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Ich fühle den Teufel

ZDupp#elXchexn


Ich hatte mal eine Bekannte, bei der fing es auch so an. Viele sagten - angebliche Freunde - sie sei medial begabt, hätte eine feine Antenne für "jenseitige Schwingungen". Feine Sache... Ein paar Jahre später fand man sie, wie sie auf allen vieren durch de Küche krabbelte, und sich angeregt mit einem Teebeutel unterhielt.

Heute gilt sich als höchstgradig schwerbehindert und nicht mehr behandlungsfähig. Tolle Geschichte, gell? Echt lustig.

Genau dafür gibt es Spezialisten, die die "feine Antenne" recht eindeutig von einer "schweren psychiatrischen Störung" zu unterscheiden wissen. Und finden diese raus, das du medizinisch nicht lädiert bist, dann gönne ich dir die Antenne von Herzen, und das du lernst, damit umzugehen.

Aber bis dahin -> Profi ranlassen.

EUrdnü5ssc9hen


und wenn ich duschen bin trau ich mich nicht die augen unter dem wasser zuzumachen weil ich immer glaube dass jemand rein kommt oder schon da ist und auf mich wartet- es ist ein sehr böses Gefühl.

So gehts mir auch.

Aber ich glaub nicht an Gott und den teufel sondern einfach nur an wiedergeburt und Geister... ;-)

uwrlCaub"er200x9


@ Middy

nicht böse sein aber ich verstehe nicht um was es genau geht. weil du dir auf der ersten seite selbst geantwortet hast.

Z6uppel#chxen


Bei middy geht es wohl kaum um eine mediale Veranlagung, sondern in erster Linie darum, wie sie mit ihren Wahrnehmungen zurechtkommt.

Wahrnehmungen, die sonst keiner in ihrem Umfeld hat. Genau diese "verteufelung" der Medizin ist es, die zu schwersten Pflegefällen führen können.

Diese ganzen Sprüche sind nur Angst, mehr nicht. Angst, nicht für voll genommen zu werden. Was du machst ist einfach gefährlich, lebensgefährlich unter Umständen. Jemand, der schwerst krank sein KÖNNTE (und ein KÖNNTE reicht vollkommen) so zu bestärken, ist einfach nur dumm.

Selbst wenn es eine sensible Wahrnehmung sein KÖNNTE (ich gestehe dir deinen Glauben zu, der interessiert mich nicht die Bohne), KÖNNTE es auch anders sein.

Und du trägst das ganze dann mit. Aber nein, du sitzt ja in deiner Anonymität, statt zu raten, der Sache auf den Grund zu gehen.

Super!

g6wen.doTlqynn


@ middy

Als ich den Eingangsbeitrag gelesen habe, ging mir sofort das Wort Psychose durch den Kopf. Bitte geh umgehend zum Arzt, da könnte wirklich eine sehr ernste Erkrankung dahinterstecken. Ich weiß nicht, ob es schon geschrieben wurde, aber du kannst dich auch freiweillig in die Psychiatrie einweisen lassen. In bestimmten Fällen helfen nur noch Medikamente. Nimm es nicht auf die leichte Schulter. Alles Gute :)* :)* :)* :)* :)*

sUchnaftter7guschxe


Wahrnehmungen, die sonst keiner in ihrem Umfeld hat. Genau diese "verteufelung" der Medizin ist es, die zu schwersten Pflegefällen führen können.

Ich finde, Du lehnst Dich recht weit aus dem Fenster. Daß niemand sonst außer middy diese Wahrnehmungen hat wissen wir nicht. Ihr Mann hat sie nicht, das wissen wir. Aber von anderen Personen hat sie nichts geschrieben (oder habe ich es nur überlesen?). Und niemand hat die Medizin verteufelt. Ich vergöttere sie allerdings auch nicht, sondern betrachte sie genau so nüchtern wie andere Wissenschaften.

Ich kann nachvollziehen, daß Du vor dem Hintergrund eines Falles im Bekanntenkreis in jedem weiteren Fall auch Parallelen vermutest. Das ist naheliegend und verständlich. Aber es erklärt nicht Deinen Vorwurf an mich, im Schutz der Anonymität nicht zu raten, der Sache auf den Grund zu gehen. Das habe ich nämlich längst getan.

Eardnüss`chexn


Mit dem freiwilligen Einweisen in eine Psychatrie wäre ich vorsichtig.

Hat mein Ex-Schwägerin auch gemacht... Sie war freiwillig da, weil sie Tabletten- und Alkoholabhängig war und nebenbei auch noch Stimmen gehört hat.

