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Psycho-Doc und erste Sitzung

sTchneckxe1985 hat die Diskussion gestartet


Ich bin so aufgeregt... am Freitag ist mein erster Termin beim Psycho-Doc. Ich hab richtig, richtig schiss, obwohl ich mich beruhigt fühlen sollte. Kann mir jemand sagen, wie die erste Sitzung so ist? Wird da eher erwartet, dass ich reden soll oder gibt mir mehr der Doc Impulse, worüber ich reden soll? Ich hab voll Angst

1. Dass der Doc ein alter Sack ist, der mir nicht glaubt / dass ich meine Probleme nicht rüberbringen kann

2. dass ich den Mund nicht aufkriege oder wieder mal in mein herunterspiel-Lachen verfalle, wenn ich reden soll.

Sorry, wenns in der SuFu schon viele andere Beiträge gibt, aber ich bin schon den ganzen Nachmittag (seit ich weiß, dass ich jetzt endlich hingehe) absolut nervös und renne rauchend durch die Wohnung.

Wär nett, wenn mich jemand ein bisschen aufheitern könnte @:)

Antworten
KWetZz3erin


Überlege dir doch selbst vorher, was dir wichtig ist, was du abklären möchtest und was du ansprechen möchtest. Damit kannst du dir eine schriftliche Stichpunkteliste machen, das beruhigt, du bist super vorbereitet und du hast etwas in der Hand, falls du nervös bist und da du die Liste hast, vergißt du auch nichts anzusprechen.

Du kannst dich zusätzlich im Internet über die verschiedenen Therapierichtungen informieren und den Therapeut fragen, welche er anbietet. Damit du auch später für dich entscheiden kannst, ob das etwas für dich ist, unabhängig von der Persönlichkeit des Therapeuten.

Ziemlich sicher wird eine Frage kommen wie: was führt Sie zu mir? -Wo dann nach deinen Problemen und Beschwerden gefragt wird und der Therapeut sich davon ein Bild machen will.

Falls du schon alte/bisherige Befunde, Arztbriefe etc. hast, die dem Therapeut helfen könnten, würde ich die am besten gleich zum ersten Termin mitbringen.

KQetze,rixn


Und dann würde ich auf meine Eindrücke achten:

- wie verläuft das Gespräch?

- fühle ich mich von dem Therapeut verstanden?

- welchen Eindruck macht die Praxis, Wartezimmer, Behandlungszimmer etc. auf mich?

Ich würde mich vorbereiten, aber nicht verrückt machen, schließlich ist es "nur" das Erstgespräch.

sech"nectke19x85


Hallo Ketzerin!

Erstmal tausend Dank! Ich weiß, mein Anliegen klingt kindisch, aber ich komm mit der Situation momentan noch nicht klar, dass ich jemanden Dinge erzählen soll, die ich jahrelang vor anderen und mir selbst versteckt habe.

Damit kannst du dir eine schriftliche Stichpunkteliste machen, das beruhigt, du bist super vorbereitet und du hast etwas in der Hand, falls du nervös bist und da du die Liste hast, vergißt du auch nichts anzusprechen.

Das hab ich heute schon gemacht, aber wenn ich jetzt draufschaue, kommt mir alles so lächerlich vor... obwohl es das gar nicht ist. Hab halt Angst, dass ich wieder grinsend dasitze (wie oft bei Freunden passiert) und völlig reglos und zynisch über extreme Dinge spreche.

Ich versuch mal, meine Stichwortliste (nur mit der hab ich es geschafft, anzurufen) auf einige wichtige Punkte zu kürzen.

Falls du schon alte/bisherige Befunde, Arztbriefe etc. hast, die dem Therapeut helfen könnten, würde ich die am besten gleich zum ersten Termin mitbringen.

Das ist eine tolle Idee, danke! Ich war nämlich schon mal in der Klinik (allerdings nur einmal, die Psychologin war kalt wie ein Fisch), aber die müssten doch irgendwo was aufgezeichnet haben. Das wäre sehr hilfreich für mich, weil ich dann vielleicht nicht sofort Rede und Antwort stehen müsste (bzw. mir z.B. beim Thema SVV Zeit lassen könnte, es nochmal anzusprechen).

Du kannst dich zusätzlich im Internet über die verschiedenen Therapierichtungen informieren und den Therapeut fragen, welche er anbietet.

Ich wusste noch nicht mal, dass es verschiedene Therapierichtungen gibt *blöd aus der Wäsche guck*

Frage: Wenn er mich fragt

was führt Sie zu mir?

Wird da eher erwartet, dass ich mich gleich offenbare? Glaubst du, es ist okay, wenn ich den Doc frage, ob er mich nicht ein bisschen mit Fragen unterstützen könnte? Mir fällt es nämlich extrem schwer, aus mir herauszugehen und ein Thema von mir aus anzusprechen.

@:)

K4etz.exrin


Hast du von der Klinik kein vorläufiges und später dann ein ausführliches Entlassungsschreiben?

Das wäre bestimmt hilfreich für den Therapeut.

Naja, auspacken mußt du schon, je mehr desto besser können sie dir helfen.

Die wichtigesten Sachen würde ich auch im Erstgespräch schon sagen.

