter gemacht.

Ich hatte ziemlichen Stress und in Folge dessen mit heftigen Magenproblemen, Kloß im Hals, Heulkrämpfen, Schlaflosigkeit usw zu kämpfen. Von besagten Johanniskrautkapseln soll man laut Verpackung 3x täglich 1 nehmen. Ich habe bloß 1 pro Tag an 2 Tagen genommen. Also nur 2 Tabletten insgesamt.

Jetzt habe ich kürzlich gehört, dass sie die längerfristige Einnahme dieser Tabletten die Leberwerte (?) verändern soll.

Kennt sich da jemand aus? Stimmt das? Ändert das die Werte nur kurzfristig, oder schädigt es der Leber?

Und was ist in diesem Fall überhaupt mit längerfristiger Einnahme gemeint? Reichen 2 Wochen?

Macht es einen Unterschied ob man 3 Tabletten am Tag nimmt oder nur 1?

Auf der Verpackung und auch im Beipackzettel steht, dass die Dauer der Anwendung nicht begrenzt ist.

Von Nebenwirkungen (außer eventuellen Magen-und-Darm-Beschwerden, Müdigkeit und sonnenbrandartigen Hautreaktionen bei vorbelasteten Menschen) ist nicht die Rede.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand äußert, der tatsächlich aussagekräftige Belege dafür hat ob oder ob die Tabletten nicht leberschädigend oder ähnliches sind.

Für mich ist das in erster Linie nicht so wichtig, weil ich sie ja nur 2 mal genommen habe, aber meine Mutter macht eine längerfristige Kur und ich würde ihr doch gerne davon abraten, wenn ich weiß, dass es ihre Leber belastet bzw. ihr schadet.

Vielen Dank und

gute Nacht

Antworten
SFilb?er


Macht es einen Unterschied ob man 3 Tabletten am Tag nimmt oder nur 1?

Ja. 900mg sind die Mindestdosis (bitte ein Präparat aus der Apotheke verwenden, da weisst du wenigstens dass tatsächlich auch soviel drin ist wie draufsteht), niedrigere Dosen bewirken nichts.

Jetzt habe ich kürzlich gehört, dass sie die längerfristige Einnahme dieser Tabletten die Leberwerte (?) verändern soll.

davon weiss ich nichts, die Packungsbeilage auch nicht. Nichts destotrotz - Johanniskraut ist ein Medikament wie jedes andere auch, es hat potentielle Nebenwirkungen (besonders im Sommer ist die erhöhte Lichtempfindlichkeit zu beachten; das kann teilweise auch heftig werden, also bitte nicht stundenlang in der Sonne brutzeln und lieber höheren LSF verwenden; solltest du irgendwelche Rötungen/Ausschläge bemerken setz es ab und konsultier den Arzt) und zahlreiche Wechselwirkungen (Stichwort Pille!). Es wird ja gern geglaubt, pflanzlich = harmlos - Johanniskraut ist ein Paradebeispiel dafür, dass das eben nicht stimmt. ;-)

Die Wirkung entfaltet sich erst allmählich, d.h. man muss täglich mind. 900mg einnehmen. Nach ca. 2 Wochen fängt es an zu wirken. Als Mindesttherapiedauer werden 4-6 Wochen empfohlen. Es steht auch, dass längerdauernde Behandlungen mit dem Arzt besprochen werden sollen.

Die Nebenwirkungen beschränken sich auf das von dir erwähnte:

"Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich: gastrointestinale Beschwerden.

Nervensystem

Gelegentlich: Müdigkeit, Unruhe.

Haut

Gelegentlich: allergische Reaktionen der Haut, selten phototoxische Reaktionen."

[Quelle: [[http://www.kompendium.ch/Monographie.aspx?Id=04cff2ce-6127-4e98-a746-c1cca80f20ab&lang=de&MonType=fi Fachinfo Jarsin]] ]

MGuff$ Pottxer


Ja. 900mg sind die Mindestdosis ..., niedrigere Dosen bewirken nichts

Also, bei mir entfalten auch niedrige Dosen sehr schnell eine (positive) Wirkung.
Kann aber ohne Weiteres ein Placebo Effekt sein.

S,il1beWr


das kann ich nicht beurteilen; vielleicht ist es ähnlich wie bei Antidepressiva, wo manche erst bei einer höheren Dosis was merken, andere wiederum schon bei kleinen Mengen. Evtl. eine Sache der Verstoffwechselung? :-/ die 900mg sind halt die Empfehlung, und es wäre ja schade, wenn man 450mg (oder so) nimmt, keine Wirkung verspürt und sich dann denkt, Johanniskraut wirke grundsätzlich nicht.