Dafür, dass sie Hilfe gesucht hat, wurde sie nur 2 Stunden am Tag aus Ihrem zimmer und nur 30 Minuten am Tag von der Station (aber nicht vom Gelände!) gelassen!

Sie wurde mit Medis ruhig gestellt und ne Tehra hat sie auch keine bekommen!

dann lieber zum Psychologen und nem Familienmitglied anvertrauen!

gLwendo>lynn


@ Erdnüsschen

Dafür, dass sie Hilfe gesucht hat, wurde sie nur 2 Stunden am Tag aus Ihrem zimmer und nur 30 Minuten am Tag von der Station (aber nicht vom Gelände!) gelassen!

Das hat mit der Reizüberflutung während einer Psychose zu tun. Ich kenn ja den Fall deiner Schwägerin nicht, aber bei einem mir sehr gut bekannten Fall wurde es so ähnlich gehandhabt, um dem Psychosekranken nicht zuviel Eindrücken auszusetzen. Das war in dem Fall eine medizinische Indikation.

Sie wurde mit Medis ruhig gestellt und ne Tehra hat sie auch keine bekommen!

Therapie während der akuten Psychose ist auch verkehrt. Aber wenn man sich mit der Materie nicht auskennt, dann wirkt das natürlich alles befremdlich, so wie jetzt auf dich. Trotzdem ist es das beste. Die Therapie wird später angeboten, wenn es dem Patienten wieder besser geht.

Eyr.dnüs"sLchexn


@ gwen:

Aber: Hätten sie das nicht einem von uns sagen müssen? Am ehesten natürlich meiner schwägerin und ihrem Ehemann?

EVrdnvüssch%exn


@ gwen:

Darf ich fragen, woher du dich da so gut auskennst?

K:etezerin


Vielleicht mußte deine Ex-Schwägerin erst mal entgiftet werden, bevor man mit ihr abeiten konnte?

Wie will man mit jemand (entschuldige:) Vollgedröhntem ein therapeutisches Gespräch führen?

Die strengen Ausgangsregelungen dienen meiner Kenntnis nach zur Sicherheit der Patienten. Die Klinikärzte haben schließlich die Verantwortung für die Patienten.

Die Therapie müßte eigentlich dann beginnen, wenn es ihr wieder besser ging.

g~wend;o/lynxn


Aber: Hätten sie das nicht einem von uns sagen müssen? Am ehesten natürlich meiner schwägerin und ihrem Ehemann?

Ja, ihrem Ehemann zumindest schon. Ob sie selbst zu dem Zeitpunkt in der Lage war, zu begreifen, dass es zu ihrem Besten war und vielleicht deswegen nichts gesagt wurde, weiß ich nicht. Hat sich der Ehemann dann zusätzlich informiert? (Bücher, Internet?)

Woher ich mich so gut auskenne, habe ich geschrieben. Durch einen mir sehr gut bekannten Fall, den ich oft in der Psychiatrie besucht habe und ich habe mich zusätzlich über Bücher und Internet mit der Krankheit Schizophrenie beschäftigt. Ich kann dir den Film "Das weiße Rauschen" empfehlen, der ist auch recht anschaulich. Die TE sollte sich ihn allerdings nicht ansehen, er könnte triggern.

scchnat4ter{guschxe


Am ehesten natürlich meiner schwägerin und ihrem Ehemann?

Dem Mann schon, aber nicht Deiner Schwägerin. Würdest Du Dich selbst einweisen, wenn Du weißt, daß Deine Freiheit erstmal sehr stark eingeschränkt wird? Es ist schon schwer, sich selbst zu so einem Schritt durchzuringen. Gleich mit der ganzen Härte einer solchen Therapie konfrontiert zu werden wirkt dann eher abschreckend.

Kjetzerxin


Also eigentlich ist das ja Positiv zu sehen, daß sie freiwillig 'reingegangen ist und nicht wie viele andere gebracht werden mußte, die z.B. meinten es ist halt normal, daß sie die Sonne nach ihrem Willen auf- und untergehenlassen könnten.

M*ayflCower


Würdest Du Dich selbst einweisen, wenn Du weißt, daß Deine Freiheit erstmal sehr stark eingeschränkt wird?

Ja, in dem Moment, wo mir klar würde, dass ich mir oder jemandem aus meinem Umfeld (z.B. den Kindern) etwas antun könnte .

Das ist gar nicht so selten. Schwere psychische Schübe sind für den Betroffenen sehr anstrengend vor allem, wenn viel Angst und Schlaflosigkeit oder übersteigerter Antrieb im Spiel ist. Irgendwann gehen die Kräfte zu Ende, die Person kann nicht mehr. Meist entsteht dann auch das Krankheitsbewusstsein.

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