Der wird dich erst mal reden lassen. Das Problem ist, wenn er deine Beschwerden nicht kennt, kann er dich mit Fragen nicht so unterstützen. Er ist ja kein Hellseher. Und bestimmt möchte er zu der Kliniksicht auch nochmal deine eigene Sicht auf die Dinge hören, z.B. um auch zu testen, ob du zu einer Therpie bereit bist etc..

bhibisDaxsel


Ich vermute mal, dass Du zum Psychiater gehen wirst... oder zum Psychologen? Ich bin seit längerer Zeit in Behandlung bei einem Psychiater und hatte auch für ein halbes Jahr einen Psychologen. Am Anfang ist es ungewohnt aber dann... wie als wenn mann mit Rückenschmerzen zum Orthopäden geht. Sag dem Doc, dass Du Dich unsicher fühlst- das erlebt der jeden Tag! Kopf hoch, ist nicht schlimm und jeder Psychiater nimmt sich mehr Zeit für Dich, als es ein Hausarzt jemals könnte.

s~chnecHke=19:8x5


Wenns nur nicht so verdammt schwierig wäre... :°(

spchnewcke1g98x5


Ich hab so Angst vor dem Auspacken, vor dem schutzlos-sein. Bin grad so traurig :°(

sEchneScke19x85


Danke bibisasel!

Hilft mir zu wissen, dass es anderen auch so ergangen ist. Ich versuch mich jetzt mal, von meinem Selbstmitleids-Hocker zu schwingen, schließlich MUSS ich es für mich tun. Da hilft kein Selbstmitleid. :-/

b}ibi0sasexl


Du brauchst nicht traurig sein, im Gegenteil. Sei stolz, dass Du nun einen Termin gewagt hast! Der Tag kann Dich nur nach vorne bringen. Du brauchst auch nicht alles auf einmal erzählen, denn Du wirst ja öfter zu dem Doc gehen. Ich bin Monate lang jede Woche 1x zum Psychologen und gleich danach zum Psychiater gegangen. Es war nicht immer leicht über alles zu sprechen aber im Nachhinein wird es Dir besser gehen. Ganz sicher!

Ich finde es toll, dass Du den Mut aufgebracht hast, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich habe mir damals einen Spickzettel gemacht und dann erzählt, das hatte mir geholfen.

s<chKnec)ke19x85


@ bibisasel

Den Tipp mit dem Spickzettel hat mir Ketzerin (nochmal danke @:) ) schon gegeben. So werd ichs auch machen.

Ich tue mich nur ein bisschen schwer mit der Auswahl der Sachen, die ich erzählen will.

Du brauchst auch nicht alles auf einmal erzählen, denn Du wirst ja öfter zu dem Doc gehen.

Danke, das beruhigt mich. Diese Vorstellung hat mich sehr geängstigt. Ich hab davon wohl auch ein völlig falsches Bild, denn mich verfolgt schon seit Jahren die Horrorvorstellung, wie ich heulend auf dem Stuhl sitze und mir der Arzt erklärt, ich hätte gar nichts :-/ in meinem Kopf sind vieeeele solcher dummen Vorstellungen

Ich vermute mal, dass Du zum Psychiater gehen wirst... oder zum Psychologen?

Ehrlich gesagt, weiß ich das nichtmal genau |-o

Ich finde es toll, dass Du den Mut aufgebracht hast, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Den Mut hab ich erst gefunden, als am WE eine totale Eskalation meinerseits stattgefunden hat |-o

h-ostm_198x4


Hi schnecke,

lustig, genau so wie du klang ich, als ich vor ein paar Monaten zum 1. Mal zum Psychotherapeuten gegangen bin ;-) Ich war mega-aufgeregt und dachte auch, mich nimmt man nie im Leben ernst. Mittlerweile bin ich sowas von froh, dass ich die Therapie angefangen habe... aber für mich war es auch eine extreme Überwindung, einen 1. Termin zu machen. Ich hatte schließlich doch bisher alles alleine gemeistert. Ich hab den Termin auch gemacht, nachdem ich eine Woche lang überhaupt nicht mehr aus dem Bett kam und mich eine Müdigkeit überfallen hat, bei der ich Angst hatte, das ich es auch nie mehr ins Leben zurück schaffe.

Kannst mir gerne ne PN schreiben, wenn du Lust hast @:)

K'etzer|ixn


Laß uns dann mal wissen, wie's gelaufen ist!

s,chnec'ke1985


@ host_1984

Ohje, hoffentlich gehts dir jetzt besser? Hast du noch einen Psychologen-Überlebenstipp für mich?

Tröstet mich, dass andere die Hosen gleich voll haben wie ich :-)

@ Ketzerin

Natürlich halt ich euch auf dem Laufenden. Heute bin ich schon etwas opitmistischer und gelassener.

@ all

danke für die Hilfe @:) :)* @:) :)* @:) :)*

hdost_W198x4


Ohje, hoffentlich gehts dir jetzt besser? Hast du noch einen Psychologen-Überlebenstipp für mich?

Tröstet mich, dass andere die Hosen gleich voll haben wie ich :-)

Du brauchst keine Überlebenstipps. ;-)

Ich geh da aber auch öfters (jetzt immer noch) mit Notizen hin, von Dingen, die ich unbedingt ansprechen will, oder die mir so durch den Kopf gegangen sind.

Denk halt immer daran: er/sie wird dich ernst nehmen! Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben, dass du ausgelacht wirst oder deine Probleme zu unwichtig für eine Psychotherapie erscheinen.

Mir geht's mittlerweile besser, bin zwar immer noch deprimiert, aber ich habe sehr viel über mich selbst gelernt und wertvolle Dinge entdeckt... :)^

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