Man kann natürlich auch erstmal bei einer niedrigen Dosis bleiben und wenn man da nichts merkt, auf 900mg erhöhen. :-)

Mdoppelnschexn


Hallo Silber und Muff Potter,

lieben Dank erst mal für die Antworten. Das mit den Nebenwirkungen weiß ich, auf der Packungsbeilage stand die Magen-Darm-Geschichte, die Lichtempfindlichkeit und ggf. Müdigkeit und Schlappheit...

Mit der Müdigkeit habe ich am 2. Tag nach der 2. Tablette bekanntschaft gemacht. Bin abends um 18.30 eingeschlafen und erst am nächsten Morgen um 9 wach geworden, was aber in meinem Fall auch nicht wirklich schlimm war, weil ich eh nie so richtig durchschlafen kann... Was also in meinem Fall ein netter Nebeneffekt.

Und ich kann Muff Potter zustimmen, ich habe wie gesagt nur 1 Tablette am Tag genommen und es hat direkt am ersten Tag gewirkt. Ich hab das auch nicht geglaubt... Bevor ich sie genommen habe, habe ich meine Mutter gefragt, wie lange es dauert bis sowas wirkt und sie sagte bei ihr wirke es unterschiedlich und sie würde davon auch nicht gut durchschlafen.

Da ich die Tage heftigste Magenschmerzen, Übelkeit, Kloß im Hals, Kopfweh und sowas alles hatte, konnte ich direkt am ersten Tag schon merken, dass es gewirkt hat, weil von den Symptomen eigentlich nichts da war... Ich hatte den ganzen Tag ein lockeres, entspanntes Gefühl... Dass man gewisse Medis über längere Zeit nehmen soll bis sie wirken kenne ich auch vom Hören-Sagen. Ob das allerdings stimmt, oder ob das nur eine Methode der Vermarktung ist, ich weiß es nicht.

Als Mindesttherapiedauer werden 4-6 Wochen empfohlen. Es steht auch, dass längerdauernde Behandlungen mit dem Arzt besprochen werden sollen.

Auf meiner Packung steht nix von Arzt und nur "die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt".

Ich denke ich werd bei Gelegenheit noch mal meinen Hausarzt ansprechen... Aber für mich wären die Tabletten ja hin und wieder ok. Wenn ich mal wieder so'n "Anfall" habe ^^ Auf Dauer würd ich die dann vielleicht nicht unbedingt nehmen.

Und meiner Mum werd ich das auch alles mal vor Augen halten.

Vielen, lieben Dank euch!

Gruß

H`iil4fl'os_uam_Enxde


wo bekommt man das ? ich würde es auch gern ausprobieren :-(

S`ilbxer


Apotheke. :-)

*6Missyx*0


es gibt dazu aber kein äquivalentes (pflanzliches) produkt, welches die wirkung der pille nicht beeinflusst oder irre ich?

SYilbexr


Nein. Mir ist zumindest keins bekannt. Andere Sachen - Passionsblume und sowas - sind eher gegen Ängste.

M<obppe&lschxen


Also auf meinem Beipackzettel zu den Johanniskrautkapseln steht nichts von Wechselwirkungen mit der Pille...

Vielleicht sollte man da mal den Frauenarzt drauf ansprechen...

Wenn Bedarf besteht, dann poste ich gerne mal den Namen und Inhalt des Beipackzettels komplett...

Liebe Grüße

S=ilxber


ist das ein Präparat aus der Apotheke? Falls ja, würde mich das sehr wundern. Deine Packungsbeilage erscheint mir sowieso etwas unvollständig.

Zitat von Jarsin:

Hormonale Kontrazeptiva [= hormonelle Verhütungsmittel]

Hypericum [das ist Johanniskraut] kann zu einer Wirkungsverminderung hormonaler Kontrazeptiva führen (z.B. orale Produkte [Pille], injizierte Depot-Präparate [3-Monats-Spritze], s.c. Implantate [Implanon], transdermale [Evra-Pflaster], intrauterine [Mirena] und vaginal angewendete [Nuva-Ring] Produkte mit Hormonfreisetzung). So wurden international mehrere Fälle von Zwischenblutungen unter niedrigdosierten sogenannten Mikropillen (Gehalt an Ethinylestradiol 30 µg oder weniger) gemeldet. Auch über Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften bei Anwendung hormonaler Kontrazeptiva und gleichzeitiger Einnahme von Hypericum wurde berichtet.

Wenn das in deiner Packungsbeilage nicht erwähnt ist finde ich das sehr fahrlässig vom Hersteller. Man kann vom Käufer/Patienten nicht erwarten, dass er erst im Internet nachliest, ob die Packungsbeilage denn korrekt ist.

Also, wenn Johanniskraut plus hormonelles Verhütungsmittel, dann zusätzlich verhüten mit Kondom o.ä.

M$oppelsOchexn


Hm... Gut, dann les ich nochmal nach, vielleicht hab ich es ja auch überlesen...

Will jetzt nichts garantieren ^^

Liebe Grüße

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